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nie wieder fiat, wenn...

Themenstarteram 4. Mai 2006 um 15:23

... die geschichte wahr ist, dass berlusconi fiat-aktien kauft.

nach diesem artikel (auf italienisch) gibt es gerüchte, dass silvio berlusconi fiat-aktien kauft, um die "italianità" von fiat zu verteidigen.

ich glaube eher, dass ihm der zunehmende erfolg von fiat den grund für die aktienkäufe liefert. laut anderen quellen hat er über strohmänner 10% erworben... vielleicht gibt es ja dann wirklich bald eine "ferrarella" (berlusconi hatte mal vorgeschlagen, den stilo so zu nennen, um den absatz anzukurbeln).

na für mich wäre eine verquickung von berlusconi und fiat ein echter nicht-kaufgrund.

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15 Antworten

Tja, der zieht nur mit Schröder gleich. Der hat ja auch einige VW-Aktien gebunkert.

Hi,

ich vermute, Deine Meinung vom Zwerg mit dem wortwörtlichen Facelift entspricht in etwa meiner, Pittiplatsch.

Allerdings sehe ich bei einer Beteiligung von 10 Prozent noch kein Problem. Jeder kann Anteile an einem börsennotierten Unternehmen aufkaufen. Gefährlich wird es theoretisch ab einer qualifizierten Minderheitsbeteiligung von 24,9 Prozent, weil dann Einflüsse auf die Unternehmenslenkung genommen werden können - und sei es nur durch Veto-Rechte.

Ich kann mir schlecht vorstellen, daß die Agnellis es zulassen würden, daß Berlusconi so viel Einfluß auf das Unternehmen gewinnt. Das könnte nämlich in der Tat zu einem Fiat-Boykott in und außerhalb Italiens führen - und damit wäre dem Unternehmen kaum gedient.

Mein Italienisch ist viel zu schlecht, um den Artikel zu verstehen. Aber die "italianità" von Fiat ist doch gar nicht mehr gefährdet, seit GM auf seine Option verzichtet hat und es mit den Absatz- und Gewinnzahlen im Autogeschäft wieder nach oben geht. Wobei der Konzern inzwischen den größten Gewinn sowieso mit seinen anderen Sparten erzielt.

Vielleicht kannst Du oder jemand noch einige weitere Details aus dem Artikel übersetzen - falls da noch mehr drinsteht.

Themenstarteram 4. Mai 2006 um 18:29

der artikel berichtet ansonsten über die genesung von fiat und wie das geschafft wurde. des weiteren noch über mögliche allianzen zum beispiel in asien (tata).

über berlusconi steht nichts weiter drin. wollen wir hoffen, dass es bei 10% bleibt, marchionne hat ja selbst die dementiert... und berlusconi wäre ja nicht der erste zwielichtige fiat-aktionär, es gab da auch mal ein aktienpaket, dass ghaddafi übernommen hatte.

wenn berlusconi sich allerdings nicht mit 10% zufrieden gibt und (über weitere strohmänner) seinen anteil ausbauen sollte, wird es wirklich problematisch.

Kann mir mal bitte einer näher erklären, was sich dadurch an den autos ändert ?? Oder wieso man sich dann von FIAT abwenden sollte?

Greetz $teppi

Themenstarteram 4. Mai 2006 um 18:52

Zitat:

Original geschrieben von $t€ppi

Kann mir mal bitte einer näher erklären, was sich dadurch an den autos ändert ?? Oder wieso man sich dann von FIAT abwenden sollte?

Greetz $teppi

an den autos ändert sich nichts, ich würde die wagen einfach aus politischen gründen nicht kaufen.

Achso, na dann... verständlich, aber ich denke es gibt schlimmeres!

Wenn ich ein Auto kaufe, interessiert mich ansich wirklich nicht, was dahinter steht! Solange die meine ansprüche an das auto erfüllt sind, kann ich über alles weitere hinweg sehen! Anders sehe es aus, wenn man vlt. die marke aus leidenschaft und überzeugung fährt und sich mit den image der Firma identifiziert, dann ist es mehr als nachvollziehbar mit einen Boykott zu reagieren!

Aber es gibt soviele marken, wo einen die aktionäre, manager und firmenspitzen absolute nicht in den kraken passen und trotzdem überzeugen vlt. die autos genug oder ähnliches!

Also ich denke, es ist einfach ne Sache der einstellung! "Klar für die die nicht nur FIAT fahren, sonder FIAT leben bestimmt ne herbe enttäuschung, wenn dass so kommt bzw. er weiter ins unternehmen eingreift" !

Greetz $teppi

Hi,

$t€ppi, ich glaube nicht, daß es in dieser Frage darum geht, ob jemand eine Marke mit Leidenschaft fährt oder nicht. Es geht vielmehr darum, ob Konsumenten bereit sind, bestimmte Vorgehensweisen von Managern und Politikern zu tolerieren oder nicht.

Während der Zeit der Apartheid-Politik in Südafrika kam für viele ein BMW und Mercedes nicht in Frage, weil die Konzerne nach Überzeugung dieser Verbraucher das rassistische Regime dort mit ihren Produktionsstätten im Land unterstützten. Andere kauften vielleicht gerade einen Wagen mit Niere oder Stern, weil sie der Meinung waren, daß diese Unternehmen dort auch Arbeitsplätze für Angehörige der unterdrückten schwarzen Mehrheit schafften. Zumindest hatte mir gegenüber ein Mercedes-Liebhaber damals so argumentiert.

Entscheidend ist: Konsumenten haben eine gewaltige Macht und können mit dem Boykott eines Konzerns dessen Entscheidungen erheblich beeinflußen. Darauf beruht beispielsweise die Strategie von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Wobei natürlich jeder von uns selbst entscheiden muß, ob ein Boykott-Aufruf sinnvoll ist oder nicht. Im Falle des Boykotts gegen eine Ölgesellschaft wegen der geplanten Abwrackung einer Bohrplattform auf hoher See gab es vor einigen Jahren eine ziemliche Kontroverse. Einige Wissenschaftler unterstützten das Vorhaben damals mit dem Hinweis, die Ölreste auf dem Ozeangrund würden keinen Schaden anrichten, weil dort sowieso Öl aus dem Boden austrete und ein Mikrobiotop aus Bakterien entstanden sei, daß genau davon lebe - ich hoffe, ich gebe das in etwa korrekt wieder. Wenn es jemand noch besser in Erinnerung hat, korrigiert mich bitte.

Ich bemühe mich zum Beispiel, japanische Produkte - so es noch irgendmöglich ist, angesichts ihrer weiten Verbreitung - zu boykottieren, so lange Japan am Walfang festhält. Aus diesem Grund verbringe ich auch keinen Urlaub in Norwegen. Und ja, wenn Berlusconi den Fiat-Konzern übernehmen oder zumindest durch eine Minderheitsbeteiligung starken Einfluß gewänne, würde ich vermutlich keinen Wagen dieses Konzerns mehr kaufen - auch wenn mir die Produkte sehr gut gefallen.

als würdet ihr nicht schon jetzt reiche, arrogante, rechte säcke unterstützen! überlegt auch mal was ihr konsumiert und kauft. da gibt es schlimmeres als nen berlusoni. oder habt ihr alle linux? nie wa von nestle gekauft? nie was von einem profit-mega-konzern mit billiglöhnen gekauft??

 

also, stellt euch nicht so an.

Zitat:

Original geschrieben von stilo115

Entscheidend ist: Konsumenten haben eine gewaltige Macht und können mit dem Boykott eines Konzerns dessen Entscheidungen erheblich beeinflußen.

Naja - schön wär's!

Die meisten Hersteller sind "global Player", sie kümmern sich um die Meinung des lokalen Konsumenten einen Dreck.

So baut z.B. VW HEUTE massiv Arbeitsplätze in D ab - ohne zu merken, dass es dadurch MORGEN keine Abnehmer mehr für ihre Produkte gibt. Der schnelle Gewinn einzelner hochdotierter Manager scheint die einzig verbliebene Triebfeder zu sein.

Ohja Prima!

Kaum läuft es bei Fiat wieder,werden gleich wieder Gerüchte verbreitet.*SUPERB*

Und wenn schon,dass Master Schröder(oben angesprochen) ja auch einen dubiosen Gasdeal laufen hat ist auch egal...(der breiten Masse jedenfalls)

Politischer Boykott-tztztz

Ich denke jede Firma ist irgendwo involviert in etwas,das man so nicht möchte-soll man demnach alles boykotieren?

Gerade erst am ersten Mai sind die Anarchisten durch die Stadt gezogen: "Gegen den Kapitalismus"

-Aber was dann?

Zitat:

Original geschrieben von Kandy

Naja - schön wär's!

Die meisten Hersteller sind "global Player", sie kümmern sich um die Meinung des lokalen Konsumenten einen Dreck.

So baut z.B. VW HEUTE massiv Arbeitsplätze in D ab - ohne zu merken, dass es dadurch MORGEN keine Abnehmer mehr für ihre Produkte gibt. Der schnelle Gewinn einzelner hochdotierter Manager scheint die einzig verbliebene Triebfeder zu sein.

Wer sagt denn, dass Arbeitnehmer nicht auch "global player" sind? Alle sind am stöhnen, dass mit der EU die Grenzen auf gegangen sind und die Polen kommen, um uns die Arbeitsplätze zu klauen.... Na und? Dann wander doch nach Frankreich, England, Holland oder Italien aus. Eben dahin, wo Personal mit deinen Kenntnissen gesucht wird. Das Recht hast du als EU-Bürger. Und das ach so hoch gelobte deutsche Sozialsystem ist eh nur noch ein Schatten seiner selbst. Arbeitnehmer werden geschröpft, wo es nur geht, um die Staatskasse (spez. die Politiker-Diäten) irgendwie aufzubessern...

so. ich hab heute morgen einen kleinen beitrag dazu geleistet, dass silvio zumindest nie die 100 % erreichen wird denn ich hab fiat aktien gekauft! ehrlich. also silvio wenn du mal den laden ganz übernehmen möchtest dan meld dich per pn!

 

dein toni

Zitat:

Original geschrieben von stilo115

Hi,

Allerdings sehe ich bei einer Beteiligung von 10 Prozent noch kein Problem. Jeder kann Anteile an einem börsennotierten Unternehmen aufkaufen. Gefährlich wird es theoretisch ab einer qualifizierten Minderheitsbeteiligung von 24,9 Prozent, weil dann Einflüsse auf die Unternehmenslenkung genommen werden können - und sei es nur durch Veto-Rechte.

Du meinst wohl 25,01% :)

Zitat:

Original geschrieben von Freak2012

Du meinst wohl 25,01% :)

Nopp. 24,9 Prozent ist richtig. Aber dieser Größe hält eine Anleger eine qualifizierte Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen, die ihm in bestimmten Fragen ein Vetorecht einräumt.

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