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Neuestes bei der Elektromobilität

Tesla
Themenstarteram 8. Dezember 2013 um 17:44

Es wird heftig

http://www.welt.de/.../...Hochleistungsmaschine-schlaegt-sie-alle.html

 

Wer zu spät...

http://www.power-vehicles.com/2013/12/08/historischer-umbruch/

MfG RKM

Beste Antwort im Thema
am 27. Februar 2015 um 16:34

Zitat:

@NTBooker schrieb am 27. Februar 2015 um 17:15:22 Uhr:

Lithium ist nicht mehr Stand der Dinge. Es wird in Zukunft andere Technologien ohne geben. Nur eines der vielen Beispiele, die man dazu im Netz findet : Ryden Dual Carbon Battery.

Und das Aktivmaterial dieser Wunderbatterie war noch gleich?

NTBooker, in jedem thread das gleiche traurige Spiel...:cool:

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Würdest du ein Unternehmen/Geschäftsmodell mit eigenem Startkapital aufziehen mit der Gewissheit, erst in ca. 10 Jahren überhaupt einen Gewinn erzielen zu können (nicht "zu erzielen", sondern "erzielen zu können"!)?

Nein, bei Tesla ist nun (endlich) die Einsicht eingekehrt, dass die bisherigen hochfliegenden Ziele nicht mehr als "Millionärsflausen" waren und mit dem realen Marktgeschehen nichts zu tun hatten (haben).

Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen über Informationspflichten börsennotoierter/-gehandelter Unternehmen ist Tesla in der Pflicht, aktuelle und potentielle Anleger in bestimmten (geregelten) Maße über Risiken der Unternehmung zu informieren, Tesla macht das (nun) über diese "Instrumente",um eben für die laienhaft interessierte und i.d.R. "sachlich unwissende" Öffentlichkeit auch das "Gesicht" (Image..."innovatives Umwelt-Start up etc.) weiter wahren zu können.

Viele Grüße,vectoura

Zitat:

@vectoura schrieb am 16. Februar 2015 um 11:40:10 Uhr:

Mal (wieder) zur Information: Wenn jemand mit unternehmerischer Tätigkeit "geplant" Verluste erwirtschaftet, dann ist (wäre) das auch in den USA ein Straftatbestand.

Also bitte nicht immer solche Sachen raushauen, auch wenn "geplant" in "Anführungzeichen" gesetzt wurde.

Richtig wäre zu sagen, dass Tesla plant, ab 2012 endlich Gewinne zu realisieren, weil vorher aufgrund des Geschäftsmodells und des Marktumfeldes keine Gewinne erzielt werden können.

Viele Grüße,vectoura

Das ist doch nur anders ausgesprochen, das gleiche. Wollen da jetzt wirklich drauf rum reiten?

Tesla wird bis ca. 2020 durch geplante Investitionen, Expansionen und Bau der Gigafabrik keine Gewinne erzielen. Punkt.

Das eigentliche Produkt, macht aber Gewinn und ist deshalb auch kein Problem.

Zitat:

@hudemcv schrieb am 16. Februar 2015 um 11:42:49 Uhr:

Vielleicht sollte man statt "geplant" eher "wissentlich" schreiben. Denn letztlich geht es fast jedem Unternehmen so, wenn massiv investiert wird.

Genau das meine ich ja.

Zitat:

@vectoura schrieb am 16. Februar 2015 um 11:55:34 Uhr:

Würdest du ein Unternehmen/Geschäftsmodell mit eigenem Startkapital aufziehen mit der Gewissheit, erst in ca. 10 Jahren überhaupt einen Gewinn erzielen zu können (nicht "zu erzielen", sondern "erzielen zu können"!)?

Wenn mir klar ist, das die Gewinne danach nur so sprudeln, klar.

Denn wenn die Gigafabrik erst mal auf 100% läuft und nicht nur Akkus für Autos, sondern auch für die PV-Strom-Speicherung zu Hause, dann gehts ab.

Zitat:

Nein, bei Tesla ist nun (endlich) die Einsicht eingekehrt, dass die bisherigen hochfliegenden Ziele nicht mehr als "Millionärsflausen" waren und mit dem realen Marktgeschehen nichts zu tun hatten (haben).

Jetzt machst du dir aber die Welt, wie sie dir gefällt.

Tesla hat nichts eingesehen, sondern gehen ihren Weg wie geplant weiter. Ohne auf Störfeuer rechts oder links zu achten.

Zitat:

Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen über Informationspflichten börsennotoierter/-gehandelter Unternehmen ist Tesla in der Pflicht, aktuelle und potentielle Anleger in bestimmten (geregelten) Maße über Risiken der Unternehmung zu informieren, Tesla macht das (nun) über diese "Instrumente",um eben für die laienhaft interessierte und i.d.R. "sachlich unwissende" Öffentlichkeit auch das "Gesicht" (Image..."innovatives Umwelt-Start up etc.) weiter wahren zu können.

Viele Grüße,vectoura

Ich wiederhole mich mal:

Jetzt machst du dir aber die Welt, wie sie dir gefällt.

Zitat:

@Ringkolbenmaschine schrieb am 16. Februar 2015 um 11:41:45 Uhr:

Na, was stimmt bei der nächsten Annonce nicht??

Das Alter der Batterie, der Preis, die Laufleistung oder die Fahrgestellnummer??:D;)

http://www.elektroauto-forum.de/Kleinanzeigen/index.php?id=267

MfG RKM

Anders gefragt: "Wer vermisst seinen Berlingo Electrique"

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 16. Februar 2015 um 12:22:21 Uhr:

Zitat:

@vectoura schrieb am 16. Februar 2015 um 11:55:34 Uhr:

Würdest du ein Unternehmen/Geschäftsmodell mit eigenem Startkapital aufziehen mit der Gewissheit, erst in ca. 10 Jahren überhaupt einen Gewinn erzielen zu können (nicht "zu erzielen", sondern "erzielen zu können"!)?

Wenn mir klar ist, das die Gewinne danach nur so sprudeln, klar.

Denn wenn die Gigafabrik erst mal auf 100% läuft und nicht nur Akkus für Autos, sondern auch für die PV-Strom-Speicherung zu Hause, dann gehts ab.

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 16. Februar 2015 um 12:22:21 Uhr:

Zitat:

Nein, bei Tesla ist nun (endlich) die Einsicht eingekehrt, dass die bisherigen hochfliegenden Ziele nicht mehr als "Millionärsflausen" waren und mit dem realen Marktgeschehen nichts zu tun hatten (haben).

Jetzt machst du dir aber die Welt, wie sie dir gefällt.

Tesla hat nichts eingesehen, sondern gehen ihren Weg wie geplant weiter. Ohne auf Störfeuer rechts oder links zu achten.

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 16. Februar 2015 um 12:22:21 Uhr:

Zitat:

Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen über Informationspflichten börsennotoierter/-gehandelter Unternehmen ist Tesla in der Pflicht, aktuelle und potentielle Anleger in bestimmten (geregelten) Maße über Risiken der Unternehmung zu informieren, Tesla macht das (nun) über diese "Instrumente",um eben für die laienhaft interessierte und i.d.R. "sachlich unwissende" Öffentlichkeit auch das "Gesicht" (Image..."innovatives Umwelt-Start up etc.) weiter wahren zu können.

Viele Grüße,vectoura

Ich wiederhole mich mal:

Jetzt machst du dir aber die Welt, wie sie dir gefällt.

Gar nichts "geht ab". Selber auch noch die Akku produzieren zu wollen, ist betriebswirtschaftlicher Unsinn, weil man hier einige Mrd. $ in ein zusätzliches Geschäftsrisiko investiert, ohne einen nachhaltigen Nutzen ziehen zu können. Oder glaubt hier jemand, dass Tesla mit irgendeiner Fabrik in den USA günstiger Akkuzellen herstellen kann als irgendeine asiatische Fabrik in China, Malysia, Vietnam etc.? Oder dass dann andere Hersteller die 0815-Akkus lieber teuer(rer) bei Tesla kaufen anstelle billiger bei Samsung, LG, Panasonic oder "XY" ?

Nein, Tesla zieht das "Konzept" der Gigafabrik durch, weil das Geld für das bisherige Kerngeschäft "Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Elektroautos" ausgeht und keine neuen Investoren kamen. Nun wird ein neues Geschäftsfeld mit unlarer Vision (Akkus werden dann billiger...) ausgerufen, neues Geld wird dafür eingesammelt, aber im Grunde genommen fließt dieses neue Geld in die gesamte Geschäftstätigkeit von Tesla und nicht nur in die Gigafabrik. Das neue Geld für das neue Geschäftsfeld ist also der zukünftige Verlustpuffer für das gesamte Geschäft, immer in der Hoffnung, dass "irgendwann" das Geschäftsmodell nachhaltige Gewinne ermöglicht, ein typisch amerikanisches Unternehmensverhalten.

Die Tesla-Rechnung geht ja ungefähr so: Wir investieren 3-5 Mrd. $, um dann jährlich 100.000-500.000 Akkupacks zu produzieren, welche uns dann anstelle von 30.000 $/Stück nur noch um die 20.000 $ / Stück kosten.

Man hätte auch auf zusätzliches Risikokapital (Fremdkapital..."Schulden") von 3-5 Mrd. $ verzichten können und stattdessen Optionsverträge mit 2-4 asiatischen Akkuzellenherstellern über Produktionsmengenanpassungen machen können, d.h., man geht vom Monopolzulieferer Panasonic weg (das erhöht den Preisdruck auf Panasonic, wegen "Wettbewerb") und hat dann 2-4...x Zulieferer, welche jederzeit in der Lage sind, die gewünschten Akkuzellen zu liefern. Ihre Produktionskapazitäten können diese Zulieferer bei Bedarf (Nachfrage seitens Tesla) kurzfristig um 10-25% hochfahren, ohne neue Kapazitäten bauen zu müssen, das garantiert niedrige Preise, denn der einen (von vielleicht 78 ?) Fabrik in der chinesischen Provinz es egal, ob nun 50 Mio. 18650 oder 58 Mio. 18650 gebraucht werden, das ist von der technischen Kapazität her locker drin.

Das Ganze würde Tesla dann gar nichts (außer Verträge mit Eventaulklauseln) kosten, aber mittelfristig auch Einkaufs-Ersparnisse im zweistelligen Bereich bringen...

Die Gigafabrik-Geschichte ist nichts weiter als ein Geldbeschaffungsinstrument (Schneeballfinanzierungssysstem) , that's all. Rechnen tut sich das nicht, was bei dem Marktumfeld (USA subventionieren fleißig weiter, Geld ist immer noch saubillig, Aktien gehen ungebremst durch die Decke...) aber keinen stört, man reitet eben solange auf dem nicht tragfähigen Geschäftsmodell weiter, bis sich "irgendwas" ergibt, und wenn es letzlich eine staatliche Rettung von Tesla wäre, falls Tesla "irgendwann" als "systemrelevant" eingestuft wird (wegen Know How, Klimaschutz, natinonale Klimaziele etc. bla,bla...).

Viele Grüße,vectoura

am 16. Februar 2015 um 12:59

Zitat:

@vectoura schrieb am 16. Februar 2015 um 13:03:30 Uhr:

Die Gigafabrik-Geschichte ist nichts weiter als ein Geldbeschaffungsinstrument (Schneeballfinanzierungssysstem) , that's all.

vectoura, danke dass es Dich gibt...

Elon Musk ist also nicht der neue "Steve Jobs", sondern der neue "Carsten Rodbertus" ???

Zitat:

Oder glaubt hier jemand, dass Tesla mit irgendeiner Fabrik in den USA günstiger Akkuzellen herstellen kann als irgendeine asiatische Fabrik in China, Malysia, Vietnam etc.? Oder dass dann andere Hersteller die 0815-Akkus lieber teuer(rer) bei Tesla kaufen anstelle billiger bei Samsung, LG, Panasonic oder "XY" ?

LG, Samsung und Panasonic fertig sogar ihre Consumer-Zellen größtenteils noch in den "Hochlohnländern" Korea und Japan. Neue Fabriken in China werden vorallem wegen den doch recht rigiden IP-Themen in China und den Zöllen gebaut. In der Produktion von Li-Io Zellen laufen fast keine Menschen rum, dafür braucht man verläßliche Infrastruktur (v.a. Strom). Vor dem Hintergrund der Einfuhrzölle in den USA rentiert es sich da schon ein Werk in USA aufzumachen und die Zellen da zu produzieren.

Sogar ein recht bekannter deutscher Hersteller ist mit einer Consumer-Zelle die komplett in Deutschland gefertigt wird in der Gewinnzohne, ein zweiter Zelltyp folgt gerade.

Themenstarteram 16. Februar 2015 um 17:44

Zitat vectoura:

Oder glaubt hier jemand, dass Tesla mit irgendeiner Fabrik in den USA günstiger Akkuzellen herstellen kann als irgendeine asiatische Fabrik in China, Malysia, Vietnam etc.? Oder dass dann andere Hersteller die 0815-Akkus lieber teuer(rer) bei Tesla kaufen anstelle billiger bei Samsung, LG, Panasonic oder "XY" ?

Gegenfrage:

Glaubt hier jemand, dass ein selbstgebautes Vogelhäuschen teurer ist als eins, dass verschifft werden muss, und verzollt werden muss, und bei dem andere mitverdienen wollen??

Duck und weg.

Vectoura.

Bei Deinen brilliant erscheinenden Analysen über Tesla (und was dieser Konzern alles falsch macht) bist Du bestimmt ein Spitzenunternehmensberater, oder Finanzamtspitzensteuerfahnder:D

C&C hat Recht: danke dass es Dich gibt:D

MfG RKM

Zitat:

@Ringkolbenmaschine schrieb am 16. Februar 2015 um 18:44:43 Uhr:

Gegenfrage:

Glaubt hier jemand, dass ein selbstgebautes Vogelhäuschen teurer ist als eins, dass verschifft werden muss, und verzollt werden muss, und bei dem andere mitverdienen wollen??

Bei Vogelhäuschen bin ich mir nicht sicher, aber bei Kuckucksuhren kann ich mir das durchaus vorstellen.

am 16. Februar 2015 um 17:58

Obwohl China billiger Uhren wie die Schweizer herstellen, haben die Schweizer den grösseren Erfolg mit Uhren als China.

Merkt Ihr was?

Zitat:

@rcc schrieb am 16. Februar 2015 um 17:46:07 Uhr:

Zitat:

Oder glaubt hier jemand, dass Tesla mit irgendeiner Fabrik in den USA günstiger Akkuzellen herstellen kann als irgendeine asiatische Fabrik in China, Malysia, Vietnam etc.? Oder dass dann andere Hersteller die 0815-Akkus lieber teuer(rer) bei Tesla kaufen anstelle billiger bei Samsung, LG, Panasonic oder "XY" ?

LG, Samsung und Panasonic fertig sogar ihre Consumer-Zellen größtenteils noch in den "Hochlohnländern" Korea und Japan. Neue Fabriken in China werden vorallem wegen den doch recht rigiden IP-Themen in China und den Zöllen gebaut. In der Produktion von Li-Io Zellen laufen fast keine Menschen rum, dafür braucht man verläßliche Infrastruktur (v.a. Strom). Vor dem Hintergrund der Einfuhrzölle in den USA rentiert es sich da schon ein Werk in USA aufzumachen und die Zellen da zu produzieren.

Sogar ein recht bekannter deutscher Hersteller ist mit einer Consumer-Zelle die komplett in Deutschland gefertigt wird in der Gewinnzohne, ein zweiter Zelltyp folgt gerade.

Zuerst einmal kenne ich kein Ranking, in dem bezüglich der Produktionskosten oder der Investitionsattraktivität die USA vor China liegen bzw. kenne ich da kein Rabkong, in dem China nicht weit vor den USA und/oder auf Platz 1 liegt...und ich kenne da sicherlich 10-15 derartiger Rankings.

Aber okay...das ist alles eine Frage der Sichtweise, außerdem sind einige der hier angesprochenen Entwicklungen (Produktion von Consumerzellen in "Hochlohnländern" ) vorallem der Wechselkursentwicklung ( jap. YEN versus Dollar und dann wiederum Dollar/Yen versus chin. Yuan...) geschuldet und weniger den regionalen Herstellungskosten/Infrastrukturen/Investitionsklima.

In den chinesischen Industriemetropolen gibt es für solche Wirtschaftszweige wie die Akkufertigung (=Low Tec) kaum infrastrukturelle Hürden, da wird es wohl eher in Mexico Infrastruktur-Schwachstellen geben...? Man (Tesla) hat also (wohl) die Wahl, entweder den Nordamerikanischen Markt oder den chinesischen Markt als den Wachstumsmarkt für Elektrofahrzeuge anzusehen und darauf läuft es bei Tesla meiner Meinung nach hinaus.

Generell würde ich es für "billiger" halten, Akkuzellen aus China in die USA zu importieren als fertige Elektroautos (mit Akkuzellen made in USA) dann in relevanten Stückzahlen nach China, zumal für die Tesla Gigafabrik mal eben Erstellungskosten von 3-5 Mrd. $ anfallen und damit auch die laufenden Kapitalkosten enorm sind.

Aber Tesla focussiert sich (so lese ich das "zwischen den Zeilen" des Q4/14) auf den nordamerikanischen (Binnen)Markt (NAFTA), weil dort auch 2014 ca. 55% des Gesamtabsatzes erwirtschaftet wurden.

China war so gesehen (im Bezug auf die Erwartungen...E-Mobilität) 2014 fast ein "Totalausfall", das Wachstum in Europa eher mittelmäßig und dass in anderen, finanziell gebeutelten Euroländern dann zukünftig so hohe Subventionen wie z.B. in Norwegen oder in den Niederlanden ausgelobt werden, ist nicht abzusehen. Aber ohne derartige Subventionen wird Tesla hier keine nachhaltigen Stückzahlenzuwächse erzielen können, das ist klar zu sehen, die "earlier adoptor"-Phase ist am auslaufen, jetzt kommt der "normale Markt" zurück.

Letzlich mußte ja bei Tesla hinterfragt werden, ab welchen "außer-amerikanischen" Absatzzahlen eine derartige zentralisierte Produktion in den USA dann für das Bedienen des restlichen Weltmarktes bezüglich der Exportkosten hinderlich ist, immerhin müssen Li-Io-Akkuzellen/-packs und auch die damit bestückten Elektroautos als Gefahrgut transportiert werden (Diesel-und Benzinfahrzeuge dagegen nicht), das treibt die Kosten weiter hoch.

Tesla nimmt also lieber die üppigen US-amerikanischen Subventionsgeschenke mit (Gigafabrik wird in den USA gebaut...kurz darauf gibt die US-Regierung bekannt, dass die Förderung für E-Autos nun direkt und in höherem Umfang erfolgt...genau auf Tesla zugeschnitten... ermöglicht durch die SpaceEx-Abhängigkeit der US-Raumfahrt, was "positive" Auswirkungen auf das politisch "passende" "Klima-Innovationsprojekt Tesla" von E-Musk hat...So sieht eine super Lobbyarbeit aus!) und baut ein wirtschaftlich riskantes, aber zum größten Teil fremdfinanziertes "Leuchtturmprojekt" in den USA, gleichzeitig werden so die USA der wichtigste/größte Markt für E-Mobilität bleiben, mit regionalen Know Howund mit hoher regionaler Wertschöpfungskette. So machen die USA eben "Wirtschaftspolitik" und deswegen dominieren die USA trotz ständig nahender Staatspleite immer noch den Weltmarkt bei wichtigen "Themen".

Übrigens: Tesla will ja dann 2020 ca. 6.500 Mitarbeiter in der Gigafabrik beschäftigen und damit mehr Akkuzellen produzieren als 2013 weltweit (um welche Stückzahlen es sich dabei handelt ist unklar...). Aber auch hier ist der "Personalaufwand" dann nicht gering, sondern allenfalls je nach Automatisierungsgrad "vergleichsweise" gering gegenüber asiatischen Fabriken. Und die "laufenden Kosten" so einer Fabrik sind hoch...und einzupreisen.

Rein fiktiv: Wenn Tesla in der Gigafabrik dann jährlich 200.000 fertige Akkupacks mit je 10.000$ Kostenersparnis (bei fiktiven 30.000 $ aktuellen Erstellungskosten pro Akkupack, dann = ca. 33 % Kostensenkung) gegenüber aktuellen Erstellungskosten herstellen kann, dann hätte Tesla zwar rein rechnerisch schon 2 Mrd. $ gespart...

...aber das nur gegenüber den heutigen Bezugskosten, bei den heutigen Bezugsmengen vom einzigen Zulieferer Panasonic, nicht aber im Bezug zur kostenseitigen Entwicklung beim Fremdbezug größerer Stückzahlen, auch hier würden ja die Einkausfpreise von Tesla sinken.

Diese "Einsparung" ist also erst einmal "fiktiv" und bedeutet ja noch nicht, dass sich dadurch die Gigafabrik schnell(er) amortisiert. Denn im Grunde genommen muß man kostenrechnerisch den, durch eine Investion von 3-5 Mrd. $ erzielbaren rechnerischen Einsparungen, dann auch die real erzielbaren Gewinnerhöhungen entgegensetzen. Eine Senkung der Eigen(Stückkosten) um je 10.000 $ bedeutet ja nicht, dass man dann auch mindestens 10.000 $ mehr an Gewinn mit diesem selber gefertigten Akkupack erwirtschaftet oder erwirtschaften kann. Und ersteinmal müssen diese oben genannten (rechnerischen) 200.000 Akkupacks pro Jahr nachgefragt und gefertigt werden, aktuell liegt Tesla für 2015 bei einem geschätzten Bedarf von ca. 55.000 Akkupacks, das Volumen von Auftragsfertigungen ist (noch?) überschaubar und hier zahlenmäßig nicht einmal "relevant".

Dem steht dann weiterhin entgegen, dass auch externe Zulieferer mit steigender Stückzahlabnahme dann geringere Abnahmepreise realisieren (würden), hier muß man dann ganz klar hinterfragen, ob ein derartiges investitionsintesives "insourcing" bei den bisherigen und den (eigen)prognostizierten Absatzentwicklungen sinnvoll ist.

Die tatsächliche Einsparung Teslas ist also deutlich geringer als die vermeldeten ca. 33% (ein Drittel Akkukosten senken), weil die Akkukosten auch ohne die eigene Gigafabrik bei entsprechenden Abnahmemengen und entsprechenden Wettbewerbsdruck (mehrere Zulieferer) auch sinken (werden).

Sanyo/Panasonic haben übrigens erst Anfang 2014 in China ein Werk eröffnet, in welchen NCR18650 B gefertigt werden und das werden Sanyo/Panasonic wohl nicht gemacht haben, weil der Standort in China so "teuer" ist.

Samsung SDI hat im Januar 2014 angekündigt, als Joint Venture ein Werk fu?r Elektroautobatterien in Xi ?an, Shaanxi, aufzubauen. Die Investitionen sollen ca. 600 Mio. USD betragen, und schon ab 2015 sollen hier die Zellen produziert werden. Samsung SDI hatte dabei schon im Jahr 2006 Werkskapazitäten von ca. 400 Mio. Zellen/Jahr (alle elektrochemischen Speichersysteme inkludiert), an mangelnden Fertigungskapazitäten lag "es" also nie, A123 sind ja zugrunde gegangen, weil sie schlichtweg zu hohe Kapazitäten aufgebaut hatten, die dann nicht (zeitnah) gebraucht wurden.

Johnson Controls hat dann im Juni 2014 eine neue Fabrik für Automobil-Akkus ero?ffnet. Fu?r 154 Mio. USD wurden im westchinesischen Chongqing Kapazita?ten fu?r sechs Millionen Batterien pro Jahr geschaffen, hier werden sogar "ordinäre" Blei-Vlies-Akku produziert, weil der Focus auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt liegt.

Also, so "einfach" kann man hier nicht angeblichen "Hochlohnländern" reden, entscheidend ist immer das (angestrebte) Gesamtkonzept. Wer wirklich in China auf den dortigen Markt will, der muß quasi zwangsläufig dort investieren und vor Ort produzieren, eine politische Komponente (USA versus China...Klimastreit...Know How-Diebstahl etc.) wird sicherlich auch eine Rolle spielen.

Viele Grüße,vectoura

 

 

Zitat:

@triple_p schrieb am 16. Februar 2015 um 18:58:36 Uhr:

Obwohl China billiger Uhren wie die Schweizer herstellen, haben die Schweizer den grösseren Erfolg mit Uhren als China.

Merkt Ihr was?

Wie definierst du "Erfolg"?

Danach können wir ja über "Merkt Ihr was" reden.

Viele Grüße,vectoura

am 16. Februar 2015 um 19:49

Themenwechsel:

Ich weiß nicht, ob es schon thematisiert wurde, habe es vor circa einer Woche in der Arbeit erfahren: Tesla bzw. Musk denkt zur Zeit darüber nach, das gesamte Management für den chinesischen Markt vor die Tür zu setzen. Grund dafür dürften die - trotz Subventionen - miserablen Verkaufszahlen sein. (Im Januar wurden nur 120 Modell S in China verkauft)

Zitat:

@vectoura schrieb am 16. Februar 2015 um 20:33:42 Uhr:

Rein fiktiv: Wenn Tesla in der Gigafabrik dann jährlich 200.000 fertige Akkupacks mit je 10.000$ Kostenersparnis (bei fiktiven 30.000 $ aktuellen Erstellungskosten pro Akkupack, dann = ca. 33 % Kostensenkung) gegenüber aktuellen Erstellungskosten herstellen kann, dann hätte Tesla zwar rein rechnerisch schon 2 Mrd. $ gespart...

Tesla plant 2020 500.000 Autos zu verkaufen.

Zusätzlich sollen Akkus für Häuser hergestellt werden.

Irgendwo hatte ich jetzt die Zahl von 1.000.000 Autos gelesen bis 20XX, weiß aber nicht mehr bis wann.

Also ist deine 200.000 sehr niedrig gegriffen, oder?

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