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Mittlerer vs. großer Akku

VW ID.3
Themenstarteram 22. Juli 2020 um 0:24

Eigentlich ist für mich klar, der mittlere Akku ist perfekt für mich. Angesichts des geringen Preisunterschiedes muss man sich den großen aber durchaus mal ansehen :). Der Pro S hat ja schon das Interieur-Paket und 19"-Felgen serienmäßig. Dagegen fehlt das Discover Pro, aber dafür soll ein kostenpflichtiges Update reichen. Selbst bei der Sitzheizung soll es mit Update o.ä. funktionieren. Dann sind es nur rund 3000 € mehr für brutto 20 kWh extra. Was bekommt man dafür?

- Schlechtere Beschleunigung 7,9 s. statt 7,3 s., da 129 kg schwerer, aber vielleicht 0,1 oder 0,2 s. gehen davon auf das Konto der großen serienmäßigen Felgen.

- 125 kW Laden statt 100 kW

- 550 km statt 420 km Reichweite (gerundet, je nach Ausstattung)

- Weniger Akkudegeneration, da weniger Zyklen bei gleicher Kilometerleistung (falls bei diesen Größen relevant)

- Bessere Reisetauglichkeit durch mehr Reichweite

- Besserer Wiederverkaufswert wg. Akkuzustand

- 19" ist leider auch bei Winterrädern Pflicht (teuer)

- Weniger Ausstattungsfeinheiten (2 vs. 7 Varianten)

- 4 statt 5 Sitze

- Kein Panoramadach möglich

- Kein Fahrradträger möglich

Wie würdet ihr entscheiden?

j.

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66 Antworten

Die Beschleunigung wird man kaum spüren, das ist ne halbe Sekunde, quasi nix. Mir kann keiner erzählen, das er das im Alltag bewusst wahrnimmt ! Sag 2mal schnell hintereinander laut "Jetzt".... das war schon länger als der Beschleunigungsunterschied !

Aber war es nicht so, das mit dem großen Akku der Wagen nur für 4 Personen zugelassen ist ? Das wäre das größte Manko und ein klares Nicht-Kauf-Kriterium.

Das mit der Reisetauglichkeit halte ich auch nicht für ein wirklich kritisches Kriterium. Wer mit einem E-Auto reist, also 700Km+ fahren will, kommt um eine Streckenplanung mit Ladestopps nicht herum. Komplett leer fahren wird man das Auto nie, da man sich ja Reserven lassen will. 2-3 Std Fahrt bei Tempo 100-130Km/h sollten beide packen und dann ist eine Pause eh dringend empfohlen. Ich bin früher 5-6 Stunden am Stück gefahren, danach war man aber völlig im Eimer und kann ich niemandem empfehlen. In der halben Stunde Pause sollte auch der mittlere Akku wieder ganz gut aufladen !

Zur Akkudegeneration kann man jetzt natürlich nicht viel sagen aber wenn VW auch nur halbwegs gescheite Akkus verbaut wie andere Marken sollte das keinerlei Probleme geben. Selbst die ersten Teslas, die schon 10 Jahre unterwegs sind zeigen deutlich weniger Akkudegeneration als man erwartet hat. 300.000 sollten kein Problem sein, ausser VW hat hier gespart und billigen Müll verbaut, dafür braucht der durchschnittliche Deutsche 25-30 Jahre !

Ich würde wohl eher zum mittleren Akku greifen, allein schon wegen dem Sitzplatz. Ich hab zwar eher selten das Auto voll aber ab und an kommt es dennoch mal vor ! Allerdings fahre ich sehr sehr selten besonders lange Strecken. Wer mehrmals im Jahr Strecken von 700+Km zurück legt ist mit dem großen Akku wohl besser dran, vor allem im Winter, da dürfte die realistische Reichweite auf gut 300Km oder sogar weniger zusammenschrumpfen, wäre mir eindeutig zu wenig ! In Frage kommt der ID.3 für mich ohnehin nicht, aber interessant ist er schon ! Zumindest wird er den Markt aufwirbeln !

Ich bin auch hin&her gerissen.

Für die Modelle mit dem großen Akku gibt es auch kein Pano-Dach und es sind nur 4 Sitze (statt 5) zugelassen.

Für mich nicht relevant, aber vielleicht für andere: keine Anhängerkupplung/Fahrradständer beim großen Akku.

Am Ende muss man halt die Frage stellen, wie oft man die erhöhte Reichweite innerhalb der Nutzungsdauer benötigt.

Beispielrechnung: Jeden Monat einmal benötigt, Nutzungsdauer 8 Jahre. Macht insgesamt ca. 100 Situationen. Aufpreis x.xxx Euro (hängt von Deiner Wunschkonfiguration ab...). Demzufolge kostet jede Situation xx Euro extra. (Hausnummer: 15 bis 25 Euro pro Situation; bei Dir wären es rechnerisch wohl 30 Euro). Ist Dir das wert, oder kannst Du mit den Reichweitensituation anders umgehen?

Andererseits: Im Laufe der Zeit nimmt die Akkuleistung ab. Vielleicht kommt man ja in Regionen, in denen der mittlere Akku nicht mehr reicht. Dann ist man um jeden Extra-km dankbar.

(Mittlerer Akku: angeblich bis zu 420 km Reichweite. Unter optimalen Bedingungen. Und außerdem reduziert sich das bereits in Konfigurator je nach Ausstattung. Im Winter und wenn man nicht immer nur 60 km/h fahren will (z.B. auf der Autobahn), bleiben davon vielleicht noch 250 km oder weniger übrig (sage ich aus leidvoller Erfahrung als E-Fahrer). Dann Akku-Degeneration von 20%. Bleiben noch 200 km oder weniger übrig....

Und da sind Deine anderen berechtigten Punkte noch garnicht berücksichtigt....

Themenstarteram 22. Juli 2020 um 7:59

Kann es sein, dass zum großen Akku später noch ein Performance-Upgrade auf vielleicht 260 PS kommt? Ich denke, der große Akku kann doch mehr Strom liefern, hat mehr Tuning-Potenzial. Vielleicht auch nur Anhebung auf 180 km/h?

j.

Bei anderen Herstellern geht der größere Akku mit mehr Leistung und einer besseren Beschleunigung einher

Themenstarteram 22. Juli 2020 um 8:24

Die Version mit großem Akku soll ja eigentlich gar nicht geplant gewesen sein. Vielleicht ist der Motor nicht stark genug für mehr PS?

j.

Das liegt daran, weil die das Modell mit dem 62 kWh Akku mit 204 PS ausliefern. Bei den SUVs bekommen diese Leistung nur die Modelle mit 82 kWh Akku und bei 62 kWh leistet der "nur" 180 PS. Da fällt es dann nicht auf. Beim ID.3 werden vermutlich eh die meisten zum 62 kWh Akku greifen.

Zitat:

@jennss schrieb am 22. Juli 2020 um 08:24:17 Uhr:

Die Version mit großem Akku soll ja eigentlich gar nicht geplant gewesen sein. Vielleicht ist der Motor nicht stark genug für mehr PS?

j.

Von Anfang hat VW die drei Akkugrößen genannt, die es aktuell gibt.

Mal meine Meinung aus Sicht eines Hybrid- und eGolf 300 Fahrers, der mit dem eGolf auch schon mal 600km am Stück gefahren ist (ja, da gibt's sicherlich noch Erfahrenere ;))

Zitat:

@jennss schrieb am 22. Juli 2020 um 00:24:51 Uhr:

- Schlechtere Beschleunigung 7,9 s. statt 7,3 s., da 129 kg schwerer, aber vielleicht 0,1 oder 0,2 s. gehen davon auf das Konto der großen serienmäßigen Felgen.

Ich finde den eGolf mit seinen 9.x Sekunden schon spaßig.... alles darunter macht auch Spaß. Und solange man keinen Sprung unter 5 Sek. hat, wäre es mir schnurz, ob 7.9s oder 7.3s - ist im Alltag völlig uninteressant.

Zitat:

- 125 kW Laden statt 100 kW

- 550 km statt 420 km Reichweite (gerundet, je nach Ausstattung)

- Bessere Reisetauglichkeit durch mehr Reichweite

Ich bin mit dem eGolf 600km gefahren. Das schlimmste sind bei der Langstrecke mit dem eFahrzeug die Ladegeschwindigkeit (eGolf nur 40kW) und ggf. ein Rapidgate (die Ladeleistung des eGolf brach von 40kW auf 25 auf 15kW ein!). Solange ein eFahrzeug >75kW im Schnitt von 20-80% schafft finde ich das völlig ausreichend. Gehen wir mal davon aus, das der Schnitt 25% unter der maximalen Leistung liegt (Tests werden es zeigen oder auch nicht ;)):

- 420km = 58kWh => 60% = 35kWh => 20-80% Ladestop = ca. 30min. für 258km

- 55km = 77kWh => 60% = 46kWh => 20-80% Ladestop = ca. 30min. für 330km

Als Spaß habe ich mal bei ABetterRoutePlanner.com die Strecke München - Kopenhagen mit beiden Varianten durchgeplant (über die Fähre; den Vergleich kann ich eh empfehlen, da es da ganz interessante Erkenntnisse gibt - siehe Anhang):

ID.3, 58kWh, 13:33min mit 2:40 Ladezeit (5 Stops)

ID.3, 77kWh, 12:21min mit 1:41 Ladezeit (3 Stops)

Man braucht also etwas weniger Ladestops/Zeit und spart auf ca. 1.000km 1:10min. ein. Aber ob einem diese Unterschiede die Nachteile (Sitzplätze, etc.) wert sind? Ich halte den Unterschied für zu gering. Hängt aber auch davon ab, wieviel Langstrecke man fährt. Ich wäre mit dem eGolf und seinen knapp 200km Reichweite glücklich, wenn er 75kW sicher, ohne Rapidgate laden würde - dafür fahre ich zu wenig Langstrecke. ;)

Zitat:

- Weniger Akkudegeneration, da weniger Zyklen bei gleicher Kilometerleistung (falls bei diesen Größen relevant)

- Besserer Wiederverkaufswert wg. Akkuzustand

Da mag was dran sein. Aber diese Punkte kann man schlecht abschätzen. Genauso kann es sein, das die mittlere Variante für die meisten auch langfristig interessanter bleibt und niemand in 5 Jahren 2.000€ mehr für die größere Variante ausgeben will. Es ist wie bei jedem Extra: Ein Kauf für den Wiederverkauf bringt meist nur Verlust, wenn man das Extra nicht eh selbst will/braucht. 20% Degeneration sind beim 58kWh zwar 11kWh und dann nur noch 47kWh.... aber mit über 330km Reichweite ist man immer noch gut dabei. Und 20% sind sicherlich deutlich übertrieben.

Zitat:

- 19" ist leider auch bei Winterrädern Pflicht (teuer)

- Weniger Ausstattungsfeinheiten (2 vs. 7 Varianten)

- 4 statt 5 Sitze

- Kein Panoramadach möglich

- Kein Fahrradträger möglich

19" sind eher Geschmacksache (von den Kosten abgesehen), aber nur 4 Sitze, kein Panoramadach, kein Fahrradträger - DAS sind Dinge, die im Alltag auffallen und auch beim Wiederverkauf entscheidend sein können!

Für mich wäre es der ID.Max. Alles dabei und auf den größeren Akku kann ich verzichten.

Und: Aus ökologischer Sicht sollte die Akkugröße so groß wie nötig, aber so klein wie möglich gewählt werden. Für >80% der Käufer dürfte selbst der kleine 45kWh Akku völlig ausreichend sein - wenn man zuhause laden kann sowieso.

München - Kopenhagen
am 22. Juli 2020 um 9:53

Zitat:

@heinz2805 schrieb am 22. Juli 2020 um 09:49:19 Uhr:

....Von Anfang hat VW die drei Akkugrößen ...

Deshalb haben sie auch ein Zuladungsproblem :D

Zitat:

@jennss schrieb am 22. Juli 2020 um 00:24:51 Uhr:

- Kein Fahrradträger möglich

Lieferdatum nicht im September und keine Fahrradträger möglich sind für mich die Ausschlussgründe. Und in der Tat ist der 77 kWh ID.3 unerwartet preiswert.

Ich würde auf jeden Fall den großen Akku nehmen. Der fehlende fünfte Sitzplatz würde mich nicht stören. Kann mich nicht mehr erinnern, wann wir jemals zu fünft im Auto unterwegs waren.

Die tatsächlichen Reichweiten liegen noch deutlich unter den WLTP-Angaben. Wenn man kurz vor dem Ziel nochmal Laden muss, ist das echt lästig. Mit einem größeren Akku kann man gegebenenfalls auch schneller fahren, weil man nicht so sehr auf den Verbrauch achten muss. Man ist auf jeden Fall entspannter unterwegs. Selbst mit meinem Model 3 - 560 Km WLTP - habe ich ca. 60 km vor erreichen eines 300 Km entfernten Ziels nachgeladen, weil ich direkt am Ziel keine Lademöglichkeit hatte und ich Bedenken hatte, vom Ziel aus wieder eine Ladesäule erreichen zu können.

Soll das Fahrzeug nur für Fahrten zur Arbeit, Einkaufen etc. dienen, tut es auch der kleinste Akku. Will man auch mal auf die Autobahn und größere Strecken bewältigen, geht nichts über Reichweite.

Themenstarteram 22. Juli 2020 um 10:40

Zitat:

@heinz2805 schrieb am 22. Juli 2020 um 09:49:19 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 22. Juli 2020 um 08:24:17 Uhr:

Die Version mit großem Akku soll ja eigentlich gar nicht geplant gewesen sein.

Von Anfang hat VW die drei Akkugrößen genannt, die es aktuell gibt.

Ja, aber davor war der große Akku nicht geplant. Dass er passt, haben sie erst im Laufe der Entwicklung festgestellt. So habe ich es in einem Interview gelesen. Daher gibt es Einschränkungen mit der Zuladung bzw. Personenzahl und er hat auch nur 204 PS.

Die Beschleunigung des 550ers ist etwa so wie beim 420er mit 2 schlanken Frauen extra im Auto (zusammen 129 kg) :).

j.

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 22. Juli 2020 um 10:28:52 Uhr:

Soll das Fahrzeug nur für Fahrten zur Arbeit, Einkaufen etc. dienen, tut es auch der kleinste Akku. Will man auch mal auf die Autobahn und größere Strecken bewältigen, geht nichts über Reichweite.

Das würde ich auch so unterschreiben. Allerdings sollte man das "geht nichts über Reichweite" eben auch mit der Häufigkeit in Beziehung setzen. 3-4x im Jahr Langstrecke (>500km) ist eben was anderes als jedes 2te Wochenende.

Themenstarteram 22. Juli 2020 um 11:56

Ja, für mich ist das insofern schwierig zu entscheiden, weil sich beruflich in 2021 etwas ändern könnte und ich noch nicht sicher weiß, ob ich evtl. doch öfter mal lange Strecken fahre. Im Moment wäre der mittlere Akku perfekt. Mit dem großen Akku könnte man öfter am Anschlag (160 km/h) fahren, also weiter und/oder schneller. Das reizt schon, aber ich denke, die bessere Beschleunigung des mittleren Akkus wird man durchaus merken. Puh... schwierig.

Ich möchte ja eigentlich auch später gerne noch ein Webasto Schiebedach reinschneiden lassen. Das wird wohl nur beim mittleren Akku gehen, wenn überhaupt.

j.

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