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Motor geht aus

VW Käfer 1300
Themenstarteram 28. August 2014 um 9:32

Hallo,

ich habe einen 1300 aus dem Jahre 1967. Habe das Auto 2Jahre selber restauriert.

Der Motor lief immer rund und machte nie Probleme.

Von heute auf morgen lief er aber nichtmehr rund. Wenn man bremst oder das Kupplungspedal drückt geht er ständig aus. Wenn man eine Zeit lang gefahren ist wird es ein wenig besser. Er geht nicht direkt aus aber dreht sehr sehr langsam. Zündkerzen sind neu, Zündzeitpunkt stimmt, Ventilspiel ebenfalls, Vergaser und Pumpe sind sauber, Kompression passt auch und der Vergaser war so eingestellt das alles lief (ca. alles vor 3 Monaten gemacht und seid dem nicht mehr als 200km gefahren).

Technische Probleme hatte ich nie, nur das "Choke heating Element" an der rechten Seite des Vergasers musste mal getauscht werden, da er ebenfalls ständig aus gegangen ist. Kann das wieder defekt sein?

Ich vermute, dass das am Wetter Änderung liegt da es plötzlich so schnell kalt geworden ist (Frankfurt am Main). Sollte es das sein, was kann ich dagegen machen? Standgas höher oder bisschen "fetter" stellen?

 

Vielen Dank im Voraus

Ps: Habe die anderen Threads schon gelesen und nichts für mein Problem anwendbares gefunden.

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11 Antworten

Moin! :)

Sowas kann ganz schön nervig sein. Eigentlich würde ich zur Analyse erstmal "Schema F" anlegen:

Bevor Du was am Vergaser änderst, erstmal alles drumherum prüfen und sicherstellen das der Hase nicht da irgendwo im Pfeffer liegt. Zündung, Ventile und Kerzen hast Du ja schon aufgezählt. Falls noch nicht getan solltest Du das "Ansaugsystem", also Ansauggeweih, Anschlüsse etc. noch auf ziehen von Falschluft prüfen. Auch ein sehr häufiges Problem.

Wenn da soweit alles passt, würde ich auf den Vergaser schielen. Hört sich erstmal so an, als würde er beim bremsen/auskuppeln zu sehr abmagern. Wäre auch eine mögliche Erklärung für den schlechten Leerlauf. Das ließe sich dann durch etwas fetter stellen beheben. Aber immer nur in viertel bzw. halben Umdrehungen an der CO-Schraube testen.

Gibt aber natürlich auch noch nen paar andere Möglichkeiten - ich würde mich erstmal wie oben beschrieben rantasten.

Beste Grüße

SideWinder80

P.S.: Bevor Du größere Änderungen an den Einstellungen der LL- und der CO-Schraube am Vergaser vornimmst, schraub' beide Schrauben mal vorsichtig bis zum Anschlag rein und zähle die Umdrehungen mit. Dann weißt Du später immer von welcher Einstellung Du gekommen bis - und kannst auch dahin wieder zurück. ;)

Noch ein tip dazu ;)

Hast du den Automatikchock auch wieder so ein gebaut wie er war???

Nicht das du ein strich zu weit nach vorne gedreht hast.

Groeten Mark

Themenstarteram 29. August 2014 um 14:01

Vielen Dank erstmal für die Antworten.

Das mit der Falschluft kann eigentlich nicht sein, da er ja super anspringt und auch läuft.

Habe das Ausschaltventil geprüft. Es klickt und bekommt Strom.

Sicherungen sind auch ok.

Erst wenn der Motor warm wird und und die Begreunzungsschraube an der Stufenscheibe eine Zacke weiter nach unten springt, sackt die Drehzahl zu stark ab und er geht direkt aus (im "kalten" Zustand). Ist man eine Weile gefahren, sinkt die Drehzahl zwar, aber er geht erst nach 20-30sec aus.

Ich vermute das die Bohrung am Ausschaltventil verstopft ist und er deswegen ausgeht.

Ich baue das Ding jetzt mal aus und überprüfe es.

 

Marcel

Also das er im kalten Zustand läuft ist keine Indiz dafür, dass er keine Falschluft zieht. Er läuft dann ja aufgrund der Kaltstartautomatik fetter. Das könnte bei einem Falschluft-Problem dann eben noch reichen das er läuft. Und wenn er dann umspringt reicht es eben nicht mehr, weil er durch die Falschluft zunehmend zu mager wird. Aber das nur am Rande. ;)

Hast Du schon mal die Umdrehungen der beiden Schrauben (LL- und CO-Schraube) bis zum Anschlag gezählt? Der Anschlag der Drosselklappe an der Stufenscheibe ist auch richtig eingestellt?

Wie sieht's denn aus, wenn Du ihn im "warmen" Zustand - also Stufenscheibe ganz "abgelaufen" einfach ne viertel bis halbe Umdrehung an der CO-Schraube fetter stellst?

Tach,

auch mal ein Auge auf die Benzinpumpe und das Schwimmernadelventil werfen.

Als erstes mal den Benzindruck testen und prüfen ob das Nadelventil richtig schliesst.

Wenn er am Ende der Warmlaufphase ausgeht kann es sein das der Vergaser überläuft....

gruss

Themenstarteram 1. September 2014 um 22:04

Ok,

schaue ich morgen mal. Habe mal das Abschaltventil gereinigt die Chokefeder ebenfalls.

Ein 30 Pict 2 Vergaser ist drauf.

Die LL schraube ist 1.25 Umdrehungen draußen.

Ich glaube das irgend ein Ventil ist verstopft.

Wisst ihr vlt welches?!

Marcel

Es könnte natürlich auch eine der Düsen verstopft sein. Wenn das LLA (Leerlaufabschaltventil) einwandfrei schaltet und das stufenweise leichte fetter stellen nichts bringt, würde ich als nächstes mal die Düsen kontrollieren und "durchspülen" mit Sprit und Druckluft.

Da das Problem im Leerlauf liegt, bieten sich als erstes die Zusatzkraftstoff und die Leerlaufdüse an. Von hinten auf den Motor betrachtet sind beide auf der rechten Seite des Vergasers. Ist zwar fummelig, kommt man aber im eingebauten Zustand von außen noch ran.

Aber: Es müssen nicht unbedingt die Düsen verstopft sein. Kann auch in den Bohrungen irgendwo im Leerlaufsystem sein. Im Zweifel musst Du den Gaser mal runterbauen und alles reinigen/durchspülen. Merkst Du Dir die Einstellungen der LL- und der CO-Schraube, kannst Du wieder zurück zu Deiner Grundeinstellung - war wirklich nur was verstopft müsste er dann ja wieder laufen.

Prüfe aber auch mal die Benzinpumpe wie keildriemen schon schrieb.

Beste Grüße

SideWinder80

Wenn die Düsen gereinigt sind kann man vor Vergaserausbau noch zwei Sachen versuchen.

Erschtens : Ansaugschlauch ab ,ordentlich Gas geben, Patschehändchen auf den Ansaugtrichter,bei halber Drehzahl wieder runter mit der Hand. Wiederholen....

Das kann was auspülen....manchmal.

Zwettens : Benzindruck bei laufendem Motor prüfen(t-stück und billiges Instrument reichen).

So 0,3 bar sinds glaub ich,die man braucht. Wichtiger aber,das dieser nur langsam fällt,also ganz langsam...!

Im schlimmsten Fall Nadelventil tauschen,aber dann Schwimmerstand prüfen.

nabend noch

Themenstarteram 10. September 2014 um 9:00

Also,

habe alles überprüft was ihr oben geschrieben habt. Nichts hat geholfen.

Da ich dem Abschaltventil nicht getraut habe, habe ich es gegen ein neues erstetzt, ob wohl es Strom bekommt und es einwandfrei geklickt hat. Und sieh da, er läuft wieder!!!

Trotzdem vielen lieben Dank für die vielen Ideen

Marcel

Was ist mit denn Verteiler Kappe und Finger alles rein.

Damit meine ich kein Einbrand spuren oder Oxedation??

Gr. Mark

Hi,

hatte das Problem auch bei meinem 1300er F-Motor.

Am Ende wars wohl Falschluft von der Drosselklappenwelle am Vergaser (vmtl.). Hab mir einen neuen Brosol Vergaser geholt und nun läuft er problemlos und wieder mit mehr/voller Leistung!

Ein Indiz für Falschluft war bei mir, dass das Gemisch mal abmagerte (beim Stehenbleiben an der Kreuzung) und zugleich aber überfettete (beim abrollenden Motor bloben im Auspuff). Ich konnte da am Vergaser herumstellen wie ich wollte, wurde nie wirklich besser. Der neue Vergaser hat alles beseitigt.

Sg

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