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Pendlerpauschale weg, was bedeutet das für euch ??
Hallo Leutz,
will hier keine Politik machen, aber mich beschäftigt dieses Thema zur Zeit so sehr, dass ich auch von euch gern mal gewußt hätte, was Ihr von dieser Idee von Angela und Eddie haltet. (Auch wenn es vielleicht nicht ganz hier hingehört)
Mir als Zweitwohnungsbesitzer aus arbeitstechnischen Gründen steht ja einmal wöchentlich "noch" eine Heimfahrt zu (hin und zurück ca. 900km). Die werd ich ja hoffentlich auch zukünftig noch steuerlich geltend machen können.
Somit könnte ich evtll. noch auf die Pendlerpauschale für die restlichen 100km Arbeitsweg pro Woche verzichten !?! :mad:
Aber wie sieht es bei euch aus.
Der Weg zur Arbeit macht ja bei den momentanen Spritpreisen eh schon recht wenig Spaß. Aber wenn dann auch noch die Pendlerpauschale wegfällt ..... ??
Greetings
V2-Power
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114 Antworten
Servus Leute,
um kurz auf die Anfangsfrage einzugehen die v2-power zu dem bestehenden Thread veranlasst hat...
...für mich als zweifachen Familienvater und einem Einkommen bedeutet es, daß ich bei den derzeitigen Bedingungen jährlich ca. 2800,00 € steuerlich in Form der Pendlerpauschale nicht geltend machen kann.
Dies bedeutet unter dem Strich eine monatliche Mehrbelastung des Haushaltbudgets von ca. 70 €.
Unter dem Strich werde ich anstatt der jetzigen ca. 220, 00 € Spritkosten künftig knappe 300,00 € ausgeben, Tendenz dürfte aufgrund der derzeitigen gesamtstaatlichen Lage allerdings steigend sein.
So wie mir, dürfte es wohl vielen Pendlern künftig ergehen.
In meinem Fall werde ich auf alle Fälle versuchen die Mehrausgaben zu kompensieren das heißt künftig wird beim Kosum noch bedachter Geld ausgegeben bzw. noch weniger Geld in den Wirtschaftskreislauf einfließen.
Ich weiss nicht ob das politisch beabsichtigt ist, ich denke aber eher nicht.
Denn wie jetzt eigentlich auch parteiübergreifend schon immer bemängelt wird, ist die derzeitige Konsumzurückhaltung auch ein Grund für die stetige Stagnation.
So Long!
PW
Zitat:
Original geschrieben von evil_nils
Es geht weder um gerecht, noch um nur die Pendlerpauschale.
Es geht darum nach und nach alle Steuervergünstigungen zu streichen zu Gunsten eines vereinfachten Steuersystems (ja, ich weiss, das wird noch Jahre dauern).
Und, dass Du auf dem Land wohnst ist Deine ganz persönliche Entscheidung (wohne übrigens auch ländlich), waurm musst Du einen Anspruch darauf haben Dir Deine Fahrtkosten anteilig von allen anderen Steuerzahlern erstatten zu lassen?
Merkt Ihr eigentlich, dass wir auf einem sehr hohen Niveau klagen? Einige hier fahren Autos für bis zu 35.000 Euro.
Hallo Nils,
das wäre toll, wenn es den Sigi zu dem Preis gäbe ;)
*Prahlmodus aus*
Ich klage nicht über die gestrichene Pendlerpauschale und wohne auch nicht auf dem Land.
Ich fand die Argumentation zu schwach, das die, die Kompromisse mit dem Arbeitsweg eingegangen sind, um "hochwertiger" Wohnen zu können, ja selbst schuld sind.
Es kann nicht sein, das das Einzige auf das man sich verlassen kann ist, das man sich auf nichts verlassen kann.
Wenn ich mich dazu entschieden hätte aus den von dir vorgetragenen Motiven aufs Land zu ziehen, wäre ich doch jetzt mit Recht sauer.
Die Planungssicherheit in diesem Land läuft für Unternhemen und Bürger gegen null. Wie sich dieses nicht prognostizierbare Zukunftsempfinden auf die Wirtschaft und das Konsumverhalten auswirkt, könnt Ihr an Euch selbst erkennen oder an einschlägigen Statistiken ablesen.
Zitat:
Original geschrieben von evil_nils
.....Und, dass Du auf dem Land wohnst ist Deine ganz persönliche Entscheidung (wohne übrigens auch ländlich), waurm musst Du einen Anspruch darauf haben Dir Deine Fahrtkosten anteilig von allen anderen Steuerzahlern erstatten zu lassen?.....
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass wohl in der heutigen Zeit jeder so wohnt, wie er es sich leisten kann.
Und ich denke weiterhin, dass jeder seine Kosten in der heutigen Zeit genauestens kalkulieren muss (zumindest bei den einfachen Angestellten und Arbeitern) und da fließt meisten auch die steuerliche Entlastung für das Pendeln ein.
Autofahren ist so schon teuer genug und ich glaub, dass sich einig Mitbürger ohne die Pendlerpauschale den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten können.
Ob das dann im Sinne des Erfinders ist ..... ??
Wieviel ich konkret einbüsse habe ich noch nicht ermittelt aber es ist auch in der Größe von 3.000 € für meine Frau und mich die nicht steuerlich abgesetzt werden können. Wieviel das effektiv ausmacht kann ich imo nicht sagen aber wenn die Rechnung oben stimmt dann sind das auch ca. 70€ / Monat
Was das wohnen angeht:
Ich wohne im Ruhrgebiet - vor kurzem Eigentum angeschafft (Altersvorsorge) und habe mich am Rand niedergelassen (Kompromiss aus zentraler Lage bei vernünftigen Preisen und normalen Arbeitswegen). Die Pendlerpauschale ist in die Überlegungen nicht eingeflossen - wohl aber die Entfernung (vor allem Zeitfaktor denn Freizeit ist unbezahlbar).
Mit dem Wegfall der Pendlerpauschale hab ich auch so meine Probleme - nicht persönlich - aber in der heutigen Zeit wo die Lebenshaltungskosten hochgehen, gleichzeitig die Löhne nicht entsprechend angehoben bzw. vermindert werden - wird die erforderliche Mobilität auch noch eingeschränkt.
Ich rede hier nicht von Hr. Dr. und gutpositionierten Leuten - ich denke an den Durchschnittsverdiener der im Mittelstand beschäftigt wird - um Arbeit zu bekommen am besten noch fernab von Tarifverträgen - und dahin geht die Tendenz immer mehr.
Mobilität muss bezahlbar bleiben - und das wird in D seit längerem nicht mehr beachtet - und der Entfall der Pendlerpauschale ist für einige (viele) Leute wieder ein Tritt ins Kreuz. Davon ab das diese für die 12 Jahre alte Schleuder noch heftig Steuern zahlen dürfen und sich der Besitzer der neuen C-Klasse nebenan über seine Steuerbefreiung freut.
Zitat:
Original geschrieben von evil_nils
...noch um nur die Pendlerpauschale.
Ehrlich gesagt...genau darum geht es in diesem Thread (siehe Titel).
Zitat:
Und, dass Du auf dem Land wohnst ist Deine ganz persönliche Entscheidung (wohne übrigens auch ländlich), waurm musst Du einen Anspruch darauf haben Dir Deine Fahrtkosten anteilig von allen anderen Steuerzahlern erstatten zu lassen?
Du machst es dir mit deiner Argumentation aber auch ziemlich einfach. Das hat nix mit Anspruchdenken zu tun, sondern damit daß die Politik einen Anreiz geschaffen hat die Arbeitskraft in Teile der Republik zu "steuern" die diese eben nicht haben. Ich argumentiere jetzt auch mal ganz einfach und sage, daß es sonst vielleicht mehr Menschen gegeben hätte die gestempelt hätten...wer bezahlt die? Die "Anderen"! Mal ganz hypothetisch....
Zitat:
Merkt Ihr eigentlich, dass wir auf einem sehr hohen Niveau klagen? Einige hier fahren Autos für bis zu 35.000 Euro.
Ich kann nur für mich sprechen wenn ich sage, daß ich nicht über das Geld ansich klage (auch wenns vielleicht so rübergekommen ist). Dafür fahre ich auch das "falsche" Auto. Mir geht es darum (Seiten vorher schon erwähnt) daß die Politik es nicht schafft mal eine Richtung zu verfolgen. Auf der einen Seite werden Anreize geschaffen und später wieder eine 180° Wende. Der Bürger fühlt sich zu Recht verarscht. Ich kann nicht stets mein komplettes Leben ändern (Haus, Wohnung, Arbeitsplatz, Diesel, Benziner, Auto, Fahrrad, etc.) nur weil die Regierung mal wieder neue "Fürz" im Kopf hat.
Noch zu dem 35T€uro-Niveau (auch wenns bei mir weit weniger war)... Das Auto daß mich täglich bewegt muß für mich einen bestimmten Komfort, Sichheit und Fahrspaß und noch vieles mehr bringen. Glaub mir...ich habs mit einem Kleinwagen probiert und ich kann dir sagen, daß es zumindest bei mir in keinem der Punkte gepasst hat. Jetzt könnte ich noch anfügen, daß ich ja auch NUR einen Opel fahre (mach ich natürlich nicht)... ;)
Nochwas nebenbei...ich verbringe ca. 500Stunden im Jahr im Auto nur für den Weg zu Arbeit und das ist hier im Forum sicher kein Spitzenwert. Das sind ~20Tage meines Lebens pro Jahr...für den Weg zur Arbeit. Die Pendlerpauschale kann gar noch hoch genug sein um mir das aufzuwiegen...nur mal so als Denkanstoss.
grüsse
Ich bin doch ganz Eurer Meinung, wenn es um eine gewisse Planungssicherheit geht, die bei der heutigen Politik so natürlich nicht mehr gegeben ist.
Aber ich denke schon man soll sich hier nicht nur an der Pendlerpauschale hochziehen (die ja im Übrigen zunächst nicht ganz wegfallen soll), sondern an einem steuerlichen Gesamtkontext. Ziel muss es doch wohl sein, und ich hoffe Ihr stimmt mit mir dahingehend überein, dass das Steuersystem vereinfacht wird, um endlich für weniger Bürokratie, schnellere Arbeitsabläufe und damit geringere Kosten herbeizuführen.
Wie gesagt, das mit der Planungssicherheit sehe, dass jedoch die Allgemeinheit dafür mitzahlt, dass jemand auf dem Land wohnt ist nicht einzusehen. Genauso finde ich auch richtig,d ass Studenten Studiengebühren zahlen müssen, damit eben nicht die Allgemeinheit Leute, die es sich erlauben können, das Studium finanziert (und bevor einer meckert: natürlich muss es auch eine entsprechende Förderung für Leute geben, die es sich nicht erlauben können).
Auch wenn ich sonst mit unserer liberalen Partei relativ wenig anfangen kann, denke ich das das von denen vorgeschlagene Steuersystem mit drei Basissteuersätzen und ohne Steuervergünstigungen auf jeden Fall ein Zukunftsmodell ist, welches aus Finanzierungsgründen selbstverständlich andere strukturelle Veränderungen nach sich zieht.
...aber ein solches System, wie wir es in Deutschland im Moment vorfinden, ist so nunmal einfach nicht finanzierbar. Punkt.
Wir müssen jetzt halt das ausbaden, was der Konrad damals eingeführt hat um die Wahl zu gewinnen.
Obwohl ihm damals schon gesagt wurde, dass das ganze System in ca. 30 Jahren zusammenbrechen wird.
Um die Gunst des Wählers zu buhlen waren schon immer wichtiger, als vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Denkanstoss
Zitat:
Original geschrieben von Zerbrösel
...
Nochwas nebenbei...ich verbringe ca. 500Stunden im Jahr im Auto nur für den Weg zu Arbeit und das ist hier im Forum sicher kein Spitzenwert. Das sind ~20Tage meines Lebens pro Jahr...für den Weg zur Arbeit. Die Pendlerpauschale kann gar noch hoch genug sein um mir das aufzuwiegen...nur mal so als Denkanstoss.
grüsse
ok, denken wir mal darüber nach:
du fährst in einem tollen Auto durch die Gegend, hast dabei ggf. sogar Spaß, weil du ja ein tolles Auto fährst. Und dafür musst du jetzt eine Pendlerpauschale haben, die dir das aufwiegt? Wieviel Geld muss man denn da an Vater Staat abdrücken? :)
aber mal im Ernst: ein wirklich perfektes System gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Sonst müssten als Parameter zur Bemessung nämlich sehr viele Bedingungen in die Berechnung einfliessen und eben nicht nur wieviel km die Strecke zur Arbeit ausmacht. Als Beispiel nur mal die unterschiedlichen Möglichkeiten des ÖNVP, oder überhaupt die Möglichkeiten am Arbeitsmarkt.
Ich bin selber Pendler, wenn auch keine Megastrecke, aber die Vereinfachung des Steuersystems ist meiner Meinung nach ein Muss!! Das gilt aber eben nicht nur für die Pendlerpauschale (welche ja nicht wegfällt sondern nur gekürzt wird), sondern eigentlich für (fast) alle Subventionen, sowohl für Normalbürger als auch für Unternehmen.
Zitat:
Original geschrieben von evil_nils
I........... Allgemeinheit dafür mitzahlt, dass jemand auf dem Land wohnt ist nicht einzusehen. Genauso finde ich auch richtig,d ass Studenten Studiengebühren zahlen müssen, damit eben nicht die Allgemeinheit Leute, die es sich erlauben können, das Studium finanziert (und bevor einer meckert: natürlich muss es auch eine entsprechende Förderung für Leute geben, die es sich nicht erlauben können)...............
Dann müßte man auch Höhere Krankenkassenbeiträge bei Extremsportlern, Motorradfahrern und Autofahrer, sowie Erbbedingte Krankheiten einführen.
Mensch was hier teilweise für Müll vom Stapel gelassen wird, man würde sich den Luxus leisten auf den Land zu Wohnen.
Es sollte eher die Aussage getroffen werden, Kosten auf das Verursacherprinzip umzulegen, da wo sie anfallen diejenigen müssen auch mehr bezahlen, was aber defakto unmachbar ist und imho leben wir gottseidank noch in einem Sozialstaat, auch wenn es teilweise nicht mehr so ausschaut.
Zitat:
Original geschrieben von evil_nils
...und ich hoffe Ihr stimmt mit mir dahingehend überein, dass das Steuersystem vereinfacht wird, um endlich für weniger Bürokratie, schnellere Arbeitsabläufe und damit geringere Kosten herbeizuführen...
Ja klar...volle Zustimmung.
grüsse
OK,
dann mal nicht aus dem Gesichtspunkt des ständigen Hü und Hott, sondern konkret zur Pendlerpauschale.
Wer hat sich solchen Schwachsinn einfallen lassen? Fragt mal Eure Großväter, wie die nach dem Krieg zur Arbeit gekommen sind. Meiner ist mit einem Fahrrad ohne Schläuche jeden Tag 25 KM quer durch ein zerbombtes Bremen gefahren. Kollegen von Ihm sind ähnliche Strecken gelaufen.
Pendlerpauschalen sind Wohlstandskrankheiten
Re: Denkanstoss
Zitat:
Original geschrieben von cirrussara
ok, denken wir mal darüber nach:
du fährst in einem tollen Auto durch die Gegend, hast dabei ggf. sogar Spaß, weil du ja ein tolles Auto fährst. Und dafür musst du jetzt eine Pendlerpauschale haben, die dir das aufwiegt? Wieviel Geld muss man denn da an Vater Staat abdrücken? :)
Auch wenns Spaß war...aber du hast mich falsch verstanden (oder ich mich nicht klar ausgedrückt). Ich wollte damit nur unterstreichen daß es mir eben nicht ums Geld geht...und wenn, mir die Zeit die ich investiere keine Pauschale der Welt aufwiegen könnte ;) . Das ich ein tolles Auto fahre und damit Spass habe (zumindest manchmal) ist der "Ersatz" für die Zeit die ich täglich darin verbringe...frei nach dem Motto "wenn ich schon drinsitze, dann aber bitte auch richtig" :D
grüsse
Zitat:
Original geschrieben von Latest
.......... Meiner ist mit einem Fahrrad ohne Schläuche jeden Tag 25 KM quer durch ein zerbombtes Bremen gefahren. Kollegen von Ihm sind ähnliche Strecken gelaufen.
Pendlerpauschalen sind Wohlstandskrankheiten.........
Wenn wir das heut noch so machen würden, was ja durchaus möglich ist, würden nur halbsoviele Leut 'n Auto brauchen.
Wenn nur halbsoviele Leut 'n Auto brauchen, würden deutlich weniger Autos produziert werden.
Wenn deutlich weniger Autos produziert werden, gibt's auch deutlich weniger Arbeit ..... usw
Zitat:
Original geschrieben von V2-Power
Wenn wir das heut noch so machen würden, was ja durchaus möglich ist, würden nur halbsoviele Leut 'n Auto brauchen.
Wenn nur halbsoviele Leut 'n Auto brauchen, würden deutlich weniger Autos produziert werden.
Wenn deutlich weniger Autos produziert werden, gibt's auch deutlich weniger Arbeit ..... usw
Könnten alle Fahrräderr und Fahrradschläuche machen. ;)
Das Auto und die dazugehörige Industrie als den Heilsbringer zu lobhudeln ist auch schon ein wenig abgegriffen und unter Berücksichtigung der jüngsten Geschehnisse nicht unbedingt angebracht.