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Niedrigzinspolitik der EZB - Motorradfinanzierung

Themenstarteram 5. Juni 2014 um 13:27

Da aktuell wieder über eine Senkung des Leitzinses durch die EZB diskutiert wird und sich dies bei Auto´s bei einigen Aktionen ab und an auch bemerkbar macht, aber vor allem doch bei Immobilienzinsen, stellt sich mir die Frage warum dies nicht bei Motorrädern passiert?

Sind die Margen zu klein?

Oder, da es sich um ein "Hobby" handelt kann man mit den Motorradfahrern noch einseitig gute Geschäfte machen.

Ich bin nicht wirklich drin und habe mir mein Möp im letzten Jahr bar gekauft, ab und an schaut man halt mal über die Herstellerseiten und stößt auch auf die Finanzierungsmöglichkeiten.

Hat jemand eine Erklärung - nur Interesse halber.

Grüße

Beste Antwort im Thema

Nicht vergessen, wenn moppedsammler eine Meinung äußert, wie X 5 oder GLK benötigt als "Schwanzverlängerer", dann ist das keine Meinung, sondern eine (für ihn) feststehende Tatsache. Jeder der das als seine Meinung liest, kann halt nicht lesen. Und das von jemanden, der 4 Autos und 6 Motorräder hat? Da würde ich das Thema gar nicht erst anschneiden, geht zu leicht nach hinten los.

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Das stimmt so einfach nicht. Sparen ist Konsumverzicht. Ob ich jetzt auf den Konsum verzichte und eine Summe über Monate und Jahre anspare, oder mir den Betrag von der Bank vorstrecken lasse, ist fast das Gleiche. Es unterscheidet sich eben nur durch die Konditionen, zu denen ich den Kredit bekomme.

Letztendlich geht es darum, wieviel ich monatlich auf die Seite legen kann - egal, ob für einen Kredit oder eine Sparrate.

Dasfunktioniert aber halt nur unter konstanten Bedingungen, das mit der Kreditrate. Sparraten sind variabel wie das Leben... ;)

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2

Das stimmt so einfach nicht. Sparen ist Konsumverzicht. Ob ich jetzt auf den Konsum verzichte und eine Summe über Monate und Jahre anspare, oder mir den Betrag von der Bank vorstrecken lasse, ist fast das Gleiche. Es unterscheidet sich eben nur durch die Konditionen, zu denen ich den Kredit bekomme.

Letztendlich geht es darum, wieviel ich monatlich auf die Seite legen kann - egal, ob für einen Kredit oder eine Sparrate.

Dem kann ich leider nicht so zustimmen. Wenn ich spare oder einen Kredit tilge ist nicht das gleiche. Wenn ich spare für eine Sache mache ich das freiwillig und bin eigendlich immer Flüssig. Sollte irgend etwas unvorgesehenes dazwischen kommen, egal was, macht mir das dann kein Kopfzerbrechen. Ich bin auf jeden Fall liquide. Wenn ich aber einen Kredit aufnehme kann ich u.U. Probleme bekommen. Die Summe und die Zinsen muß ich auf jeden Fall zurückzahlen. Und ausser auf Haus und Grundstück oder auf eine Eigentumswohnung, würde ich keinen Kredit aufnehmen. Die einzige Ausnahme wäre, ich bräuchte ein KFZ um überhaut zur Arbeit zu kommen, und ich könnte es ohne nicht kaufen. Aber ein Möpp, ist doch meistens ein Hobby. Gut ich fahre mit meinem immer wenn es geht zur Arbeit und das ist der größte Teil des Jahres, aber auf Pump hätte ich es nicht gekauft. Ich bin an die reichlich vorhandenen Reserven gegangen, zumal es ja eh keine Zinsen mehr darauf gibt. Aber das habe habe ich von den Schwaben gelernt:

Spare in der Zeit, dann hast du Reserven in der Not. Vielleicht sollte sich daran auch einmal die Politik ein Beispiel nehmen !!!

Nur meine bescheide Meinung. Ich mache das auf jeden Fall so, und bleibe auch dabei.

Zitat:

Original geschrieben von Lewellyn

Dasfunktioniert aber halt nur unter konstanten Bedingungen, das mit der Kreditrate. Sparraten sind variabel wie das Leben... ;)

Es ist eine Frage des Niveaus. Wenn ich jeden Monat 1000 Euro nicht zum Leben brauche und zur Seite legen kann, ... man sollte nie den maximalen Betrag in die Kreditrate stecken.

Ebend. selbst wenn es keine 1000€ sind, die Raten sollten einen NIE in die knie zwingen können. und dann ist eine finanzieren, zu entsprechenden Konditionen sinnvoller als "sparen". Weil "sparen" heutzutage bei 0% draufzahlen heisst.

beim Thema Finanzierung sehe ich das ähnlich wie Mopedsammler.

Ich habe mir eine eigene Regel aufgestellt: Kredit (von Handy bis KFZ) nicht mehr wie 10 % Monatsrate vom Netto Monatslohn.

Beispiel: 2000 € Netto = maximal 200 € für Kredite

Aber mit einer maximalen laufzeit von 24 Monaten.

Gut kann man streiten. Lieber kaufen statt finanzieren. Auch muss man so sehen. Wenn ich jetzt 200 € für Raten abdrücke... Verdiene ich doch unterm Strich tatsächlich 1.800 Netto?! Also Lohnkürzung..

 

Daher bin ich gegen Konsumkredite. Auch kaufe ich mir keine "teuren" Autos, welche ich finanzieren müsste. Klar ist neuer... aber wie lang hällt hier die Freude an bis man sich daran gewöhnt hat? Da kauf ich lieber eins gleich cash und fahr nach zwei Wochen genauso "freudig gewöhnt" herum wie im neueren.

Bei Immobilien sehe ich das aber anders. Hier hat ja einer gesagt das nutzt man täglich und wird im Grunde nicht wirklich "verbraucht".

Ich bin gerade selber dabei ein geeignetes Modell für mich zu finden was sicher ist und die Raten stabil halten. Also nicht die Bank nach 10 Jahren dann die Zinzen steigen lässt oder so. Ich kenne mich aber da zu wenig aus. Wer ein Tipp hat wie man richtig eine Immobilie finanziert der möge mir die Tipps/links etc bitte geben :-)

Hier kannst natürlich die Rate so hoch ansetzen wie z.b. Kaltmiete ?

am 5. Juni 2014 um 18:04

Würde einen Kredit auch nur für eine Immobilie aufnehmen. Fahrzeuge werden direkt bezahlt, Konsumgüter sowieso. Und sie dürfen nur einen Bruchteil des eigenen Kapitals kosten, ich hau doch nicht meine ganze Kohle für ein KFZ weg.

Themenstarteram 5. Juni 2014 um 18:13

Ich wollte keine grundsätzliche Diskusion losbrechen.

Mich hätte nur mal interessiert warum speziell bei Motorrädern die Zinsen so hoch sind.

Jemand schrieb, dass die Händler nur vermitteln und somit sollte der Händler doch keinen Verlust machen.

Bei Autos wird doch schon dementsprechend geworben. (mit den niedrigen Zinsen)

 

Die Verdienstspanne beim Bike ist prozentual (will mir jedenfalls der BMW-Händler weismachen) geringer. Wenn ein Hersteller mit Niedrigzinsen wirbt, will er "attraktive" Modelle loswerden, seine Bänder besser auslasten und beteiligt auch den Händler an der Superfinanzierung. Im Gegenzug kann es dann bei den Rabatten oder der Inzahlungnahme schwieriger werden. Gerade bei dem heutigen Zinsniveau ist es ein Rechenexempel, Kredit von der Bank und anständiger Rabatt oder von der Werksbank und das Fahrzeug teurer einkaufen.

Bei Bikes gibt es oft andere Aktionen (Führerscheinzuschuss, Kleidung, Vorvorjahresmodelle mit Rabatt).

Gruß

Peter

Zitat:

Original geschrieben von helihubi

Ich wollte keine grundsätzliche Diskusion losbrechen.

Mich hätte nur mal interessiert warum speziell bei Motorrädern die Zinsen so hoch sind.

Jemand schrieb, dass die Händler nur vermitteln und somit sollte der Händler doch keinen Verlust machen.

Bei Autos wird doch schon dementsprechend geworben. (mit den niedrigen Zinsen)

Viele PKW-Marken haben aber eigene Banken - ist im Motorradbereich deutlich weniger ausgeprägt.

Zitat:

Original geschrieben von helihubi

Mich hätte nur mal interessiert warum speziell bei Motorrädern die Zinsen so hoch sind.

Vielleicht u.a. wegen solcher Fälle?

http://www.motor-talk.de/.../...s-dem-netz-ins-forum-t4659802.html?...

Ich meine den Film:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=BZKbYH1W0HE

Das ist bestimmt eine Ausnahme, aber nicht die totale Ausnahme.

Als ich meine Dicke gekauft habe (2005), gab es 2,5% Guthabenzinsen aufs Sparbuch und Yamaha hat für 0,9% über die Santander Bank finanziert. Da wäre ich ja blöd gewesen, wenn ich das Geld vom Sparbuch genommen hätte.

Inzwischen ist das anders.

am 6. Juni 2014 um 9:54

Das ist das leidige Thema mit der Gönnereinstellung in den Industrieländer. Kaum jemand versteht hier noch den Unterschied zwischen "sich etwas leisten" und "sich etwas leisten können".

Wenn ich die 15.000 für n neues Motorrad nicht über habe, dann kauf ich mir kein neues Motorrad. Punkt.

Beim Eigenheim kann und muß man die Zinsen von Anfang an einrechnen. Die Überlegunng lautet dann halt nicht 'Kann ich mir den Hauskauf für 200.000 € erlauben?', sondern 'Kann ich mir die 300.000 € bis 350.000 € für den 200.000 € Kredit erlauben?'. Wenn man berücksichtigt, daß man die 200.000 € parallel zur (Kalt-) Miete ansparen müßte, die in der Zeit sagen wir mal 200.000 € bis 250.000 € ausmachen dürfte, lebt man im finanzierten Eigenheim billiger. Auch hier gilt: Der Teufel schei..., äh macht auf den größten Haufen. Die Inflation - auch eine geringe - macht es noch schlimmer. Effektiv spart man durch den Kredit sehr viel Geld. Klingt paradox, ist aber so.

Auch beim Auto kann ein Kredit lohnen. Man muß stets berücksichtigen, was einen ein Fahrzeug einschließlich Wartung und - ganz wichtig! - Wertverlust kostet. Für den durchschnittlichen Autofahrer sind nicht zu alte Autos die billigste Lösung. Ein Neuwagen rechnet sich nur selten. Wenn ich einen schon klapprigen Wagen mit 10 Jahren auf dem Buckel habe, nicht selber warten oder reparieren kann, dann kann der Kreditkauf eines z. B. drei bis fünf Jahre alten Gebrauchtwagens lohnen, den man dann fährt, bis der die zehn Jahre hat. Das rechnet sich, wenn die Kreditkosten unterhalb der Summe aus zusätzlichem Wartungsbedarf des alten Autos und des zusätzlichen Wertverlustes des neuen Autos liegen.

Es gibt also genug Szenarien, wo sich eben auch ein Kredit lohnt. Es ist längst nicht immer wirtschaftlich, erst zu sparen. Es kommt halt darauf an, auch mit Kredit im Rahmen seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu bleiben. Das ist nur eine Grenze, die zu viele Leute gerne vergessen...

 

Gruß Michael

Eine Hypothek für ein Haus unterscheidet sich grundlegend von einem Kredit für ein Auto oder gar eine Reise.

Alleine die Sicherung der Bank durch einen Grundbucheintrag an erster Stelle entrechtet den Hauskäufer praktisch völlig. In dem Moment, wo die Rate nicht bezahlt wird, geht die Enteignung los. Bei den Konsumentenkrediten lassen die Banken eher mit sich reden.

Und die wenigsten Hauseigentümer haben die Kohle, den Betrag gleich auf den Tisch zu legen. Da gibt es nur wenige, die zur Hausfinanzierung keine Bank brauchen.

Wesentlichster Punkt wird in allen Fällen die monatliche Belastung sein ... und ob man diese bis zur endgültigen Tilgung der Hypothek / des Kredites durchhält. Wer ein schwankendes Einkommen hat, oder innerhalb der Laufzeit auf Rente geht, der muss die Raten anpassen können oder mit der Tilgung fertig sein.

Schlimm sind Auto- oder Motorradkredite dann, wenn man die Karre zu Schrott fährt, keine Vollkasko hat und dann für etwas abzahlen muss, dessen Nutzen man nicht mehr hat. Das ist bitter. Deshalb bei der Versicherung nicht am falschen Ende sparen. ... und da wird es dann für Motorräder wieder richtig teuer. Da lohnt sich Vollkasko rechnerisch kaum, weil das Risiko des Verlustes für die Versicherung einfach zu hoch ist.

Die Sparzinsen auf üblichen Sparkonten oder auch Festgeldkonten waren doch eh immer für die Katz. Selbst als es auf Festgeld in den 90ern noch 8% gab, ist man doch von den Zinsen nicht reich geworden. Das Sparguthaben erhöht sich wesentlich nur durch Eigenleistung – also Konsumverzicht – also durch eine monatliche Sparrate. Dass da am Jahresende als Zinsen was obendrauf kommt, ist zwar nett, macht aber nicht den fetten Anteil an der Sparsumme aus.

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