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Muss man eine abnehmbare Anhängerkupplung abnehmen?

Themenstarteram 2. Januar 2006 um 20:20

Hallo! Ich habe von einem Bekannten gehört, dass man, wenn man seine abnehmbare Anhängerkupplung nicht abnimmt und es passiert ein Unfall, eine Mitschuld oder sowas ähnliches bekommen kann, weil man hätte den Schaden, wenn man die Kupplung abgenommen hätte, verringern können!!

Könnt ihr mich aufklären??

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118 Antworten

Witz oder kein Witz?

 

Das ist für mich hier die Frage. Oder haben wir schon den 1.April?

Wo steht bitte, daß bei Nichtgebrauch der Anhängerkupplung, das abnehmbare Teil mit dem Kugelkopf vom Pkw entfernt werden muß?

Ich habe u.a. eine abnehmbare Anhängerkupplung an einem Pkw, es gibt keinen Hinweis auf eine gesetzliche "Abnahmeverpflichtung" und in der Betriebserlaubnis der AHK steht auch nichts davon.

Mit Versicherung hat die Sache auch nichts zu tun - Schadenminderungspflicht besteht im Übrigen nicht für den Schadenverursacher sondern für den Geschädigten!, nur mal so nebenbei.

Wenn man eine abnehmbare AHK besitzt, demontiert man die eigentlich bei Nichtgebrauch schon aus eigennützigen Gründen, um die bereits beschriebenen Nachteile starrer AHK's zu umgehen und die Vorteile der abnehmbaren AHK zu nutzen.

@Drahkke, richtig, das ist aber nicht Gegenstand der Diskussion.

Zitat:

bond schrieb...

 

Muss man eine abnehmbare Anhängerkupplung abnehmen?

man muß nicht, m.E.

dasselbe Problem stellt ein zur Zeit montierter aber leerer Dachgepäckträger dar, der bei einem Heckaufprall abgerissen werden könnte und auf die Motorhaube des Auffahrenden knallte mit der Folge, daß dort ein höherer Schaden entstünde

Der Kugelkopf der Anhängerkupplung ist nur dann abzunehmen, wenn durch diesen das Kennzeichen verdeckt werden würde. (Die Nichtlesbarkeit des Kennzeichens kann ein Verwarnungsgeld duch die Polizei nach sich ziehen). Das KBA hat hierzu Ausführungen erlassen. Gleichzeitig gibt es noch eine Regelung, wenn durch den Anbau einer Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelkopf der Abschlepphaken nicht mehr zu benutzen ist, benötigt man eine Ausnahmegenehmigung.

Das Nichtabnehmen ist also grundsätzlich nicht verboten.

@siggi.13

Wofür benötigt man die Ausnahmegenehmigung?

Hier ein Auszug aus der C-Max BA.

Beachte: Bei Fahrzeugen mit

Anhängezugvorrichtung kann die

Abschleppöse hinten nicht montiert

werden. Anhängezugvorrichtung

zum Abschleppen eines Fahrzeugs

verwenden.

Gruß Frank

Das Problem ist zumindest in Deutschland nicht die STVO sondern das Versicherungsrecht.Da man eine Schadensminderungspflicht hat muß die Kupplung abgenommen werden wenn sie nicht gebraucht wird,stellt sich eh die Frage warum man mehr bezahlt ohne den Vorteil der Abnehmbaren zu nutzen.

Der Versicherungsvertreter meines Vaters nimm seit einigen Monaten auch immer die Anhängerkupplung ab wenn sie nicht benötigt wird.Ein Kunde von ihm hatte das Problem das die Versicherung den Schaden den er mit seinen Haken anrichtete nicht komplett bezahlte sondern nur die Summe die bei abgenommenem Haken entstanden wäre.Er hat sich dann nicht nur bei seinem Arbeitgeber erkundigt sondern auch bie Kollegen und überall dieselbe Auskunft das man möglicherweise auf einem Teil des Schadens sitzen bleibt wenn man die Anhängerkupplung nach Gebrauch nicht abnimmt.Es soll dazu auch schon Urteile geben die den Versicherungen in diesem Punkt Recht geben.

Habe aber mangels Anhängerkupplung nie danach gesucht.

Ist alles nicht so einfach aber im Kleingedruckten geregelt.

Das Thema geistert schon seit 2006 durch verschiedene Foren.

Nur hat bis heute noch niemand ein aktuelles Aktenzeichen gepostet,

scheint also noch niemand verurteilt worden zu sein. :D

Und im "Kleingedruckten" der Versicherungsunterlagen steht auch nichts. :confused:

Aussagen wie, "Möglicherweise Teilschuld" oder "soll es angeblich schon Urteile geben" sind recht schwammig.

Was sagen denn unsere Rechtsexperten hier im Forum?

Gruß

Frank

Wenn weder in den Unterlagen, noch in den AGB der Versicherungen kein Hinweis darauf zu finden ist, dass die AHK bei nichtgebrauch abmontiert werden muß, dann muß Sie auch nicht.

Ansonsten könnte man ja die Hersteller, bzw. den Monteur der AHK im Falle eines Schadens verklagen.

Das scheint mir so eine urbane Legende, wie die mit dem Fahrverbot mit Latschen und Barfuß zu sein :D.

Gruß

HT

Ich habe den kostenlosen Rechtsservice des "ADAC" genutzt und auf die Thematik der "abnehmbaren AHK´s" folgende Auskunft bekommen :

Eine Vorschrift, wonach bei Fahrten ohne Anhänger eine abnehmbare Anhängerkupplung auch abgenommen werden muss, besteht nicht. Sie muss lediglich dann abmontiert werden, wenn dies in den Fahrzeugpapieren als Auflage gemacht wurde, z.B. weil der Kupplungskopf ohne Anhängerbetrieb sonst das Kennzeichen verdecken würde.

Bei einem Auffahrunfall kann allerdings eine vorhandene Anhängerkupplung den Schaden am Fahrzeug des Geschädigten vergrößern. Wenn eine abnehmbare Anhängerkupplung nicht demontiert ist, könnte wegen einer Erhöhung der Betriebsgefahr ein Mitverschulden und damit eine Verringerung der Ansprüche angenommen werden. Dieser Einwand wurde jedoch bislang - soweit ersichtlich - noch nicht von den Gerichten entschieden.

Um beim unvorsichtigen Rückwärtsfahren nicht selbst einen gravierenden Eigen- und Fremdschaden zu verursachen, sollte eine abnehmbare Hängerkupplung außerhalb des Gespannbetriebes - trotz fehlender gesetzlicher Verpflichtung - entfernt werden.

 

Damit sollte das Thema wohl geklärt sein .....

Zitat:

Original geschrieben von MrRumpel

Ich habe den kostenlosen Rechtsservice des "ADAC" genutzt und auf die Thematik der "abnehmbaren AHK´s" folgende Auskunft bekommen :

...Bei einem Auffahrunfall kann allerdings eine vorhandene Anhängerkupplung den Schaden am Fahrzeug des Geschädigten vergrößern. Wenn eine abnehmbare Anhängerkupplung nicht demontiert ist, könnte wegen einer Erhöhung der Betriebsgefahr ein Mitverschulden und damit eine Verringerung der Ansprüche angenommen werden. Dieser Einwand wurde jedoch bislang - soweit ersichtlich - noch nicht von den Gerichten entschieden.

Um beim unvorsichtigen Rückwärtsfahren nicht selbst einen gravierenden Eigen- und Fremdschaden zu verursachen, sollte eine abnehmbare Hängerkupplung außerhalb des Gespannbetriebes - trotz fehlender gesetzlicher Verpflichtung - entfernt werden....

Dieser Passus der Auskunft ist so überflüssig wie ein Kropf.

Klagen kann man immer und "unvorsichtig Rückwärtsfahren" ist schlicht verboten und auch nicht empfehlenswert.

 

 

Hallo,

der einzige Grund, eine abnehmbare Kugel abnehmen zu müssen, isr der, wenn das so in der Zulassung des Fahrzeugs steht.

Eine der ersten Firmen, die so etwas auf den markt gebracht hatte, war BMW. Der Grund war, das die Kupplungskugel Teile des Kennzeichens verdekt hatte. Für den Schaden des Hintermanns wird man nicht belangt. Der iat auch größer, wenn die Kugel abgenommen ist, da sich unter dem Kuststoff-Heckteil ein massives Rohr befindet. Das ist ohne Kupplung nicht da.

Zitat:

Original geschrieben von Isabell123

Der iat auch größer, wenn die Kugel abgenommen ist, da sich unter dem Kuststoff-Heckteil ein massives Rohr befindet. Das ist ohne Kupplung nicht da.

Hllo Isabell,

das ist aber eine spannende Interpretation eines Unfalls. Üblicherweise bricht der Kugelkopf erst einmal hinten den Querträger des auffahrenden, bevor dieser dann ohnehin auf den massiven Querträger (i.d.R. 4-kant Rohr) trifft. Also mit Kugelkopf ist der Schaden größer. Zumindestens auf keinen Fall kleiner..

Gruß

Krypton

Hallo zusammen,

abnehmbare Anhängerkupplungen muß man in der EU NUR in Italien bei nichtgebrauch abnehmen.

Warum? Das weiß auch in Italia kein Mensch.

Aber das macht nix, da in Italia auch Motorräder beschlagnahmt werden, wenn der Fahrer ein Hand vom Lenker nimmt. Und wenn er nur das Visier runter klappt.

Deshalb fahr ich da seit Jahren nicht mehr hin.

Sollen sich die Italiener doch selbst abkassieren.

Gruß Markus

Schade, ich wollte schon fragen, ob es was bringt die Nachbarn bei der Polizei oder Ordnungsamt anzuzeigen wegen nicht abgenommener AHK.

Mich stört der Anblick von AHK extremst.

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