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Ölsiebreinigung UND Motorrenigung?

Themenstarteram 24. Juli 2009 um 14:10

Bonjour!

Über das Thema Ölverkokung ist ja viel geschrieben worde - und das habe ich auch gelesen. Eines ist mir trotzdem nicht ganz klar:

Mein 99er 9-3 (154PS, T5) hat jetzt 107.000 auf der Uhr. Ölwechsel wurden einmal im Jahre und alle ca. 10-12tkm gemacht. Der Vorbesitzter hat trotzdem bei 95tkm den Turbo ersetzen müssen. Das hat mich skeptisch gemacht und auf Ölschlamm tippen lassen. Nun habe ich bei der Inspektion die Ölwanne abbauen lassen und siehe da: das Sieb war ziemlich dicht und wurde gewechselt. Trotz T5 und regelmäßigen Ölwechseln (Nur weiß ich nicht, ob das Öl das Richtige war...)

Nun meine Frage: Ist es damit und mit neuem, vollsytetischen Öl getan oder ist eine Motorinnenreinigung Pflicht?

Herzlichen Dank für den Rat an einen begeisterten Neu-Saabfahrer!

JO

29 Antworten

Die Nutzung von mobil1 0w40 mit verkürten Wechselintervallen sollte reichen. Die Ölverkokung hat ihre Ursache in der Wanne und bleibt auch in der Wanne (am Sieb).

Themenstarteram 24. Juli 2009 um 15:04

Vielen Dank für diese Express Antwort :)

Der erfahrene Saab-Meister ahst da jetzt 5W30 LL vollsyntetik reingekippt. Auch gut oder eher bald wieder wechseln?

Danke!

Das ist o.k. Halt nach 10TKm wieder wechseln. Wo warst Du?

Zitat:

Original geschrieben von giovanniberlin

Vielen Dank für diese Express Antwort :)

 

Der erfahrene Saab-Meister ahst da jetzt 5W30 LL vollsyntetik reingekippt. Auch gut oder eher bald wieder wechseln?

 

Danke!

Der "erfahrene" Saab-Meister weiß es entweder nicht besser oder sagt Dir nicht die Wahrheit - wenn es sich um das GM Öl handelt, ist es definitiv kein vollsynthetisches Öl.

 

Ich persönlich würde das Mobil 1 0W-40 nehmen und alle 10tkm wechseln.

 

Das 0W-30 Mobil 1 ist, so wie ich das au die Schnelle sehen konnte, ein Ford LL Öl mit abgesenkter HTHS Viskosität - davon würde ich persönlich die Finger lassen.

Themenstarteram 24. Juli 2009 um 17:21

@Stelo: ich war bei Bischoff und Partner in Berlin - Bischoff ist der ehemalige Meister von Saab-Centro in Berlin - hat sich selbstständig gemacht. Der hat wirklich viel Ahnung, ist sehr günstig (soweit das bei Saab Teilen geht) und macht nichts, was nicht sein muss.

@wvn: Das Öl ist ein 5W30 und ist laut Verpackung ein Vollsyntetisches Öl - ich hab gerade den Hersteller nicht parat, aber das schaue ich nochmal nach und poste es.

Ingesamt: Das Ölsieb (habs gesehen) war wirklich total dichtbis auf eine Fläche von ca. 1,5x1,5cm wo noch Öl angesaugt werden konnte. Trotz T5 (eigentlich nicht so betroffen, kein Vorkat), trotz 10Tausender Ölwechsel und Scheckheft etc. Erstaunlich... Nun ist die Ölwanne wieder sauber, das Sieb neu und dank neuer Kupplung und umölung auf Vollsytetik beim Getriebe fährt das Auto so gut wie nie!

Danke für die Tipps!

Ja, schau mal wegen des Öls, würde mich interessieren.

 

Es wäre auch interessant zu erfahren welches Öl zuvor eingefüllt wurde - bei 10tkm Wechselintervallen ist solch eine Verdreckung sehr ungewöhnlich. 

Themenstarteram 24. Juli 2009 um 18:09

http://www.motul.de/i/prd/prod_auto/6100_eco-nergy.htm

Das ist es - laut Werkstatt GM zertifiziert. Und ganz schön teuer...

Was haltet Ihr davon?

@wvn: welches Öl vorher verwendet worden ist, kann ich nicht sagen, da im Serviceheft nicht die Marke verzeichnet ist. Da kann man nur raten. Aber wahrscheinlich war es halt das zugelassene halb-syntetische. wie sonst kann es zu solcher verkokung komen?

Ja, bei Bischoff bist Du gut aufgehoben! :D Der hat damals meinen Saab 9-3 gepimpt und gewartet und darf auch heute noch an meinen V70R dran! Das Motul ist nicht billig, aber über jeden Zweifel erhaben: Ich fahre im "R" das MOTUL 8100 X-clean SAE 5W-40 von ihm.

T-5 oder T-7...machen bei Berliner Stadtverkehr keinen grossen Unterschied.:D

Dazu noch einen Intervall von 20.000km zwischen den Ölwechseln...und nur durchschnittliches Motoröl...fertig ist die Verkokung.:(

Die Reaktion, wegen dem Laderschaden bei 90.000km, die Ölwanne zu reinigen...ist absolut ein tolles Beispiel dafür, daß wir hier im Forum richtig gute Arbeit geleistet haben.:D

Wieder einen Motor vor dem vorzeitigen Exitus gerettet.:D

@wvn...und viele Grüsse in die Hauptstadt.:D

In den letzten Wochen habe ich mich beruflich mit mehreren Öl-Vertretern herumplagen dürfen.:)

Allesamt Markenöle, Shell, BP, Castrol, Mobil.

Also keine Billigheimer, sondern gute Marken.

Und alle Hersteller haben diverse Öle am Start, die sämtliche Freigaben der Hersteller erfüllen, obwohl es allesamt "nur" HC-Öle sind.

Da ich ja aus eigener Erfahrung ziemlich viel gelernt habe, was Öle vertragen können...und was nicht...hatten sie in mir einen ziemlich kritischen Gesprächspartner.:D

Richtig geil wurde es, als sie merkten, daß ich tatsächlich Ahnung von der Materie habe.;)

Der Shell-Vertreter war ein reiner Kaufmann, der nur seine Broschüren kannte.:(

Der Mobil-Oil-Fritze war keinen Tacken besser.:(

Aber die Leute von BP und Castrol...waren gut geschult und konnten mir ihre Produkte wirklich erklären.;)

Der eigentliche Witz ist, daß BP-Oil und Castrol...aus einem Hause stammen.:D:D:D

Sowohl Castrol wie auch BP bieten Motorenöle an, welche auf HC-Basis sind und durch spezielle Additiv-Pakete einen relativ grossen Bereich der Motorenhersteller abdecken können.

Das ist für mich, in einer freien Werkstatt, ein grosser wirtschaftlicher Aspekt. Ich kann mit 3-4 Motorölsorten fast alle Motorenhersteller glücklich machen.:)

Wobei die 4. Sorte ein spezielles Motoröl für Fahrzeuge mit LPG-Antrieb ist.

Dieses Öl kann mehr Kondenswasser aufnehmen und abgeben...ohne zu schäumen oder Emulsionen zu bilden...:cool:

Und ich habe viele Gas-Fahrzeuge in Kundschaft!!!

Dürfte auch interessant für Kurzstreckenfahrer sein...die sonst immer Milch in der Ölwanne haben.;)

Interessant ist einfach die Tatsache, daß zum Beispiel alle Longlife-Motorenöle KEINE vollsynthetischen Öle sind, sondern nur mit Additiven vollgepackte HC-Öle.

Aber diese Öle haben die Eigenschaften, besonders viel Dreck und Wasser aufnehmen zu können und dementsprechend lange eine gute Schmierung zu gewährleisten...40.000km in einem Motor ohne Kette.:eek:

Fakt ist auch, daß ein Öl mit der Viskosität 0W-xx nicht gut für den Kettentrieb ist. Darum gehen die Hersteller auch wieder auf die 5W oder auch 10W zurück.

Als ich allerdings auf das spezielle "Saab-Problem" zu sprechen kam, Ölverkokung in der Ölwanne, wurden die Kameraden der Ölbranche ziemlich still.

Sie erkannten sehr schnell, daß sie sich auf dünnem Eis befinden, sobald sie eine Öl-Empfehlung geben würden.

Und nachdem ich erklärt habe, daß die meisten Probleme durch ein vollsynthetisches Motoröl, welches temperaturbeständiger ist, wie ein teilsynthetisches Öl, kamen dann doch Vorschläge.:cool:

Und diese Vorschläge liefen auf Longlife-Öle hinaus, welche dann allerdings in kürzeren Intervallen gewechselt werden sollte.

Denn: Die HC-Öle sind nicht so temperaturbeständig wie vollsynthetische Öle, aber die Additive können die Verkokungen besser in der Schwebe halten...können mehr Dreck aufnehmen.

Kurzum: bei 10.000km-Intervallen mit einem LL-Motoröl ist mit weiteren Verkokungen nicht zu rechnen.:)...laut Vertreter.:D

Das "Saab-Problem" besteht ja aus mehreren Problemen...die ein großes Problem verursachen.:(

1. Kurbelgehäuseentlüftung zu gering...Druckaufbau im Motor.

2. Geringe Ölmenge in der Wanne...nur 4 Liter Motoröl.

3. Vorgeschriebene Ölwechselintervalle zu lang...20.000km.

4. Vorgeschriebens Öl qualitativ zu gering...10W-40 teilsynthetisch.

5. Katalysator unter der Ölwanne...die mobile Friteuse mit 250°C Temperatur im Stadtverkehr.

An den Punkten 3 und 4 kann man selber was machen, die anderen Punkte sind konstruktionsbedingt eben Käse.:(

Gutes Öl und alle 10.000km wechseln...bringt immer eine grosse Erleichterung für den gquälten Motor.

Fröhliches Wochenende.:)

Chris

 

Themenstarteram 25. Juli 2009 um 9:11

Guten Morgen!

Chris hat recht - ohne das Studium zahlreicher Threats über Ölverkokung, Laderschäden & Co wäre ich bei dem 1a Scheckheft nicht die Idee gekommen, das Sieb kontrollieren zu lassen. Und bei dem zugesetzten Sieb hätte ich lt. Herrn Bishoff keine Chance auf ein längeres Motorleben gehabt. Da die Kupplung eh gemacht wurde, war es auch sowieseo kein Aufwand, die Wanne abzubauen - Motorträger war eh raus.

Auch Euer Tipp mit der Umölung des Getriebes auf vollsynt.-Öl hat eine ganz neue Geschmeidigkeit beim Schalten gebracht.

Super Forum - Vielen Dank & ein schönes Wochenende!

JO

 Interessant ist einfach die Tatsache, daß zum Beispiel alle Longlife-Motorenöle KEINE vollsynthetischen Öle sind, sondern nur mit Additiven vollgepackte HC-Öle.

 

 

Tach Chris,

 

wie kommst Du auf diese Annahme, bzw. was genau ist nach Deiner Definition ein LL-Öl?

Es gibt genug vollsynthetische Öle mit LL-Freigaben, darum meine Frage!

 

 

@ giovanniberlin

 

Denke es ist dann eher das hier:

 

http://www.motul.de/i/prd/prod_auto/spe_ll_a_b_025.htm

 

 

Dein Motor ist nicht auf diese Norm angewiesen und ob dieses Öl tatsächlich ein zu 100% vollsynthetisches Öl ist - ich habe da so meine Zweifel.

 

 

Fakt ist aber, Dein Motor ist auf die GM LL-Freigaben nicht angewiesen und spezielle LL Fahrzeugöle sind meist teurer als Öle mit mehreren Herstellerfreigaben.

 

Das Problem bei Dir scheint zu sein, dass Du Dein Öl nicht selber wechselst und die Werkstatt eben nur dieses Öl hat. Da muß man halt nehmen was kommt, wenn man das Öl nicht selber mitbringt/mitbringen möchte.

 

 

 

 

 

Kater, kannst du ´n bishen besser diesen Satz erklären?

"Fakt ist auch, daß ein Öl mit der Viskosität 0W-xx nicht gut für den Kettentrieb ist. Darum gehen die Hersteller auch wieder auf die 5W oder auch 10W zurück."

Warum ist 0Wxx schlecht für Kettentrieb?

Grüsse

Zitat:

Original geschrieben von wvn

 Interessant ist einfach die Tatsache, daß zum Beispiel alle Longlife-Motorenöle KEINE vollsynthetischen Öle sind, sondern nur mit Additiven vollgepackte HC-Öle.

 

Tach Chris,

wie kommst Du auf diese Annahme, bzw. was genau ist nach Deiner Definition ein LL-Öl?

Es gibt genug vollsynthetische Öle mit LL-Freigaben, darum meine Frage!

 

@ giovanniberlin

Denke es ist dann eher das hier:

http://www.motul.de/i/prd/prod_auto/spe_ll_a_b_025.htm

 

Dein Motor ist nicht auf diese Norm angewiesen und ob dieses Öl tatsächlich ein zu 100% vollsynthetisches Öl ist - ich habe da so meine Zweifel.

 

@wvn

Nachdem ich mich mit den Vertretern von BP und Castrol sehr angeregt unterhalten hatte, räumten sie mir sofort ein, daß ihre Long-Life-Motorenöle KEINE vollsynthetischen Öle sind, aber mit hochwertigen Additiven bestückt sind und somit den vollsynthetischen Ölen ebenbürtig wären.

Allerdings meinten sie ebenfalls, daß bei der geringen Ölmenge und der erhöhten Temperatur ein vorzeitiger Wechsel zu empfehlen wäre.:D

Und damit sind wir genauso weit, wie vorher!!!

Denn die Saabmotoren können auch mit vollsynthetischen Ölen nicht die kompletten 20.000km-Intervalle vertragen...sondern ein Wechsel zwischen 10.000 und 15.000km nötig, damit der Motor wirklich sauber bleibt.

Es gibt natürlich auch vollsynthetische Long-Life-Öle, die sind aber viel zu teuer.:(

Die normalen VW und Audi-Motoren können auch mit HC-Ölen und LL-Zulassung ohne Probleme leben.:)

Und die Saab-9³-Sport-Modelle haben ebenfalls keine Probleme mit der Temperatur und haben reichlich Öl in der Ölwanne. Da brennt so schnell nix an.:D

@FelixBG

0-er Motorenöle sind wegen ihrer dünnflüssigeren Viskosität nicht besonders Kettenfreundlich.:(

Die Kettenglieder verschleissen schneller, die Ketten längen sich schneller...obwohl die Gleitschienen weniger verschleissen.;)

Mercedes hatte in den 90er-Jahren 0-er Motorenöl zugelassen, aber nach 2 oder 3 Jahren wieder zurück genommen, weil die Ketten plötzlich nicht mehr hielten und vorzeitig verschlissen waren.:eek:

Saab hatte zu keiner Zeit 0-er-Öl zugelassen!!!

Das wurde nur im 9-5 und im 9000er eingesetzt, weil die Turbolader und Motoren mit vollsynthetischem Öl länger hielten.:)

Aber die Ketten haben dadurch ein Nachsehen, verschleissen schneller.:(

Bestes Beispiel steht bei mir vor der Tür. 9000aero, mit 290.000km auf der Uhr, erster Lader, Motor noch nie geöffnet...aber die dritte Steuerkette drin.

Und der Motor läuft, wie eine Eins.;)

also ist das so vielzitierte Mobil 1 0W40 nicht geiegnet für Saab Motoren?

wie ist dann die ultimative Empfehlung?

Habe einen 2.0t Bj. 2002 FPT

gruss

 

L

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