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Nach dem TÜV geht der Motor aus und patscht bergab

VW Käfer 1200
Themenstarteram 30. Mai 2022 um 9:42

Heute war mein Orangener beim TÜV. CO war bei ca. 9 %. Darauf hin hat der TÜV-Mann die kleine Schraube an der linken Seite des Vergers gedreht, bis der CO-Wert runter war. Als er aufgehört hat, lag der Wert bei ca. 1 % und ein paar Zerquetschte und meinte, das wäre jetzt besser. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Leerlaufdrehzahl hörbar sinkte, als er sich diesem 1 % näherte. Ich denke, der Motor war schon kurz vor dem Ausgehen und der TÜV-Mann hat es wieder etwas zurückgedreht.

Ich hatte im Kopf 3 % als Soll-Wert und habe ihm vorgeschlagen, es auf 3 % zu drehen. Dem Vorschlag wollte er nachgehen, aber in diesem Moment hat der PC den Prüfmodus verlassen. Man musste ein paar Minuten abwarten (etwas sollte sich abkühlen). Als die Prüfmaschinerie soweit war, lag der Wert bei ca. 3 % - ohne, dass man seit der letzten Drehung am Vergaser was geändert hat. Genauer genommen schwankte der CO-Wert zwischen ca. 2.5 und 3.3. Er hat das also so gelassen. Die ganze Zeit lief der Käfer natürlich im Leerlauf.

Auf dem Weg nach Hause ist mir aufgefallen, wie extrem runter er mit Drehzahl im Leerlauf geht - für mich hörte es sich nach knapp vor aus - aber er ist erstmal nicht ausgegangen, obwohl es mehrere Gelegenheiten gab (Kreuzungen, rote Ampeln). Nach ca. insgesamt 7 km Fahrt geht er doch im Leerlauf aus. Springt natürlich gleich wieder an. Ich halte ihn in kritischen Situationen mit Gas am Laufen. Klappte fast immer.

Ich habe vor dem TÜV ein Foto von der linken Seite des Vergasers gemacht, wo man die Stellung der beiden Schrauben gut sehen kann. Danach natürlich auch. Das Vergleichfoto unten. Man sieht, dass Stellung der kleinen Schraube auf den Fotos sich nur minimal geändert hat, daher denke ich, dass da mindestens eine vollte Umdrehung gemacht wurde. Anhand von markanten Punkten auf der Schraube, kann man eine halbe Umdrehung ausschließen. Es waren als volle Umdrehungen - keine Ahnung wie viele.

 

Zweites Problem. Auf dem Weg nach Hause habe ich einen Abschnitt mit ca. 10 % Gefälle. Dort fahre ich normalerweise am Anfang im dritten Gang, später im zweiten Gang, recht langsam, aber im zweiten ist die Drehzahl schon etwas höher. In dieser Situation (im 3. und 2.) kamen seltsame Geräusche von hinten. Es hörte sich nach blubbern, gluckern an, aber so "schußartig". Ob das das berühmte Patschen war, kann ich schlecht beurteilen. Da ich dort ab und zu bremsen musste, ist er mir dann wieder ausgegangen.

WICHTIG: Allerdings muss ich sagen, dass es an dieser Gefälle diese Geräsche manchmal schon früher gab. Ich habe mich schon immer gewundert, warum das immer nur dort vorkommt, bis es neulich woanders, auch an einer Gefälle, aufgetreten ist - auch mit 2. Gang mit Motorbremse, Drehzahl etwas höher. Der Motor ist dabei aber früher nie ausgegangen. Diese Geräusche hörten sich für mich so an, als ob ich mit den Rädern an einer Plastikfolie oder über eine Plastikflasche gefahren wäre. Diese Annahme verstärkte noch die Tatsache, dass es an der berüchtigten Gefälle auch mein anderer Käfer manchmal ähnliche Geräsche machte. Aber seltener und schwächer, kaum wahrnehmbar. Und da der Weg dort wirklich sehr schmall ist und man bei Gegenverkehr mit den rechten Rädern fast schon im Feld fährt, dachte ich wirklich an irgendeinen Müll über den ich fahre.

Ich habe versucht, diese Geräusche aufzunehmen, aber mir ist das quasi nicht gelungen, weil ich beim ersten Versuch die Aufnahmetaste verfehlt habe. Als ich das merkte und sie erwischte, hatte ich nur eine 5 Sekunden Aufnahme. Ich poste das hier trotzdem, aber man hört nur am Anfang 3 Geräusche innerhalb erster Sekunde. Am Ende geht er aus.

Vielleicht sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Vergaser kein Solex ist, sondern einer aus Brasilien. Aber bisher keine Probleme damit.

Was würdet Ihr jetzt raten? Die kleine Schraube wieder etwas aufdrehen (also gegen Uhrzeigersinn)? Wie viel?

 

EDIT: https://youtu.be/6O_F_CUYgJY

EDIT: Diese Audioaufnahme ist Müll. Das kommt nicht so rüber, wie es sich wirklich angehört hat.

Vergaser CO-Schraube
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66 Antworten

Zitat:

@GLI schrieb am 30. Mai 2022 um 14:22:23 Uhr:

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 30. Mai 2022 um 13:48:08 Uhr:

Ich denke, es wäre nicht gut so fett oder noch fetter zu fahren. Oder?

Nein, sicher nicht. Zur Erinnerung: CO ist tödlich (für den Menschen) und die Heizung im Käfer basiert auf der Wärme im Abgas und ist nicht immer ganz dicht...

Ich denke es leuchtet ein, dass ein knappes Zehntel des Abgases als Kohlenmonoxid nicht gut sein kann.

Auch wenn da gerne "viel-hilft-viel" propagiert wird, ist es m.E. besser den Vorgabewert einzuhalten. Deutet viel CO doch auf unvollständige Verbrennung (sonst wäre es ja CO2 geworden) und nicht komplett genutzten Kraftstoff hin.

 

Evtl. sollte man CO (und Leerlauf) nochmal gezielt korrekt einstellen und schauen wie er sich dann verhält. Diese Geräusche können auch von einem Leck im Auspuff herrühren, durch das im Schiebebetrieb Frischluft ins Abgas kommt.

Idealerweise würde man den mal an einen 4-Gas-Tester hängen, da sieht man direkt ob was faul ist, oder ob nur die CO-Schraube zu weit aufgedreht war.

 

Die CO-Schraube wird gehemmt durch einen kleinen O-Ring. Wenn der plattgedrückt und ausgehärtet ist, kann die Schraube so leichtgängig sein, dass sie sich durch Vibrationen im Betrieb verstellt. Auch das sollte man mal checken, nicht dass die 9% daher kamen.

Na ja, bei weniger CO im Abgas ist es eine Kathastrophe wenn die Krümmerrohre im Wärmetauscher undicht sind Zünd Abgas über die Heizung in den Innenraum kommt.

Danach sollte man seinen Vergaser eher nicht einstellen, auch wenn man vielleicht ein Bisschen später Kopfweh bekommt oder gar Ohnmächtig wird ;)

 

 

 

Bei mir war das Patschen auch nicht weg, als ich Wärmetauscher und Auspuff erneuert hatte.

 

Fetter drehen der CO Schraube half aber.

 

Kann aber sein, dass der Vergaser irgendwo ein klitzekleines Bisschen Falschluft gezogen hatte, mir ist irgendwann aufgefallen dass die hintere Befestigungsschraube nicht so besonders fest war -aber er lief wunderbar damit, Kerzenbild passte, sparsam war er, hing sauber am Gas....

 

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 30. Mai 2022 um 14:58:09 Uhr:

Zum 4-Gas-Tester: ist das etwas, was man als Normalo sich kaufen könnte?

Nein. Sollte aber jede Werkstatt haben, bzw. der AU-Tester gibt das normalerweise her. Man muss die Werte halt interpretieren und nicht nur schauen, dass der CO-Wert in den AU-fähigen Bereich kommt.

 

Zitat:

@Beetle1960 schrieb am 30. Mai 2022 um 16:2:51 Uhr:

Ist also eher dann an der Ampel in der Stadt relevant.

Also da wo die Fußgänger stehen und auf grün warten... ;)

Themenstarteram 30. Mai 2022 um 18:31

Zitat:

@GLI schrieb am 30. Mai 2022 um 12:32:29 Uhr:

Ich lasse generell die AU nie bei der Prüforganisation durchführen, sondern immer vorher in der Werkstatt und nehme die Bescheinigung dann mit zur HU. Damit lässt sich beeinflussen, dass da nicht unqualifiziert rumgestellt wird.

Das heißt, der TÜV-Mann schreibt die Werte einfach ab und macht selber keinen Test?

Nein, der TÜV-Mann (SB) lässt den Untersuchungsteile "Motormanagement und Abgasverhalten" bei der HU einfach weg, wenn der schon von einer amtlich anerkannten Werkstatt durchgeführt wurde.

Umgangssprachlich gesagt: die AU kann nach wie vor in einer Werkstatt durchgeführt werden, der dort erstellte Nachweis muss dann beim "TÜV" vorgelegt werden.

Letztlich ist es hier aber egal, wer die AU macht: Wichtig ist doch, dass der einen Vergaser einstellen kann. So einen findet man heute auch nicht mehr in jeder Werkstatt ;)

Wenn der CO Wert so stark schwankt, sollte man mal die Vergaserwelle prüfen. Außerdem könnte man oben hineinschauen, wenn er läuft, ob an dem Beschleunigungsrohr oder Hauptdüsensystem sporadisch rein Tropfen kommt.

Themenstarteram 31. Mai 2022 um 20:43

Das sind gute Tipps, danke! Werde ich reinschauen. Vergaserwelle prüfen: meinst Du die Welle an der die Drosselklappe drauf ist? Wie prüfen? Spiel radial und achsial?

Findest Du, dass die CO-Schwankung echt groß war? Mich hat die ganze Messerei vom TÜV-Mann etwas verwundert. Er hat sich an meiner Batterie angeschlossen und erstmal ein Provisorium gebastelt: hat zwei Kabeln abisoliert und an dem Zigarettenstecker, was am Kabel an seiner Apparatur hing, reingefummelt. Keine Ahnung wozu. Das musste ihm aber wohl etwas peinlich gewesen sein, weil ein Spruch kam wie „sowas kann man eigentlich gar nicht zeigen“. Aber egal.

Dann hat seine Messmaschine sehr lange gebraucht, bis sie überhaupt angesprungen ist. So lange, dass er offenbar selbst zweifelte, ob alles in Ordnung ist, weil er plötzlich seine Klemmen an der Batterie vertauschte. Weil immer noch nichts passiert ist, tauschte er sie zurück. Danach noch zwei Mal das ganze hin und her. Irgendwann hat seine Kiste ein Lebenszeichen von sich gegeben und die Messung ging los. Und zeigte die besagten 9 %. Ich hatte so ein bisschen Zweifel, ob der Apparat wirklich richtig misst. Daher habe ich die Schwankung nicht ernst genommen. Vielleicht zu unrecht.

Vergiß den TÜV-Deppen, mach in Viertelumdrehungschritten wieder fetter, bis nix mehr stottert und patscht.

Natürlich jedes Mal schon warmfahren, für den Test...

Die Kabel waren für die Drehzahlerfassung, die haben mit der eigentlichen Gasmessung nichts zu tun.

Scheint wohl inzwischen Kollegen zu geben, die auf Autos ohne OBD nicht mehr vorbereitet sind...

(Der Käfer ist eigentlich prädestiniert dafür, die Drehzahl mit der Zange am Zündkabel abzugreifen)

Themenstarteram 1. Juni 2022 um 6:45

Was mich bei der ganzen Geschichte am meisten wundert, ist, dass der TÜV-Mann laut eigener Aussage selbst ein Käfer-Fan ist, einen hat den er schon länger restauriert und angeblich sich schon auskennt. Aber dann müsste er sich nicht bestätigen lassen, dass die CO-Schraube die kleine unten ist. Merkwürdig. Aber so weit kommen und ihn Deppen nennen, würde ich nicht gehen.

Themenstarteram 2. Juni 2022 um 18:01

Zitat:

@GLI schrieb am 30. Mai 2022 um 17:43:27 Uhr:

Zitat:

@schleich-kaefer schrieb am 30. Mai 2022 um 14:58:09 Uhr:

Zum 4-Gas-Tester: ist das etwas, was man als Normalo sich kaufen könnte?

Nein. Sollte aber jede Werkstatt haben, bzw. der AU-Tester gibt das normalerweise her. Man muss die Werte halt interpretieren und nicht nur schauen, dass der CO-Wert in den AU-fähigen Bereich kommt.

OK, verstanden, aber es gibt noch "normale" Abgastester. Ich habe etwas recherchiert und fand den Gunson 4125. Man soll es gebraucht mit etwas Glück günstig bekommen (100..200 €). Was haltet ihr davon? Ich bin jetzt total auf dem Haben-wollen-Kurs. Mein Spezi hat zwar so ein Gerät, aber in seiner anderen Werkstatt ca. knapp 900 km entfernt. Aber er hat einen tollen Vorschlag gemacht - ich soll's finden, er bezahlt es und es steht bei ihn der Werkstatt, also hier in der Nähe. :)

Perfekte Lösung.

Ich hab so etwas in 40 Jahren nicht gebraucht... :D

Themenstarteram 3. Juni 2022 um 9:58

Zu Gunson: man muss es nicht gebraucht kaufen - den gibt es sogar neu:

https://www.scheuerlein-werkzeuge.de/.../...4125-digitaler-abgastester

Habe mich da natürlich weiter eingelesen. Unabhängig vom Sinnhaftigkeit des Besitzes eines solchen Meßgerätes - die Meinungen sind ziemlich unterschiedlich. Also die gesamte Bandbreite von untauglicher Schrott bis ganz OK (aber sehr langsam, allerdings mit "Tuning-Optionen", Link).

Dann habe ich hier im Forum was anderes gefunden - das Thema Lambda-Sonde. Also so wie ich das verstehe, ein Messgerät mit dem der Lambda-Wert angezeigt wird. Verstehe ich das richtig, dass man aus dem gemessenen Lambda-Wert eindeutig auf CO schließen kann, sprich umrechnen? Dazu habe ich diese Tabelle gefunden:

https://www.motor-talk.de/.../...uendet-aus-vergaser-t7264957.html?...

Aber ein Post weiter schreibt einer, dass das nicht immer stimmt.

Ich habe an dieser Stelle keine Ahnung. Kännte jemand mich aufklären?

Themenstarteram 4. Juni 2022 um 20:49

Ein kleiner Zwischenstand

Habe die CO-Schraube eine halbe Umdrehung aufgedreht (also nach links) und eine Erprobungsfahrt über ca. 9 km gemacht. Dabei war auch das vorher erwähnte 10 % Gefälle. Er ging nicht mehr so in den Keller mit der Drehzahl im Leerlauf und ist nicht ausgegangen. Am Gefälle gab es ein leichtes Patschen. Aber deutlich weniger und leiser. Ein nichtwachsamer Beifahrer würde es vermutlich nicht bewusst wahrnehmen.

Ich habe schon eine Oldtimer-Werkstatt gefunden, wo ich zum CO-Messen kommen kann. Aber erst nach Pfingsten.

Übrigens, ein Versuch bei dem lokaler VW-Service war nicht so erfolgreich. Bei der Frage nach OBD-Buchse war die Geschichte zu Ende. Ähnlich ernüchternd war es bei einer lokalen freien KFZ-Werkstatt. Sie machen es nicht, weil sie sich mit den alten Autos nicht auskennen. Auf mein Vorschlag, sie bedienen die Messmaschine, ich drehe am Vergaser, kamen nur versicherungs-technische Ausreden - „wenn Ihnen was auf den Fuß fällt, dann müssen wir Ihnen den Krankenhausbesuch bezahlen“.

Hat der im linken Abgasrohr gemessen ?

Ich hab schon öfter selber festgestellt das beim wechsel in das rechte Rohr der Abgaswert deutlich geringer ist.

Warum das immer so war ist schwer zu sagen.

Wegen der Vergaservorwärmung die ja Abgase von Zyl. 2 zum linken Abgasrohr führt ?

Damit verbunden eine höhere Strömung links und somit etwas weniger Austrittsmenge rechts oder sogar sowas wie Frischluft die rechts pulsierend eingesaugt wird ?

Weil durch die nicht genau mittige anordung des Vergasers und den damit sich ergebenden unterschiedlichen Ansaugrohrlängen die Zylinderversorgung anders ist mit Kraftstoffluftgemisch ?

Durch den Aufbau des Endtopfes ?

Oder alles gemeinsam ? Egal,ist halt so.

Kann man aber mal austesten wenn ihr nen Abgastester habt. Einfach umstecken von L. nach R.

Den kleinen Tester vom Scheuerlein kann man aber gut verwenden. Man hat eine schöne Möglichkeit mal was selber zu testen.

Später dann mal mit 4 Vergasern (falls mal 2 Weber kommen) macht das auch Sinn denn da sollte dann ja für jeden der 4 Weber das Co einzeln eingestellt werden um einen guten LL zu bekommen.

Ah,auf den Bildern,Vorher/Nachheir sieht man deutlich das die Schraube "Nachher" tiefer im Loch steckt als vorher. Die Co Schraube hat ein Feingewinde (die Steigung müßte man mal messen) womit das schon gut 2 Umdrehungen gewesen sein können.

Vari

Themenstarteram 5. Juni 2022 um 7:21

Zitat:

@Vari-Mann schrieb am 5. Juni 2022 um 07:23:37 Uhr:

Hat der im linken Abgasrohr gemessen ?

Ja, im linken. Ich muss zugeben, dass ich mich auch schon Gedanken darüber gemacht habe, weil ich wusste, dass der Auspuffaufbau nicht symmetrisch ist. Auch über Einsatztiefe der Sonde. Aber außer Gedanken kam ich nicht zu einer gefestigten Erklärung. Aber danke dafür, dass Du das gemacht hast.

Abgastest linkes Auspuffrohr
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