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Norwegen will ab 2025 Benzin und Dieselautos verbieten!
Norwegen will als erstes Land der Welt Autos mit Verbrennungsmotoren verbieten.
Ab 2025 sollen nur noch Neuwagen mit Elektroantrieb oder Brennstoffzelle verkauft werden.
Radwege und öffentliche Verkehrsmittel sollen massiv ausgebaut werden.
In den Ausbau der Radwege will das Land fast eine Milliarde Euro investieren.
Verschläft Deutschland und die deutsche Automobilindustrie die Zukunft der Mobilität?
Beste Antwort im Thema
Elektroantrieb wird erst sinnvoll wenn der Strom dazu aus erneuerbarer Energie gewonnen wird. Alles andere ist Augenwischerei.
Viele Grüße
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260 Antworten
Zitat:
@NeuerBesitzer schrieb am 5. April 2016 um 17:11:18 Uhr:
Warum ? Nur weil so langsam die Mär vom ach so tollen sauberen Diesel zur Geschichte wird ? Nun, ganz offensichtlich schaffen es die Hersteller ja nicht den Diesel "sauber" zu kriegen; zumindest nicht zu von Käufern akzeptierten Kosten oder Aufwand.
Ich gebe Dir einen Tipp, in welche Richtung es geht:
Wer hat wesentliche Anreize zum Diesel-Boom gesetzt?
Der Staat schaffte hier wieder einmal Probleme, die es vorher ohne ihn nicht gegeben hätte.
Und wenn ich dann höre "die Politik muss", "der Staat muss" -
der muss gar nichts.
Angebot und Nachfrage, fertig aus. Wenn eine Sache gut ist, setzt sie sich auch von alleine durch.
Was geht es einen Staat an, mit welcher Energiequelle mein Auto fährt? (Ich habe selbst gar keinen Diesel)
Aber das werden 99,9998 % aller diskutierenden Deutschen nie verstehen, deshalb lasse ich das. Neun Jahre Schulpflicht lassen sich eben nicht mit ein paar Posts reparieren.
So, und damit habe ich schon wieder viel zu viel Aufmerksamkeit verschenkt.
cheerio
Zitat:
@där kapitän schrieb am 6. April 2016 um 10:43:35 Uhr:
Wer hat wesentliche Anreize zum Diesel-Boom gesetzt?
Die Hersteller und deren technische Entwicklung.
Bis Ende der 90er Jahre war der Diesel ein lahmer, kraftloser, rappeliger Antrieb.
Das hat sich zu dem Zeitpunkt mit der Hochdruckeinspritzung und dem flächendeckendem Einsatz von Turboladern geändert.
Befeuert wurde diese Entwicklung durch stetig steigende Kraftstoffpreise, die in den 90er Jahren inflationsbereinigt ihren Tiefpunkt hatten. Dazu zählt natürlich auch die Energiesteuer, welche für Benzin und Diesel gleichermaßen angehoben wurde, aber eben auch der Ölpreis.
Hi,
wenn der Diesel bei der Mineralölsteuer nicht um ~20 Cent bevorzugt würde wäre er aber wohl bei weitem nicht so erfolgreich gewesen. Sieht man ja in den anderen Ländern wo der Diesel bei weitem nicht die Marktanteile erreicht wenn der Diesel an der Tanke dasselbe kostet oder sogar teurer ist.
Gruß Tobias
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 6. April 2016 um 10:13:16 Uhr:
Das Problem ist, am Ende wird die Mobilität dadurch enorm teuer, so oder so. Das ist natürlich höchst unpopulär. Kommt es von außen und niemand kann es ändern ... ja dann ist das so. Wenn es aber von staatlicher Seite kommt, dann lässt sich das die Bevölkerung eben kaum gefallen.
Doch, die Bevölkerung lässt sich das selbstverständlich gefallen.
Schau dir als Beispiel jüngerer Zeit die explodierten Strompreise durch die staatlich verordnete Energiewende an.
Oder denke an die Schröder Ära zurück, als die Öko-Steuer auf Kraftstoffe eingeführt wurde.
Der deutsche Michel mault zwar hinter vorgehaltener Hand, aber er zahlt brav.
Ist ja für die Umwelt.
Genauso eben, wie sich die Bevölkerung JEDE Gesetzesänderung zu ihren Ungunsten seit bestehen der Bundesrepublick hat gefallen lassen.
Zumal der Bevölkerung in diesem Fall ja wenn es mal soweit ist eine bezahlbare Alternative angeboten wird.
Das die Mobilität nämlich per se „enorm teuer“ werden muss würde ich bezweifeln wollen.
„Enorm teuer“ wird aber sicherlich die verbrennungsmotorisch angetriebene Mobilität.
Je nach Anwendungszweck sind die Alternativen bereits heute preislich konkurrenzfähig.
In einem gebe ich dir aber absolut recht: So spottbillig wie heute wird Mobilität oder überhaupt Energie als solche nie wieder sein.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 6. April 2016 um 11:06:07 Uhr:
Die Hersteller und deren technische Entwicklung.
Bis Ende der 90er Jahre war der Diesel ein lahmer, kraftloser, rappeliger Antrieb.
Das hat sich zu dem Zeitpunkt mit der Hochdruckeinspritzung und dem flächendeckendem Einsatz von Turboladern geändert.
Hätte der Diesel durch massive staatliche Subvention nicht Begehrlichkeiten in der breiten Bevälkerung geweckt, so hätte sich vermutlich kein Hersteller dafür interessiert, den Antrieb der gewerbetreibenden und Taxiunternehmen durch massive Investitionen auf das vorhandene Niveau zu bringen.
Für wen auch?
Wegen ein paar hunderttausend Handwerkern und Taxifahrern hätten Daimler, BMW, VW und Co sicherlich kaum die große Entwicklungsmaschine angeworfen um über die Jahrzehnte zig Miliarden zu verballern.
Die Hersteller folgten einfach einem Bedarf, der durch staatliche Eingriffe erst entstanden ist.
Zitat:
@Matsches schrieb am 6. April 2016 um 11:24:45 Uhr:
Doch, die Bevölkerung lässt sich das selbstverständlich gefallen.
Schau dir als Beispiel jüngerer Zeit die explodierten Strompreise durch die staatlich verordnete Energiewende an.
Oder denke an die Schröder Ära zurück, als die Öko-Steuer auf Kraftstoffe eingeführt wurde.
Der deutsche Michel mault zwar hinter vorgehaltener Hand, aber er zahlt brav.
Ist ja für die Umwelt.
...
In einem gebe ich dir aber absolut recht: So spottbillig wie heute wird Mobilität oder überhaupt Energie als solche nie wieder sein.
Da gehe ich nicht wirklich mit.
Denn wir wissen nicht, was bei einer alternativen Handlung geschehen wäre.
Der Wähler war alles andere als begeistert von der grünen Politik Schröders. Den hat bei der Wiederwahl lediglich der Irakkrieg gerettet und seine klare Position dagegen, aber nicht diese Politik.
Und die aktuelle Regierung hat massiv bei der Energiewende zurückgerudert, nicht weil man sich gerne damit schmückt, sondern weil es rumorte aufgrund der Kosten.
Und den letzten Satz hättest du vor 2 Jahren sicher auch gesagt ;). Jede Wette.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 6. April 2016 um 11:21:17 Uhr:
wenn der Diesel bei der Mineralölsteuer nicht um ~20 Cent bevorzugt würde wäre er aber wohl bei weitem nicht so erfolgreich gewesen. Sieht man ja in den anderen Ländern wo der Diesel bei weitem nicht die Marktanteile erreicht wenn der Diesel an der Tanke dasselbe kostet oder sogar teurer ist.
Erstens korreliert der Dieselboom zeitlich nicht mit der Energiesteuerfestlegungen.
Zweitens ist der Diesel auch D nicht wirklich steuerlich begünstigt. Die meisten Dieselfahrzeuge zahlen praktisch plus/minus ein bisschen wohl gleich viel Steuern, wie ihre Benzinbrüder. Das liegt einfach an der steuerlichen "Subvention" (wie ich das Wort liebe in dem Zusammenhang) der Benziner bei der KFZ-Steuer.
Drittens gab es diesen Dieselboom z.B. in der Schweiz und in Österreich ganz genauso, ohne günstigere Dieselpreise.
Die 20 Cent sind meiner Meinung vollkommen überbewertet.
Zitat:
@där kapitän schrieb am 6. April 2016 um 10:43:35 Uhr:
Ich gebe Dir einen Tipp, in welche Richtung es geht:
Wer hat wesentliche Anreize zum Diesel-Boom gesetzt?
cheerio
Ich denke der "Dieselboom" wurde wesentlich von den Herstellern gesetzt. An Dieselmotoren verdienen die am meisten. Der Kaufpreis ist höher, vielfach wurden anfangs Diesel zudem überwiegend noch von Außendienstlern etc. gekauft und die Fahrzeuge waren dadurch dann meist höherklassig usw. Zum anderen haben Hersteller auch Probleme die CO2-Flottenverbräuche ohne Diesel in ihren Konzepten überhaupt umzusetzen. Also: Vieles Hausgemacht von den Herstellern. Jahrelanges Marketing dass uns Käufern zudem eingebleut hat wie "sauber" doch ein Diesel ist usw. Ich will den Diesel per se nicht schlecht reden; fahre selbst einen. Aber realistisch ist der Diesel wohl am Ende. Die meisten laufen vielfach als Flottenwagen; werden also eh abgestoßen bevor hier u.U. die Wartungskosten zuschlagen. Und wenn die Hersteller schon wegen "Bauteileschutz" im Prinzip das bei unter 10°C deaktivieren was den Diesel ja halbwegs sauber machen soll dann frag ich mich was mit den "Bauteilen" geschieht die mittlerweile mit Einspritzdrücken jenseits von gut und böse arbeiten, mit "downgesizten" und aufgeladenen Motoren und Abgasreinigungssystemene die ja offensichtlich nicht mal die Hersteller vernünftig zum Laufen kriegen bzw. die, wenn sie denn ihre Aufgabe ordnungsgemäß verrichten dürften, weitaus mehr Wartung, Defekten und damit letztendlich Kosten für den Besitzer bedeuten dürften sodass dieser sich selbst wahrscheinlich vom Diesel verabschieden dürfte
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 6. April 2016 um 11:44:34 Uhr:
Da gehe ich nicht wirklich mit.
Denn wir wissen nicht, was bei einer alternativen Handlung geschehen wäre.
Der Wähler war alles andere als begeistert von der grünen Politik Schröders. Den hat bei der Wiederwahl lediglich der Irakkrieg gerettet und seine klare Position dagegen, aber nicht diese Politik.
Ok, wenn Du mit das „lässt sich die Bevölkerung eben kaum gefallen“ meinst, dass ein paar davon die entsprechende Regierung, oder Teile davon beim nächsten Mal halt aus Protest nicht mehr wählen, dann magst du recht haben.
Kommt eben wer anders dran, aber es ändert sich nichts.
Hat die Nachfolgeregierung Schröders denn die Öko – Steuer zurück genommen?
Wird die Nachfolgeregierung Merkels die Verteuerung durch die Energiewende zurück nehmen?
2 x Nö.
In sofern kannst Du dein Kreuzchen machen wo Du willst, kannst über hohe Energiepreise maulen und dich den ganzen Tag in Internetforen oder sonstwo über die Kosten deiner Mobilität aufregen.
Nützt dir alles nichts, zahlen musst (und wirst) Du sowieso das, was sich die oberen Herren und Damen ausdenken..
Und so ziemlich das letzte worauf der gemeine deutsche aus Kostengründen verzichten wird ist seine Mobiliät.
Wenns dann noch dabei hilft, ein etwas besserer Mensch durch den Schutz der Umwelt zu werden, na da zahlt man doch gerne etwas mehr.
Zitat:
@Matsches schrieb am 6. April 2016 um 13:26:42 Uhr:
Wird die Nachfolgeregierung Merkels die Verteuerung durch die Energiewende zurück nehmen?
Erstens gibt es an vielen Stellen ein zurück auf Ursprung oft gar nicht, zweitens ist auch "die Bevölkerung" ja nicht homogen für oder gegen etwas, es gibt nur Strömungen.
Und da ist die Energiewende ein schönes Beispiel, dass die aktuelle Regierung eben nicht einfach so weiter gemacht hat, sondern auf die Bremse getreten hat, weil die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind und sich das der Wähler sicher nicht hätte auf Dauer weiter bieten lassen.
Dieses, die oberen Herren und Damen können machen und lassen was sie wollen, stimmt so nicht. Die sind schon getrieben davon, was der Pöbel meint. Wo ich mitgehe ist, dass das oft von den Medien gesteuert ist.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 6. April 2016 um 11:21:17 Uhr:
wenn der Diesel bei der Mineralölsteuer nicht um ~20 Cent bevorzugt würde wäre er aber wohl bei weitem nicht so erfolgreich gewesen. Sieht man ja in den anderen Ländern wo der Diesel bei weitem nicht die Marktanteile erreicht wenn der Diesel an der Tanke dasselbe kostet oder sogar teurer ist.
Dann schau mal Richtung Schweiz, dort zeichnet sich genau das Gegenteil ab. Diesel ist teurer als Benzin und trotzdem steigt der Dieselanteil seit Jahren kräftig an.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 6. April 2016 um 13:35:25 Uhr:
Und da ist die Energiewende ein schönes Beispiel, dass die aktuelle Regierung eben nicht einfach so weiter gemacht hat, sondern auf die Bremse getreten hat, weil die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind und sich das der Wähler sicher nicht hätte auf Dauer weiter bieten lassen.
Nochmal die Frage: Was hätte "der Wähler" denn dagegen gemacht?
Du sprichst permanent davon, dass die Bürger irgendetwas angeblich nicht mit sich machen lassen.
Nenne doch mal ein Beispiel aus der Vergangenheit, bei dem sich deutsche Bürger gegen staatlich verordnete Teuerungen gewehrt hätten.
Keine Hypothese, nur ein einziges reales Beispiel.
Regierungen abgewählt hat er getan.
Aber direkte Zusammenhänge sind in einer parlamentarischen Demokratie praktisch nie 1:1 herstellbar.
Ja, er hat manchmal anders gewählt, manchmal auch nicht. Aber an der Stelle waren wir ja bereits.
1999 hat die Schröder Regierung die umstrittene und Energie massiv verteuernde Ökosteuer eingeführt
2002 wurde er erneut zum Bundeskanzler gewählt
2011 hat die Merkel Regierung die Energiewende und den Atomausstieg mit in der Folge explodierenden Stromkosten bewirkt
2013 wurde sie erneut zur Kanzlerin gewählt
Du kannst dich herumwinden wie Du willst, du bist einfach auf dem Irrweg mit der Annahme, der Bürger (zumindest der deutsche) würde sich staatlich verordnete Mehrausgaben nicht gefallen lassen.
Er motzt und er zahlt.
Hat er immer, wird er immer.
Sogar dann wenn dir das nicht passt. Juckt nicht.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 6. April 2016 um 11:44:34 Uhr:
Doch, die Bevölkerung lässt sich das selbstverständlich gefallen.
Schau dir als Beispiel jüngerer Zeit die explodierten Strompreise durch die staatlich verordnete Energiewende an.
Einspruch ! Hat "der Staat" die Energiewende wirklich so verordnet ?! Vielleicht eingeleitet was ja auch durchaus sinnvoll ist. Aber dann ? Dann kam Fukushima und die Bürger haben sich in die Hose gepisst.
Und dann ? Nun, Überall im Binnenland Bürgerinitiativen gegen Windkraft; also ? Baut man diese Offshore. Sicherlich stabiler aber eben auch teurer. Auf der See braucht aber keiner Strom; also braucht man Trassen. Und nun ? Überall Bürgerinitiativen gegen Trassen (neben denen gegen Windkraft, gegen Kohlestrom und gegen Kernkraft). Also: Buddelt man diese eben unter die Erde weil ein bayrischer Wicht dass so will. Abgesehen dass dies ein weitaus größerer Eingriff in die Natur ist als Strommasten kostet dies eben initial schätzungsweise 10 Milliarden mehr und über den zeitraum auchweil der Unterhalt bedeutend teurer ist. Das zahlt natürich der Stromverbraucher ! WIR haben es ganz genauso gewollt ! Nicht eine von uns gewählte Regierung. Achso, dieser dämliche Bayerntöpel will natürlich am liebsten seine Kernkraft, den Müll davon will er aber auch nicht, auch das Ergebnis wwrden selbstverständlich wir zahlen weil wir es genau so wollen.