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Optimale Batterie Ulysse Diesel

Fiat
Themenstarteram 19. November 2012 um 21:26

Hallo hier im Fiat Forum - bisher war ich eher nur auf BMW unterwegs.

wir haben einen Fiat Ulysse den meine Frau fast nur auf Kurzstrecken fährt seit ich einen Firmenwagen habe. Sobald es kälter wird, muß ich den Wagen ca. einmal im Monat per Ladergerät aufladen da der Ulysse enorm viel Strom auf Kurzstcken zieht - stille Verbraucher konnte ich ausschließen die Pole sind auch fest - jetzt nach ca. 5 Jahren scheint die Batterie gänzlich den Geist aufzugeben da sie bereits nach einemm Tag auf 11V abfällt und selbstbvoll geladen nicht über 12.5V geht.

Kann mir wer bitte eineTip geben ob es eine spezielle Batterie für den Ulysse gibt die Kurzstrecken, kalte Garagen und die vielen CPUs und den Dieselheizer besser versorgen kann als die "normale" Batterie? Ist eine Gelbatterie hier besser oder sonst ein Spezialteil.

Vielen Dank schon mal!

W.

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5 Antworten

Ich würde Dir eine Varta Start-Stop-Plus AGM-Batterie empfehlen!

Ich habe die bei mir im Stilo Abarth und auch auf Kurzstrecke macht sie keine Probleme. Die AGM-Batterien haben einen sehr geringen Innenwiderstand, was eine deutlich höhere Startleistung zur Folge hat und eine schnellere Aufladung.

Vorher würde ich jedoch mal die Lichtmaschine checken lassen, ob diese noch den vollen Ladestrom bringt. Das testet man am besten mit einem Zangenamperemeter.

Im Stilo fahre ich die Varta Start-Stop-Plus Modell D52 (60 Ah) und bin sehr zufrieden. Stöbere mal auf der Varta-Homepage welche Batterie mechanisch und von der Kapazität her passen würde!

Noch ein Tipp: Nicht beim Auto- oder Teilehändler kaufen! Hier wurden mir Preise zwischen 250 und 380 EUR für diese Batterie genannt! - Ich habe sie online bei basba.de für 130 bekommen... Die Lebensdauer einer solchen AGM-Batterie beträgt problemlos 10 Jahre und mehr.

Viele Grüße!

Sven

Im Grunde eine Batterie in Originalgröße nehmen. Nimm was dir der Fachhandel anbietet, vielleicht auch eine Wartungsfreie im Grunde muss man dort nicht das teuerste nehmen. Aber grundsätzlich wird es vielleicht so bleiben, wenn ihr nur noch Kurzstrecken fährt und der Wagen nicht mehr genügend nachladen kann, das ihr ab und zu das Ladegerät anschließen müsst.

 

Eine größere Batterie würde ich nicht empfehlen, wenn es schon nicht reicht die Standardbatterie aufzuladen.

 

italo

Themenstarteram 20. November 2012 um 15:29

Danke, eine AGM ist eine Blei-Gel-Batterie - oder? Macht natürlich Sinn, auf eine schnelle Aufladung zu achten - da werde ich bei Varta direkt nachfragen und eine optimale Batterie für den Ulysse raussuchen lassen und den dort auf "AGM"/Blei-Gel ansrpechen - danke für den Hinweis!

Die Lichtmaschine muss ich noch prüfen - ich hätte sie mit dem Voltmeter gemessen ob sie 14V bringt - kann aber auch mit dem Zangenampermeter rangehen - danke auch für diesen Hinweis! FÜR ein Problem mit der Lichtmaschine würde sprechen, dass wir zwischendurch schon mal auch weiter fahren und ein paar Tage danach ist die Batterie auch wieder leer - DAGEGEN würde sprechen, dass direkt nach der langen Fahrt die Batterie tip-top ist - würde die Lichtmaschine nicht ordentlich laden, würde sie auf langen Strecken die Batterie nicht voll laden vermute ich mal - aber ich werde sie auf jeden Fall testen.

Ich habe übrigens jetzt mit meinem neuen Ladegerät (das alte war mindestens 10 Jahre alt) 3 mal innerhalb einer Woche die Batterie vom Ulysse aufgeladen - anfangs habe ich bei Voll-Ladung max. 12.5 V bekommen, heute in der Früh hatte ich 13.5V - möglicherweise lässt sich die Batterie nochmal regenerieren wenn ich sie öfter mit dem Ladegerät lade ... oder es ist ein letztes aufleben vor dem Exodus. Spätestens dann miuss ich dann zu Varta fahren - nachdem ich natürlich die Lichtmaschine getestet habe ...

Dass ich den Wagen auch mit funktionierender Lichtmaschine und neuer Batterie dann auch mindestens einmal im Monat im Winter bei Kurzstreckenbetrieb laden werden muß ist mir allerdings auch klar - nicht zu glauben was der zieht alleine wennn man ihn aufsperrt und die Türe öffnet ...

Danke auf jeden Fall!

AGM heißt "Absorbant Glass Mat", also absorbierende Glasmatten. Das Elektrolyt ist mit Glasfasermatten und den Plattenpaaren zu festen Paketen verpresst. Dieses Verpressen ist für die überaus hohe Startleistung und den geringen Innenwiderstand verantwortlich.

Eine Batterie mit geringem Innenwiderstand lässt sich auch schneller aufladen, was für Start-Stop-Fahrzeuge ein Muss ist! Dafür ist die Varta-Batterie designed: Hohe Lade- und Entladeströme und eine bis zu 10x höhere Zyklenfestigkeit gegenüber herkömmlichen Bleiakkus.

Zu den häufigsten Ursachen des Ausfalls der Starterbatterie zählen Elektrolytmangel durch Verdunstung und Anodenplattenbruch sowie Zellenkurzschlüsse durch Anodenschlamm. Elektrolytmangel ensteht durch Verdunstung und Ladung oberhalb der Gasungsspannung von ca. 14,4 Volt. Viele Batterien sind heute "wartungsfrei", was nicht wirklich wartungsfrei bedeutet. Viele tausende Batterien könnten noch problemlos 2-3 Jahre ihren Dienst tun, wenn man denn das Elektrolyt mit destilliertem Wasser ergänzen könnte... Bauartbedingt gibt es bei vielen Batterien dann keine einfach zugänglichen Zellenstopfen mehr.

Blei-Säure-Batterien sind NICHT rüttelfest, was ihren Einsatz in schwerem Gelände oder auf Baumaschinen nur bedingt gestattet. Auch einer Batterie im hohen Alter bekommen Stöße nicht gut: Durch Anodenkorrosion angefressene Anodenplatten brechen dann bei Stoßbelastung ab und schließen oft die Zelle kurz. Das ist der urplötzliche Tod vieler Batterien. Gel- und AGM-Batterien hingegen haben feste Elektrolyte und die Batterien werden dadurch Rüttelfest.

Durch die festen Elektrolyte bleibt auch der entstehende Anodenschlamm an Ort und Stelle und kann nicht auf den Boden der Zelle absinken und dort bei entsprechender Menge einen Kurzschluss der Zelle verursachen. Außerdem wirkt ein festes Elektrolyt gegen die sogenannte Säureschichtung bei herkömmlichen Blei-Akkumulatoren, bei der die Elektrolytkonzentration ungleichmäßig in der Zelle verteilt ist. Dieser Effekt ist übrigens der einzigste Grund, weshalb man Blei-Akkus bis zur Gasungsspannung von ca. 14,4 Volt lädt, damit die Säureschichtung durch Gasung und Durchmischung aufgehoben wird. Normale Blei-Batterien arbeiten drucklos. Sie haben also keinen Innenüberdruck.

Eine Gasung ist für einen Gel-Akku tödlich, da das Gas nicht aus dem Gel entweichen kann und so die aktive Oberfläche verringert (schaumiges Gel). Blei-Akkus sterben daher recht schnell bei Überladung über eine Klemmenspannung von ca. 13,8 Volt. Da die Bordnetzspannung vieler PKW mittels Laderegler auf über 14,3 Volt festgelegt ist, sind sie für diesen Einsatzzweck nicht gut geeignet. Auch das Gel hat einen, wenn auch sehr geringen, Elektrolytverlust und sie arbeiten ebenfalls drucklos.

AGM-Batterien können viel höhere Klemmenspannungen beim Laden vertragen, da sie hermetisch abgedichtet sind. Beim Laden evtl. entstehender Wasserstoff und Sauerstoff werden unter dem entstehenden Innendruck wieder zu Wasser rekombiniert und dem Elektrolyt zurückgeführt. Das ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber allen anderen Blei-Akkumulatoren, da hier KEIN Elektrolyt entweichen kann, über die gesamte Lebensdauer der Batterie nicht. Ladespannungen bis zu 14,7 Volt bei 20°C sind normal. Bei -20 °C können es auch mehr als 16 Volt sein. Ansonsten haben sie alle Vorteile von Gel-Batterien, aber die schlechten Nachteile eines Gel-Elektrolyts nicht. Sie bieten sich als direkter Ersatz für herkömmliche Nassbatterien an. Im Falle eines Defektes haben diese Batterien noch ein Sicherheitsventil, um ein Platzen zu verhindern.

Ihr seht also, dass es enorme Unterschiede in der Technologie gibt, die auch entscheidend für die Lebensdauer einer solchen Batterie sind. Irgendeine Batterie zu kaufen, die von den Werten her passt, löst das Problem zwar vielleicht für die nächsten 2-3 Jahre, aber nachhaltig oder auch ökologisch ist das nicht!

Ich empfehle immer wieder eine AGM-Batterie. Ob die nun von Varta oder einem anderen Hersteller kommt, ist erst einmal egal! Mit Varta habe ich bis jetzt ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und empfehle sie deshalb weiter.

Auch wenn der Serviceberater bei Varta meint, dass die Start-Stop nicht für das Fahrzeug geeignet sei, so lasse ihn bitte die passende Start-Stop-Batterie mit den richtigen Abmessungen, Bodenleiste und Polanordnung raussuchen. Du wirst es nicht bereuen und die Batterie wird länger halten als das Fahrzeug.

Viele Grüße!

Sven

das war eine aufschlussreiche Vorlesung danke, wieder mal was dazugelernt.

 

italo

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