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Parkunfall Auto wirft Roller um. Probleme mit dem Unfallgegner - Anspruch auf Anwalt?

Themenstarteram 16. April 2018 um 15:28

Parkunfall Auto wirft Roller um. Probleme mit dem Unfallgegner. Anwalt?

Hallo zusammen,

vorweg ich weiß auch nicht wie man eine solche Geschichte so blauägig behandeln kann:

Ein Auto stösst beim parken an einen Roller. Der Roller fällt um, es ist wenigstens die gesamte Seite zerkratzt eventuell ist auch mehr kaputt. Am Auto ist natürlich nichts zu sehen.

Die Besitzerin des Rollers hat keine Papiere etc. dabei. Der Fahrer des Wagens auch nicht. Die Besitzerin des Rollers ruft mit dem Handy des Besitzers des Wagens, der auf dem Beifahrersitz sass, ihr Handy an um seine Nummer zu haben, um sich später in Verbindung zu setzen. Das Kennzeichen hat sie sich noch notiert aber nicht mal den Namen (Kommentare verkneife ich mir).

Glücklicherweise konnte man im Nachgang noch die Kontaktdaten eines Zeugens beschaffen.

Gestern Abend wurde dann telefoniert und ein paar SMS ausgetauscht. Der Fahrer will den Schaden selbst in seiner eigenen Werkstatt beheben da seine Versicherung eh schon so teuer ist wovon sie / ich natürlich nicht begeistert ist / bin ... er wolle sich am Abend noch mal melden. Jetzt herrscht natürlich Funkstille.

Ich würde den Schaden jetzt an den Versicherungsruf mit Verweiss auf das Kennzeichen melden.

Wenn sich der Herr jetzt weigert, wovon ich ausgehe, hat man in diesem Moment schon Anspruch auf einen Anwalt oder erst wenn die gegnerische Versicherung den Fall vom eigenen Kunden bestätigt bekommen hat?

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30 Antworten

Hallo,

SCHADE !!!!! :o

Gruss vom Asphalthoppler

Zitat:

@unleashed4790 schrieb am 16. April 2018 um 16:01:24 Uhr:

Gerade in Deutschland heisst Recht haben nicht gleich immer, dass man auch Recht bekommt .....

Purer Quatsch - das kann die in China, Russland, Frankreich,Italien, USA und den Jungfern Inseln genauso passieren - mancherorts sogar mit einer erheblich höheren Wahrscheinlichkeit.

Das ist in allen Rechtsstaaten hoffentlich so, in denen Richter nach verfasstem Recht richten und nicht nach gefühlter Gerechtigkeit. Und wenn kein Rechtsstaat, dann hilft ja vielleicht ein Bakschisch der persönlich gefühlten "Gerechtigkeit" auf die Sprünge. Ob das nun erstrebenswert ist?

(Zitathervorhebung von mir).

Zitat:

@MattR schrieb am 16. April 2018 um 17:54:36 Uhr:

Ich wüsste auch zugern was sie sich in den Moment gedacht hat.

....

Na ja, man weiß jetzt nicht wie sehr deiner Bekannten der Schubser nahe ging .... Bei solchen Ereignissen reagiert und handelt man nicht immer rational... Im Nachhinein wird Sie sich schon selber fragen, "Hätte ich mal ...", zuletzt lehrnt man aus Fehlern.

Kennzeichen, Versicherung und Namen sind jetzt bekannt.... wird schon;) Allemal besser als umgeschubste Roller und Unfallflucht, kommt hier bei mir in der Stadt bestimmt mehrmals am Tag vor:rolleyes:

Zitat:

@situ schrieb am 17. April 2018 um 12:18:28 Uhr:

Zitat:

@unleashed4790 schrieb am 16. April 2018 um 16:01:24 Uhr:

Gerade in Deutschland heisst Recht haben nicht gleich immer, dass man auch Recht bekommt .....

Purer Quatsch - das kann die in China, Russland, Frankreich,Italien, USA und den Jungfern Inseln genauso passieren - mancherorts sogar mit einer erheblich höheren Wahrscheinlichkeit.

Nein, heisst es nicht.

Es gibt viele Fälle, wo auf einmal Zeugen auftauchen, die vorher nie da waren. Dann steht es auf einmal Aussage gegen Aussage und trotz eindeutigem Fall entscheidet sich der Richter für eine geteilte Quote.

Hab ich sowohl selbst erlebt als auch mehrfach mitbekommen.

Also: Niemals Menschen trauen, zumindest nicht als Unfallgegner, die dir, trotz eigener Zeugen, alles versichern und immer die Polizei rufen, damit es zumindest aufgenommen wird.

Das aber nur als Bemerkung am Rande.

Ich bin 62 Jahre alt - die Richter in diesem Land sind an Pension interessiert, nicht an Recht (Politiker auch).

Zitat:

@unleashed4790 schrieb am 17. April 2018 um 14:07:33 Uhr:

Zitat:

@situ schrieb am 17. April 2018 um 12:18:28 Uhr:

Purer Quatsch - das kann die in China, Russland, Frankreich,Italien, USA und den Jungfern Inseln genauso passieren - mancherorts sogar mit einer erheblich höheren Wahrscheinlichkeit.

Nein, heisst es nicht.

Du hast wohl nicht nachvollziehen können, warum ich in das Zitat eine Hervorhebung eingebracht habe. Nur auf diese Stammtischparole "besonders Deutschland" bezieht sich "Quatsch". Aber es kommen ja sicher noch mehr passende Stammtischsprüche.

Falls ich mal vor Gericht stehen sollte, darf der Richter selbstredend auch nur ausschließlich Zeugen Glauben schenken, die zu meinen Gunsten aussagen. Schließlich weiß ich, wie ein Rechtsstaat zu funktionieren hat.

Themenstarteram 22. Juni 2018 um 18:16

Um das Thema noch zum Abschluss zu bringen fasse ich noch mal zusammen:

- Die Halterin weiß bis heute nicht wie die Fahrerin und der Halter des Wagens heißt

- Die Versicherung lief wiederum auf noch eine andere Person

- Man forderte einen Kostenvoranschlag von einer Werkstatt an, diese bezifferte den Schaden auf 2000€ Brutto

- Zwischenzeitlich schickte die Versicherung ohne Rückmeldung der Versicherungsnehmerin dann einen Gutachter ohne aber eine Regulierung zusagen zu wollen (komisch?)

- Die Versicherungsnehmerin ließ die Frist zu antworten komplett verstreichen ob sie irgendwann der Versicherung geantwortet hat ist unbekannt

- Nach einer Rückfrage bei der Versicherung wie es denn jetzt weiter geht, ob die Kontaktdaten des Zeugen benötigt werden (Wir konnten im Nachgang einen der Kellner des Lokals als Zeugen bennen) kam dann tatsächlich ein Schreibgen der Versicherung. Der Schaden wurde vom Gutachter auf 1400€ Brutto geschätzt, Netto wurde schon mal überwiesen

So viel Glück muss man erstmal haben.

Ich überlege jetzt, da die Versicherung den Schaden eingestanden hat noch einen Anwalt auf deren Kosten zu engagieren um auf die 2000€ zu kommen.

Zitat:

@MattR schrieb am 22. Juni 2018 um 18:16:53 Uhr:

Ich überlege jetzt, da die Versicherung den Schaden eingestanden hat noch einen Anwalt auf deren Kosten zu engagieren um auf die 2000€ zu kommen.

Viel Glück bei dem Vorhaben. Nicht selten wäre aber die Variante "Lehrgeld akzeptieren" finanziell sinnvoller.

Themenstarteram 22. Juni 2018 um 23:19

Zitat:

@guruhu schrieb am 22. Juni 2018 um 20:56:58 Uhr:

Zitat:

@MattR schrieb am 22. Juni 2018 um 18:16:53 Uhr:

Ich überlege jetzt, da die Versicherung den Schaden eingestanden hat noch einen Anwalt auf deren Kosten zu engagieren um auf die 2000€ zu kommen.

Viel Glück bei dem Vorhaben. Nicht selten wäre aber die Variante "Lehrgeld akzeptieren" finanziell sinnvoller.

Den Anwalt musst die Versicherung bezahlen.

Viel Aufwand ist es nicht für sie wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Problem bisher war das nicht wussten ob wir mit einer Deckung der Kosten rechnen könnten und sie hat keine Rechtsschutzversicherung die hatte einspringen können.

Zitat:

@MattR schrieb am 22. Juni 2018 um 23:19:28 Uhr:

Den Anwalt musst die Versicherung bezahlen.

Nope. Nicht zwingend zu 100% in diesem Fall.

Der Zug ist abgefahren, da der Anwalt nicht von Anfang am eingeschaltet wurde.

Es wird so ablaufen: der Kläger verlangt 2000. Das Gutachten der Vers. sagt 1400. Ein vom Gericht bestellter Gutachter fällt sein Urteil (nicht unwahrscheinlich) irgendwo in der Mitte. Entsprechend werden dann 2x Anwaltakosten, min. 1x Gutachterkosten und Gerichtskosten "gequotelt".

Davon abgesehen, dass es regelmäßig nicht leicht ist einen guten (!) Anwalt zu finden, der sich einer durch einen Laien verbockten Situation mit marginalem Streitwert annimmt.

Dann hat man im Idealfall Summe x erstritten und darf diese dann gleich wieder abdrücken, oder man zahlt sogar noch drauf. Aber hauptsache man hat recht und alle wohlgemeinten Ratschläge anfangs ignoriert.

 

Daher bleibe ich dabei: viel Spaß bei dem Vorhaben.

Davon mal abgesehen: was ist das für ein Roller, der a) 2000€ Schaden durch einen Umfaller und b) dabei noch keinen wirtsch. Totalschaden erlitten haben soll?

Gerade der letzte post zeigt mal wieder ganz deutlich wie wichtig es ist, sich bei einem unverschuldeten Unfall von Anfang an (noch vor dem ersten Kontakt mit der gegnerischen Versicherung) vertreten zu lassen.

Zitat:

@guruhu schrieb am 23. Juni 2018 um 00:09:06 Uhr:

Zitat:

@MattR schrieb am 22. Juni 2018 um 23:19:28 Uhr:

Den Anwalt musst die Versicherung bezahlen.

...........

Davon mal abgesehen: was ist das für ein Roller, der a) 2000€ Schaden durch einen Umfaller und b) dabei noch keinen wirtsch. Totalschaden erlitten haben soll?

Och---da gibt`s schon teure Exemplare unter den Rollern.... :D

Also gewöhnlich kosten die dinger doch maximal 3k€, wenn wir neue EScooter mal außen vor lassen. Oder war das mal?

Themenstarteram 23. Juni 2018 um 14:48

Irgendeine Vespa kostet neu wohl um die 7000€.

Anfangs wollte man das Risiko auf den Anwaltskosten sitzen zu bleiben nicht eingehen da man sich eben so unklug verhalten hat und auch keine eigene Rechtsschutz vorhanden war.

Ich kenne aus eigener Erfahrung einen Anwalt hier vor Ort der nur KFZ Versicherungsstreitigkeiten macht und bei den Versicherungen wohl einen besonderen Ruf geniesst.

Die teuerste Vespa, die ich kenne, ist die GTS 300 mit einem Listenpreis von 6.000 all in.

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