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Probefahrt ohne Kaufabsicht

Themenstarteram 23. August 2007 um 16:15

Guten Tag zusammen,

Mich würde interessieren was ihr von Leuten haltet, die sich Autos zur Probefahrt holen, aber zu keiner Zeit an einem Kauf interessiert sind/waren?

Entsteht dadurch nur ein zeitlicher und damit auch finanzieller Aufwand für die Händler oder ist es das beste und billigste Marketing das man haben kann?

Würdet ihr (in der Rolle des Händlers) Leuten teure Autos anvertrauen wenn absehbar ist das diese einfach nur mal ne Runde damit drehen wollen?

Und ist es "verwerflich" Interesse zu heucheln nur um mal seinen automobilen Traum zu fahren?

Ich persönlich habe bisher nur Autos probegefahren die ich mir tatsächlich als fahrbaren Untersatz vorstellen hätte können. (Ausnahme: Mini Cooper S - den wollt ich schon immer mal fahren). Gäb natürlich noch ne Menge Autos die ich gern mal fahren würde...

So... jetzt viel Spaß bei der Diskussion...

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von rudi333

Ich filtere Probefahrt-Schmarotzer gnadenlos raus.

In den vielen Jahren als Verkäufer erkennt man schnell, wer das Probefahren als i-Punkt auf seine bereits erfolgte Kaufentscheidung braucht und wer nicht.

Genau! Ich war 2007 im VW Autohaus und wollte eine Probefahrt im neuen Golf V TSI machen. Ein Verkäufer hat mich abgewiesen, er hätte keine Zeit. 15 Min später kam ein anderer Verkäufer und meinte zu mir bezüglich der Probefahrt, ob ich mir einen Golf überhaupt leisten kann... und Probefahrt kann er mir nicht gewähren.

Daraufhin bin ich zu einem Honda-Händler gefahren, dieser bot mir zwei Probefahrten an. Am Ende des Tages kaufte ich mir einen voll ausgestatteten Honda Civic Type-S mit allem drum und dran für 24.600.- Euro.

P.S. das VW Autohaus hat 2011 Insolvenz angemeldet und ist mittlerweile abgerissen. Immer wieder schön zu sehen, wenn man dran vorbei fährt.

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Fahrzeugvermieter sind hierfür auf jeden Fall die erste Anlaufadresse.

für einen Gebrauchtwagen?

Für Neuwagen klar.

Das Thema ist (war) 8 Jahre alt..

am 10. April 2015 um 15:54

Zitat:

@iiSS schrieb am 25. Februar 2015 um 23:29:34 Uhr:

Das Thema ist (war) 8 Jahre alt..

Ich finde das Thema aber auch sehr interessant. ;)

Wenn ich ein bestimmtes Auto fahren möchte, dann miete ich es mir für einen Tag oder für ein Wochenende. Ich finde das nur fair gegenüber eines Verkäufers, bei dem ich keine Kaufabsicht hege!

Zitat:

@Azazin schrieb am 23. August 2007 um 16:15:32 Uhr:

Würdet ihr (in der Rolle des Händlers) Leuten teure Autos anvertrauen wenn absehbar ist das diese einfach nur mal ne Runde damit drehen wollen?

wie willst du denn den Leuten ansehen, dass sie nichts kaufen wollen?

Das kann man aber nicht immer mit Sicherheit sagen

am 11. April 2015 um 11:23

Ansehen kannst du es ihnen sicherlich nicht, auch wenn einige Händler der Meinung wären, einen 7. Sinn dafür entwickelt zu haben.

Da steckt jahrelange Erfahrung dahinter.

 

Zitat:

@pspete schrieb am 11. April 2015 um 11:23:59 Uhr:

Ansehen kannst du es ihnen sicherlich nicht, auch wenn einige Händler der Meinung wären, einen 7. Sinn dafür entwickelt zu haben.

sehr inteeresante Beiträge oder heist das jetz thread oder so.

also ich habe gerausgelesen, dass es ein komplexes thema ist zwischen Lebenserfahrung, pschologie, werbung, wirtschaftlichkeit, Ausstrahlung, T&alent und Ausbildung usw ist also erwas für einen "guten" Verkäufer.

Stichwort verkäuferschulung, erfolgsüberprüfung .. usw.

Die Probleme sind im Grunde genommen branchenübergreifend. Die Fehler, die man dabei machen kann, ebenfalls. :D

http://www.motor-talk.de/.../...olgreich-kunden-verliert-t5220952.html

bei mir war es schon mal so, dass ich fest vorhatte; ein Auto zu kaufen, aber nach einer Probefahrt wollte ich es nicht mehr. Oder wollte nicht mehr in diesem Laden kaufen, weil der Verkäufer mir zu dreist vorkam. In solchen Fällen hilft keine Lebenserfahrung. So was kann man nicht voraussehen

Vielleicht würde ich es auch machen. Ein Auto probefahren, das ich mir nie leisten könnte. Wie wäre es mit einem Lamborghini? Oder einem neuen M6?

Bestimmt hätte ich dann ein schlechtes Gefühl dabei, weil ich mich als Lügner fühlen würde. Schliesslich habe ich den Verkäufer getäuscht. Aber eventuell könnte auch ich nicht davon lassen.

Was ich aber ganz sicher dann nicht machen würde:

Sicher würde ich mich nicht hinstellen und mit allen möglichen und vor allem unmöglichen Argumenten sowas zu rechtfertigen versuchen.

Es ist eindeutig nicht in Ordnung, wenn man jemanden oder etwas wissentlich ausnutzt (natürlich zählen "aufgedrängte" Probefahrten nicht dazu). Genausowenig wie es in Ordnung ist, beispielsweise bei Ebay kaputte Sachen zu verkaufen und das in der Artikelbeschreibung nicht zu erwähnen. Passiert leider in den letzten Jahren sehr häufig. Argumentation der Verkäufer auf Beschwerde ist dann ähnlich wie hier zu lesen: "Ich habe ja nicht geschrieben, dass es ganz ist ..."

In beiden Fällen wird jemand geschädigt, und letztendlich zahlt beim "Probefahrtbetrug" diese ganze Chose weder der Autohändler noch der Hersteller sondern - die ehrlichen Käufer. So wie bei den Raubkopien ebenfalls - hier bezahlen sie mit Gängeleien verschiedenster Sorte.

Was ich im Thema noch vermisse, sind aber die Experten, die beim Händler probefahren und dann im Internet das Fahrzeug als EU-Fahrzeug billiger kaufen. Das wäre sozusagen das Tüpfelchen auf dem i, die Krone des Themas.

Sicher werden auch diese Leute eine absolut logische (für sie selbst) Rechtfertigung dafür finden, was sie tun.

Schade, dass die Welt so schlecht ist. :(

Nur nochmals zu Verdeutlichung: Ich will mich sicher nicht als Engel darstellen, behaupte nicht, dass ich o.g. Dinge nicht mache -mir geht es nur um diese unsägliche Argumentation, sowas lässt mir das Essen der letzten Tage nochmals durch den Kopf gehen.

am 27. April 2015 um 21:59

@Speedy_1304 Ist doch kein Unterschied zu den Leuten, die sich im Laden etwas angucken und es dann über einen Preisvergleich im Internet günstiger kaufen.

Doch, ist es kostentechnisch sehr wohl (wobei ich auch das nicht OK finde!!!).

Ich denke, dass man hier stark differenzieren muss zwischen "NEU" und "GEBRAUCHT".

Ich als Gebrauchtwagenhändler muss schon aufpassen, ob eine Probefahrt wirtschaftlich ist. Durch meine Lage kommen in aller Regel Kunden mit einen gewissen Anfahrtsweg. Dies bedeutet normalerweise, dass sie sich bereits vorher Gedanken gemacht haben, welche Fahrzeuge in die engere Wahl kommen oder sich explizit schon für ein bestimmtes Fahrzeug aus meinem Bestand anhand Bilder und Beschreibung im Internet festgelegt haben. Dann ist die Probefahrt nur der i-Punkt vor der Unterschrift, 5% wollen gar nicht probefahren.

Aufpassen muss man mit der Kundengruppe u30 und oftmals an Brückentagen bzw. in der Nähe von Ferien, Feiertagen etc.. Da sind auch viele Zeitdiebe unterwegs.

Bei Neuwagen stelle ich mir das Ganze eh schwieriger vor, da nicht jeder Händler jedes Modell mit jeder Motorisierung vorhalten kann. Vom Hersteller werden hier ja auch durch Werbeaktionen, Einführungsfeste etc. dazu genutzt, dass quasi fast jeder alles probefahren kann.

am 7. Mai 2015 um 18:47

Hier wurde ja jetzt hautpsächlich über Leute diskutiert, die aus Jux mal nen Sportauto oder nen Luxusschlitten probefahren möchten. Aber was haltet ihr denn von Leuten, die viele "normale" Autos probefahren, um einen möglichst guten Überblick über den Markt zu bekommen, obwohl ein Autokauf vielleicht erst in 4, 5 Jahren ansteht?

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