Motor mit 231 PS - Erfahrungen
Moin,
Schwiegervaddi sucht einen neuen A4 und hat einem 3.0 TDI mit 231 PS in die engere Wahl getroffen. Er sagte mir, den gab es wohl nur recht kurz. Muss man sich hier Sorgen machen? Ist ja eigentlich eher selten, dass ein Motor nur kurze Zeit gebaut wird.
Danke euch!
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11 Antworten
Ohne jetzt die technischen Hintergründe des 45TDIs genau zu kennen: ich persönlich würde die modernen Autos mit ihren vielen Ausstattungsfeatures bevorzugt mit garantie fahren.
Wenn man sich bewusst nicht für eine Garantie über den Haltezeitraum entscheiden möchte, dann würde ich zumindest auf folgendes achten:
- kein Panoramadach
- ordentlicher Vorbesitzer, scheckheftgepflegt
- nicht zu viel Kurzstrecke, also lieber jünger mit mehr km als alt mit wenig km
- regelmäßige Pflege nach dem Kauf
Ansonsten wirst du auch bei dem 45 TDI auf Erfahrungswerte zum 50 TDI zurückgreifen können, allerdings (der 231 Ps Diesel müsste der 6 Zylinder mit Mild Hybrid sein) wird es da vermutlich wenig Langzeitberichte geben.
VG
der 231PS EA897 evo 2 wurde nur kurz (1,5Jahre?, MJ19/20) gebaut, weil er dem Rotstift zum Opfer gefallen ist und nicht mehr als evo3 im A4 eingebaut wurde. Das ist der Nachfolger vom 218PS evo.
Von der im evo bekannten Nockenwellenproblematik (Geräusche Zahnflankenausgleich) ist nichts zu lesen.
Er könnte allerdings ein kleines Anfahrproblem haben...
Gutes halbes Jahres im Firmenleasing bei einem A6 gehabt (mit dem AL-Wandlergetriebe, wenn ich mich recht erinnere). War ein passabler Triebstrang für den A6. Zum A4 sollte der bzgl. Fahrleistung und Drehmoment noch besser passen…
Bin den Motor zwei Jahre lang gefahren. Der Wagen hatte 40tkm als ich ihn übernahm und 80tkm als ich ihn wieder abgeben musste. In der Zeit war am Motor nichts gewesen. Der 45TDI klingt gut, ist für den A4 bärenstark und hat meine Limo in 6,0 Sekunden auf 100 gebracht. Der Verbrauch hielt sich sehr im Rahmen, auch bei langen Etappen mit Tempomat 180-200. Eine Anfahrschwäche konnte ich ebenfalls nicht feststellen. Jedoch konnte in manchen Situationen eine halbe Sekunde vergehen bis er Gas annahm. Dies ist eben der restriktiven Abgasreinigung zu verdanken. Ich würde ihn immer wieder nehmen, übrigens auch in der 218 PS Version.
Ich fahre jetzt seit einem Jahr einen 2019'er VFL 45 TDI.
Von der Leistung her passt er, auch wenn ich mir manchmal noch etwas mehr Druck wünsche, wenn mir ein großer 3l (der 50 TDI oder der Alte mit 272 PS) davon fährt.
Laufruhe ist erwartungsgemäß gegeben - er kann aber auch schön brüllen wenn er warm mal die Sporen bekommt.
Die Anfahrschwäche ... naja ... abgefunden habe ich mich damit aber es nervt doch regelmäßig.
Wichtig ist, dass er das Software-Update bekommen hat. (Feldmaßnahme 23CK)
Meiner hatte Update drauf als ich ihn damals Probe gefahren bin - daher kann ich es ohne nicht beurteilen.
Ich hatte den 45TDI mal als Werkstattersatzfahrzeug.
Die Leistung an sich ist schon ganz gut, aber die Anfahrschwäche bzw. die Reaktionszeit beim Gasgeben war schon echt grenzwertig. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob der schon das Update hatte.
Man sollte das in jedem Fall mal testen.
Ich fahre ihn seit 10/19. Die "Gedenksekunde" beim Gasgeben ist durch das erwähnte Software-Update deutlich besser geworden. In der Stadt oder beim Überholen fahre ich immer im "S" Modus, ein kurzes Tippen am Wählhebel und alles ist gut (ohne laut und brummig zu werden wie z.B. der A3 Benziner meiner Frau). Der 8-Gang Wandler schaltet komfortabel, der Motor ist ruhig und in Verbindung mit dem "Comfort-Modus" (Fahrwerk, Motor, Lenkung) ist entspanntes Reisen möglich. Der Verbrauch ist natürlich extrem vom Fahrverhalten abhängig und der schwere 6-Zyl braucht schon mehr als ein 150 PS 4er. Auch Steuer und Versicherung sollte man vorher durchrechnen.
Zum vergleich, bei meinem A4 50 TDI 286PS MJ21 liegt der Langzeitverbrauch bei 7,5 l .
Falls du doch einen 50 TDI in Betracht ziehst.
Die Anfahrschwäche kann man mit angepasster Fahrweise besser in den Griff bekommen.
Man muss im Prinzip bevor man eigentlich gas geben will einen Gas-Stoß geben (ca. 20%).
Z.B. wenn man eine Kurve halb durchfahren hat gibt man den Gas-Stoß (er schaltet dann runter) und gibt dann am Kurvenausgang wieder gas, dann zieht er sofort durch ohne die Wandlerüberbrückung zu nutzen.
Mache ich D und in S so.
Ich habe den Motor in meinem A4. Zieht sehr souverän und super geschmeidig. Da ist kein Ruckeln oder Dröhnen - echt Klasse und um Welten besser als in meinem vorherigen B7 232PS 3.0TDI. Eine Anfahrschwäche kann ich auch nicht finden - vielmehr muss man überlegen wieviel Gas man wirklich gibt, da er mit wenig Gas im aktuellen Gang sofort loszieht, während er bei mehr Gas erstmal ein paar gefühlte Sekunden schaltet, bis es losgeht.
Einzig der Verbrauch ist so lala: bei mir liegt er im Mittelgebirge auf Landstraßen bei Schleichfahrt bei 8.5l/100km, auf der AB bei 130km/h einen Liter darunter. Die Verbrauchsanzeige zeigt 12% zu wenig an - muss ich mal nachjustieren.
Ich habe den 286PS im A4 Avant und kann nichts negatives bezüglich Anfahrschwäche oder der Gleichen feststellen.
Es ist ein deutlicher Unterschied zum 231/232PS Aggregat und über jeden Zweifel erhaben.
Auch bin ich froh keinen Doppelkuppler mehr zu haben.