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Motor im Winter vor Fahrtantritt warmlaufen lassen?

Themenstarteram 18. November 2016 um 15:11

Hallo !

ich fahre einen 19 Jahren alten VW Golf 3 ohne Klimaanlage und seit ca. einem halben Jahr habe ich keine Garage mehr, d.h. das Fahrzeug steht draussen. Im Winter habe ich häufig das Problem, dass wenn ich die Fensterscheiben nach einigen Minuten freigekratzt habe und dann mit dem eiskalten Benzinermotor losfahre, dass dann schnell die Fensterscheiben wieder zufrieren, die Sicht deutlich schlechter wird und ich zum erneuten Eiskratzen anhalten muss. Das wäre eigentlich kein Problem, nur fahre ich nach 2 Kilometern auf eine stark befahrende Bundesstraße, wo es auf den nächsten 10 Kilometern keinen Standstreifen gibt...es wird also u.U. gefährlich für mich.

Ich überlege nun, ob ich erst den Motor starte, diesem im Stand zumindest auf ein Mindestmaß an Temperatur bringe / warm laufen lasse, damit die Heizung auf den ersten Kilometern schneller auf Touren kommt, so dass ein erneutes Anhalten und Eiskratzen evtl. nicht mehr notwendig wird.

Ich habe leider über die Suchfunktion keine passenden Themen gefunden. Macht das Sinn, den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, oder ist das sogar verboten? Was kann ich sonst noch tun (der Einbau einer Standheizung entfällt definitiv bei dem alten Auto)?

Mfg

Marwief

Beste Antwort im Thema

Nö. Nützlich ist, wenn es zielführend ist. Die Verkehrssicherheit durch freie Sicht ist ein Ziel, dass der Verordnungsgeber selbst vorgegeben hat. Dieses zu erreichen, das ist zielführend. Also ist es nützlich. Unnütz ist es, etwas anderes daher zu quasseln. Die Rede ist ja nicht von stundenlagem Motorlauf im Stand. ;)

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Heute Morgen um 8 Uhr: Sonne und -3 Grad C, Frost bzw Rauhreif/Eis vorne und hinten aufn Fenster.:eek: Warmlaufen lassen mit Umluft fuer 8 Minuten und die Sache war geritzt. :D

 

Pete

Zitat:

@Reachstacker schrieb am 28. November 2016 um 22:05:05 Uhr:

Heute Morgen um 8 Uhr: Sonne und -3 Grad C, Frost bzw raufreif/eis vorne und hinten aufn Fenster.:eek: Warmlaufen lassen mit Umluft fuer 8 Minuten und die Sache war geritzt. :D

 

Pete

Heute Morgen Sonnenschein, -1°. Auto 5 meter aus dem Schatten in den Sonnenschein Rollen lassen. Kaffe trinken, raus und die Scheiben waren frei. Motor war keine Sekunde an.:p

Zitat:

@Ja-Ho schrieb am 28. November 2016 um 22:30:08 Uhr:

Zitat:

@Reachstacker schrieb am 28. November 2016 um 22:05:05 Uhr:

Heute Morgen um 8 Uhr: Sonne und -3 Grad C, Frost bzw raufreif/eis vorne und hinten aufn Fenster.:eek: Warmlaufen lassen mit Umluft fuer 8 Minuten und die Sache war geritzt. :D

 

Pete

Heute Morgen Sonnenschein, -1°. Auto 5 meter aus dem Schatten in den Sonnenschein Rollen lassen. Kaffe trinken, raus und die Scheiben waren frei. Motor war keine Sekunde an.:p

Da steht bei mir die Karre mitten auf der Strasse. :D So hat halt jeder seine eigenes Kreuz zu tragen. ;)

 

 

Pete

Als ich noch in der Eifel gewohnt und gedient habe führte ums Motorlaufenlassen während des Kratzens kein Weg vorbei. Problematisch war dabei immer das Vereisen von innen nach Fahrtantritt, das jedes Mal nach wenigen hundert Metern Fahrt auftrat, wenn der Motor beim Kratzen ausblieb.

Die Nachvereisung außen auf der Windschutzscheibe war dagegen unkritisch - die hauchdünne Schicht kriegen die Wischer weg, und mit Scheibenfrostschutz habe ich sowieso nie gegeizt. Der 5-Liter-Kanister -60°-Konzentrat hat bei Tip im Wedding damals keine 5 Doppelmark gekostet, das hatte ich im Herbst immer palettenweise gebunkert. Und wozu schleppt die Kiste denn sonst über 8 Liter Wischwassertankinhalt mit sich herum? :-)

Aber das Eis auf der Innenseite der Scheibe war echt fies. Und weil die Scheibe so stark gebogen ist hat man auch keine Chance, das mechanisch wegzukriegen, vor Allem nicht während der Fahrt. Da hilft wirklich nur, die Scheibe vor Fahrtantritt soweit anzuwärmen, daß sich kein Eis bildet.

Wie hier schon von einigen Vorpostern erwähnt: dazu muß der Motor keinesfalls betriebswarm sein, es geht nur darum, die Scheibe minimal wärmer zu bekommen als die Umgebungsluft... und die ein bis zwei Minuten Scheibenkratzen reichen dafür schon aus.

Auch wenn der ein oder andere das Inneneis noch nicht erlebt hat: sowas gibt es, und es ist richtig eklig.

Wie gesagt, in der Eifel hatte ich das (bzw hätte es gehabt... irgendwann lernt man ja draus) bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fast jedes Mal. Feuchtes Klima, keine Klimaanlage im Auto, dazu steht beim 900 die Windschutzscheibe relativ steil, man ist also wesentlich näher mit dem Kopf an der Scheibe als bei vielen modernen Autos und atmet damit zwangsläufig mehr auf die Scheibe.

Und ja, Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sind am fiesesten. Wenn es wirklich kalt wird ist das weniger schlimm. Überspitzt ausgedrückt: bei -30° in Torgelowsk fällt der Atem schon als Schnee aufs Lenkrad und erreicht die Windschutzscheibe gar nicht erst. :cool:

Eifel: fast jeden Wintertag nachvereisende Scheiben. In der Uckermark hatte ich nachvereisende Außenscheiben dagegen so gut wie nie, Innenvereisung durch Atem schien mir auch reduziert, war aber noch feststellbar. Preußisch-Sibirien, knackiges Kontinentalklima, knochentrockene Luft... schön. (Das war aber auch das einzige, was an der Gegend schön war.)

 

PS: beschlagende Scheiben sind dagegen überhaupt kein Thema. Lüftungsdüsen auf die Frontscheibe, Lüfter auf Vollgas, hintere (!) Fenster auf, und über die vorderen Seitenscheiben wischt man bei Bedarf einmal mit dem Schwamm drüber... Solange die Kiste rollt reicht das völlig aus, da brauch es auch keine warme Luft aus den Düsen. Bei längeren Standzeiten reicht es nicht mehr, aber wenn die Kiste steht kann man auch schnell mit dem Schwamm/Lappen wischen, so what...

Und wie griegen mir jezze raus, wie die restlichen 20 Millionen Autofahrer ihre Scheiben kratzen. :confused:

@ aero

Das mit der Doppelmark muß ich mir merken, sehr schön. :p

Zitat:

@Leon596 schrieb am 28. November 2016 um 21:51:42 Uhr:

Dafür ist einer von 2 Kanälen der Düse auf der Beifahrerseite mit Kalk verstopft :mad:

Drecks Leitungswasser!

Abkochen, abkühlen lassen! Dann bindet der größte Teil vom Kalk ab. Danach kann man es filtern. (Kaffeefilter) Das Wasser ist dann deutlich in der Härte gefallen. Es gibt auch viel weniger hartnäckige Wasserflecken auf dem Lack. Gerade wo Wasser besonders hart ist, macht das Sinn. (Hier: >14°dH)

Um die Düse frei zu kriegen, kann man die Düse in einer schwachen Säure ne Nacht einlegen. (Ich habe zum Entkalken schon einiges genutzt! Auch O-Saft! :D) Warmes Wasser mit einem Schuß konzentrierte Zitronensäure (Citrovin für unter 1€ im Laden zu kriegen) tut es sehr gut. Damit wird der Wasserkocher regelmäßig entkalkt. Wenn also dein Wasserkocher eh zum Entkalken fällig ist: Wasser rein, Zitrone rein spritzen, aufkochen... Wenn das Wasser nicht mehr kocht, sondern nur noch heiß (max. 80°C) ist, hängst du die Düse mit zu. Die Kabel der E-Heizung dürfen i.d.R. mit eingetaucht werden. Nur der Stecker sollte nicht mit rein. Am Anfang gelegentlich (~1x die halbe Stunde) die Düse etwas bewegen. Irgendwann einfach hängen lassen. Am nächsten Tag sollte die Düse frei sein (Sofern dort nicht was anderes die Düse verstopft!) und der Wasserkocher Kalk-frei.

MfG

Danke für den Vorschlag!

Das werde ich nächstes Wochenende wenn ich zu Hause bin mal ausprobieren! :)

für solche fälle nutze ich meine reichhaltige sammlung an injektionsspritzen und nadeln für bastelzwecke :D

ordentlich konzentrierte zitronensäure in eine spritze fülle, dünne nadel (insulin z.b.) und das medikament direkt in die düse ap­pli­zie­ren.

wenn du sie hast (entrosten) geht auch phosphorsäure sehr gut.

am nächsten tag sollte die düse frei sein.

erspart kochen, düsenausbau (gern bricht besonders bei diesen temperaturen was an älterem plastik) und wieder reingefrickel.

und in zukunft wie beschrieben 'weiches' wasser nehmen. bewährt gegen kalkkrümel hat sich auch ein motorrad-benzinfilter in der wischwasserleitungt.

end of ot.:D

Zitat:

@sukkubus schrieb am 29. November 2016 um 17:23:14 Uhr:

bewährt gegen kalkkrümel hat sich auch ein motorrad-benzinfilter in der wischwasserleitungt.

Bei Krümel die bereits abgebunden haben! Wenn es Kalk von in der Düse verdampftem Wasser ist, nützt dies nichts. Der Kalk ist filtergängig, wenn er gelöst ist.

MfG

Heute stand mein Auto so ca. 7 Stunden im Freien, Temp. zwischen -5 und 0°. Ein Flüsschen in Sichtweite. War aber nichts zugefroren, nur eine Reifschicht auf der Motorhaube und vier Minuten nach dem Losfahren = 2 km kam bereits 27° warme Luft aus den Düsen. Und morgen teste ich das mal ohne Standheizung beim Einsteigen anzumachen :p.

Nach 2km kommt bei mir auch warme Luft raus. (Und das ohne STH.) Das Öl ist dann schon über 35°C... (Für's Wasser hab ich nur nen Zeiger, der so lala NORM anzeigt.)

MfG

Standheizung beim einsteigen anmachen?

Andere nenn es Zuheizer!

MfG

Zitat:

@Johnes schrieb am 29. November 2016 um 16:50:43 Uhr:

Abkochen, abkühlen lassen! Dann bindet der größte Teil vom Kalk ab. Danach kann man es filtern. (Kaffeefilter) Das Wasser ist dann deutlich in der Härte gefallen. Es gibt auch viel weniger hartnäckige Wasserflecken auf dem Lack. Gerade wo Wasser besonders hart ist, macht das Sinn. (Hier: >14°dH)

Warum sooooo kompliziert? Wenn ihr hartes Wasser habt, mischt es mit entmineralisiertem Wasser. Ist auf jeden Fall billiger als abkochen, filtern etc.

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