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Qualitätsunterschiede beim Benzin

Themenstarteram 16. Mai 2018 um 23:05

Guten Abend liebe Community,

mal eine kleine Frage zu dem Benzin.

Ich tanke eigentlich immer bei den Großen Marken wie Schell, Aral, Jet etc. und hab mich mal so gefragt ob es eigentlich Qualitätsunterschiede beim Benzin gibt.

Ich habe irgendwie "angst" bei einer kleinen Dorf Tankstelle zu tanken, da ich schon öfters gehört habe dass das Benzin dort nicht so gut sein soll und auf langer zeit den Motor schaden kann.

Stimmt das, oder kauft die kleine Dorf Tankstelle auch ihr Benzin auch bei den Großen marken, und ich kann dort problemlos Tanken und ein paar Cent pro liter sparen

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877 Antworten

Da die "gleichen Benzinsorten" wie E10, Super 95 und Super 98 lokal in der selben Raffinerie gemischt werden (kurze Lieferwege) und sich nur im "Additivpaket" unterscheiden (unter 0.1% typisch) - eher njet. Alle mischen "Vealve Seat Recession" Additive bei (verringern den Ventileinschlag/"Pitting") und die meisten noch was um Wasser besser zu binden bzw. an einer Phasentrennung im Winter zu hindern. Dann kommen noch die "Pirhanas" dazu (ich denk PIBSA Additive), manche bewerben es und manche nicht....

Das wichtigste Additiv ist der tatsächliche Ethanolanteil im E5 bis E10, da das die Siedekurve real verändert. Meist verbessert. Siehe als Erläuterung das BEP_525 unter https://ec.europa.eu/.../2010_bep525_final_report.pdf

Du hast ein recht komplexes Phasenverhalten aus dem "Basis-Benzin", "MTBE und/oder ETBE", "Ethanol" und auch gebundenem Wasser. Was erst über die Lagerung reinkommt, aber wenigstens gebunden bleibt. Und für die Partikelbildung (siehe Euro-4 DIs) ist u.a. die Siedekurve des Benzins wichtig. Das "hohe Ende mit Aromaten" ist das, was zusammen mit Restschwefel zur Rußbildung neigt. Vor allem bei DIs, die erst sehr spät einspritzen um die HC Emissionen im Griff zu halten. Späte Einspritzung verringert Spülverluste, aber es senkt auch die Zeit damit die Tropfen vollständig verdampfen.

Zitat:

@BMW_Driver73 schrieb am 19. Mai 2020 um 17:50:15 Uhr:

Aber abschliessende Frage welche eigentlich die Überschrift begründet,

 

GIBT ES QUALITÄTSUNTERSCHIEDE ZWISCHEN GLEICHEN BENZINSORTEN ??

Eher nein. Jetzt zufrieden?

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 19. Mai 2020 um 20:17:48 Uhr:

Zitat:

@BMW_Driver73 schrieb am 19. Mai 2020 um 17:50:15 Uhr:

Aber abschliessende Frage welche eigentlich die Überschrift begründet,

GIBT ES QUALITÄTSUNTERSCHIEDE ZWISCHEN GLEICHEN BENZINSORTEN ??

Eher nein. Jetzt zufrieden?

Ist das so?

Viele Tests weisen wesentliche Unterschiede nicht aus.

Das berücksichtigt kann man weiter sagen, je mehr Ethanol desto besser. Auch wenn es in ETBE versteckt ist und manche sagen es wäre kein Ethanol drin.

Was falsch ist.

Rechtlich korrekt - weil C2H5OH eben kein C2H5-O-C4H9 (ETBE) ist. Ethanol ist ein Alkohol, ETBE ein Ether. Regulatorisch wird der Ethanolanteil im ETBE voll angerechnet, so lange das ETBE aus Bioethanol gewonnen wird. Zum dritten mal glaub ich erklärt.

Natürlich, widerspreche ich ja nicht. Dem Essen im den Tank Diskutanten hilft es nicht. Der muss wissen, Ethanol mit seiner Produktion ist drin und definitiv mehr als in E5.

Muss er das? IMHO gehört Ethanol vor allem in Whisky. Also statt "auf den Teller" eher "in die Flasche" ;)

Spass bei Seite, es gibt halt sehr wenige Direkteinspritzer der allerersten Generation, wo im Bereich der Hochdruckpumpe mangels passivierter Aluleitungen Alkoholatkorrosion passieren kann. Betrifft gefühlt etwa 1 Promille der Fahrzeugflotte und die sind älter als AFAIK ca. 2005. Wo es die DI quasi nicht gab. Und die Pumpen auch eher nicht als zuverlässig bekannt sind. Beim A4 B7 mit dem 2.0 FSI Sauger sind kaputte Injektoren üblich. Die Benzinpumpen bei den 2.2 DI Opel gehen ganz ohne E10 auch von alleine kaputt. Siehe https://www.motor-talk.de/.../...-signum-ist-beschaedigt-t3454854.html

Zitat:

@GaryK schrieb am 19. Mai 2020 um 21:03:09 Uhr:

...Spass bei Seite, es gibt halt sehr wenige Direkteinspritzer der allerersten Generation, wo im Bereich der Hochdruckpumpe mangels passivierter Aluleitungen Alkoholatkorrosion passieren kann. Betrifft gefühlt etwa 1 Promille der Fahrzeugflotte und die sind älter als AFAIK ca. 2005. ...

nicht so ganz, das betrifft u.a. alle Lexus (von Toyota) mit der Motor-Kennung 4GR (V6-Zylinder) von 2005-2008 oder so. meiner ist von 2009 und E10-tauglich.

Bei VAG war ab Euro-5 "Ruhe" und das betraf AFAIK alles ab 2007, meist wars vorher schon OK. Die 2.0 TFSI im A4 B7 zum Beispiel (ab 2005) hatten keine Probleme, ich kenn bei VAG halt genau einen Motor der bei substanziell Ethanol Ärger machen kann.

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