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metallisches Rasseln unterm Motor und stockender Motor?

Ford Ka 1 (RBT)

Hallo! Mein Ka scheint den Geist aufzugeben, Erstzulassung 01/2001, 130.000km. Ein metallisches Rasseln, als wenn ne kleine Schraube im Getriebe zerrieben würde, ist im Standgas von irgendwo mittig umterm Motorblock zuhören, soweit sich das beurteilen lässt wenn man vor dem Wagen auf dem Parkplatz rumkriecht. Dïeses Rasseln hängt eindeutig mit der Motordrehzahl zusammen, und nicht mit der Drehzahl der Antriebsachse. Auskuppeln oder in beliebigem Gang fahren haben keinen Einfluss darauf, aber Gasgeben und den Motor etwas beschleunigen eindeutig. Der Motor stockt, wenn ich ihm Leistung abverlange, z.B. an Ampel anfahre oder auf gerader Strecke von 20 km/h auf 50 km/h etwas beschleunigen will (normales bis schonendes Anfahren, bin kein sportlicher Fahrer). Das Stocken ist so als wenn er ersticken würde. Nicht ryhtmisch, aber heftig. Und dann zieht er natürlich auch nicht mehr. Wenn ich nicht höllisch aufpasse würge ich ihn beim Anfahren/Beschleunuigen ab. Schliesslich ging die gelbe Motorwarnlampe an.

Hatte bis 120.000 km keinerlei Probleme. Hab mir da aber jetzt wohl aus Dummheit ein dickes Problem eingehandelt, da ich leider keine Ahnung hatte (dieses Forum nicht kannte; hatte ja auch nie ein Problem) und keinen Ölwechsel seit 70.000 km mehr hatte, nun innerhalb der letzten 20.000 km aber schon zweimal je 1.5 Liter 15W40 nachfüllen musste (beim erstenmal war sogar gar kein Öl mehr am Stab). Hab schon gelesen, dass ich nun besser anderes Öl nehmen soll, Ölwechsel machen muss, etc...

Aber lohnt sich das alles jetzt noch, oder ist der Motor schon kaputt?

Das fing alles so an, dass er in Linkskurven (nur in Linkskurven, nicht beim Geradeausfahren oder Rechtskurven), und bevorzugt wenn er noch recht kalt war, diese metallischen Laufgeräusch machte, vom Fahrersitz aus gehört vorne rechts. Beim erstenmal Öl auffüllen war es deutlich besser, aber nie völlig weg. Und bei kaltem Wetter in Linskkurven ist es wieder sehr deutlich da, das Geräusch, obwohl Ölstand jetzt o.k. ist. In der Gegend der Zündkerze, die vom Fahrersitz aus auch ganz rechts sitzt, scheint eine Dichtung kaputt zu sein. Der Motor zeigt dort aussen beim Draufschauen seit langer Zeit deutlich ölige Schmiere an und auf dem "Deckel". Da das aber irgendwie nicht wirklich drastisch ausschaut und auch nie schlimmer zu werden scheint, seit 2 Jahren, habe ich das bisher einfach als typischen öligen Schmutz eines Motors abgetan.

Schliesslich bin ich 150 km hin, Pause, und 150 km zurück Autobahn gefahren, konstant ca. 115 km/h (während der Wagen sonst das ganze Jahr nur Strecken zwischen 3 und 10 km Stadtverkehr bewegt wird). Alles problemlos, allerdings im wolkenbruchartigem Dauerregen (das sage ich weil mein Tankdeckel leider nicht richtig dicht schliesst, nur abdeckt, und vielleicht habe ich "nur" Wasser in der Leitung?).

Danach hat das Auto 3 Stunden im Parkdeck gestanden. Und als ich es wieder (problemlos) anlasse und aus dem Parkdeck fahren will, stockt der Motor, zieht nicht mehr, ist mir auf gerader Strecke nahezu ausgegangen und da ist auch die gelbe Motorwarnlampe angegangen.

Habe den Wagen vorsichtig den Kilometer zurück ins Pardeck gefahren, und da steht er jetzt. Im Standgas hatte es noch metallisch leicht gerasselt (mittig unterm Motor), und gelegentlich hat er gestockt, aber ist nicht abgewürgt. Habe noch Ölstand überprüft, alles in Ordnung, am Stab war sogar 5 cm höher als max noch was zu finden. Ehrlich gesagt war das sehr schwer abzulesen, weil der Stab irgendwie mit dünnflüssigen Öl "verschmiert" aus dem Schaft kam, nachdem ich ihn gerade erst mit einem Papiertuch trocken gewischt hatte.

Habe den Wagen 2 Wochen stehen lassen, weil ich mir nicht die Finger im Winter bei der Fehlersuche erfrieren wollte, und gestern bei 9 Grad wieder geschaut. Ölstand normal, 5 mm über max. Kein Ölfleck unterm Auto, nichts auffälliges in keiner Flüssigkeit zu finden. Abgas riecht leicht nach Benzin, aber nicht russig und nicht nach verbranntem Öl. Luftfilter habe ich nicht rausbekommen, eine der 4 Schraubenköpfe ist hinüber, die Schraube muss ich wohl erst rausbohren bevor ich da was öffnen kann. Das metallische Rasseln ist weg (bin ja auch nicht vom Parkplatz runter gefahren, und hatte noch keine Linkskurve), gelegentlich kämpfte die Elektronik aber dagegen an, dass der Motor abwürgte, was er aber letztlich nicht getan hat.

Schrottplatz? 500 EUR Inspektion für Fehlersuche? 5 EUR Zündkerze? Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Das ich die Wartung bisher auf zu leichte Schulter genommen habe weiss ich jetzt selber. Jeder Tipp woran ich bin und was mich ne Repartur kosten könnte ist willkommen!!! Danke!

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6 Antworten

Ich weiss gar nicht richtig wo ich hier anfangen soll....

Zum einen sollte der Endura Motor relativ unverwüstbar sein (vorallem die der letzten BJ bevor auf den Duratec umgestellt wurde), anderseits ist Wartung bei dem Auto wichtig. 70.000km ohne Ölwechsel sind natürlich ziemlich hart, vorallem bei Billigst 15w40 Öl, ich vermute das hier auch nie die Ventile eingestellt worden sind. Die Ventildeckeldichtung ist vermutlich auch wo jetzt Öl rauskommt.

Das Geräusch das du jetzt hörst und die MKL kann mehrere Ursachen haben. Das Geräusch kann entweder von den Ventilen kommen, das lässt sich preiswert durch Einstellen verringern wenn du Glück hast. Wenn du Pech hast ist's deine Steuerkette oder die Nockenwelle.

Und damit kommen wir zur MKL, es kann gut sein das du etwas Wasser im Tank hast was durchaus die Ruckler, wenig Leistung und MKL erklären könnte. Das kannst du relativ einfach beheben indem du entweder 10l E85 drauftankst (das bindet Wasser, etwas über 1€ pro Liter) oder sonst 2 Liter reines (99,9%) Isopropanol (bindet Wasser besser als Ethanol, 3€ pro Liter) reinkippst und dann auftankst.

Es kann aber auch sein das durch den starken Regen die Zündanlage (zB Spule) nass wurde, das sollte aber dann jetzt aufgetrocknet sein und der Motor wieder halbwegs laufen. Schlimmster Fall ist eine übergesprungene Steuerkette, dann würden die Steuerzeiten nicht mehr stimmen.

Ich würde jetzt erstmal E85 oder Isopropanol in den Tank geben und dann volltanken. Danach Ventile einstellen (lassen) und eine Ölspülung machen und danach einen Ölwechsel (mit Filter) machen - 5w40 gibts schon sehr preiswert. Beim Einstellen der Ventile wird auch die Dichtung erneuert die jetzt leckt.

Ölwechsel und Ventilspiel einstellen sollte zusammen um 100€ in einer freien Werkstatt machbar sein. Selbstmachpreis für die Teile wird bei 40€ liegen.

Ich gestehe ich hab mir nicht alles durchgelesen, aber ich würde mir nen gebrauchten Motor besorgen. Die bekommst von privat für 200€. Oder fragst mal den örtlichen Verwerter, evtl macht dir ein angebot für Motor + Einbau zusammen.

Der Endura gibt es recht häufig nach der Abfrackprämie.

Noch ein tipp, nutze im AT-Motor 5W40 da machst weniger falsch mit. alle 12Monate nen Ölwechsel und die Ventile einstellen. Dann hält der Auch. Evtl noch gleich Getriebeöl wechseln lassen wenn der Motor schon draußen ist, dabei die Kupplungsbelagstärke prüfen. Weil der wechsel der Kupplung mit Ausrücklager könnte man gleich mitmachen. Das teuerste beim Kupplungswechsel ist der Ausbau vom Getriebe, aber du musst ja eh den Motor vom Getriebe trennen um den Motor zu tauschen.

Hi !

Mann, das ist schon eine ganze Menge Holz.

Nach dem was der Motor so alles durchlitten hat, ist es ein kleines Wunder dass der überhaupt noch läuft. Der Endura ist eigentlich unzerstörbar, aber ohne Öl ist auch da schnell Feierabend. Der Ölstand wurde ja erst korrigiert, nachdem der Motor schon laute mech. Geräusche machte. Schon da hat der Motor sein baldiges Ende verkündet. Das mit den Linkskurven ist klar. Das Restöl schwappt in der Wanne hin und her und die Ölpumpe zieht nur noch Luft.

Ölstand 5 cm über max. ist genauso Banane wie zu wenig Schmierstoff. Die Kurbelwelle taucht tief ins Öl ein und schlägt unter Umständen Schaum und der Öldruck kann sich nicht aufbauen. Zudem solltest Du klären, was da für eine dünne Pampe mit dem Öl zusammengelaufen ist. Stinkt das Öl nach Sprit oder hat das Öl weissen "Schlonz" mit drin ( Kühlwasser ). Nachdem so ein Öl unmöglich schmieren kann und der Motor keinen Power mehr hat würde ich auf einen Kolbenfresser und/oder Lagerschaden tippen. Beim Ölwechsel müssten dann auch Metallabrieb oder Späne im Öl gewesen sein. Es kann auch sein, dass durch den extremen Kurzstreckenverkehr sich im Motor Ölschlamm gebildet hat, der die Ölzufuhr verstopft hat. Die Folge ist die Gleiche ...

Wenn der Rest vom KA gut sein sollte würde ich ebenfalls zu einem Tauschmotor raten.

Gruß Bernd

Themenstarteram 9. März 2012 um 10:55

Danke an alle die mir mit ihren Ideen geholfen haben!!

Der Motor summt wieder und läuft rund. Was musste dafür getan werden?

Da gibt es also einen Fehlerspeicher im Auto. Also habe ich statt den teuren Abschleppwagen einen freundlichen Ford-Werkstatt Mitarbeiter gefunden, der einfach mal mit seinem Notebook und den Anschlusskabeln vorbeigekommen ist, um den auszulesen. Es gab 2 Eintragungen in dem Speicherchip. In meinen Worten: Fehler im Zylinder 2, und Fehler an Zündkerze 2. Da der Motor aber weiterhin angesprungen ist, das metallische Geräusch nicht da war, alle Flüssigkeiten seiner Meinung nach gut aussahen, und der Motor nur unregelmässig und "sanft" stockte, und da die Sache mit dem Regen und der mangelnden Wartung, aber mittlerweile auch die lange Standzeit in der trockenen Garage war, empfahl mir der Mechaniker vorsichtig zur Werkstatt zu fahren: Dort hat er sich den Wagen dann genauer angesehen:

Die Zündspule war dabei den Geist aufzugeben, und eine Zündkerze funktionierte auch nicht mehr!

Grosses Wartungspaket durchgeführt: neue Zündspule, neue Zündkerzen, Ölwechsel mit Motorspülung und Öl-, Luft-, Pollen- und Benzinfilter gewechselt, Ventile eingestellt und die Zylinderkopfdichtung erneuert. Ausserdem haben sie den Gummi-keilriemen der die Lichtmaschine antreibt erneuert.

Das war´s soweit. Jetzt summt er wieder wie neu!

Das metallische Geräusch hatte ich noch nicht wieder (auch nicht in Linkskurven), und da der Meschaniker es nicht hören konnte habe ich dazu auch noch keine neue Idee. Jetzt hoffe ich, dass ich noch mal mit den Schrecken davon gekommen bin. Und auch wenn da für mich mangels Wartung irgendwo unsichtbar schon was stärker zerschlissen worden sein kann, der Motor wird hoffentlich noch 2 oder 3 Jahre halten. An verschieden Stellen fängt die Kiste jetzt ja auch an zu rosten, und das wird dann wohl eh zu anderen Entscheidungen zwingen.

Wenn Ihr nichts mehr von mir an dieser Stelle hört, dann summt der Motor also wieder fröhlich vor sich hin und ist erstmal repariert.

Gruss und Dank!

Was ein wartungsstau alles anrichten kann!

Warum wurde die zk-dichtung erneuert?

Themenstarteram 12. März 2012 um 9:25

Die Zylinderkopfdichtung war einfach nicht mehr ganz dicht, an der zur Lampe gerichteten Ecke ganz rechts (vom Fahrer aus gesehen) wo die Zündkerze 1 sitzt. Nichts grossartiges. Der Mechaniker meinte, dass das sicher nicht das Problem wäre, aber das die eben nicht mehr ganz dicht wäre. Da hatte ich einfach Sorgen, dass die undichte Dichtung langfristig doch noch Probleme machen könnte. Und da sich der Mechaniker den Motor sowieso genauer anschauen musste, und auch die Ventile eingestellt werden sollten/mussten, liess sich das ohne besonderen Aufpreis in den Arbeitsstunden für ´n Appel und´n Ei Materialkosten schnell und einfach miterledigen.

Da ich zu wenig von Autos verstehe glaube(!) ich zur Zeit das folgendes mit dem Motor los war (aber weiss es eben nicht genau, mangels Erfahrung mit Motoren): das gelegentlich auftretende metallische Geräusch kam vom Zylinder 2, in dem die Zündkerze wohl schon länger ausgefallen war und wegen niemals neu eingestellten Ventilen und zu lange ungewechseltem (möglicherweise verschlammten) Öl sowieso nicht mehr immer richtig geschmiert rund lief. Irgendwann ist dann an anderer Stelle - möglicherweise völlig unabhängig davon - die Zündspule kaputt gegangen, und deshalb hat der Motor dann begonnen richtig zu stocken, zunächst bei der nassen Witterung recht heftig, dann später gut getrocknet wieder weniger. Mit der neuen Zündspule war das Stocken dann sofort weg, laut Mechaniker, und der Rest war dann einfach ein grossses Wartungspaket um den Motor wieder gut eingestellt und geschmiert auf allen 4 Zylindern laufen zu haben.

Der Zylinder 2 hat also vermutlich schon ganz gut gelitten, funktioniert aber erstmal wieder, und wird es hoffentlich noch 30.000 km / 3 Jahre machen, bis dass der Rost uns sowieso scheiden wird.

Gruss!

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