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Radlager kaputt nach Reifenwechsel?

Subaru Impreza II (GD/GG)
Themenstarteram 17. November 2014 um 21:07

Hi allemann,

ich habe kürzlich bei meinem im Frühjahr gekauften Impreza die Räder gewechselt bzw. ich wollte sie wechseln, bin aber erstmal bei einer Radmutter gescheitert. Hinten rechts ließ sich eine Radmutter ums verrecken nicht lösen. Extremste Anstrengung war erstmal vergeblich, bis ich den Hebel mit einem Rohr verlängert habe und mich drauf gestellt(!) habe - da löste sich die Mutter gaanz langsam.

Ich drehte die Mutter ab (immer noch sehr schwergängig) und musste feststellen, dass das Gewinde am herausstehenden Bolzen komplett zerraspelt war. Was war hier passiert? Wurde die Radmutter vom Vorbesitzer (oder irgendeiner Werkstatt) verkantet drauf geschraubt? Kann sowas überhaupt passieren?

Das wäre die erste Frage, eine weitere folgt noch.

Ich habe natürlich erstmal geflucht, aber dennoch dann erstmal die Winterräder drauf gesetzt und auch am kaputten Bolzen mit der (vermutlich auch nicht mehr brauchbaren) Mutter wieder festgezogen. Sie ließ sich unter extremer Anstrengung sogar bis zur Felge schrauben.

Seitdem kann man während der Fahrt ein brummendes Geräusch von der Hinterachse hören, ab ca. 40 km/h immer lauter werdend, bei ca. 90-100 km/h verschwindet es wieder. Besteht irgendwie die Möglichkeit, dass durch diese ganze Aktion mit der Radmutter und dem Bolzen das Radlager in Mitleidenschaft gezogen wurde? Ich hatte mal einen Fiesta mit kaputtem Radlager, der hörte sich ähnlich an, daher komme ich darauf...

Ich war mit dieser Sache noch nicht in der Werkstatt, habe ich jetzt demnächst vor. Würde trotzdem zuvor gern hier ein paar Meinungen hören.

Grüße

Hansi

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25 Antworten

Ja, das kann schon passieren. Was Wälzlager überhaupt nicht mögen, sind Spitzenbelastungen ohne Drehung. Da kann's passieren das die dünne gehärtete Lauffläche eine ganz leichte Delle bekommt. Daher kommt dann das Geräusch, das bedeutet dann auch gleichzeitig höheren Verschleiß und es sind nur mehr ein paar tausend km, bis das Lager endgültig den Geist aufgibt (heißt: unerträglich laut, der Reifen hupft so schnell nicht runter).

Gab' mal eine Geschichte (weis nicht mehr welcher Hersteller, war aber eine Japaner) wo die japanischen Modelle nie ein Problem hatten und die nach Europa gelieferten mit Radlagerproblemen zu kämpfen hatten. Der Unterschied war dann, das die japanischen Modelle ja quasi vor Ort verwendet wurden, während die europäischen erst mit dem Schiff, dann mit dem Zug zum Kunden gebracht wurden. Dieses Stehen am Schiff und am Zug, bei gleichzeitigen dynamischen Belastungen (klar, zumindest am Zug holpert's) führten dazu, das die neuen Lager im Stand schon einliefen. Und somit waren dann viele nach 30.000km fertig...

Grüße,

Zeph

Hallo!

Subaru hat keine Wälzlager.

Ich vermute einen Reifenschaden.

Da aber evtl ein schwerer Defekt vorliegen kann, solltest Du den Wagen sofort in einer Werkstatt überprüfen lassen!

Zitat:

Subaru hat keine Wälzlager.

Huh? Was denn dann? Gleitlager mit Schmiernippel?

Glaub' mir, der hat ganz sicher Wälzlager. Ob das jetzt allerdings 2-reihige Kugellager, Schulterlager oder Rollenlager sind, bleibt offen. Wobei, demnach was ich so auf die Schnelle gefunden habe sind's 2-reihige Kugellager.

Grüße,

Zeph

Hallo!

Ich meine schon die 2 reihigen Kugellager.

mit den "Wälzlagern" dachte ich jetzt an eine Konstruktion z.B. a la Golf 3 Hinterachse.

Kegelrollenlager ist das Wort, das du gesucht hast. Das hat der Golf 3 hinten.

Grüße,

Zeph

Ok, dann haben wir es ja geklärt. Du hast Recht. Kegelrollenlager ist die korrekte Bezeichnung!

Ich denke aber nicht, daß sich die Radlager beim Radwechsel beschädigen lassen.

Naja, wir werden vielleicht noch erfahren, was Phase ist.

Ich würd's nicht ausschließen. Was Radlager überhaupt nicht mögen sind eben Kippmomente und Schläge. Beides wird bei dem beschriebenen Procedere aufgetreten sein. Ob's wirklich ausreicht das Lager zu beschädigen kann ich nicht sagen. Von der Geräuschbeschreibung würd's auch passen. Immerhin hatte ich zwei kaputte Radlager bei meinem CX-7.

Grüße,

Zeph

@ Imprezaraser:

Jedes Lager, das irgendwelche Kuglen, Rollen, Tonnen oder Nadeln drin hat, wird als Wälzlager bezeichnet. Ein einreihiges Kugellager ist ebenso ein Wälzlager wie ein Kegelrollen- oder ein Nadellager.

Ich denke, das bei extremen Arbeiten mit dem Schlagschrauber der Käfig einen Schaden nehmen könnte. Bei dieser Ausführung der Lager wird wohl ein Metallkäfig drin sein, aber ich habe auch schon an sich gute Lager mit zerstörtem Käfig gesehen. Möglich ists aber sicher, ein Lager am Stand mit externen Arbeiten zu töten.

Themenstarteram 18. November 2014 um 23:01

Es gibt interessante neue Erkenntnisse:

Ich habe mir das alles heute nochmal angeschaut und dabei sind Sachen aufgefallen, die ich bisher nicht bemerkt hatte...

1. Die Winterreifen haben andere Abmaße als die Sommerreifen! Und laut Fahrzeugschein und Internetrecherche darf ich diese gar nicht auf diesem Wagen fahren (3,3% mehr Abrollumfang)!

2. Die erwähnte Radmutter, von der ich dachte sie wäre verkantet draufgeschraubt gewesen und hätte dadurch das Gewinde des Stehbolzens zerstört ist eine ANDERE Mutter als alle anderen! Das ist mir jetzt erst aufgefallen, als ich sie direkt mit einer anderen verglichen habe. Und zwar hat sie nicht nur eine etwas andere äußere Form, sondern vor allem ein etwas größeres Innengewinde - nennt man das so? Habe es jedenfalls rausgefunden, indem ich diverse Innensechskantschlüssel durchprobiert habe, bis einer gerade so in die FALSCHE Mutter hineinpasste, dieser passte NICHT in eine der richtigen Muttern. Das Gewinde wurde also durch eine zu große Mutter zernudelt!

Habe jetzt wieder die Sommerräder drauf, bin aber noch nicht wieder damit gefahren, kann daher noch nicht sagen, ob das irgendwas am Geräusch geändert hat...

Dem Händler werde ich jedenfalls was erzählen... falsche Räder und eine falsche Mutter... heftig!

Bin jetzt aber nicht sicher, ob ich überhaupt noch damit fahren sollte. Denn die zernudelte Mutter lässt sich jetzt nicht mehr auf den zernudelten Bolzen drehen. Sie "fällt" quasi durch bis hinten und lässt sich ewig im Kreis drehen. Das Rad wird also nur noch von vier Muttern gehalten... kann man so bedenkenlos fahren?

Hallo!

Also wie das jetzt rechtlich zu bewerten ist, weiß ich nicht.

Aber: Gedanken würde ich mir nicht machen, mit 4 Muttern fliegt das Rad nach meiner Meinung und Erfahrung nicht weg. Zieh alles fest an. Versuch auch die defekte Mutter noch drauf zu bekommen. Allein schon für die Optik...Am Besten Drehmomentschlüssel und fahre eine Runde. Ich bin mir sicher, das Geräusch ist dann weg.

Aber halt auf eigene Verantwortung.

Mit welcher Reifengröße bist Du denn verkehrt ausgestattet worden?

Themenstarteram 19. November 2014 um 12:54

Hallo!

Also die Sommerbereifung ist 215/60 R16, mitgelieferte Winterräder: 215/65 R16. Im Fahrzeugschein steht erstere Größe.

Ja das Geräusch ist jetzt tatsächlich verschwunden - wie ist das erklärbar?

Übrigens habe ich im ersten Beitrag einen Fehler, ich meinte natürlich Forester und nicht Impreza (hatte wohl noch mein voriges Auto im Kopf =)

Grüße!

Hans

Hallo!

Die Antwort auf das Problem hatte ich schon in meinem 1. Beitrag geschrieben:-)

-Reifenschaden!

Oder der Reifen ist einfach elendig laut, wie mein Pirelli Sottozero. (Neureifen) Verglichen mit den Sommerrädern hört sich der Wagen tw. an als hätte er Lagerschaden auf allen vieren.

Zitat:

@HansDall schrieb am 19. November 2014 um 12:54:59 Uhr:

Hallo!

Also die Sommerbereifung ist 215/60 R16, mitgelieferte Winterräder: 215/65 R16. Im Fahrzeugschein steht erstere Größe.

Ja das Geräusch ist jetzt tatsächlich verschwunden - wie ist das erklärbar?

Übrigens habe ich im ersten Beitrag einen Fehler, ich meinte natürlich Forester und nicht Impreza (hatte wohl noch mein voriges Auto im Kopf =)

Grüße!

Hans

Im Fahrzeugschein, nach neuer Nomenklatur Zulassungsbescheinigung Teil 1, stehen nicht mehr alle möglichen Reifengrössen. Du mußt im CoC (certificate of conformity) nachsehen was Subaru alles erlaubt.

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