ForumAstra J & Cascada
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Opel
  5. Astra, Cascada & Kadett
  6. Astra J & Cascada
  7. OPC Kaufentscheidung finanzielle Sicht

OPC Kaufentscheidung finanzielle Sicht

Opel Astra J
Themenstarteram 29. Januar 2016 um 13:11

Guten Tag liebes Forum,

ich habe mir mal dieses Thema mal durchgelesen

http://www.motor-talk.de/forum/wie-viel-sollte-man-verdienen-um-sich-einen-opel-astra-j-opc-leisten-zu-koenne-t4790000.html?page=3#user-login-header

Bin etwas enttäuscht das nicht nennenswertes rauskam, außer "Zieh aus und steh auf eigenen Beinen, dann kannste dir das nochmal überlegen". So habe ich das von einigen Poster interpretiert.

Soviel dazu.

 

Ich bin derzeit am überlegen mir ein Astra OPC zu kaufen. Mein Budget liegt bei 19-21.000 €.

Es sind einige Inserate dabei die mich auch ansprechen.

Zu mir:

Bin 21 Jahre jung, habe einen festen Job und lebe bei meinen Eltern -eigene Wohnung-.

Der Opel Astra OPC ist mein Traumwagen. Ich habe bereits mit meinen Eltern eine Kalkulation durchgeführt ob es überhaupt finanziell klappen würde.

Laut unseren Rechnungen würde ich am Ende des Monats 150€ übrig haben.

Versicherung, Kredit, Sprit, Miete, Rücklagen, Essen usw. natürlich mit einberrechnet.

Habe schon viele Autos gefahren, bisher fahre ich mit einem Opel Insignia 2.0 ecoFlex und fahre diszipliniert. Das kann ich mit Fug und Recht behaupten. Habe seit 5 Jahren mein Führerschein noch kein Unfall gebaut, außer die üblichen Blitzer :P. Soviel zu meiner Fahrweise.

Dennoch möchte ich gern eure Meinung hören. Ich denke ich bin hier nicht der einzige, der mal vor diesem Problem stand oder sogar derzeit ist.

Ich bitte hier nicht die Kommentare loszulassen wie "Steh auf deinen eigenen Beinen" oder "Werde erst erwachsen. Ich bin mir dessen bewusst und habe selber 2 Tage damit verbracht welche Kosten auf mich zukommen werden.

Ich werde morgen mal ein OPC Probefahren mal sehen wie es ist.

Ich danke euch für jeden Hilfe

Beste Antwort im Thema

Lass es lieber... ;)

Ich kann es gut verstehen, dass man so ein Auto haben will - zumal in dem Alter. Aber aus meiner Lebenserfahrung heraus weiss ich rückblickend, dass man im Alter von 21 meint, das Leben wäre bereits relativ festgefügt - ist es aber definitv nicht. Was heute noch sicher scheint, ist ein Jahr später vollkommen anders (Muss ja nicht unbedingt schlecht sein).

Deine Kalkulation ist auf Kante genäht, die 150.- Euro bleiben Dir in keinem einen Monat übrig, zumal Du jeden Tag 40km tuckern wirst und am Wochenende wirst Du den OPC sicher nicht in die Garage stellen ;) D.h. Du verbläst mindestens 4 Tankfüllungen jeden Monat, denn in einem sei gewiss: Der OPC fordert den Tritt aufs Pedal, das hat nix mit diszipliniert oder nicht zu tun. Man kauft sich keinen Hobel mit 280PS um dann damit Spritsparrekorde zu versuchen. Man KANN mit 7,8 Liter fahren, aber das macht keinen Spaß. Realistisch bewege ich den OPC zwischen 10 und 12 Litern, wenn es mal hurtig sein soll sind auch 15 Liter drin. Meist reicht ein Tank so 4-450km. Nach 20km ist der OPC grad mal warm, d.h. Du wirst tendenziell mehr brauchen.

Der OPC ist bei mir inzwischen der Zweitwagen, ganz einfach weil ich jeden Tag 200km pendeln muss, trotzdem kostet er Geld auch wenn ich nur am WE oder unter der Woche mal für Daffke fahre.

Kosten Sprit 150.- Euro bei reiner Wochenendnutzung, im ersten Jahr ein halber Satz Reifen für vorne neu, Bremsscheiben vorn sind nun bei 42tkm an der Verschleissgrenze - Kosten wenn mans selber macht wie bereits geschrieben ca. 800 Takken - nur vorne. Die Wartung des Differentials soll so zwischen 6 und 800 Euro kommen - wenn nix dran is, fällig bei 60tkm. Kundendienste kommen so zwischen 2-300 Euro bei kleinem KD und 4-500 Euro grosse Inspektion - je nachdem wo man lebt. Unterhaltungsmäsig kost mich Vollkasko mit allem Zipp+Zapp irgendwas um 800.- Euro/Jahr - bei SF28. Steuer zahl ich 226.- Euro (plusminus, müsst ich schauen)

Vergangenes Jahr habe ich den OPC noch als Dailydriver genutzt, das war aber vor dem neuen Job mit dem langen Weg täglich.

Was ich Dir sagen will: Das Auto ist sehr teuer im Unterhalt, es macht zugegeben verdammt viel Spaß, aber 150.- Euro zur freien Verfügung reichen nicht aus, damit wirst Du nicht glücklich.

Zu den Auffälligkeiten (ohne nun jeden Post hier einzeln gelesen zu haben):

1.) Die Getriebe F40WR3 der ersten Modelljahre sind reihenweise hopps gegangen. Das wurde erst mit MJ 2014 (BJ ab Juli 2013) merklich besser, da haben die anscheinend was verbessert dran.

2.) Kauf Dir keinen Ardenblauen, die haben massive Lackprobleme (Steinschläge an Front und auch an den Seiten durch die 20")

3.) Nimm das normale Navi650 das Serie dabei war, das IL950 lohnt den Aufpreis nicht, die Sprachsteuerung funzt nicht und ist ein einiziger Krampf

4.) Opel hat ein Problem mit beschlagenden Scheiben, umso mehr beim OPC. In Stellung "Auto" der Klima kannst Du im Winter bei nasskalt sicher sein, dass die Scheiben sehr schön beschlagen.

5.) Das Auto ist bestenfalls ein 2+2 Sitzer, 2 Leute vorne gehen komfortabel, wenn hinten jemand mit will, dann sollte er entweder Yogameister sein oder Masochist der sehr leidensfähig ist - definitiv kein Auto um mit 4 Leuten weiter als 10km zu fahren.

Noch eins: Ich würde mir ein Auto wie den OPC niemals gebraucht kaufen, das Risiko an eine verheizte Karre zu geraten ist zu hoch.

Ich wills Dir nicht ausreden, ich schreib nur, was ICH an DEINER Stelle machen würde - mit meiner Erfahrung aus bald 50 Jahren ;)

Falls Du doch durchziehst wünsche ich Dir viel Spaß und allzeit gute Fahrt :)

209 weitere Antworten
Ähnliche Themen
209 Antworten
Themenstarteram 1. Februar 2016 um 21:42

Zitat:

@Delta 47 schrieb am 1. Februar 2016 um 22:30:45 Uhr:

Also der Zinssatz hängt von einigen Faktoren ab, die besten Konditionen bekommen Bankmitarbeiter und deren Angehörige, meistens jedenfalls.

Tipp: Gib bei check24 mal deine Daten ein. Druck dir das Ergebnis aus und geh zu deiner Hausbank.

Aber du willst eine Vollfinanzierung machen, also knapp 20.000 €, wie lange willst du abzahlen, wie viel hast du auf Kante und was kommt monatlich rein? Zumindest den Plan Auszug in 3-5 Jahren solltest du auf dem Plan haben, das kann ordentlich kosten.

Ich persönlich würde im Regelfall nie vollfinanzieren, lieber noch 2-3 Jahre sparen, den Umzug durchziehen und danach mit gesicherten Finanzen den Opc holen.

Wenn alles spitz auf Knopf genäht ist, hast du wenig Freude an dem Wagen.

Wie gesagt ich habe monatlich ein Puffer von 150€, ich habe aber bereits alles abgerechnet. Versicherung, Sprit, Kredit, Essen, Nebenkosten die ich übernehme, wirklich alles was ich als Ausgabe bisher habe und hatte. Habe mir als Vorlage die letzten 6 Monate angesehen. Das meiste, wie bereits erwähnt, war einfach nur Bullshit - Dinge die ich nicht mehr in die Hand nehme oder einfach nur Sinnlos waren, wovon ich jetzt nichts mehr habe - worüber ich mich immer noch ärgere...

Naja ist jetzt geschehen aus Fehlern lernt man.

Wieso redest du von Umzug. Ich brauche nicht umzuziehen ^^, ich hab doch alles hier. Genügend Platz usw.

Themenstarteram 1. Februar 2016 um 21:45

Zitat:

@siggi s. schrieb am 1. Februar 2016 um 22:36:17 Uhr:

Meine Kernaussage ist ganz einfach: Wenn du ein gutes Gefühl bei der ganzen Angelegenheit hast, mach es. Ansonsten lasse die Finger davon. Ist aber nur ein Hinweis von mir, die ganzen Umstände um diese Entscheidung kennst nur du ... ;)

Danke nochmal das du das aufgreifst.

Ich bin ehrlich derzeit habe ich kein gutes Gefühl, weil ich Angst habe das nach 2-3 Monaten iwas großes auf mich zukommt wie Getriebeschaden, Turbo(Keine Ahnung wie viel der kostet, denke aber sehr viel) hinüber geht.

Finanziell würde ich es mMn es ohne große Probleme hinbekommen. Die Rücklagen von 2-3 Tsd. € wären auch gegeben.

 

Ich kann nur für mich sprechen und, auch wenn es sich etwas theatralisch anhört, die Bauchentscheidungen waren allesamt die besten meines Lebens. Speziell die finanziellen...

Einen Gebrauchtwagen würde ich persönlich nur von seriösen Händlern kaufen, speziel wegen der Garantie. Das beruhigt schon gewaltig.

Themenstarteram 1. Februar 2016 um 22:05

Zitat:

@siggi s. schrieb am 1. Februar 2016 um 23:01:38 Uhr:

Ich kann nur für mich sprechen und, auch wenn es sich etwas theatralisch anhört, die Bauchentscheidungen waren allesamt die besten meines Lebens. Speziell die finanziellen...

Wenn es nach meinem Bauchentscheidungen gehen würde, dann würde ich nicht mehr ins Fußballtraining gehen :D :D :D :D

Verstehe was du meinst, bin momentan wirklich am grübeln :/

Die OPC´s sind ja gerne "Heizerkisten", weil der typische Fahrer ist U25 und männlich... ;-)

Von daher bzw. generell bei dem Budget und dem sich daraus ergebenden Alter (ab 2 Jahre) und Laufleistung (ab 20 tkm) aufwärts würde ich nur beim FOH kaufen. Bei meiner kurzen Suche Beo mobile gerade finden sich auf der ersten Seite unter 20 t€ fast nur dubiose Fähnchenhändler bzw. Inserate von privat, wo ich nicht kaufen würde, schon gar nicht bei der Summe.

Und man darf nicht vergessen, dass ab einem gewissen Alter Elektronikproblemchen kommen können, gerade wenn man kurz aus der Garantie raus ist. Bei meinem damaligen Signum hatte ich z.B. einen defekten ABS-Radsensor, der nicht einzeln zu tauschen war, da der Stecker am Kabelbaum korrodiert war. Mal eben neuer Kabelbaum mit Einbau fast 1000 €.

Ebenso sind die modernen elektronischen Fahrwerke mit aktiver Dämpferregelung klasse, was ich seit meinem Signum vermisse. Aber auch hier läppert sich eine kleine Reparatur schnell zusammen, da solche Reparaturen dann mangels Wissen und/ oder fehlendem Werkzeug bzw. Software nur beim FOH und nicht in einer freien Werkstatt gemacht werden können und die Ersatzteile nicht als OEM verfügbar sind und man original Teile nehmen muss. Des weiteren musste ich auch sonst alle Reparaturen bezüglich der Elektronik beim Signum immer beim FOH machen lassen, der bekanntlich nicht der günstigste ist, alleine schon was die Teile angeht.

Dazu kommt noch, dass in der Sportversion bei jedem Hersteller nur für Label "Sport", sprich OPC, AMG, S/RS, M, etc. deutlich Aufschläge für die sportlichen Teile kommen und es auch hier nicht immer günstigere OEM-Teile gibt. Bestes Beispiel Bremsscheiben und Bremsbeläge, neues Fahrwerk mit Federn und Dämpfer, usw. Mal zum Vergleich: Ich habe vor Weihnachten meine Bremsbeläge und Bremsscheiben inkl. Fühler beim BMW-Händler tauschen lassen: Arbeitszeit 200 €, Teile von ATE (ATE Scheiben und ATE Ceramic Beläge) selbst besorgt 600 €, macht zusammen 800 €. Früher beim Signum habe ich vor 7 Jahren schon knapp 1000 € beim FOH für Bremsenwechsel HA und VA gelassen und das waren dann kleinere Scheiben und Standardbeläge.

Zu guter Letzt das Thema Familie:

Wir hatten beim ersten Kind zuerst den Signum bis zum Motorschaden, dann bzw. parallel einen Astra H Schrägheck. Kinderwagen passt gerade so in den Kofferraum eines Schrägheck, dann ist aber Schluss bzw. da passt sonst nichts mehr rein. Kindersitz mit Isofox ok, das müsste inzwischen in fast jedes Autos passen. Jetzt mit Kind Nr. 2 musste ein ST her, spätestens da wäre jeder Schrägheck an seine Grenzen gekommen, auch trotz Dachbox usw.

Bei uns ging das nur deshalb, weil wir ein Familienauto und ich mein Spaß-Auto hatte bzw. habe. Des Wegen stellt sich zwar vll. die Frage jetzt noch nicht, aber spätestens wenn aus Freundin die Frau geworden ist und ein bis zwei Kinder da sind, fällt schnell mal das Einkommen der Frau weg, die Familie will auch was zu Essen haben und meist ist dann ein zweites Auto nötig, wenn man ländlich wohnt.

Das ist mit 21 Jahren zwar alles weit weg, kann aber schneller als einem lieb ist, sich ändern. Von daher ist der OPC als dann einziges Auto nicht ganz so praktisch, wenn man sich den per Finanzierung für mehrere Jahre ans Bein bindet. Dann lieber direkt kaufen und bei Bedarf auf ein passenderes Auto umsteigen.

P.S.: Ich bin froh, dass ich damals zu Studienzeiten nur einen alten Vectra hatte bzw. mir aus Autos damals nichts bzw. nicht viel gemacht hatte. Das war mit 90 PS für meine Gesundheit und meinen Fahrstil sehr zuträglich und hat den Geldbeutel geschont, so dass entsprechende Rücklagen gebildet werden konnten. Inzwischen ist das anders und mit Mitte 30 und Eigenheim sowie Familie muss man nicht alle Träume begraben bzw. hat dann ein OPC nicht mehr den Reiz wie früher bzw. gibt es andere Autos, die noch mehr Spaß machen, gerade als Cabrio.^^

Themenstarteram 2. Februar 2016 um 6:58

@hydrou

Danke für deinen ausführlichen Bericht. Thema Familienplanung, ist erstmal zweitrangig bei uns. Vor 25 kommt mir kein Kind ins Haus, der selben Meinung teilt auch meine Freundin. Wenn in 4 Jahren das Kind dann wirklich kommt, sieht es finanziell ganz anders aus. Ich arbeite in der IT-Branche. Natürlich verdiene ich jetzt nicht ein 1000 mehr Netto das ist klar.

Zitat:

Von daher bzw. generell bei dem Budget und dem sich daraus ergebenden Alter (ab 2 Jahre) und Laufleistung (ab 20 tkm) aufwärts würde ich nur beim FOH kaufen. Bei meiner kurzen Suche Beo mobile gerade finden sich auf der ersten Seite unter 20 t€ fast nur dubiose Fähnchenhändler bzw. Inserate von privat, wo ich nicht kaufen würde, schon gar nicht bei der Summe.

Dürft ich Fragen wieso nicht und wieso du direkt die "Fähnchenhändler" abstempelst. Versteh mich nicht falsch, wenn du aus der Automobilbranche kommst dann kannst du aus Erfahrung sprechen, aber sonst wäre ich sehr vorsichtig.

Opel Astra OPC BJ 03/2013 - 32Tsd. km 8-fach

Ich finde nur vom Inserat her betrachtet, klingt es nicht schlecht. Bremsbeläge neu, Inspektion durchgeführt, 8-fach. Natürlich ist es schwierig die Spreu vom Weizen zu trennen. Warum würdest du niemals vom Privatanbieter bei solch einer Summe zahlen, geht es dir um die Garantie?

Ich hatte ja die Frage schonmal gestellt.

Thema Zuverlässigkeit, laut diversen Foren scheint der OPC einer der zuverlässigeren zu sein.

Wäre natürlich über weitere Erfahrungen dankbar. :)

Dein Link ist ein Privatverkäufer.

Themenstarteram 2. Februar 2016 um 8:30

Zitat:

@siggi s. schrieb am 2. Februar 2016 um 09:24:56 Uhr:

Dein Link ist ein Privatverkäufer....

Ja das weiß ich... Habe ich auch bewusst gepostet. Was willst du mir damit sagen?

Ich habe nur auf hydrou Post geantwortet. Der Link hat nichts mit meiner Aussage direkt zu tun

Finde es schwierig zu urteilen über Fachhändler die man nicht kennt. Privatpersonen können das Auto topgepflegt haben, immer schön eingefahren haben. Wie gesagt, ist gibt aber auch schwarze Schafe.

Mit Privat hatte ich jedesmal irgendwelchen Scheiß, Kosten und Lauferei. Nie wieder von Privat ist meine Devise. Verkappte Bastelkisten gibt es ja auch mehr als man denkt, für einen Laien nicht sofort erkennbar. Bei einem Händler würde ich darauf achten, dass er Mitglied der KFZ-Innung ist.

Themenstarteram 2. Februar 2016 um 9:13

Zitat:

@siggi s. schrieb am 2. Februar 2016 um 09:44:57 Uhr:

Mit Privat hatte ich jedesmal irgendwelchen Scheiß, Kosten und Lauferei. Nie wieder von Privat ist meine Devise. Verkappte Bastelkisten gibt es ja auch mehr als man denkt, für einen Laien nicht sofort erkennbar. Bei einem Händler würde ich darauf achten, dass er Mitglied der KFZ-Innung ist.

Da es mein erster richtiger Kauf eines Wagens wäre kann ich das nicht beurteilen. Mein Vater hat immer beim Opel Händler oder genrell beim Händler gekauft. Ich denke, dass man beim Privathändler auch mal Glück haben kann und mal ein "Schnäppchen" erwischt.

Sehe immer bei diversen Autokaufseiten, diese Gebrauchtwagenchecks für 99€. Was haltet ihr davon? Bei Gebrauchtwagen in dieser Summe wäre das doch keine schlechte Idee. Hat jemand davon Erfahrung gemacht? Für ein Laien wäre dies doch nicht schlecht, präventiv Probleme zu vermeiden.

Also wie lange möchtest du finanzieren? Hast du schon das parallele ansparen neben der rate eingerechnet?

Mir wäre das bei kaum vorhandenen Ersparnissen wohl zu kritisch.

Verstehe mich nicht falsch, wenn es dich glücklich macht nur zu, nur bei einer Finanzierung über 7 Jahre zahlst du am Ende für eine 9 Jahre alte Kiste, welche einen riesen Wertverlust hat.

Wenn du das Auto in 3-4 Jahren nicht abzahlen kannst, ist es meines Erachtens für dich nicht bequem leistbar.

Meine Eltern haben immer von privat gekauft und fast immer gab es danach Probleme, weil der Verkäufer etwas nicht angegeben oder bewusst verschwiegen hatte, man ihm aber schon arglistige Täuschung hätte nachweisen müssen. Was damals zu Zeiten ohne allwissendes Internet aber noch unmöglich war. Und da die Summen i.d.R. bei max. 20 tDM lagen, war das verschmerzbar, aber trotzdem nervig.

Ich selbst habe meine Autos bisher meist vom Markenhändler gekauft, nur der Astra H und der Signum waren von einem freien Händler, welcher nur Opel Jahreswagen verkaufte. Bei beiden gab es danach Ärger mit der Gewährleistung, insbesondere weil die Werksgarantie so nicht 1:1 übertragbar war und der FOH dann nicht mit spielen wollte. Und bei den Autos anderen habe ich lange danach gesucht und einige freie und Markenhändler abgeklappert.

Zu verschenken hatte keiner etwas, aber bei den "Fähnchenhändlern" galt das obige für Privatverkäufer. Es wurde nur die halbe Wahrheit erzählt oder erst auf mehrfache Nachfrage zugegeben. Bei den meisten wurden z.B. Nachlackierungen verschwiegen oder Re-Importe aus Italien. Des weiteren gab es keine richtige Garantie bzw. hätte man diese mit diversen Ausschlüssen teuer dazu kaufen müssen. Zu guter Letzt muss man sich bei Gewährleistungsproblemen mit den Fähnchenhändlern rumärgern, die sich aus der Sache winden bzw. alles abwimmeln wollen oder auf die (Werks-)garantie verweisen, obwohl die Gewährleistungspflicht über der Garantie steht. Und selbst wenn etwas wäre, muss man immer zum Fähnchenhändler fahren, auch wenn der nicht um´s Eck liegt.

Beim Markenhändler bezahle ich zwar i.d.R. mehr, habe dafür aber z.B. eine Verlängerung der Werksgarantie oder eine besondere Gebrauchtwagen-Garantie wie z.B. PremiumSelection mit einem Prüfkatalog, die auch bei anderen Markenhändlern der gleichen Marke erledigt werden kann. Und ich kann mir z.B. auch die Werkstatt-Historie geben lassen, wo alle Arbeiten drin sind, die sonst nicht im Serviceheft eingetragen werden, z.B. bei Nachlackierungen oder Unfallschäden oder sonstige Wartungs- oder Reparaturarbeiten.

Mein Fazit: Beim Markenhändler macht man vll. kein Schnäppchen, läuft dafür aber auch nicht Gefahr, beschissen zu werden. Und das bei privat gesparte Geld legt man u.U. doppelt bei Reparaturen wieder drauf oder beim Wiederverkauf, wenn sich der Wagen als Unfallwagen heraus stellt.

Wenn ich von bestimmten Dingen Ahnung habe und Experte bin bzw. einen Experten mit nehmen kann, dann ist natürlich auch ein Schnäppchen drin. Aber wenn man das meiste glauben muss, dann sind mir persönlich 20 t€ zu viel Risiko. Denn wie immer ist der Gewinn bzw. die Ersparnis umso größer, je größer das Risiko ist.

Und von den 99 € Gutachten halte ich nicht viel. Entweder ich fahre selber hin und mache mir mein eigenes Bild oder es ist zu weit weg, dann lasse ich es sowieso. Allenfalls ein Check bei Dekra oder TÜV macht ggf. Sinn, wobei die i.d.R. nur auf die Sicherheit, aber nicht die vollständige Funktion aller Teile prüfen.

Themenstarteram 2. Februar 2016 um 9:45

@Delta 47

Ja gerne, sry das ich nicht näher drauf eingegangen bin.

Also:

6-7 Jahre finanzieren, liegt zwischen 300-350€ im Monat bisher.

Im Moment ohne Finanzierung lege ich 500€ zur Seite und mit Finanzierung 200€.

Rücklagen liegen bisher bei 1500€.

Wie es mit meinem in 1-2 Jahren aussieht wie viel ich da zur Seite legen kann, ist eine andere Frage

Jetzt wird bestimmt jemand schreiben, dann spar noch 1 Jahr und dann brauchste 6000 Euro weniger aufnehmen.

Das stimmt zwar, aber der OPC wird nicht jünger und die Möglichkeit, einen verheizten zu kaufen steigt.

Man kann es drehen, wie man will. Du must im Endeffekt entscheiden, welches Risiko Du eingehen willst.

Wenn Du den Wagen 6-7 Jahre finanzierst und ihn dann wegen Familienauto verkaufst, wirst du wohl ein Verlustgeschäft gemacht haben.

Auf der anderen Seite haste 7 Jahre ein tolles Auto gehabt.

Es kommt einfach auf die Prioritäten an. Und das weist nur Du.

Themenstarteram 2. Februar 2016 um 10:01

Zitat:

@bigmike1968 schrieb am 2. Februar 2016 um 10:52:35 Uhr:

Jetzt wird bestimmt jemand schreiben, dann spar noch 1 Jahr und dann brauchste 6000 Euro weniger aufnehmen.

Das stimmt zwar, aber der OPC wird nicht jünger und die Möglichkeit, einen verheizten zu kaufen steigt.

Man kann es drehen, wie man will. Du must im Endeffekt entscheiden, welches Risiko Du eingehen willst.

Wenn Du den Wagen 6-7 Jahre finanzierst und ihn dann wegen Familienauto verkaufst, wirst du wohl ein Verlustgeschäft gemacht haben.

Auf der anderen Seite haste 7 Jahre ein tolles Auto gehabt.

Es kommt einfach auf die Prioritäten an. Und das weist nur Du.

Auf die Antwort habe ich gewartet!:p

Du sprichst mir aus der Seele.

Ja du hast vollkommen Recht. Wo hat man heutzutage bei Autos kein Verlustgeschäft? Ich spreche hier von Autos die sich ein Ottonormalerverbraucher leisten kann. Ein Oldtimer steigt im Wert z.B. ^^

Eine hälfte sagt, hier kannst du dir das wirklich leisten? Kommst du mit dem Puffer aus? Was passiert wenn was kaputt geht? Wie sieht es mit neuen Reifen aus? Hoffentlich geht nichts kaputt....

Eine andere Hälfte sagt, schönes Auto! Man ich freue mich schon auf das Auto! Freue mich schon aufzustehen und in das Auto einzusteigen.

Ich werde heute Abend noch ein paar Kalkulationen machen, dass wird meiner Entscheidung enorm beeinflussen glaube ich.

Deine Antwort
Ähnliche Themen