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Park Gebiet wurde durch Stadt eingeschränkt

Themenstarteram 17. Februar 2022 um 19:33

Hallo zusammen,

Hallo

in meinem Stadtgebiet in München befinden sich im Umkreis von 1,5km die Messe sowie ein Einkaufszentrum. Unmittelbar bei dem Einkaufszentrum gibt es eine “blaue Zone”, die das Halten für bis zu drei Minuten erlaubt und auf den blau markierten Stellen darf zwischen 9-18 Uhr für zwei Stunden mit Parkscheibe kostenfrei geparkt werden. Alles drüber erhält ein Knöllchen. (40€ Strafe!)

Jetzt hat die Stadt sich dazu entschieden das Gebiet der blauen Zone, in dem meine Wohnung liegt, zu erweitern. Durch die Erweiterung darf ich vor meiner Tür zwischen 9—18 Uhr nur noch maximal 2 Stunden kostenlos parken, ansonsten bekomme ich ein Knöllchen. Ich habe heute versucht einen Anwohnerparkausweis zu beantragen, diesen hat die Stadt aber abgelehnt, da es keinen Anwohnerparkausweis gibt für das gesamte Gebiet.

Das ist natürlich für mich in Zeiten von HomeOffice und Corona wahnsinnig praktisch…. (Ironie)

Die nächsten kostenlosen Parkmöglichkeiten ohne Einschränkung sind ungefähr 900 Meter zu Fuß von mir entferntund das ist mir einfach viel zu weit. (Seitdem auch nichts mehr frei,) Eine Tiefgarage gibt es nicht, da der Besitzer der Wohnung beim Kauf sich dagegen entschieden hatte… zurecht, war ja auch alles frei vor der Tür und das in einem Familienviertel.

Meine Frage: Hatte jemand von euch mal einen ähnlichen Fall und weiß, ob man da irgendwie Chancen oder Anrecht hat, als Anwohner sich von diesen Gesetzen zu befreien ? Das war eigentlich mein Hauptgrund an den Stadtrand zu ziehen , da dann nicht mehr dieses nervige Parkplatz suchen und bezahlen hatte…

 

Für jede Hilfe bin ich Dankbar!

VG

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252 Antworten

@Blubber-AWD

Eben. Wie geschrieben sind diejenigen die hier uneingeschränkt kostenloses parken in den Städten und uneigeschränkte Erreichbarkeit fordern eben oft genau diejenigen die bei solchen Forderungen an ihrem Wohnort am lautesten gegen dafür notwendige Infrastrukturmaßnahmen schreien würden.

Das die Kosten für das Autofahren beileibe nicht im Ansatz durch die Einnahmen egdeckt werden ist nun wirklich nichts neues mehr. Ich hatte irgendwann mal dazu eine Studie gebracht wo es um Kostendeckungsgrade ging. Auch ohne die Berücksichtigung externer Kosten betrug dieser beim Auto, ich meine was um die 30%. Das heißt zu 70% wird es subventioniert.

Und dazu die Kosten "verursachergerecht" zu verteilen... naja... ich sage ja: Wenn wir autofahrer und so gemoklken fühlen dann sollten wir doch einfach eine Maut einführen. Für jede Straße. Je größer, schwerer das Auto desto mehr pro Kilometer, je mehr Schadstoffaustoß desto teurer. Im gegenzug dazu meinetwegen die Kfz-Steuer abschaffen und einen teil der energiesteuer. Ok, dass dafür dann logischerweise z.B. einfach die Einkommensteuer erhöht werden muss ist klar. Pendlerpauschale schaffen wir gänzlich ab. Meinst du ersnthaft du wärst dann nur ein bisschen günstiger ? Im Gegenteil.

Man muss eben auch sehen dass die Belastbarkeit der Großstädte diesbezüglich ihre Grenzen erreicht oder überschritten hat. Der Verkehr wurde nun mal mehr.

Auch die Folgen des Klimawandels sind in den Städten mitunter nunmal größer als auf dem Land. Um diese zu mildern ist es eben auch erfordelich anstatt massig versiegelter Flächen um 2 Tonnen Blech darauf zu stellen diese 10 qm allemal sinnvoller zu nutzen um wenigstens nen baum dort zu pflanzen usw.

Und auch hinsichtlich der berechtigten Forderung nach verkehrsraum. Dieser wurde eben in der vergangenheit eindeutig immer zu gunsten des Autos geschaffen während andere verkehrsteilnehmer, also Radfahrer und Fußgänger, oftmals zurückgedrängt wurden. Gerade auch in den Großstädten. Dabei ist, gerade innerhalb von Großstädten, das Auto denkbar das ineffizienteste Verkehrsmittel.

Von "alarmistischen Aktionimus" halte ich prinzipiell auch nichts. Das bedeutet für mich aber nicht dass man jetzt halt mal wieder die nächsten zwanzig Jahre bebachtet und sich dann vielleicht mal langsam an die Sache macht. Das sind Aussagen die für mich implizieren dass diejenigen die sie treffen eigentlcih genau gar nichts ändern wollen.

 

Und zu mir persönlich: Ja, natürlich hinterfrage ich mein Verhalten und ändere dies auch teilweise. Meine komplette Firma betreibe ich inzwischen mit Ökostrom. Firmenwagen habe ich komplett abgeschafft (aus verschiedenen Gründen, zugegeben ist ein ökologischer Grund dafür der Schwächste).Wir essen weniger Fleisch, auf Qualität habe ich dabei schon immer geachtet. Dennoch geht prinzipiell weniger. Dass könte auch jeder. Wobei eine Einkommenschwache familie vielleicht nicht gerade das hochwertihgste Fleisch kaufen kann und halt auf jednes aus Supermärtken zurück greift...... aber weniger geht auch hier.

Ich habe auch "Fehler" in der Vergangenheit gemacht die ich heute nicht mehr tun würde. Ganz streng genommen würde uns auch 90qm Wohnfläche ausreichen. Nehm ich noch ein bisschen "Komfort" zusätzlich kämen wir immer noch locker mit 150 qm aus. Aber gut, jetzt steht die Hütte halt mit einem vielfachen.

Persönlich lasse ich mein wagen öfters stehen. Im Sommer fahre ich mit dem Rad zu meiner Frima, "Schönwetter-Fahrer" zugegebenermaßen. Ich könnte auch in der jetzigen Jahreszeit mit Rad fahren. ist mir durchaus bewusst. Noch besser wäre es ich fahre gar nicht mehr in meiner Firma sondern mache alles von zu hause haus (will ich aber nicht).

Ich spare Energie wo es geht. Finanziell könnte es mir völlig schnuppe sein (aber: Von nix kommt auch nix), aber ich möchte auch die Umwelt schonen wo es geht usw.

Gehen wir mal mit Freunden ins Theater oder dergleichen könnten wir super bequem mit einem Taxi fahren. Mache ich nicht. Wir laufen die 10 Minuten zur Haltestelle und fahren die 35 Minuten ganz banal mit dem ÖPNV in die Großstadt.

Wo es geht lege ich längere Strecken mit der bahn zurück. Hat ökologische aber auch ökonomische Gründe. In der Zeit in der bahn kann ich wunderbar arbeiten. warum sollte ich also so blöd sein mich 3 Stunden ins Auto zu setzen und Zeit sinnlos zu verschwenden wenn ich mit der Bahn vielleicht etwas länger brauche aber die Zeit eben auch nutzen kann. Gleiches verlange ich ganz einfach auch von meinen Mitarbeitern

Bin kein absoluter Engel, aber ich bemühe mich. Und ja: Mir ist klar dass es uns leichter fällt weil Geld schlicht und einfach keine Rolle spielt als jemand der jeden Cent umdrehen muss. Es gibt aber auch noch eine breite Masse dazwischen wo ich ehrlich gesagt nur mit dem Kopf schütteln kann. Ein SUV mit entsprechender Motorrisierung fahren aber dann über hohe Benzinpreise jammern ? Da erwartest du nicht ernsthaft Mitleid von mir.

 

Wie oft liest man hier Aussagen wie "ich fahre wann, wo und so oft ich will" ?! Tja, aufgrund eben jener Einstellung der letzten jahre und der damit zunehmenden Probleme werden manche das eben nicht mehr tun können weil eben dann z.B. die Anwohner keine Lust mehr haben die zunehmende belastung weiterhin stillschweigend in kauf zu nehmen oder halt auch nicht mehr einsehen wollen dass einem verkehrsmittel so viel Platz zum Nachteil anderer zugestanden wird und selbst diese die überhaupt kein Auto haben dafür dann auch noch so viel zu zahlen haben

Zitat:

@Volvoluder schrieb am 20. Februar 2022 um 15:58:01 Uhr:

"Den Großteil dieser Kosten tragen heute allerdings nicht die Verursacher, sprich: die Autofahrer. Sie werden als versteckte oder auch „externe Kosten“ der Allgemeinheit aufgebürdet, vor allem über Krankenversicherungsbeiträge und Steuern. Das Schweizer Forschungsinstitut INFRAS hat in einer Studie diese externen Kosten des Verkehrs berechnet. ...... Größter Kostentreiber der externen Kosten ist der Straßenverkehr mit knapp 77 Milliarden Euro. In dieser Summe sind die volkswirtschaftlichen Kosten von Staus allerdings noch nicht berücksichtigt. Dagegen verursachen Schiene und Wasserstraße, also Bahn und Schiff, zusammen nur 3,4 Milliarden Euro an externen Kosten jährlich.

.....

Pro tausend Personenkilometer verursacht der Pkw externe Kosten von 61,60 Euro, das Flugzeug im Inland 51,80 Euro und der Zug lediglich 21,20 Euro. Im Personenverkehr ist der Zug für die Gesellschaft und für nachkommende Generationen somit dreimal günstiger als der Pkw...."

Das stinkt förmlich nach Gefälligkeitsgutachten bzw. Schönrechnerei, z. B. Stichwort Zeitverluste durch ÖP(N)V nicht einkalkuliert (z. B. schon allein wenn nur alle 1h was fährt und wie üblich dann riesige Umwege fährt verglichen mit der Route die man mit dem Auto genommen hätte). Oder man z. B. die Bahn so ausbauen würde, dass man die Zeitverluste auf das Niveau von Autos runterbekommt auch wenn man zu entlegeneren Orten fährt, hätte die Bahn enorme externe Kosten. Z. B. weil mehr Leute in gefährlichen Situationen die Gleise überqueren -> Unfallgefahr, vor allem kann ein Zug nicht so stark bremsen wie ein Auto. Zudem streikt die Bahn relativ häufig bzw. gibt allg. auch viele andere Ausfälle, während beim beim Auto eher noch über eine Ausweichroute mit weniger Verspätung ankommt.

Dadurch, dass ich mit dem Auto Zeit spare, kann ich z. B. zusätzliche freie Tage nehmen, sodass ich dann garnicht fahren muss (wenn ich nicht Corona-Home-Office hätte).

Dazu noch div. Dinge die z. B. dediziert für Radfahrer gemacht aber dann nicht ganzjährig so intensiv genutzt werden wie Kfz die Infrastruktur nutzen (spezielle Fahrbahnen oder Beleuchtung obwohl Fahrräder Beleuchtung haben müssen).

Zumal man bei Trams nicht die geringen Abbiegeradien von Bussen hinbekommt. Da müsste man vielerorts einige Häuser abreißen weil man viel mehr Platz braucht = externe kosten, wenn dort statt einem Bus eine Tram fahren soll.

Also lass dieses "Gutachten" in der Schublade.

notting

Zitat:

@gkp75 schrieb am 17. Februar 2022 um 20:33:40 Uhr:

...

Durch die Erweiterung darf ich vor meiner Tür zwischen 9—18 Uhr nur noch maximal 2 Stunden kostenlos parken, ansonsten bekomme ich ein Knöllchen. Ich habe heute versucht einen Anwohnerparkausweis zu beantragen, diesen hat die Stadt aber abgelehnt, da es keinen Anwohnerparkausweis gibt für das gesamte Gebiet.

...

Die nächsten kostenlosen Parkmöglichkeiten ohne Einschränkung sind ungefähr 900 Meter zu Fuß von mir entfernt

...

Meine Frage: Hatte jemand von euch mal einen ähnlichen Fall und weiß, ob man da irgendwie Chancen oder Anrecht hat, als Anwohner sich von diesen Gesetzen zu befreien ?

...

Da kann ich von einem Verwandten aus dem Stadtteil-Bereich Hamburg-Ottensen, also Bezirk Altona, berichten.

Dort wurde kürzlich der bisher nur in der Kern-Einzelhandelszone vorhandene "Blaue Bereich" nach einer Einwohnerbefragung mit angeblich 75 % Zustimmung praktisch auf den den gesamten Stadtteil ausgedehnt, Höchstparkdauer 3 Stunden mit Gebührenpflicht täglich von 9-22 Uhr. Anwohner können aber für € 60 / Monat einen Parkausweis (ohne Platzgarantie, d.h. keine festen Plätze) erwerben.

Da sehe ich den einzigen Ansatzpunkt für Dich, ein solcher müsste gefordert werden. Wenn das im Rot-Grün regierten Hamburg geht, sollte es auch in München. Also könnte das für Dich heißen (gesellschafts-) politisch aktiv zu werden, sehen wer mitstreiten könnte, Initiative gründen/anschließen, den Bezirkspolitikern auf den Füßen stehen, (soziale) Medien einschalten.

Denn es kann eigentlich nicht sein, daß Anwohner komplett nicht mehr in ihrem Viertel parken dürfen, wenn das nicht historisch schon länger so gewachsen ist. Hier sollte es - nochmal, im selbst seit Jahrzehnten links-grünen Hamburg geht das auch - eine Art Bestandsschutz und sei es gegen Geld, geben.

In Hamburg war übrigens zunächst angedacht, reine E-Autos von der Gebührenpflicht auszunehmen, aber das geht wohl aus Gründen der Gleichbehandlung rechtlich nicht.

In dem erwähnten Hamburger Stadtteil hat man übrigens erst in ca. 3 km Entfernung eine realistische Chance auf kostenlose Parkplätze.

Die Bevorzugung von E-Autos ist in meinen Augen völlig daneben, da sie das Platzproblem in keinster Weise lösen ... ja im Gegenteil, ich kann mir dann schon vorstellen, was für schwergewichtige Modelle gerade in Hamburg stehen würden ... Und das würden garantiert nicht den einfachen Angestellten/Arbeiter zu Gute kommen, der sein Pendlerauto irgendwie unterbringen muss

...

Ich möchte hier keine E-Auto Disk auslösen .. aber daran sieht man schön, was für eine mächte Lobby die Autoindustrie noch hat ..

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, für 5 Kleinstwagen (Fiat Panda), 30 Kleinwagen (VW Polo), 30 Kompaktklassefahrzeuge (VW Golf), 25 untere Mittelklasse (VW Passat), 8 Mittelklasse (BMW 5er) und 2 Kleintransporter (VW Bus) jeweils die Parklänge hintereinander mit 80 cm Zwischenlänge auszurechnen. Verwendet habe ich jeweils für 1992 bzw 2022 das neueste gerade verfügbare Modell in der kürzesten Ausführung.

Gerundet kommt man da bei 1992 auf 490 m Länge und heute auf immerhin schon 518 m Länge. Alleine durch die Längenentwicklung ging beim seitllichen Einparken alleine 5 % der Parkmöglichkeiten verloren, ohne das sich die Fahrzeugzahl geändert hätte.

Bedenkt man den ohnehin vorhandenen Trend zu größeren Fahrzeugen und mehr Kleintransportern/Hundefängern (1992 gab es die noch duetlich weniger in Wohngebieten zu bestaunen), so wird es effektiv nochmal einige Plätze weniger sein. Ich glaube nicht, das Kleinstwagen wie der Smart das effektiv ausgleichen können.

Da brauche ich bloß in meinem Block einen Rundgang machen ... die breite ist bei einigen Wagen auch größer geworden, bzw. es werden "fettere" Autos gekauft ... wenn ich da in den Parklücken egal ob längst oder quer zur Fahrbahn schaue ... steht da ein Aygo, oder diese Koffer von Audi Q8 ....

Wenn man alleine an die Vernunft appeliert passiert einfach nichts, es gibt einfach Menschen denen ist alles egal ... und argumentieren mit ihrer Freiheit und man solle sich nicht einmischen ...

Da hilft eigentlich nur der Griff zur Geldbörse .. die ersten Städte versuchen es umzusetzen ... das die Anwohnerparkausweisepreise an die Fahrzeuggröße gekoppelt werden .. zumindest ein Schritt in die richtige Richtung ...

Zitat:

@tartra schrieb am 21. Februar 2022 um 09:34:15 Uhr:

Da brauche ich bloß in meinem Block einen Rundgang machen ... die breite ist bei einigen Wagen auch größer geworden, bzw. es werden "fettere" Autos gekauft ... wenn ich da in den Parklücken egal ob längst oder quer zur Fahrbahn schaue ... steht da ein Aygo, oder diese Koffer von Audi Q8 ....

Wenn man alleine an die Vernunft appeliert passiert einfach nichts, es gibt einfach Menschen denen ist alles egal ... und argumentieren mit ihrer Freiheit und man solle sich nicht einmischen ...

Da hilft eigentlich nur der Griff zur Geldbörse .. die ersten Städte versuchen es umzusetzen ... das die Anwohnerparkausweisepreise an die Fahrzeuggröße gekoppelt werden .. zumindest ein Schritt in die richtige Richtung ...

Naja, teilweise gebe ich dir ja recht. Allerdings lebst du offenbar auch eine gute Portion Sozialneid und leider auch eine gewisse Blindheit für soziale Strukturen und deren Tendenzen. Ich will niemandem vorschreiben, ob er einen Aygo (in deiner Lesart "sozialverträglich") oder einen Q8 (in deiner Lesart eher "unnötige asoziale Proletenangeberkarre") fährt, oder einen Jeep, einen Beetle, einen 107, einen Elektroroller oder ein Fahrrad.

Und das rechtfertigt noch lange nicht, jedes Freiheitsstreben als unzulässige Diskussion brandmarken zu wollen oder es als unerwünscht einzuführen. Denn tatsächlich geht es weder mich noch dich etwas an, was ein anderer fährt. Nur: Einfach nur in Bausch und Bogen alles zu verteuern, das ist nicht die Lösung für die Städte. Denn denen, die eine Angeberprotzkarre (in deiner Lesart) fahren, ist die Verteuerung egal. Ein Bonze (vor allem ein staatlich finanzierter, wie etwa ein Politiker) fährt (und parkt) selbstverständlich weiterhin seine fetten Schiffe, auch wenn es eine Citymaut wie in London gibt oder der Liter Benzin 10 Euro kostet oder der Anwohnerparkausweis 5.000 EUR im Jahr. Nur du, du fährst dann nicht mehr. Du fährst dann auch nicht mehr im OePNV, weil der (zumindest hier in Stuttgart) immer schön die Vergleichsberechnung macht, was denn eine Fahrt in die Stadt mit dem Auto kostet und was mit der Stadtbahn - und dann bleibt man in der OePNV-Kalkulation knapp unter den Kosten für die Autofahrt. Du fährst dann mit dem Fahrrad oder gehst zu Fuß. So kann man eine Gesellschaft noch viel schneller spalten als über hohe Mietpreise.

Zitat:

@Blubber-AWD schrieb am 21. Februar 2022 um 10:31:15 Uhr:

 

Naja, teilweise gebe ich dir ja recht. Allerdings lebst du offenbar auch eine gute Portion Sozialneid und leider auch eine gewisse Blindheit für soziale Strukturen und deren Tendenzen. Ich will niemandem vorschreiben, ob er einen Aygo (in deiner Lesart "sozialverträglich") oder einen Q8 (in deiner Lesart eher "unnötige asoziale Proletenangeberkarre") fährt, oder einen Jeep, einen Beetle, einen 107, einen Elektroroller oder ein Fahrrad.

Und das rechtfertigt noch lange nicht, jedes Freiheitsstreben als unzulässige Diskussion brandmarken zu wollen oder es als unerwünscht einzuführen. Denn tatsächlich geht es weder mich noch dich etwas an, was ein anderer fährt. Nur: Einfach nur in Bausch und Bogen alles zu verteuern, das ist nicht die Lösung für die Städte. Denn denen, die eine Angeberprotzkarre (in deiner Lesart) fahren, ist die Verteuerung egal. Ein Bonze (vor allem ein staatlich finanzierter, wie etwa ein Politiker) fährt (und parkt) selbstverständlich weiterhin seine fetten Schiffe, auch wenn es eine Citymaut wie in London gibt oder der Liter Benzin 10 Euro kostet oder der Anwohnerparkausweis 5.000 EUR im Jahr. Nur du, du fährst dann nicht mehr. Du fährst dann auch nicht mehr im OePNV, weil der (zumindest hier in Stuttgart) immer schön die Vergleichsberechnung macht, was denn eine Fahrt in die Stadt mit dem Auto kostet und was mit der Stadtbahn - und dann bleibt man in der OePNV-Kalkulation knapp unter den Kosten für die Autofahrt. Du fährst dann mit dem Fahrrad oder gehst zu Fuß. So kann man eine Gesellschaft noch viel schneller spalten als über hohe Mietpreise.

Wow. Mal ein Post dem ich uneingeschränkt zustimmen kann. Vor allen Dingen macht diese "Spaltung" ja nicht bei den KFZ halt. Wenn die mal aus den Städten verbannt sind, geht es mit e bikes vs. Hollandräder weiter, oder "die Kneipe hat 17 Stühle draußen stehen, die nur zwei Stehtische" usw..

Solange die Feuerwehr durchkommt (vor allen Dingen auch um die Kurven) geht es keine Sau an, was ich fahre und wo ich auf legalen Parkplätzen parke. Das Prinzip wer zuerst kommt malt zuerst funktioniert immer dort, wo es nicht genug Parkplätze gibt. Also warum A) hier irgendwie eingreifen und B) diesen Parkraum noch zusätzlich verknappen? Weil man 7 Räder auf die Stelle eines Fahrzeuges platzieren kann? Aber wehe da hat dann einer seinen Croozer für seine Blagen dranhängen, der nimmt mir ja den Platz für mein Kinderloses Ökofreundliches Vehikel weg.

Nein, am Ende bedeutet unsere Lebensweise immer, dass einer sich etwas mehr ausdehnt als der Andere. Selbst ohne Autos wäre es dasselbe (Wohnung/Haus, Urlaub auf den Malediven/auf Balkonien, Fleisch 7x mal Woche/Vegetarier und so weiter und so fort). Und das ist auch ok so. Ein Leben Marke DDR/Sowjetunion möchte ich nicht führen, auch wenn ich es nur aus Erzählungen und Dokus kenne.

Nachdem ich die letzten paar Seiten hier gelesen habe, überlege ich ernsthaft, vom XC60 auf einen XC90 umzusteigen.

Zitat:

@Blubber-AWD schrieb am 21. Februar 2022 um 10:31:15 Uhr:

 

Naja, teilweise gebe ich dir ja recht. Allerdings lebst du offenbar auch eine gute Portion Sozialneid und leider auch eine gewisse Blindheit für soziale Strukturen und deren Tendenzen. Ich will niemandem vorschreiben, ob er einen Aygo (in deiner Lesart "sozialverträglich") oder einen Q8 (in deiner Lesart eher "unnötige asoziale Proletenangeberkarre") fährt, oder einen Jeep, einen Beetle, einen 107, einen Elektroroller oder ein Fahrrad.

Und das rechtfertigt noch lange nicht, jedes Freiheitsstreben als unzulässige Diskussion brandmarken zu wollen oder es als unerwünscht einzuführen. Denn tatsächlich geht es weder mich noch dich etwas an, was ein anderer fährt. Nur: Einfach nur in Bausch und Bogen alles zu verteuern, das ist nicht die Lösung für die Städte. Denn denen, die eine Angeberprotzkarre (in deiner Lesart) fahren, ist die Verteuerung egal. Ein Bonze (vor allem ein staatlich finanzierter, wie etwa ein Politiker) fährt (und parkt) selbstverständlich weiterhin seine fetten Schiffe, auch wenn es eine Citymaut wie in London gibt oder der Liter Benzin 10 Euro kostet oder der Anwohnerparkausweis 5.000 EUR im Jahr. Nur du, du fährst dann nicht mehr. Du fährst dann auch nicht mehr im OePNV, weil der (zumindest hier in Stuttgart) immer schön die Vergleichsberechnung macht, was denn eine Fahrt in die Stadt mit dem Auto kostet und was mit der Stadtbahn - und dann bleibt man in der OePNV-Kalkulation knapp unter den Kosten für die Autofahrt. Du fährst dann mit dem Fahrrad oder gehst zu Fuß. So kann man eine Gesellschaft noch viel schneller spalten als über hohe Mietpreise.

Sagen wir mal so: Im Prinzip "freue" ich mich wenn massig teure Kisten rumfahren sogar. Immerhin entrichten diejenigen dadurch auch entsprechend Mehrwertsteuer ohne, meiner Meinung nach, wirklich einen Mehrwert zu haben (zumal, sind wir ehrlich, die Meisten Fahrzeuge in diesen Kategorieren eh nur irgendwie zusammenfinanziert sind und damit letztendlich auch nur mehr Schein als Sein) Was allerdings stimmt, wobei das ja ein genereller Trend ist ist nun mal dass die Fahrzeuge allesamt im Verhältnis größer werden. Dass die Infratsruktur eben nicht im gleichen Maße mitwachsen kann dürfte auf der Hand liegen. Wo früher eben zwei Fahrzuege noch parken konnten reicht der gleiche Raum mitunter eben nur noch für eines. D.h. zum Teil sind wir an der Parkplatzverknappung auch selbst Schuld. Sieht man auch in Parkhäusern. Will man eben, zumindest neue, entsprechend auf die größeren Fahrzeuge auslegen heitß dies dass auf der gleichen Fläche eben weniger Fahrzeuge untergebracht werden können und dann eben die Parkgebühren steigen müssen da die Fixkosten im Endeffekt für den Betreiber ja gleich bleiben. Aber kaum werden irgendo die Parkgebühren in einem Parkhaus erhöht (weil vielleicht die Plätze größer wurden) fühlt man sich wieder abgezockt.

Das ist das eine. Das andere ist nun mal dass der Raum an sich ja immer noch zu Gunsten des Autos verteilt ist während andere Verkehrsteilnehmern und auch Anwohnern mitunter kaum Raum zugestanden wird. Die Zeiten haben sich gewandelt und nun fordern eben diese wenigstens einen teil des öffentlichen Raumes auch ein, ich finde auch irgendwo zu Recht.

Da nützt es im Endeffekt auch nicht wenn man "Bonze" ist. Wenn keine öffentlichen Parkplätze vorhanden sind oder für manche Straßeen eben ein Durchfahrtsverbot verhängt wird ist es völlig egal ob man nur 5000 EUR verdient oder ob man 20 Millionen EUR verdient.

Dass es dennoch, z.B. Anwohnerparken, allgemein teurer wird ok. Wie geschrieben: Es deckte bisher nicht mal im Ansatz die Kosten die entsanden sind und wurde und wird folglich massiv subventioniert.

Das der ÖPNV nicht überall Bombe ist ist auch klar. Mener Meinung nach werden wir es auch nicht schaffen einen wirklich Flächendeckenden ÖPNV zu schaffen. Das dürfte auch weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll sein nun jedes Dorf mit einem mindestens 20 Minuten Takt anzubinden mit dem Effekt dass ein Bus überwiegend leer rumkutschiert.

das problem ist eben nur dass nicht wenige eben den Anspruch erheben, nur weil die Anbindung des eigenen Wohnortes eher schlecht ist, dann eben mit dem Auto bis zu Ziel zu fahren. Hier wird es ein Umdenken geben (müssen). Sei es dass man mit dem Auto (oder dem Fahrrad) zu einem jetzt schon halbwegs vernünftig angebundenen Knotenpunkt auf dem Land fährt und dort in den ÖPNV umsteigt oder dies eben spätestens am Stadtrand tut. Das ist absolut jedem völlig problemlos zuzumuten.

Ja, dauert vielleicht halt 15 Minuten länger, ja, ist vielleicht nicht ganz so kuschelig wie im eigenen Auto aber ist halt so. Bei denen die (es könnten) trotzdem meinen es sich nicht nehmen zu lassen kann es dann meiner Meinung nach eben auch teuer sein. Dann zahlen diese eben von mir aus für einen Parkausweis in der Nähe der Arbeitsstelle 5.000 EUR im Jahr. Selber schuld.

Und ja, mitunter sind die Mieten in den Städten gerade für die einkommensschwachen zu teuer. Vielfach wird ja aber versucht seitens der Städte gegen zu steuern oder es wird Wohnraum geschaffen. Lezteres bedeutet aber auch: Es braucht Platz. Es bedeutet auch dass wenn man günstige Mieten erzielen will den Platz effektiv zu nutzen. das erreicht man aber nunmal nicht dadurch dass man die Straße extra breit macht und am Besten zwei Parkreihen einrichtet anstatt dort lieber noch 10 Wohnungen mehr zu erreichten.

Andere Gründe wurden ja (im Bestand) auch schon erwähnt. Auch die Städte kämpfen gegen die zunehmende Erwärmung. Diese wird garantiert nicht besser wenn man 10 qm asphaltiert damit ein Haufen Blech darauf abgestellt werden kann. Es wird aber besser wenn man auf diesen 10qm einen Blumenkübel hinstellt. Es wird auch besser wenn man anstatt der Parkreihe dort einen Radweg anlegt um denen die ihr Auto stehen lassen eben auch Raum zu geben usw.

 

 

 

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 21. Februar 2022 um 12:01:10 Uhr:

 

Solange die Feuerwehr durchkommt (vor allen Dingen auch um die Kurven) geht es keine Sau an, was ich fahre und wo ich auf legalen Parkplätzen parke.

Da kann ich dir sagen dass dies sehr oft nicht mehr der fall ist. das hat aber weniger mit dem Fahrzeug-Typ oder -größe zu tun sondern mit dem Unvermögen und der Faulheit. Nach dem Motto: Ich parke vor meinem Haus weil ich zu faul bin zu laufen (und zu geizig bin mir auf meinem Grundstück von mir aus noch einen zweiten Stellplatz zu erreichten). Und es sind nicht nur Männer die ja bekanntlich mit dem Abschätzen von Längen und Breitenmaßen so ihre Probleme haben :-)

Zitat:

@NeuerBesitzer schrieb am 21. Februar 2022 um 12:51:12 Uhr:

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 21. Februar 2022 um 12:01:10 Uhr:

 

Solange die Feuerwehr durchkommt (vor allen Dingen auch um die Kurven) geht es keine Sau an, was ich fahre und wo ich auf legalen Parkplätzen parke.

Da kann ich dir sagen dass dies sehr oft nicht mehr der fall ist. das hat aber weniger mit dem Fahrzeug-Typ oder -größe zu tun sondern mit dem Unvermögen und der Faulheit. Nach dem Motto: Ich parke vor meinem Haus weil ich zu faul bin zu laufen (und zu geizig bin mir auf meinem Grundstück von mir aus noch einen zweiten Stellplatz zu erreichten). Und es sind nicht nur Männer die ja bekanntlich mit dem Abschätzen von Längen und Breitenmaßen so ihre Probleme haben :-)

Und? Was hat das mit den Fahrzeugen zu tun? Auch der ärmste Asi parkt manchmal dämlich und steht im Weg rum. Sorry, aber Dein gesamtes Pamphlet vorher beweist nur, dass Blubber-AWD schon ganz richtig liegt mit seiner Einschätzung Deiner Beiträge.

Und zum Pamphlet selbst: Auch hier trennst Du gedanklich zwischen SUV Fahrern und Anwohnern? Genau die, die da wohnen fahren eben jene Vehikel, egal ob groß oder klein, und sie alle möchten gerne irgendwo parken. Vielleicht gibt es ja eine Familie mit 3 Kleinwagen, die insgesamt mehr Platz brauchen in der Straße als das SUV des Paares nebenan. Deine Zielgruppe besteht doch nur aus den autolosen Menschen. Und die gehören zum Teil ja auch zu den Familien der Autobesitzer.

Es macht keinen Sinn hier zu trennen. Das Auto ist ein ganz normales Bedürfnis, so wie für andere der ÖPNV wichtig ist oder ein Park (das Ding mit Bäumen und Bänken) um die Ecke. Und wenn Du alle in solchen Straßen fragen würdest "lieber mehr Rasen oder Parkplätze vor der Tür" werden die Antworten nicht so eindeutig in Richtung "Rasen" gehen wie Du es gerne hättest. Insgesamt wird es sicherlich eine Verschiebung geben, weg vom "wahllosen" Autokauf und -Besitz hin zu einem Gesamtkonzept, dass das Zusammenleben in Großstädten weiter erträglich macht. Bis dahin aber Stückwerk zu produzieren mit dem Abschaffen von Parkraum halte ich für fragwürdig. (Der im Übrigen ja nicht 1:1 durch Radwege oder so ersetzt wird, habe in Berlin schon einfach nur Scheiss Blumenkübel als "Naherholungszonen" gesehen statt dessen. Finden auch nicht alle Anwohner gut.)

Wie schon häufiger auch von den Autobesitzern zugegeben: Man kann nicht für jeden einen Parkplatz bereitstellen, alles gut. Aber es ist absolut unnötig, den vorhandenen Platz weiter zu verknappen. Und es macht schon mal gleich gar keinen Sinn, sich hier eine bestimmte Gruppe von Autobesitzern rauszusuchen und völlig irrelevante Argumente ("sind eh alle auf pump") ins Spiel zu bringen. Auch wieder so ein Indiz dafür, dass Du eigentlich gar keine echte Diskussion führen magst, sondern eben nur "dagegen" bist.

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 21. Februar 2022 um 13:39:10 Uhr:

 

Und? Was hat das mit den Fahrzeugen zu tun? Auch der ärmste Asi parkt manchmal dämlich und steht im Weg rum. Sorry, aber Dein gesamtes Pamphlet vorher beweist nur, dass Blubber-AWD schon ganz richtig liegt mit seiner Einschätzung Deiner Beiträge.

Nichts. Hab ich ja aber auch mehr als eindeutig geschrieben. Lies nochmal ;-)

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 21. Februar 2022 um 13:39:10 Uhr:

Und zum Pamphlet selbst: Auch hier trennst Du gedanklich zwischen SUV Fahrern und Anwohnern? Genau die, die da wohnen fahren eben jene Vehikel, egal ob groß oder klein, und sie alle möchten gerne irgendwo parken. Vielleicht gibt es ja eine Familie mit 3 Kleinwagen, die insgesamt mehr Platz brauchen in der Straße als das SUV des Paares nebenan. Deine Zielgruppe besteht doch nur aus den autolosen Menschen. Und die gehören zum Teil ja auch zu den Familien der Autobesitzer.

Nö, auch da weiß ich nicht wo du das rauslesen willst. Ich sage lediglich dass Fahrzeuge allgemein größer geworden sind, der Kleinwagen im Verhältnis genauso wie eine Luxuslimousine. Da der Platz aber nun mal nicht mehr werden kann bedeutet dies automatisch dass eben generell weniger Fahrzeuge auf den vorhandenen Platz passen also wir alle auch mit zu einer prinzipiellen Verknappung beitragen.

Das das Problem letztendlich nur noch größer wird wenn wir alle große Luxuslimousinen anstatt Kleinwagen fahren spielt auch mit rein, ist aber eine andere Baustelle.

Und nein, auch eindeutig geschrieben dass "Meine Zielgruppe" eben nicht aus "autolosen" Menschen besteht. Im Gegenteil. Gerade weil ich lückenlosen ÖPNV in der Fläche für mittelfristig weder finanzierbar halte und auch unter ökologischen Gesichtpunkten nicht unmittelbar das Beste und gerade weil häufig eher einkommenschwache auf ein Auto angewiesen sind weil sie sich u.U. die Miete in einer Großstadt nicht leisten können muss man auch diese Mitmenschen im Auge behalten und sollte sie nicht benachteiligen.

 

Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 21. Februar 2022 um 13:39:10 Uhr:

Es macht keinen Sinn hier zu trennen. Das Auto ist ein ganz normales Bedürfnis, so wie für andere der ÖPNV wichtig ist oder ein Park (das Ding mit Bäumen und Bänken) um die Ecke. Und wenn Du alle in solchen Straßen fragen würdest "lieber mehr Rasen oder Parkplätze vor der Tür" werden die Antworten nicht so eindeutig in Richtung "Rasen" gehen wie Du es gerne hättest. Insgesamt wird es sicherlich eine Verschiebung geben, weg vom "wahllosen" Autokauf und -Besitz hin zu einem Gesamtkonzept, dass das Zusammenleben in Großstädten weiter erträglich macht. Bis dahin aber Stückwerk zu produzieren mit dem Abschaffen von Parkraum halte ich für fragwürdig. (Der im Übrigen ja nicht 1:1 durch Radwege oder so ersetzt wird, habe in Berlin schon einfach nur Scheiss Blumenkübel als "Naherholungszonen" gesehen statt dessen. Finden auch nicht alle Anwohner gut.)

Wie schon häufiger auch von den Autobesitzern zugegeben: Man kann nicht für jeden einen Parkplatz bereitstellen, alles gut. Aber es ist absolut unnötig, den vorhandenen Platz weiter zu verknappen. Und es macht schon mal gleich gar keinen Sinn, sich hier eine bestimmte Gruppe von Autobesitzern rauszusuchen und völlig irrelevante Argumente ("sind eh alle auf pump") ins Spiel zu bringen. Auch wieder so ein Indiz dafür, dass Du eigentlich gar keine echte Diskussion führen magst, sondern eben nur "dagegen" bist.

Soweit ich das in meiner Region verfolge kommt es eben sehr wohl immer von den betroffenen Anwohnern. Die haben eben keine Lust mehr auf den immer mehr gewordenen Individualverkehr mit allen Auswirkungen.

Mich persönlich brauchst da nicht als Maßstab nehmen und ich sehe ich mich auch nicht als solchen. Ich persönlich hab für mich theoretisch soviel "Rasen" vor der Tür dass du meinetwegen den ganzen restlichen Bereich meines Städtchen zubetonieren kannst.

Was ich zugebe: Wenn ich in der Stadt bin fühle ich mich persönlich in einer Fußgängerzone bedeutend wohler als in einer paralellen Einkaufstraße wo sich ein Auto ans andere reiht. Ich persönlich bin da aber in der glücklichen Lage mir das schlicht und einfach aussuchen zu können in welcher der Bereiche ich mich nun aufhalte und von mir aus mein Geld ausgebe.

In der für mich relevanten Region habe ich auch den Anschein dass es überwiegend ein Gesamtkonzept gibt. Parkhäuser die, mehr als ausreichend zur Verfügung stehen und quasi auch in der Innenstadt liegen sind und sollen völlig problemlos anfahrbar sein. Also erstmal kein Problem.

Das Problem welches ich eher sehe, und erst deshalb kommt es ja vielerorts überhaupt erst soweit, ist dass sich viele eben, auch wenn es Möglichkeiten gibt, eben nicht aus ihrer persönlichen Komfortzone bewegen würden.

Ich sag dir ganz ehrlich meine Meinung: Selbst wenn bei jedem einzelnen ein Zug mit einem ganz persönlichen Abteil binnen Sekunden auf Abruf bereitstehen würde gäbe es die nächsten ausreden wieso, weshalb, warum man das ja nicht nutzen kann und deshalb mit dem Auto fahren "muss". Und ich wundere mich da eben nicht dass es bei denen die dann letztendlich betroffen sind zum einen generell einfach zu "bunt" wird und sich die Zeiten eben auch generell wandeln und sowas wie Klimaschutz etc. nun mal in den Köpfen vieler ankommt.

Siehst du ja beim TE. In 900 Metern hätte er wohl kostenlose Parkmöglichkeiten. Aber nein. Scheint ein Unding zu sein und absolut unzumutbar für einen vermeintlich gesunden Menschen diese 900 Meter, die er ja nach eigenen Angaben nicht mal täglich zurücklegen müsste weil die Kiste eh mehr steht als fährt, zurückzulegen. Wie erwähnt: Es MUSS am besten vor der Haustüre sein und ksoten soll es am Besten auch nichts.

Es ist nicht schön wenn man Jahrelang verwöhnt war und sich nun halt umstellen muss, bestreite ich nicht. Aber ein beinbruch ist das nun beleibe auch nicht. Und ebenso, siehe anderer beitrag, halte ich es für einen normalen menschen auch zumutbar an einem Punkt X einfach in den ÖPNV umzusteigen und eben nicht mit dem Auto quer durch eine Innenstadt zu fahren nur weils so schön bequem ist. Wer es denn meint trotzdem tun zu müssen, ja, mein Gott. Sorry. Da habe ich eben kein Mitleid wenn diese vermeintliche Bequemlichkeit eben auch kostet.

 

 

 

Zitat:

@NeuerBesitzer schrieb am 20. Februar 2022 um 16:02:12 Uhr:

@Blubber-AWD

Das die Kosten für das Autofahren beileibe nicht im Ansatz durch die Einnahmen egdeckt werden ist nun wirklich nichts neues mehr. Ich hatte irgendwann mal dazu eine Studie gebracht wo es um Kostendeckungsgrade ging. Auch ohne die Berücksichtigung externer Kosten betrug dieser beim Auto, ich meine was um die 30%. Das heißt zu 70% wird es subventioniert.

Vieles wird "subventioniert" - der kostenlose Schulbetrieb, kostenlose Universitäten, das Leben Arbeitsloser, der Einsatz der Polizei... Dass etwas von der Allgemeinheit bezahlt wird, ist kein Indiz dafür, dass dies nicht richtig wäre. So kommt das Vorhandensein einer vernünftigen Infrastruktur auch denjenigen zugute, die dafür überhaupt nichts bezahlen - Radfahrern zum Beispiel, die Straßen mitbenutzen, die von Autofahrern bezahlt wurden.

Zitat:

Und dazu die Kosten "verursachergerecht" zu verteilen... naja... ich sage ja: Wenn wir autofahrer und so gemoklken fühlen dann sollten wir doch einfach eine Maut einführen. Für jede Straße. Je größer, schwerer das Auto desto mehr pro Kilometer, je mehr Schadstoffaustoß desto teurer. Im gegenzug dazu meinetwegen die Kfz-Steuer abschaffen und einen teil der energiesteuer. Ok, dass dafür dann logischerweise z.B. einfach die Einkommensteuer erhöht werden muss ist klar. Pendlerpauschale schaffen wir gänzlich ab. Meinst du ersnthaft du wärst dann nur ein bisschen günstiger ? Im Gegenteil.

Es wäre nicht teurer und nicht günstiger. Am Ende zahlt die Bevölkerung die anfallenden Kosten. Was Du beschreibst, ist lediglich ein anderes Verteilungsmodell.

Zitat:

Ich habe auch "Fehler" in der Vergangenheit gemacht die ich heute nicht mehr tun würde. Ganz streng genommen würde uns auch 90qm Wohnfläche ausreichen. Nehm ich noch ein bisschen "Komfort" zusätzlich kämen wir immer noch locker mit 150 qm aus. Aber gut, jetzt steht die Hütte halt mit einem vielfachen.

Weshalb 90? Ich würde Dir 50 zugestehen. Ich kenne jemanden, der auch nur 50 hat.

Zitat:

Gehen wir mal mit Freunden ins Theater oder dergleichen könnten wir super bequem mit einem Taxi fahren. Mache ich nicht. Wir laufen die 10 Minuten zur Haltestelle und fahren die 35 Minuten ganz banal mit dem ÖPNV in die Großstadt.

Mit dem subventionierten ÖPNV auf subventionierten Straßen ins extrem subventionierte Theater. Wie wäre es, wenn wir die Finanzierung und den Erhalt der Straßen komplett auf ÖPNV-Nutzer umlegen würden? Für die meisten Menschen wäre eine Busfahrt absolut unbezahlbar.

Was ist mit dem Zeit faktor? Hier in Hamburg und Umgebung ist das teilweise sehr ungünstig, gerade wenn man um 03:45 Dienstbeginn hat. Mit dem Auto fährt man höchstens 10 Minuten, mit dem Fahrrad vielleicht 25 Minuten aber mit dem ÖPNV teilweise wesentlich länger oder aufgrund der Zeiten kommt man entweder zu spät zur Arbeit oder kann über eine halbe Stunde Zeit am Flughafen vor Dienstbeginn totschlagen.

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