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Motorschaden 2.0 EcoBoost 240 PS bei 58.000 KM

Ford Mondeo Mk4 (BA7)
Themenstarteram 14. November 2013 um 17:08

Hallo zusammen,

aus gegebenem Anlass möchte ich in diesem Thread auf mein aktuelles Problem zu sprechen kommen.

Zur Vorgeschichte

Der Wagen ist Checkheft-Gepflegt, EZ 12/2010 und hat einen aktuellen Kilometerstand von ca. 58.000 KM.

Vor wenigen Wochen stellten meine Frau und ich ein drehzahlabhängiges Klappern / Scheppern aus der Motorgegend fest. Mitte Oktober stand ohnehin der Weinterreifen-Wechsel und die neue Inspektion an. Also teilte ich dem FFH mit, dass er neben den üblichen Wartungsarbeiten doch der Ursache des Geräuchs nachgehen möge.

Verlauf

Phase I: Fehlersuche

Werkstatt: I

Dauer: 3 Wochen

Nachdem der Kettenspanner samt Kette und andere Dinge verdächtigt und ausgetauscht wurden, gab mein FFH auf. Er bemühte sich um eine Überstellung des Wagens zu einer deutlich größeren und vermutlich kompetenteren Werkstatt zwecks Fehlersuche. Mein FFH hat sich um alles super gekümmert und mir für einen Großteil der Zeit sogar kostenfrei einen Mietwagen bereitgestellt.

Phase II: Fehlersuche die 2.

Werkstatt: II

Dauer: 1 Woche

Der Fehler wurde duch die neue Werkstatt gefunden: Ein Pleuel ist Defekt. Die genaue Ursache wird in einigen Wochen von Ford ermittelt.

Fazit: Motorschaden!

Kostenvoranschlag: über 7.300 Euro! Der FFH bittet um Vorkasse

Geschätzte Lieferzeit + Instandsetzungszeit: ca. 2 Wochen

Da kommt Weihnachtsfreude auf...

Phase IIIa: Kulanzantrag bei Ford

Werkstatt: II

Dauer: seit 3 Tagen

Da ich außerhalb der Garantiezeit bin kann ich nur hoffen das Ford sich hier wirklich kulant zeigt! Zwischen 30% und 90% habe ich je nach FFH nun diverse "Orientierungen" seitens Ford zu solch einem Fall vernommen. Das Ergebnis des Kulanzantrages wird jeden Moment erwartet.

Phase IIIb: Einbau Austauschmotor

Werkstatt: II

Dauer: seit 3 Tagen

7.300 EUR an FFH überwiesen. Und nun? Wie zur Hölle ist es möglich, dass bei einem s.g. Premium-Fahrzeug im Wert von 45.000 EUR das gerade mal 3 Jahre alt ist solch elementare Ersatzteile wie EIN MOTOR! nicht lieferbar sind. Dies betrifft zumindest den Austauschmotor. Der FFH versucht daher nun, an einen neuen Motor zu gleichen Konditionen zu kommen. Es bleibt an dieser Stelle mehr als fraglich, zu wann der Wagen denn nun fertig sein wird...mit den "2 Wochen" wird das aller Voraussicht nichts :(

PS: Ich bin stinksauer! Wieso kann einer Motor bei 58K krepieren? Wieso ist so ein Motor nicht lieferbar? Wer bezahlt denn eigentlich meinen Mietwagen pro Woche / 250 EUR?! Das ich im schlimmsten Fall die 7.300 EUR abdrücken muss ist wohl noch nicht genug....*whine*

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290 Antworten

Also nachdem man so sieht für wie vielen Herstellern Ford so die Motoren liefert, dann kann ich nur sagen, dass Ford wahrscheinlich verdammt gute und zuverlässige Motoren baut.

Ich habe neulich in einem 2012-er Volvo C30 einen Duratec HE 1.8-er gesehen:rolleyes:- hätte ich nicht gedacht und die Ecobooster laufen eh wie geschnitten Brot.

Es ist gar nicht gesagt, daß Ford die selbst baut, vermutlich werden die Motoren in Fernost in Lizenz gebaut. Beim MK2 bekam ich durch Zufall mit, daß der gleiche Motorblock unter anderm sogar in einem Mosquitsch (keine Idee, wie das richtig geschrieben wird) der Russen, bei denen deren Mercedes, drin ist.

Zitat:

Es ist gar nicht gesagt, daß Ford die selbst baut, vermutlich werden die Motoren in Fernost in Lizenz gebaut.

Welche Motoren meinst Du ??

Gestern habe ich das Qualitätschart aller Ford Motorenwerke gesehen, wieviele Motoren pro 1000 Kunden in der Werkstatt repariert werden mussten.

Die Zahlen lagen überall unter 10 Promille,der Grossteill deutlich drunter, unter 5 Promille, also bauen wir anscheinend ganz gute Motoren ;)

Wenn man sich mal zu Moskwitsch beliest ( Wikipedia ) dann kann man sehen dass zum Beispiel ein 1.8er Diesel aus dem Ford Escort damals dort verbaut wurde.......später dann Renault Motoren.

am 14. Dezember 2013 um 7:48

es bestreitet ja auch niemand das Ford verlässliche Motoren baut, aber gerade wenn so wenige kaputt gehen verstehe ich die Knausrigkeit in Sachen Kulanz wenn dann doch einmal ein Motorschaden vorliegt überhaupt nicht, denn so vergrault man seine Kunden.

denn wenn wie du sagst der Fehleranteil im Promillebereich liegt, sollte es doch ein Leichtes sein im Mängelfall Kulanz von mehr als 50% zu zeigen ohne von den Kosten erschlagen zu werden. Noch dazu bei Laufleistungen von unter 100000 km.

Natürlich immer vorrausgesetzt das Fahrzeug wurde ordentlich bei Ford gewartet, wie es ja hier beim TE laut dessen Aussagen der Fall war.

 

genau das ist es! 3 Jahre und 60tkm und dann Schrott und keinerlei Kulanz zeigen?

Ich wäre zum Motoinstandsetzer gegangen und Ford hätte keinen Cent gesehen, die gute PR gäbe es kostenlos dazu.

Zitat:

5 bzw. 10 Promille

Naja, das sind auch 0.5 bzw. 1%.

Kennt jemand auch die Zahl für die Getriebe?

am 14. Dezember 2013 um 10:24

Zitat:

Original geschrieben von racemondi

Also nachdem man so sieht für wie vielen Herstellern Ford so die Motoren liefert, dann kann ich nur sagen, dass Ford wahrscheinlich verdammt gute und zuverlässige Motoren baut.

Ich habe neulich in einem 2012-er Volvo C30 einen Duratec HE 1.8-er gesehen:rolleyes:- hätte ich nicht gedacht und die Ecobooster laufen eh wie geschnitten Brot.

Da wird wohl eher der Kosten Nutzen Faktor ne Rolle spielen. Oder wieso hat oder hatte Ford PSA Diesel?

Es gibt Hersteller die würden sich eher ein Bein abschneiden anstatt der Konkurrenz Motoren zu überlassen.

Wenn man so die Grütze hier liest, könnte ich echt Kotzen.

By the Way haben wir in der Familie auch nen Motorschaden. Ford Ka Diesel. 2 Werkstätten streiten sich und Ford verweist fröhlich an die Händler.

Ein Hoch auf Ford!!!

Gemittelt würde das bedeuten, falls diese Zahl stimmt, daß im Schnitt gemittelt jeder 150.te Motor Schrott ist. Somit ist die Fehlproduktion viel zu hoch, irgendwo versagt deren Qualitätsmanegement in der Qualitätssicherung.

Kein Wunder, daß die vom Werk versuchen, Kulanzansprüche abzubügeln. Denn die Margen sind längst nicht so hoch, wie wir zu glauben geneigt sind, da wir nur unseren gezahlten Preis sehen, aber nicht hinter die Kulissen des Kostendrucks schauen können.

@ BossHoss82

Jetzt Kotz nicht so rum, in der globalen Autowelt sind die sich sehr einig, selbst wenn es sich im Wettbewerb um den Käufer nicht so offenbart. Es ist absolut normal, das Motoren oder andere Bauteile untereinander in Lizenz verbaut werden, viele Teile für die verschiedensten Hersteller von einem Zulieferer kommen, lediglich das Logo der Marke eingestanzt bekommen. Insofern sind auch die Unterschiede keineswegs so groß, wie es die Werbung suggeriert. Autos sind zwar Sachen, werden aber über Emotionen an den Mann/Frau gebracht, damit fällt den wenigsten auf, daß sie einen Einheitsbrei serviert bekommen, der lediglich im Design unterschiede aufweist.

Der enorme Kostendruck zwingt die Hersteller zu möglichst kostengünstigen Fertigungsweisen und zu oft einheitlichen Fertigungsmethoden bei spezialisierten Zulieferern, die nach einheitlichen Richtlinien der Autokonzerne in die Pflicht genommen werden.

Bitte alle wieder etwas runterkommen, sonst mache ich hier zu (was Wahrscheinlich schon längst überfällig ist)!

am 14. Dezember 2013 um 10:40

Zitat:

Original geschrieben von artkos

Jetzt Kotz nicht so rum, in der globalen autowelt sind die sich sehr einig, selbst wenn es sich im Wettbewerb um den Käufer nicht so offenbart. Es ist absolut normal, das Motoren oder andere Bauteile untereinander in Lizenz verbaut werden, viele Teile für die verschiedensten Hersteller von einem Zulieferer kommen, lediglich das Logo der Marke eingestantzt bekommen. Insofern sind auch die Unterschiede keineswegs so groß, wie es die Werbung suggeriert. Autos sind zwar Sachen, werden aber über Emotionen an den Mann/Frau gebracht, damit fällt den wenigsten auf, daß sie einen Einheitsbrei serviert bekommen, der lediglich im Design unterschiede aufweist.

Der enerme Kostendruck zwingt die Hersteller zu möglichst kostengünstigen Fertigungsweisen und zu oft einheitlichen Fertigungsmethoden bei spezialisierten Zulieferern, die nach einheitlichen Richtlinien der Autokonzerne in die Pflicht genommen werden.

Nicht überall. Zumal niemand gesagt hat es wäre falsch wenn...;)

Wenn ich sowas immer lese von wegen wir bauen die Besten Motoren der Welt und dann kommen Motorschäden zutage die mit Mickeymouse Kulanz abgespeist werden, da geht mir einer ab :mad:

Wieso glaubst, lieber Mod, daß kritische Anmerkungen zu hoch kochen? Die meisten Poster bleiben relativ locker und sachlich. Mit den wenigen übersteigerten Postern können wir gut leben.

Zitat:

Original geschrieben von artkos

Gemittelt würde das bedeuten, falls diese Zahl stimmt, daß im Schnitt gemittelt jeder 150.te Motor Schrott ist. Somit ist die Fehlproduktion viel zu hoch, irgendwo versagt deren Qualitätsmanegement in der Qualitätssicherung.

Von Schrott sagt keiner was, da übertreibst Du ein bisschen, Fehler können Vielfältig und auch Kleinigkeiten sein.

Es können sogar Fehler sein die nichtmal zum Ausfall des Aggregat führen würden.......

Unterschiede sind eventuell wirklich nicht gross, man kann den Ottomotor nicht neu erfinden.

Übertreiben? Bestimmt nicht, schon gar nicht bei einer derart hohen Ausschußquote. Da ist seitens des Fordkonzerns noch gewaltiger Handlungsbedarf und spricht für Versagen in den Herstellungsprozeßen. Bei der miesen Ausschuß-Quote sehe ich daß Rumzicken bei der Kulanz und Abspeisen mit nur 20 % in einem anderen Licht, daß mir zwar logisch erklärt, warum das so ist, dennoch die Sache nicht besser aussehen läßt. Zu schnelles Nachgeben dürfte die Konzernzahlen ganz schnell in tiefrote Zahlen schlittern lassen.

Kundenfreundliches Verhalten sieht trotzdem anders aus, als daß an diesem Beispiel hier praktiziert wurde. Sollten sich solche Fälle häufen, kann ich schon nachvollziehen, wenn etliche von Ford die Nase voll haben, sich angewidert abwenden und mit wehenden Fahnen zu anderen Herstellern überlaufen. Damit sorgt Ford selbst für ein äußerst schlechtes Image, selbst wenn es bei anderen Herstellern aufgrund der gleichen Technologie es keineswegs besser gestellt sein dürfte. Andere Hersteller scheinen aber geschickter im Auffangen von berechtigten Reklamationen zu sein. Somit behaupte ich keineswegs, daß deren höheren Preise damit gerechtfertigt sind.

Zitat:

Original geschrieben von Norbert-TDCi

Gestern habe ich das Qualitätschart aller Ford Motorenwerke gesehen, wieviele Motoren pro 1000 Kunden in der Werkstatt repariert werden mussten.

Die Zahlen lagen überall unter 10 Promille,der Grossteill deutlich drunter, unter 5 Promille, also bauen wir anscheinend ganz gute Motoren ;)

Gibt es dazu auch noch eine Aufschlüsselung über die Reparaturursache? Denn 5Schäden/1000 Motoren wäre nicht wirklich gut wenn man nicht jede Kleinigkeit mitzählt.

Dazu kommt das diese Quote weit über dem liegt was man Zulieferern abverlangt, dort liegt die Quote oft bei unter 1ppm und die Kunden drehen einen Hohlen wenn bei 20 Millionen gelieferten Teilen 1 Schlechtes auftaucht.

Wie dem auch sei, das ein Hersteller der rote Zahlen schreibt nicht so kulant sein kann wie einer der Milliardengewinne am deutschen Fiskus vorbeischiebt sollte klar sein. Wobei Ich bislang Keinen getroffen hat der deutlich bessere Kulanz erfahren hat als Sie Ford zeigt, ausser bei Schäden die in den Medien breitgetreten wurden.

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