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Motor im Stand laufen lassen schaedlich?

Themenstarteram 23. Oktober 2008 um 2:31

Hallo zusammen,

habe jetzt schon die unterschiedlichsten Sachen gehoert - was stimmt den jetzt wirklich:

ist es schaedlich fuer den Motor ihn im Leerlauf laufen zu lassen oder nicht?

Also nicht nur drei Minuten an der Ampel sondern wirklich ueber eine laengeren Zeitraum.

Macht es evtl. einen Unterschied ob kalt oder warm?

Gruss

Daniel

Beste Antwort im Thema
am 7. November 2009 um 17:19

Zitat:

Original geschrieben von hartmut1959

(...) Außerdem ist mir die Umwelt egal, den Sprit den ich mehr verbrauche bezahle ich auch.

..und für diese Aussage solltest Du auf Lebzeit ein Verbot an allen Tankstellen dieser Erde erhalten..

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Auch an den Innenraumfilter denken. Ich wechsle meinen jährlich und das Beschlagen ist deutlich geringer geworden.

Fußmatten aus Stoff binden leichter Feuchtigkeit; ein Wechsel auf Gummi-Fußmatten reduziert auch noch mal die mögliche Feuchte im Innenraum merklich. Gerade zumal man ja im Winter oft gefrorenes Wasser an den Schuhen hat und nicht jedes Gramm abklopfen kann.

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von quakex

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Wir sind erwachsene menschen. Wenn er sich halt erischen lässt muss er dafür aufkommen und fertig.

Ihr macht da ein Heckmeck als wäre das ein Mord. Das gibt 20€ oder so und fertig. Da habe ich echt andere Probleme als mir über sowas den Kopf zu zerbrechen.

und im mehrfachen Wiederholungsfall? :D

Andere Laender, andere Sitten. ;)

Das Dritte mal das ein Rentner/Blockwart bei uns die Polizei anruft findet er sich vor dem Richter wegen Polizeibelaestigung. Wird aber nur ne Geldstrafe sein oder maximal 3 Tage im Klinkerbau...

 

Man muss das "Problem" in seine Teile zerlegen:

In Deutschland geht es in erster Linie um das "Unnoetig laufen lassen" Gesetz.

Das wird dann durch Zeitungen als "warmlaufen ist schaedlich" kaschiert und jeder schreibt vom Vorschreiber ab...

Man ueberlege sich mal: ein 4 Zylinder Motor im Leerlauf hat 6-800 U/min das haest er hat 6 bis 800 Zuendungen pro Minute. Man stelle sich vor jemand wuerde einem ein Feuerzeug 600 mal pro Minute unter dem Allerwertesten anzuenden. Glaubt hier wirklich Jemand das einem der Arsch dabei kalt bleibt?!? :eek: :D :D

Egal was die Wassertemperatur, die Zylindertemperatur klettert eher schnell, da ist bald Schluss mit der Benzin "Wascherei" :D

Es gibt hier ein paar Staaten die den "Unnoetigen" Leerlauf von LKW nach 15 Minuten verbieten, halten tut sich da Niemand dran. Einfach weil "Unnoetig" schwer zu definieren ist.

Wenn man den Motor (auch in D) beim Scheibenkratzen laufen laesst ist das nicht "Unnoetiger" Leerlauf oder Warmlaufenlassen sondern Klimagerechte "Vorheizung" der Windschutzscheibe.

 

Fazit: Deutsche (vereiste) Autofahrer brauchen amerikanische Rechtsanwaelte statt Standheizung! :D :D :D

 

Die Skandinavier denken eh nur das die "Suedlander" alle balla balla sind und nicht alle Tassen im Schrank haben. :p

 

 

Gruss, Pete

 

 

am 27. November 2013 um 14:06

Zitat:

 

Die Skandinavier denken eh nur das die "Suedlander" alle balla balla sind und nicht alle Tassen im Schrank haben. :p

Genau, die starten im Winter ihr Auto nur ein einziges mal und lassen es dann bis zum Frühling laufen, das ist übrigens kein Witz, hab ich selber gesehen :D

Gruß Tobias

Ja und wie gesagt, ich kenne Leute, die ihre Autos im Raum Skandinavien verkaufen, da ist ein Gebrauchtwagen mit 500.000 km "normal" und die Teile werden locker noch mal 200.000 km gefahren. Und in Deutschland kriegen alle nasse Klöten, nur weil das Auto 100.000 km erreicht hat.

Wir haben genau zwei von acht Autos in der gesamten Familie, die weniger als 100.000 runter haben und drei, die die 200.000 weit überschritten haben (277 tkm ). :)

Dort in Finnland z.B. kriegt man auch noch recht gutes Geld für Gebrauchte. Luxussteuer muss man zwar glaube ich auch zahlen, aber es machen so viele, da scheint es sich zu lohnen.

Alle drei Jahre schmeißt man das "alte Auto" dann weg und holt sich einen Neuwagen. Der natürlich komplett ohne Umweltbeeinträchtigung (:D :D) gebaut wurde.

cheerio

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän

Ja und wie gesagt, ich kenne Leute, die ihre Autos im Raum Skandinavien verkaufen, da ist ein Gebrauchtwagen mit 500.000 km "normal"

hängt allerdings auch garantiet mit der etwas ländlicheren Gegend zusammen...

Für 500.000km bräuchte der Ottonormaldeutsche vielleicht 25 Jahre.

Sollte der Motor so lange halten wäre quasi das gesamte Auto inzwischen ausgewechselt.

Zitat:

Original geschrieben von Spezialwidde

Zitat:

 

Die Skandinavier denken eh nur das die "Suedlander" alle balla balla sind und nicht alle Tassen im Schrank haben. :p

Genau, die starten im Winter ihr Auto nur ein einziges mal und lassen es dann bis zum Frühling laufen, das ist übrigens kein Witz, hab ich selber gesehen :D

Gruß Tobias

Machen wir in Minnesota auch. Die Alternative ist naemlich das Ding nach dem Abstellen, wenn es total eingefroren ist, nach Florida zum austauen zu schleppen... ;)

 

Gruss, Pete

 

 

Zitat:

Original geschrieben von devastators

Zitat:

Original geschrieben von där kapitän

Ja und wie gesagt, ich kenne Leute, die ihre Autos im Raum Skandinavien verkaufen, da ist ein Gebrauchtwagen mit 500.000 km "normal"

hängt allerdings auch garantiet mit der etwas ländlicheren Gegend zusammen...

Für 500.000km bräuchte der Ottonormaldeutsche vielleicht 25 Jahre.

Sollte der Motor so lange halten wäre quasi das gesamte Auto inzwischen ausgewechselt.

Das möchte ich nicht abstreiten.

Meine Mutter wohnt städtisch und wenn die mal auf 8.000 km im Jahr kommt, dann ist das normal bis viel für sie.

Wenn ich in einem Jahr 25.000 km fahre, ist das ziemlich wenig (im Mittel sind's eher 30-35.000 km). Und daher kommen dann halt die Laufleistungen zustande.

Ich wollte damit ja nur sagen, dass ein Auto nicht gleich für die Tonne ist, nur weil es 100-200 tkm hat. Im Gegenteil.

Guckt Euch heutzutage zehnjährige Autos an und dann erinnert Euch mal, wie 1991 ein zehnjähriges Auto dastand.

cheerio

richtig...

und genauso kommen die Aussagen zustande..

Benziner: maximal 200.000 und Schluss, die halten nicht so lange

Diesel: Locker 300-400tkm und mehr, die halten ewig...

Man vergisst nur schnell, dass im Schnitt dann die Laufleistungen in der gleichen Zeit gefahren werden, der Diesel aber "schonend" auf der Autobahn sein Leben verbringen durfte.

Ein Diesel im Kurzstrecken-Stadtbetrieb hält m.E. kaum länger als ein kleiner Benziner.

BTT ;)

Ich glaube das einzige nicht schädliche für den motor ist ihn aus zu lassen :)

Alles andere sind individuelle Kompromisse.

Naja, Ihr muesst euch halt mit dem Gesetz arrangieren wie es die Ordnungshueter betrachten.

Wahrscheinlich machen die Diesel frueh am Morgen jede Menge Krach und wecken die Nachbarn auf. Benziner fallen da weniger auf.

 

Pete

Zitat:

Original geschrieben von xY2kx

Kleiner Hinweis noch: Wer Probleme mit von innen zufrierenen Scheiben hat, hat vermutlich irgendwo einen Wassereinbruch oder die Umluftklappe der Lüftung ist defekt.

Mein Auto trocknet gerade per Luftentfeuchter und Heizlüfter, da der Scheibenheini die Abdeckung des Wasserkastens nicht richtig montiert hat. Deshalb mach ich eig auch alles selber^^

Oder man atmet uebermaessig viel ;)

Hab auch schon schlechte Werkstatterfahrungen gemacht...

Passiert es einmal.. Kann man mal drueber wegsehen.. aber wenn es immer wieder passiert :D

Benziner halten auch über 400000km im überwiegenden Stadtverkehr, kein Problem, man muss sie nur schnell hinter sich bringen, bevor die Karosse durchgerostet ist.

Ja, es ist halt doch alles sehr zwiegespalten.

 

Das Problem ist, dass es soviele (ggf. auch selbsternannte) Fachexpertise gibt...das eigentlich irgendwann überhaupt nicht mehr transparent ist, was nun "korrekt und richtig" ist.

 

Ich bin aber auch der Meinung, dass ein warm laufen lassen schonender ist, als warmfahren.

 

Auf der einen Seite (und das widerspricht einem vorherigen Post eines Users) wird ein Auto in der Bewegung schneller warm.

Letztendlich bringe ich durch das Bewegen des Fahrzeugs Last ein und eine Temperierung findet markant schneller statt als im Stand. Das ist auch meßbar und die logische Folge.

 

Natürlich wird der Motor durch den Fahrtwind währen der Fahrt durch den Fahrtwind gekühlt...das steht aber durch die parallele Lasteinbringung und Temperierung in keinem Verhältnis als wenn der Motor steht.

Und natürlich (was ja auch genannt wurde) gibt ein Motor im Stand auch Wärme ab bis ggf. irgendwann der Lüfter anspringt. Das ist aber kein Argument, dass der Motor im Stand schneller warm wird.

Weil bis zu diesem Punkt, an dem der Motor im Stand eine solche Wärmeentwicklung überhaupt erreicht...da muss ich erstmal hinkommen. Und vor allem der Zeitansatz (alleine schon beim Kühlwasser, Öl gar nicht betrachtet) von meinetwegen 5° auf 80°...ist im Stand immens länger als beim Fahren.

 

Jetzt besteht natürlich hier folgender Zwiespalt:

Fahre ich das Auto warm, so komme ich zwar zügiger auf Temperatur...bringe aber ab dem ersten Meter Last auf einen Motor, der noch lange nicht in seinem Arbeitsbereich temperiert ist.

 

Lasse ich das Auto warm laufen, so dauert es deutlich länger um (im Stand) auf Beriebstemperatur zu kommen...der Motor unterliegt aber in dem Sinne kaum Last und wird (bildich gesehen) fast von der eigenen Schwungmasse angetrieben. Ich hoffe man versteht was ich meine.

 

Also sollte in meinen Augen die Frage eher lauten: Was ist weniger schädlich?

Schneller auf Temperatur kommen, aber in einen kalten Motor Last einbringen...oder im Stand ohne Last warmtuckern lassen aber länger brauchen um auf Temperatur zu kommen?

 

Und heutige Öle sind so spezifiziert, dass sie auch kalt immer noch eine absolut ausreichende Schmierung haben (vorausgesetzt man verwendet bei -35° kein 15W Öl)

 

Der Eintrag ins Öl wurde ja auch genannt, sehe ich persönlich aber auch weniger unproblematisch (im Bezug auf Kurzstrecke). Wer regelmäßig dem Bock auch mal die sporen gibt, der wird den Eintrag auch wieder los.

 

Aber im Fazit...machen wir uns nicht alle viel zu viel Gedanken?

I.d.R. "sterben" die Autos nicht an einem Motorschaden. Eher daran, dass alles außenrum die Grätsche macht und der Wagen eher ein wirtschaftlicher als ein mechanischer Totalschaden ist.

 

Meine persönliche Erfahrung ist eher die, dass ein moderner Motor eher aus dem Auto "rausrostet" als dass er plötzlich "explodiert".

 

Der Block ist meist das letzte, was defekt geht.

 

Ich lasse meine Auto auch im Stand warmlaufen bzw. wenn der Motor einmal an ist...dann bleibt der an bis das Öl auf Temperatur ist. Egal ob ich Zwischendurch noch beim Bäcker vorbeifahre oder noch Zigaretten bei der Tankstelle hole...der bleibt an.

 

Das ist wohl genauso übertrieben wie das Zerlegen und Zerfriemeln und Haarspalterien im Bezug auf das eigentliche Thema hier.

 

Wer sein Auto regelmäßig zur Inspektion bringt und das Auto nicht...wie nennt man das umgangssprachlich?...vom ersten Meter an "abbumst".....der wird ein langes Autoleben haben.

 

Die Motoren sind nicht aus Zucker...auch wenn viele (mich eingeschlossen) sie so behandeln als wären sie es.

Zitat:

Original geschrieben von manudrescher

Natürlich wird der Motor durch den Fahrtwind währen der Fahrt durch den Fahrtwind gekühlt...das steht aber durch die parallele Lasteinbringung und Temperierung in keinem Verhältnis als wenn der Motor steht.

In der Warmfahrphase fließt das Wasser noch nicht durch den Kühler der vom Fahrtwind gekühlt wird. Es ist noch der sogenannte "kleine Kühlkreislauf" in Betrieb.

Erst später wird das Wasser vom großen Kreislauf mit dem kleinen Kreislauf vermischt.

Das Öl kommt noch langsamer auf Betriebstemperatur, bei modernen Fahrzeugen erreicht man diese im Stand nie, bzw. erst nach einer sehr langen Zeit. Peugeot hat da ein schickes Thermometer für das Öl im Cokpit, wenn das Wasser Betriebstemperatut erreicht hat hat sich der Zeiger für das Öl noch nicht bewegt.

Zitat:

Original geschrieben von Diedicke1300

Zitat:

Original geschrieben von manudrescher

Natürlich wird der Motor durch den Fahrtwind währen der Fahrt durch den Fahrtwind gekühlt...das steht aber durch die parallele Lasteinbringung und Temperierung in keinem Verhältnis als wenn der Motor steht.

In der Warmfahrphase fließt das Wasser noch nicht durch den Kühler der vom Fahrtwind gekühlt wird. Es ist noch der sogenannte "kleine Kühlkreislauf" in Betrieb.

Das stimmt schon, aber auch die Luftkühlung reicht da schon (gibt ja auch Fahrzeuge die extra eine Jalousie hinter dem Kühler haben um das zu verhindern).

Ich schließe mich der Ursprungsaussage uneingeschränkt an, ein im Standgas laufender Motor braucht wesentlich länger um auf Betriebstemperatur zu kommen.

Ich wage sogar zu behaupten daß ein Feld-Wald-Wiesen-2Liter-Diesel das bei -10°C gar nicht schafft wenn die Heizung voll aufgedreht ist.

Gruß Metalhead

Bezüglich Motoröl gibt es einfach ein paar praktische Probleme wenn es sehr kalt ist..

-Es ist sehr hochviskos je nach Spezifikation

Dadurch ergeben sich einige Schwierigkeiten im Fließverhalten.

Es müssen hohere Drücke aufgebaut werden um ein gewisses Volumen zu fördern..

Je hoeher der Druck desto hoeher der Volumenfluss.. Aber der Druck ist begrenzt (weiss nicht genau wieviel Bar, überdruck und somit ein Teil des Volumenstroms wird in die Oelwanne zurückgeleitet)

Bei Kaltem Oel ist dieser Maximaldruck relativ schnell erreicht…

Ihr kriegt also durch hoehere Drehzahlen keinen hoeheren Oeldruck mehr fuer die Motorlager.

Sprich der Volumenstrom bleibt gleich und wird nicht grösser der an die schmierstellen kommt. Aber eure Drehzahl und somit Wärmeerzeugung steigt.

Dadurch bildet sich sehr schnell Hitze die sich aber staut da der Volumenstrom des kühlenden Oels nicht grösser wird. Es kommt zu staerkeren lokalen Erwärmungen durch hohe Mischreibung und somit zu überproportional hoeheren Verschleiss und zu starken Spannung durch Temperaturdifferenzen und somit auch zu stark unterschiedlicher Wärmeausdehnung der Materialien…

Man muss dazu auch sagen dass sehr viskoses kaltes Oel auch einen schlechteren Wärmeübergangskoeffizienten hat. (bedingt durch Prandt-, Reynolds- und Nusseltzahl)

Neben den Temperatureffekt gibt es auch nen Druckeffekt..

Oeldruck ist gut .. aber zu hoch darf er auch nicht sein da es auch druckempfindliche Bauteile im Motor gibt: z.B. Kettenspanner, Oelfilter etc….

Hoehere Drehzahl + hohe Viskosität = extrem erhoeter Druck

Der Oelfilter hat ja ein Bypassventil als schutzmechanismus.. Sprich wenn ihr zu viel Druck habt dann fährt ihr quasi ohne Filter :D

Ob das so gut ist kann sich jeder selbst denken..

Also die fluiddynamischen Bedingungen sprechen sehr stark für warmlaufen…

Ein warmfahren mit sehr kleinen Drehzahlen muss nicht unbedingt schädlicher sein.

Es ist genauso schädlich wie warmlaufen oder einen Tick schädlicher (Den Tick merkt man wahrscheinlich in der Praxis nicht)

Je nachdem wie eure Motoren mit den Druckregelventilen ausgelegt sind..

Aber ein warmfahren mit hohen Drehzahlen ist überpropotional schädlich

Ich weiss natürlich nicht wie sich die Mechanik verhält wenn der Kolben ohne Last läuft..

Hab mal was gelesen dass der Kolben angeblich stärker taumelt (was ja schädlich wäre)

Aber den Beweis habe ich nirgendwo gefunden..

Gruss

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