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R 1200 GS - das Maß alller Dinge

BMW
Themenstarteram 2. November 2010 um 0:21

Hallo zusammen!

Ich habe mich vor 2 Jahren für die F 800 GS entschieden.

Und ich gebe es zu, den Boxer mag ich nicht, weshalb mich meine Entscheidung im direkten Vergleich auch niemals gereut hat.

Was man hört und liest über die R 1200 GS ist:

"Das Maß aller Dinge!"

"An dem Motorrad kommst Du nicht vorbei!"

Und in Bezug auf die Adventure Ausgabe: "Ein Gebirge von einem Motorrad!" Klingt toll!

Dann hört man noch (an Stammtischen, von Fahrern, von Bikerwirten) die Geschichten über leckende Kardans und Störungen der Elektronik.

Darüber, daß die R 1200 GS mehr Zeit auf ADAC-Anhängern und in diversen Werkstätten verbringt als auf den Alpenpässen.

Und davon, daß auch BMW lieber Motorräder für den Auftritt vor der Eisdiele als für die Weltreise produziert, aber für letzteres wirbt!

Wenn die Leute nur im Stadtgebiet posen wollen, was soll BMW auch langlebige Motorräder produzieren. Kommt es den meisten Fahrern wirklich nur darauf an sagen zu können: Ich fahre BMW! Egal ob die in der Werkstatt steht oder vor der Eisdiele! Die Zahl der Rückrufaktionen soll beträchtlich sein.

Die R 1200 GS: in den Bergen macht sie Sinn - auf der Promenade ist sie chic!

Wo- naiv gefragt - liegt die Wahrheit?

Gruß

Quaeker

Beste Antwort im Thema

Ich habe jetzt alles von vorn bis hinten durchgelesen und würde gern ein paar Bemerkungen loswerden:

1. Zum "Golf"-Charakter der GS. Das Bild passt in meinen Augen nicht. Im Gegensatz zum Golf ist eine R12GS ein sehr teures und aufgrund seiner Größe auch recht imposantes Gerät. Und das wird wahrgenommen. Ich war gestern nachmittag mit meiner gepflegten '97er R11ooGS in Bad Tölz. Das Ding ist bis auf eine Topcase-Adapterplatte und ein Navi absolut serienmäßig, sie ist schwarz lackiert - solche Maschinen dürfte es, gerade in Bayern, zu Hunderten geben. Dennoch wurde die Maschine von Passanten interessiert beäugt, ich wurde darauf angesprochen. Ich glaube schon, dass die große GS ein Image hat, und zwar eins, das für viele Leute sehr positiv besetzt ist: Die Fahrer gelten als kompetent und erfahren (sonst könnten sie nicht mit einem solch großen Motorrad umgehen), sie gelten als vernünftig und sicherheitsbewusst (sonst würden sie einen grellbunten Yoghurtbecher fahren), und sie gelten als seriös, sonst hätten sie einen Rotlichtmillieu-Chopper und eine Kutte an. Ich glaube, dass viele Leute einfach nur in Frieden Motorrad fahren wollen und ihr Motorradhobby nicht als Zeichen der gesellschaftlichen Rebellion sehen. Für solche Leute ist eine GS ideal.

2. Zur Test-Hörigkeit. Ich kenne mich als Journalist mit Testerei einigermaßen aus, und eigentlich ist das ganze Geteste Hirnwixerei. Die meisten Menschen treffen ihre Kaufentscheidungen aufgrund höchst individueller, oftmals auch höchst subjektiver Kriterien. Dennoch sucht jeder nach Anerkennung für seine Konsumtaten. Die Stiftung Warentest hat für ihre Test-Hefte eine feste Leser-Klientel, die keineswegs die Testberichte vor dem Kauf liest, sondern nach dem Kauf sich ihre Absolution holt. Noch krasser sind oft die komplett durchgeknallten Leserbriefe, die zum Beispiel "Motorrad" veröffentlicht: Hat die Maschine gewonnen, die man mag, war der Test objektiv, hat die Maschine gewonnen, die man nicht mag, war die Redaktion geschmiert. Total geil sind auch die Flachpfeifen, die sich bei "Motorrad" dafür bedanken, dass endlich mal wieder ein Testbericht der eigenen Maschine veröffentlicht wird. Wie hohl ist das denn? Wenn ich den Bock schon gekauft habe, dann weiß ich doch, ob er mir taugt oder nicht. Als Informationsvermittler taugen diese Tests nicht, schade eigentlich für ein testverliebtes Blatt wie "Motorrad".

3. Zum BMW-Bashing: Ich glaube, das gibt es in diesem Maße nur in Deutschland. BMW ist der einzige deutsche Motorradhersteller von Relevanz. In den USA hat Harley Davidson einen riesigen Marktanteil, trotz wirklich nicht gerade innovativer Produkte. Die Italiener lieben ihre Italobikes, die Briten stehen auf Triumph. Und wir? Wir mäkeln an unseren Produkten herum. Für mich ist die Tatsache, dass BMW in der Stadt ansässig ist, in der ich lebe, und dass mein Motorrad in der Stadt gebaut wurde, in der ich studiert habe, schon etwas, das eine emotionale Saite in mir zum Schwingen bringt. Viel mehr aber beeindruckt mich, dass sich den Eindruck habe, dass die BMW von Deutschen für Deutsche entwickelt wurde. Man merkt das an einer Sitzposition, wie es sie in Italien eben nicht zu kaufen gibt, aber auch an solch Kleinigkeiten: Meine R11GS hat eine zweiteilige Sitzbank. Das Vorderteil ist in der Höhe verstellbar, schließlich sind nicht alle Deutschen großgewachsen. Das Hinterteil lässt sich abnehmen, wenn man statt einer Sozia Gepäck spazieren fahren will. Unter dem Soziussitz kommt ein genoppter Deckel zutage, das ist die Abdeckung für das Bordwerkzeug. Um den Sitz abzunehmen, muss man mit dem Zündschlüssel ein Schloss öffnen. Der Bordwerkzeugdeckel geht dann ohne Schlüssel auf. Aber was, wenn man ohne Soziussitz fährt? Für diesen Fall steckt im Bordwerkzeug eine Schlossfalle zum Anstecken an den Werkzeugkastendeckel, dann wird der Deckel abschließbar, Deutsche Ingenierure stehen auf solchen Kleinkram, deutsche Kunden auch.

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Themenstarteram 2. November 2010 um 2:14

Uuupsss!

Das Triple L ist mir natürlich peinlich, doch da ist mir der Finger verrutscht.

Das Problem aber bleibt: Die R 1200 GS gewinnt alle Tests, doch der Konsument scheint nicht zufrieden: Der Kardan, der ja gegenüber der Kette die ultimative Lösung sein sollte leckt und das ausgerechnet im Urlaub bei der Jungferntour - wie ärgerlich!

Der Kette sieht man den Verschleiß an, doch der Kardan leckt und keiner sieht´s bis zu dem Moment an dem das Tropfen nicht mehr verleugnet werden kann. Das kostet locker 2 Urlaubstage!

Die überbordende Elektronik mit ABS, Integralbremssystem. Bremskraftverstärker, ESA etc. scheint störanfällig und alles andere als frei von Rückrufaktionen.

Kaum einer will heutzutage um die Welt reisen, aber 5000 km ohne Defekt sind doch nicht zuviel verlangt.

BMW kriegt das aber nicht hin, so jedenfalls sagt es der Mann auf der Straße.

Das betreute Fahren mit Charley Borman u.a. (Long way round u. a.) kann doch nicht wirklich der Maßstab sein! Oder?

Wie sieht es bei Euch da draußen aus in der unendlichen Weite des WWW ?

Gruß

Quaeker

Meine GS Erfahrung beschränkt sich bisher auf eine Probefahrt mit gut 80 km vor ein paar Wochen. Mich hat einfach das Fahrzeugkonzept einmal interessiert, ich werde aber sicher noch ein paar Jahre bei den Supersportlern bleiben und zumindest hier hat BMW mit der S1000RR was Tolles auf die Beine gestellt.

Ich kann mich daher also nicht wirklich äußern, würde aber mal ganz platt und unter dem Strich sagen, dass BMW es nicht ganz falsch machen kann, wenn man in die Zulassungsstatistiken schaut und die R1200GS Monat für Monat mit weitem Abstand vorne steht.

Und wenn die Qualität (vielleicht) nicht so ist, wie sie sein sollte, muss man BMW trotzdem beglückwünschen, denn dann hätten sie es wie Apple geschafft, ein Produkt zu erfinden, dass jeder haben will, auch wenn es eigentlich nicht wirklich was taugt bzw. es Wettbewerber gibt, die es zum kleineren Preis mit mehr Features oder besserer Qualität können.

Ob das nun bei der R1200GS wirklich so ist weiß ich nicht, aber das sollte sich doch eigentlich durch eine Rückrufübersicht des KBA oder auch 50.000 km Dauertests wie in der Motorrad klären lassen.

Die GS ist mit weitem Abstand das meistverkaufte Motorrad. Also hat sie auch die Chance zu den meistbemängelten Defekten.

Zulassungszahlen 2009 - Wo ist in der Liste die nächste, große Reiseenduro? Nirgends!

Ich weiß ja nicht, was für Touren Du so fährst, aber mit jedem Kilometer Abstand zur deutschen Grenze nimmt die BMW-Dichte überproportional zu. Viele BMW werden halt benutzt, um damit tausende Kilometer am Stück abzureißen. Das dabei Mängel eher hervortreten als beim Schönwetterfahrten bis zum nächsten Moppedtreff, dürfte auch klar sein. Es ist was anderes, 5000km über die Saison zu verteilen, als sie in 14 Tagen in den Pyrenäen zu fahren.

Ich will die Defekte hier nich kleinreden, aber man muss das auch im Verhältnis und im Einsatz sehen.

Mein BMW-Händler hat im Sommer eine 4 Jahre alte 12er GS mit über 240tkm verkauft. Mit dem ersten Motor. So schlecht können die nicht sein...;)

Meine 1200GS, ca. 54.000km, BJ. 2006 ist bis Juli dieses Jahr noch einwandfrei gelaufen, dann hat der Kardan geleckt, das war bei etwa 52.500 km, wurde aber fast vollständig (100% Lohn, 90% Material) auf Garantie getauscht (CarGarantie, 2 Jahresverlängerung nach Ende der Werksgarantie).

 

Sonst ist absolut GAR nix angefallen, und das obwohl sie noch den böse bösen Bremskraftverstärker drin hat...

Auch keine Elektronikprobleme (1. Batterie noch drin!), obwohl ich schon diverse Sachen drangefummelt hab, wie Navihalter & Zusatzscheinwerfer.

 

In Foren und an Bikertreffs werden natürlich immer nur die Probleme geschildert, durch die Verkaufszahlen der GS erreicht das natürlich ganz andere höhen als bei anderen Motorrädern.

 

Am besten finde ich aber:"BMW produziert Motorräder für die Show vor der Eisdiele"... Hallo? Dafür sehen die meißten BMW (einschließlich der GS) viel zu SCHEISSE aus...

Nach meinem Erfahrungsschatz setzen sich die Eisdielenshowfahrzeuge hauptsächlich aus Bückstücken und Flacheisen zusammen...

 

Einen eindeutigen Vorteil der Boxermodelle möchte ich noch erwähnen: Als mir im August ein PKW die Vorfahrt genommen hat, hat der abstehende Zylinder mein Bein gerettet... hab keinen Kratzer abbekommen aber das Auto nen großes Loch im Kühler/Stoßstange... umgekehrt wäre es sehr unangenehm geworden.

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Die GS ist mit weitem Abstand das meistverkaufte Motorrad. Zulassungszahlen 2009

@ Llewellyn

Das meistverkaufte Auto war mal der VW-Käfer, eines der technisch miserabelsten Produkte aus deutscher Hand. So eine Statistik kann man auch über "meistverkaufte Futtermittel" erstellen. Dann steht auf Platz 1 MäcFress und auf Platz 50 Winklers Residenz in Aschau ... was sagt uns das jetzt über Herstellungssorgfalt, Service, Qualität der Kunden ? Je dümmer und unkritischer, desto GS ... oder ist es der Herdentrieb, etwa ein Trend oder gar nur schlichte Werbungsempfänglichkeit ? Wenn Letzteres zuträfe, raucht dann der GS-Kunde auch Marlboro, liest BLÖD und sieht RTLSAT1PRO7 ?

Sicher spiegeln Statistiken gewisse Werte ... ich frage mich aber noch immer: welche ?

Allsquare

Wenn wir mal annehmen, dass eine GS gleich häufig im ersten Jahr liegen bleibt wie eine Honda Varadero und jede 1000ste BMW im ersten Jahr liegen bleibt, wieviel GS des Jahrgangs 2009 sind im ersten Jahr liegen geblieben?

4 Stück. Wieviel Varaderos sind liegen geblieben? Keine. (unter 500 Neuzulassungen)

Honda 100% Zuverlässig - BMW Müll.

Statistik ist schon toll. ;)

 

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Statistik ist schon toll

Statistik aus meiner Berufs-Anfangszeit:

Jeden Tag sind 1.000 Leute in einer Disco ... 800 finden die Musik toll und vergnügen sich mit den Mädels beim Tanzen ... 150 finden die Musik halbwegs erträglich und vergnügen sich mit Bier ... 25 finden die Musik doof und nölen rum ... von den 25 gehen täglich 4 zum Besitzer und beschweren sich ... der Besitzer ist sauer, geht zum Discjockey, erklärt ihm, daß sich täglich mindestens vier Leute über die Musik beschweren, und schmeißt ihn raus ...

Vier Promille regulieren das was passiert ... das ist wie im richtigen Leben: Vier Bevölkerungs-Promille entscheiden in Gemeinden, städtischen Ämtern und Regierungsstellen, was mit uns passiert ...

Jetzt wißt Ihr, daß wir uns von vier unmusikalischen Querulanten (pro Tausend) gängeln lassen ... wahrscheinlich sind's GS-Fahrer ...

Allsquare

am 2. November 2010 um 11:13

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Wenn wir mal annehmen, dass eine GS gleich häufig im ersten Jahr liegen bleibt wie eine Honda Varadero und jede 1000ste BMW im ersten Jahr liegen bleibt, wieviel GS des Jahrgangs 2009 sind im ersten Jahr liegen geblieben?

4 Stück. Wieviel Varaderos sind liegen geblieben? Keine. (unter 500 Neuzulassungen)

Honda 100% Zuverlässig - BMW Müll.

Statistik ist schon toll. ;)

Hi Lew...

..interessante Betrachtungsweise..

Wie heissts so schön..?..: wer viel arbeitet macht öfter Fehler..wer weniger- macht eben keine.. ;o)

Trotz allem - so meine Ansicht -zu einem Nobel/-Qualitätsprodukt- NATÜRLICH sollten bei einem Motorrad um 13-15ooo.- € ( und mehr , je nach Ausstattung) im Standardpreis solche Fehler einfach nicht mehr vorkommen !

Persönlich kann ich jedenfalls nach insgesamt 5 ! BMW`s in meinem Lebenslauf keine solchen Schwächen bestätigen.

Ausser..ja ausser :mad:..meiner kürzlich veräusserten RS 1100...mit Gangspringeransätzen..--> 15 Jahre alt..

nie ! und keine ! anderen Defekte... aber auch hier gilt..: unter 100000km..darf das sein?..

Alles kann..nix musssss !

Momentan fahre ich eine R 850 im Gespannbetrieb...umme 50000 km..und fährt..ohne das kleinste Problemchen..

Aber was sind schon 50000 km..wenn ich vergleiche , dass ich eine 300er 2T-MZ mit 120000 km am Tacho in der Garage stehen habe.. `ne Kupplung..Simmerringe..Kette und Getriebeöl..mehr brauchte es nicht..

Hierzu abschliessend : wer mit einer Maschine (egal ob Gabelstapler oder Krupps-Mixer) miserabel umgeht-->

Kaltstarten und ab gehts..oder permanent im Getriebe rührt..Wheelies veranstaltet usw. usf. muss sich nicht wundern, wenns irgendwo knackt..

Davon abgesehen darf BMW gerne weiter an seinen Qualitäts-Maximen arbeiten..

Gruß..und immer heil retour..

P.S.

 

 

 

am 2. November 2010 um 12:00

Zitat:

Original geschrieben von Quaeker

Hallo zusammen!

Ich habe mich vor 2 Jahren für die F 800 GS entschieden.

Und ich gebe es zu, den Boxer mag ich nicht, weshalb mich meine Entscheidung im direkten Vergleich auch niemals gereut hat.

Die R 1200 GS: in den Bergen macht sie Sinn - auf der Promenade ist sie chic!

Wo- naiv gefragt - liegt die Wahrheit?

Gruß

Quaeker

Hi Quaeker..

die Entscheidung für die 800er ist auf jeden Fall eine gute gewesen.

Wo die Wahrheit liegt ? ( Berge/Promenade-Eisdiele) bei der 1200er (GS)..?

Wer sichs leisten kann knattert solch eine Maschine 3 km hin..3 km zurück. Jedem seinen eigenen Spaß.

Ob es einer solchen Maschine im Kurzstreckenbetrieb entgegenkommt ..Material/Öle/Reifen erreichen die Betriebstemperatur nicht..Verschleiß zusätzlich ist vorprogrammiert..Ja ! solche Meckerer und Nörgeler dürfen sich dann eben nicht wundern , wenn....

Man erinnere sich mal an die `70er..als die `Motorrad-Zeitung`in Gewalttests noch alles zerstört hat..und`verrissen`..

Daraus haben viele gelernt.."oben " ohne Öl zu fahren..weils noch zäh wie Honig war..usw.usw.usf. Autsch !

Auch wenn die Materialien sich verbessert haben hat sich doch an dem Grundlegenden nixx in Bezug auf Betriebstemperaturen und Kurzstreckenbetrieb geändert..

Natürlich erwirbt man beim Neukauf nicht auch ewiges Leben einer Mechanik..leider auch nicht Vollkommenheit.

Ein VW ..neu gekauft..hatte einen Ölverbrauch von 0,8 Liter Motoröl auf 1000km..alles in der Toleranz..

Toll...!

Aber 20000 andere aus der Produktionslinie haben das ! eben nicht.

Dafür hakt bei einem Japanischen PKW-Modell das Gaspedal..und zigtausende wurden zurückgerufen.

Gar nicht auszudenken..

 

Also: wer nur zur Eisdiele will , sollte sich mal überlegen obs nicht ein schickker kleiner Roller..oder ein feiner Drahtesel tut..und wenn nicht..jedes Kraftfahrzeug leidet unter Kurzstrecken.

Am Ende werden bald 2.-€ Spritpreis pro Liter manchem die Augen öffnen..

Jeder wie er will,kann,mag..trotzdem kanns net sein, dass bei geringen Km-Leistungen Antriebe defekt gehen.. .

Punkt..

Gruß

P.S.

 

 

 

Also um zur Eisdiele zu fahren könnte ich mir auch viele schönere, auffälligere Maschinen vorstellen als die GS. Ich habe mich für die GS entschieden weil sie einfach super bequem ist, vor allem ab einer gewissen Körpergröße. Sie ist trotz des Gewichts und der Größe relativ handlich und man kann gut zu zweit fahren.

Mängel hatte ich noch keine aber ich fahre meine GS auch erst seit 5000 KM. Mit meiner Yamah R1 habe ich 50000 KM abgespult und keinen einzigen Mangel gehabt. vielleicht schafft das die BMW ja auch!

Gruß

Die R 1200 GS ist nach den Zulassungsstatistiken des KBA mit Sicherheit das meistverkaufteste Motorrad...

m e h r nicht.

Als das Maß aller Dinge kann das nur der betrachten, der auch gewillt ist, ein solches Motorrad zu erwerben und auch zu fahren.

Es gibt aber Leute, die betrachten dieses Motorrad genau wie viele andere Dinge des Lebens...

nur als Prestigeobjekt.

Die R 1200 GS will ich hier nicht schlecht reden, denn sie hat unbestreitbare Vorzüge gegenüber anderen Motorrädern.

Dennoch kommt es gerade bei einem Motorrad, was für die meisten als Hobby- und Spaßgerät gilt, nicht nur auf die universellen Einsatzmöglichkeiten und möglichst viel Ausstattung/Elektronik an.

Vielmehr ist gerade bei einem Motorrad das Bauchgefühl ausschlaggebend, welches letztendlich auch den Fahrspaß liefert.

Wenn die R 1200 GS das Maß der Dinge wäre, hätten längst alle Mopedfahrer eine zu Hause stehen.

Da sie das aber für mich nicht ist, habe ich keine. Ich habe andere Maßstäbe.

Zitat:

Original geschrieben von Cruisersteve

Wenn die R 1200 GS das Maß der Dinge wäre, hätten längst alle Mopedfahrer eine zu Hause stehen.

Die alten iPods früher waren technisch alles andere als das Maß der Dinge und trotzdem hatten die gefühlte 95% Marktanteil. :)

am 2. November 2010 um 22:58

Zitat:

Original geschrieben von allsquare

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Die GS ist mit weitem Abstand das meistverkaufte Motorrad. Zulassungszahlen 2009

@ Llewellyn

Das meistverkaufte Auto war mal der VW-Käfer, eines der technisch miserabelsten Produkte aus deutscher Hand.

Allsquare

Zu dem Käfer, das ist ja schon mal ein widerspruch in sich selbst, klar weil der so miserabel war, war er auch das meistverkaufte Auto.

Zudem hat er das Image von Läuft und Läuft und Läuft vom "Unkaputtbarem" nur so erhalten... Das man den Käfer technisch nicht mit

nem Auto vom Jahre 2010 Vergleichen kann, sollte jedem selbstredend klar sein, ich behaupte es war damals eines der besten für den normalverdiener erwerblichen Fahrzeuge.

Themenstarteram 2. November 2010 um 23:48

Hallo!

Der Eisdielen Vergleich bezog sich erstens auf Leute, die z.B. eine GS-Adventure kaufen weil sie ein gewisses Image verkörpert und weil sie sie chic finden (wogegen nichts einzuwenden ist), die aber nie vorhaben sie abseits der Straße zu gebrauchen und nie aus dem eigenen Landkreis herauskommen (für die also ein Roller reichen würde). Aber es gibt ja auch nicht wenige, die fahren einen Geländewagen ohne je ins Gelände zu kommen. Letztlich bleibt das natürlich Privatsache.

Der Eisdielen Vergleich bezog sich zweitens auf die Aussagen von einer Zufallsbekanntschaft, die meinte, daß BMW früher langlebigere weniger störanfällige Motorräder baute und diesen Anspruch aufgegeben hat, weil man aus Statistiken ersehen konnte, daß die meisten Kunden nur wenige Kilometer (z.B. 14.000km in 4 Jahren) im Jahr zurücklegen. Warum also ein Motorrad bauen, das große Chancen hat 100.000 km zu halten ohne eine einzige Störung! Da kann man doch besser weniger hochwertig und billiger produzieren. Zumindest solange die Vielfahrer, die in dem Fall die Gelackmeierten wären, in der Minderheit sind.

Persönlich find ich nebenbei, daß die aktuelle 1200er die hübscheste GS der R Reihe ever ist. Dazu kommen noch die farblich gut abgestimmten BMW Kombi-Anzüge. Wer darauf steht (dazu gehöre ich nicht), den spricht das an und er ist geneigt den Testberichten Glauben zu schenken, die die GS als "das Maß aller Dinge" bewerten. Somit kann man sicher sein, das beste Motorrad seiner Klasse zu besitzen und gut aussehen (okay, darüber kann man streiten) tut es auch noch.

Damit sind wir bereits beim nächsten Punkt: Wie zuverlässig sind Testberichte? Die anderen (Engländer, Italiener und Japaner) können ja in dem Sektor machen was sie wollen, sie prügeln sich immer nur um die vorderen Plätze - hinter der 1200er GS. Auch die KTM kann gegen die GS nicht gewinnen weil ihr der Kardan fehlt (???).

Laut deutscher Testberichte (z.B. Tourenfahrer) spricht allenfalls die Emotion für Multistrada oder Stelvio, evtl. das Preis-Leistungs-Verhältnis für die V-Strom. Die Vernunft kennt aber nur BMW.

Somit kauft der Kunde, vielleicht weil er zwar Geld, aber keine Ahnung hat ;) (höre ich Widerspruch?), vorsichtshalber den Testsieger, dann kann er ja eigentlich nichts falsch machen, was ihn aber wiederum anfällig macht für evtl. manipulierte oder gesteuerte Testberichte. Damit wären wir bei dem Apple Vergleich, also die Kunst ein Produkt, das nicht besser ist als die Konkurrenz am Markt zu etablieren durch Promotion.

Mich jedenfalls hat die Werbung wenig und die Zulassungstatistik nicht beeinflußt bei meiner Kaufentscheidung. Ich habe auf die F 800 GS gewartet. Als sie kam habe ich sie mir geholt. Sie hätte aber auch Teneré 800 oder Africa Twin 800 heißen dürfen. Daß sie auch ihre Kinderkrankheiten hat finde ich allerdings schon ärgerlich, zumal sie vermeidbar gewesen wären.

Daß die F hinter der großen GS den 2. Platz in der Enduro-Zulassungsstatistik belegt ist mir wurscht. Das die KTM 990 Adventure nicht mal unter den ersten 50 gesamt liegt, befremdet mich aber schon (kann doch nicht nur an der Sitzhöhe liegen). Dann eher schon daran, daß "Klapphelm bewerte Greise" (Zitat aus einem Kommentar in einer Fachzeitschrift) nicht mehr so tief runter kommen, um die Kette zu schmieren. Oder liegt es an der mangelhaften Werbung?

Ich freue mich auf weitere kontroverse Kommentare! Gruß!

Quaeker

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