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R 1200 RT (11/2006) gegen K 1100 LT (02/1994) tauschen

BMW K 1100
Themenstarteram 25. Oktober 2016 um 6:19

Hallo,

altersbedingt könnte ich von meinem Bruder eine R 1200 RT (Prod. 11/2006, ca. 73.000 km, 1. Hand) kaufen.

Hat ESA, ist nach Checkheft beim BMW-Händler gewartet und in sehr gutem Zustand, bis auf einige Kratzer am Ventildeckel, Koffer und Spiegel, von einem leichten Umfaller.

Dafür müßte ich meine K 1100 LT (02/1994, ca. 63.000 km, 1. Hand) abgeben.

Ich habe die RT noch nicht gefahren, ist wegen der großen Entfernung nicht mal eben möglich.

Vor der K hatte ich aber eine R 80/7, die mir gut gefiel, ist natürlich sicher kein Vergleich zur RT, aber ich meine nur wegen Boxer.

Die K ist schon ein ziemlicher Brocken, nicht wenn sie in Fahrt ist, aber sonst schon und ich bin auch nicht mehr so ganz jugendlich und werde leider auch nicht jünger ;)

Was meint ihr, was würdet ihr tun und welche Erfahrungen und Ratschläge hättet ihr bezüglich der R 1200 RT.

Vielleicht habt ihr auch ungefähre Preisvorstellungen für die RT; soll für meinen Bruder und mich ein fairer Deal sein.

Danke und liebe Grüße

Herbert

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12 Antworten

Hallo Herbert,

da treffen zwei ganz unterschiedliche Konzepte aufeinander. Telegabel auf Telelever, Boxer auf "Flyingbrick". Von der Laufleistung sind beide gerade eingefahren. Dicke Brocken sind auch beide. PS-Leistung ist gleich.

Meine Empfehlung: unbedingt eine längere Probefahrt (+500KM). Ich bin auch jahrelang eine K gefahren und nun wieder bei einem Boxer angelangt. Den Gummibandmotor der K vermisse ich immernoch.

Es geht ja darum, dass die K zu schwer und der Vierzylinder zu langweilig ist.

Ich vermute mal, der FAHRSPASS ist nicht mehr so sehr gegeben.

Kann mich natürlich täuschen, in dem Fall habe ich nichts gesagt...

Beide Moppeds taugen sehr gut dazu, KM abzureissen, eben weil sie den Fahrer

an der Hand nehmen, um bei relativ hohen Geschwindigkeiten dahinzucruisen.

Wenn es Dir um Emotionen und Fahrspass geht, seh' dich nach etwas leichtem, unverkleideten

mit einem schönen Sound um...

Ob Du jetzt K oder RT fährst, ist (fast) gehopst wie gesprungen.

Themenstarteram 25. Oktober 2016 um 10:04

Danke schon mal für die Antworten.

Für mich kommt kein anderes Modell in Frage, denn auf den Wetterschutz möchte ich nicht verzichten.

Eigentlich wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen meine K zu verkaufen, wäre da nicht in Kürze die Gelegenheit die R meines Bruders zu übernehmen.

Ich fahre Motorrad um die Natur zu erleben, nicht um zu rasen, obwohl ich, sofern ich doch mal Autobahn fahre, auch mal dran drehe, was mit der K 1100 LT ohne Anstrengung möglich ist.

Das Drehmoment aus dem Keller wird die R sicher nicht bieten können, aber wie ist das mit der Geräuschkulisse, die finde ich bei der K 1100 LT, wegen der Schallweiterleitung durch die Verkleidung und der IMO zu kurzen Übersetzung, nicht so prickelnd.

Ich möchte Tipps zur Reparaturanfälligkeit bzw. Instandhaltungskosten einer R 1200 RT von 11/2006 haben, denn ich glaube, dass man bei der nicht mehr so einfach vieles selbst erledigen kann, wie bei meiner K, z. B. Bremsflüssigkeitswechsel.

Selbstverständlich würde ich eine Probefahrt machen, aber sicher keine 500 km, eher so um die 50 km.

Dazu muss ich aber erst mal vom Niederrhein nach OWL und das will ich nur tun, wenn ich auch kaufen möchte.

Also erst mal Fakten und Meinugen sammeln, gegoogelt habe ich schon, bin aber noch nicht viel schlauer geworden.

Du wirst feststellen, dass die R vom Fahrwerk her erheblich mehr kann als die K. Ist einfach konstruktiv 20 Jahre moderner und die Boxer haben gute Fahrwerke. Durchzug sollte bei der R unten und obenrum besser sein. Anders anhören tut sich der Boxer - musst Du selbst entscheiden. Fans wollen den Boxersound nie mehr missen.

Moderne Fahrhilfen wie ABS und Antriebsschlupfregelung sind natürlich wichtig. Laufleistung und Haltbarkeit werden sich nichts nehmen. Zum selber schrauben ist die K natürlich besser. Preislich sehe ich die R so bei 7.000.- €.

Die Geräuschkulisse ist dank Kat, 2in1 und vielen Ton-Parasiten von Kupplung, Getriebe und Verkleidung eine Katastrophe. Von wegen Boxer-sound. Boxersound hast Du auf einer R 90 S mit offenen Tüten. Die klingt gut.

Vielleicht auch auf einer 9T, das kann ich nicht so beurteilen, bin die noch nicht gefahren.

Die RT's klingen nur Sch.....XXXe. Jedesmal ist mein melomanes Innenohr beleidigt, wenn ich da drauf klettere.

Aber nun ja - sonst ist sie schon praktisch.

Hi,

also ich würde en Tausch vornehmen, vermutlich bekommst du ein extra Bonus von deinem Bruder.

die RT ist 12 Jahre Jünger, die Technik mit absoluter Sicherheit besser, du schreibst ja das du auch älter wirst, selbst Reparaturen sollten kein Problem sein wenn du an deiner LT auch selbst geschraubt hast. Immerhin gibt es hier ja viel Unterstützung im Forum :-)

Gruß Sigi

Ich bin etwas über 1 Jahr und 15tkm K11LT gefahren. Jetzt R12ST (Rahmen und Fahrwerk identisch mit der RT).

Die LT ist dagegen ein behäbiges Eisenschwein. Außerdem kocht sie einen im Sommer, wenn man mal durch die Stadt muss oder im Stau steht. Im Winter dagegen sehr angenehm. Während der Fahrt ist warm, frieren tut man, wenn man anhält.

Ich würde da keine Sekunde überlegen.

Leider hat das Baujahr 2006 zwei große und teure Nachteile.

1. Wegen fehlender Ablassschraube beim Kardan, ist der Ölwechsel eine aufwendige und wenn man das die Werkstatt erledigen lässt, teure Angelegenheit.

2. ist dort noch der "berüchtigte" BKV verbaut der falls mal defekt, richtig ins Geld geht.

 

Gruß

Ronny

@Ronnys-tanker

Ölwechsel im HAG ist kein großer Aufwand und schnell gemacht. Eine Ölablassschraube gibt es auch, blos leider keine Einfüllschraube. Klug wäre gewesen, es wie bei den Vorgängermodellen zu machen (R1150). Einfüllschraube oben, Ablass unten.

Endtopf ab, Hinterrad ab, ABS-Sensor raus. Das alte Öl wird über die Schraubenöffnung abgelassen (Nr. 14, Oil drain plug). Befüllt wird das HAG ("Kardan") über die Öffnung für den

ABS-Sensor. Steckachse am HAG mit Staburags abschmieren kann nicht schaden. Dafür muss nur die Schraube von der Paraleverstrebe raus, Bremssattel ab und der HAG nach unten "abgeknickt" bzw. abgezogen werden. Kaum Mehraufwand.

Bildschirmfoto-2016-11-02-um-13-15-46

Das BKV-ABS ist auch nicht viel teurer im Defektfall als das Nachfolgesystem. Es ist nur wartungsaufwändiger beim Ölwechsel, bei dem auch nicht geschludert werden darf.

Funktional ist es einfach geil.

Ich glaube, ich würde auch tauschen. Über 20 Jahre machen schon einen Unterschied. Außerdem: YOLO

Die Wartungskosten bei der K 1100 LT dürften etwas geringer ausfallen als bei der R 1200 RT, weil man mehr selber machen kann. Allerdings ist die K auch schon etwas in die Jahre gekommen. Kann sein, dass da jetzt einige Teile den Geist aufgeben (muss aber nicht).

Man sitzt auch sehr schön auf der R 1200 RT. Sehr gemütlich, sehr entspannt. Der Motor dreht auch schon von unten raus. Kann man nicht viel falsch machen.

Lass mal was hören, wenn Du Dich entschieden hast.

Zitat:

@Jungbiker schrieb am 2. November 2016 um 14:23:25 Uhr:

@Ronnys-tanker

Ölwechsel im HAG ist kein großer Aufwand und schnell gemacht. Eine Ölablassschraube gibt es auch, blos leider keine Einfüllschraube. Klug wäre gewesen, es wie bei den Vorgängermodellen zu machen (R1150). Einfüllschraube oben, Ablass unten.

Endtopf ab, Hinterrad ab, ABS-Sensor raus. Das alte Öl wird über die Schraubenöffnung abgelassen (Nr. 14, Oil drain plug). Befüllt wird das HAG ("Kardan") über die Öffnung für den

ABS-Sensor. Steckachse am HAG mit Staburags abschmieren kann nicht schaden. Dafür muss nur die Schraube von der Paraleverstrebe raus, Bremssattel ab und der HAG nach unten "abgeknickt" bzw. abgezogen werden. Kaum Mehraufwand.

Die Arbeiten setzen aber Schraubertalente voraus die über einen "normalen" Ölwechsel heraus gehen.

Kann mir vorstellen, das so manch einer vor dieser Arbeit zurück schreckt und sich nicht rantraut.

Übrigens, die ersten 1200er RT haben keine Ablassschraube da BMW eigentlich der Meinung war es kann auf Dauer im Hag bleiben. Erst später kam eine Ablassschraube wieder dazu.

Gruß

Ronny

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