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Manueller Nachtrag / Urlaubsbescheinigung

Themenstarteram 16. August 2021 um 19:21

Hallo,

wir haben bei uns im Betrieb einen Mitarbeiter, welcher nur selten LKW fährt. Er besitzt Klasse CE incl. 95.

Vor kurzem in einer Weiterbildung zwecks Module (95) erzählte uns der Dozent, das die Urlaubsbescheinigung nicht mehr erlaubt sei. Es müsse nun immer ein Manueller Nachtrag gemacht werden.

Auf Nachfrage, wie es der Mitarbeiter dann machen soll, er könnte vor Fahrbeginn keine 28Tage nachtragen mit Arbeitszeit/Pause etc, dann sitzt der da Stunden vor, wusste der Dozent keine Antwort.

Wie handhabt ihr das? Sind die Urlaubsscheine nicht mehr erlaubt? Finde da im Netz so nix zu.

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8 Antworten

Der stellt doch bei Fahrtende dies ein und auf Pause. Beim Nachrtrag Datum vorlaufen lassen bis 15min vor beginn und Pause eingeben. Dann Abfahrtkontrolle und los gehts.

Und genau das ist leider falsch, wenn mal der falsche Prüfer vorbeikommt - Ausser der Fahrer macht wirklich nichts ausser Urlaub oder Fahren.

Ich hab das blöde Nachgetrage auch immer, weil ich ca. 2-4 Tage pro woche LKW fahre und dann halt auch noch was anderes Arbeite. Die Kontrolleure wollen dann sehen, daß Du Deine tatsächliche Arbeitszeit nachträgst. Dafür sitzt man schon mal 10-20 Minuten, das ist richtig.

Eine praxistaugliche Lösung gibt es leider bisher immer noch nicht.

MFG Sven

Ja das ist richtig und dafür sollte so ein Mitarbeiter sich Handschriftlich Notizen machen, das hilft ungemein. --

Bin da von einer Teilzeitkraft ausgegangen, die nur ab und zu mal fährt. Da geht das.

Nun - vielleicht gehts so:

Bin eigentlich Werkstatt, fahre aber ab und an auch.

Führe somit ein "Arbeitsbuch" welches alle Eintragungen hat. Braucht eigentlich kaum 2 Min, nach Arbeitsende, dies nachzutragen.

Arbeitsbeginn - Arbeitsende - Pausen und evtl. Fahraufträge

Drucke das vor Fahrtantritt aus meinem PC aus für 28 Tage und damit bin ich bisher immer durch alle Freundlichenkotrollen gekommen.

Aber ich stecke z.B. auch meine Karte, wenn ich Überführungsfahrten mache, welche eigentlich auf Out gemacht werden könnten. Da ich aber lieber auf "Sicher" gehe und blöden Diskussionen ausweiche, stecke ich lieber die Karte.

"Überführungsfahrten" werden aber in meinem Arbeitsbuch als normale Arbeitszeit vermerkt.

Dann ist auch erkennbar, welches im Fahrtenbuch dann Überführungen sind, welche auf der Karte geschrieben sind.

Somit auch klar erklärbar.

Themenstarteram 17. August 2021 um 8:23

Also der Mitarbeiter sitzt sonst auf anderen Maschinen, Bagger, Radlader etc. Ist keine Teilzeitkraft.

Komplett Pause nachtragen, glaubt im Falle einer Kontrolle ja auch keiner. Bislang haben wir immer die Urlaubsbescheinigungen ausgestellt, einfach und simpel. Ob diese nun Verboten sind, ich finde dazu nichts.

28tage per Nachtrag für jeden Tag Arbeitszeit Pause Arbeitszeit usw. Nachtragen, da hat auch nicht wirklich jeder Lust drauf.

 

Wir haben zudem noch einen alten Stonerigde Tacho in einem Fahrzeug. Dort ist das Nachtragen eh eine Katastrophe.

Ich bin nicht auf dem neuesten Stand, von daher kann es sein, dass das Folgende überholt ist.

Urlaubsbescheinigungen sind erlaubt, aber müssen komplett maschinell geschrieben sein. Unterschriebene Blankobescheinigungen zum selbst ausfüllen sind verboten.

Themenstarteram 17. August 2021 um 10:43

Richtig, werden bei uns fertig ausgedruckt, das nur noch unterschrieben werden muss. Haben bis her nie Probleme gehabt. Wurden auch noch nie kontrolliert.

In der Fahrpersonalverordnung wird nicht beschrieben, ab welcher Anzahl von Einzelnachträgen oder Nicht-Fahr-Tagen davon ausgegangen werden kann, dass ein manueller

Nachtrag als besonders aufwendig anzusehen wäre. Auch die EU-Kommission, die bereits Mitte 2016 die clarification note no. 711 veröffentlicht hat und sozusagen damit der nationalen Regelung einen Teil des Wegs geebnet hat, gibt hierzu keinerlei konkrete Anregungen. Die „Hinweise zu den Sozialvorschriften im Straßenverkehr“

11 der obersten Bundes und Länderbehörden (Stand 20.2.2019) geben im Abschnitt 8 ebenso keinen konkreten Hinweis, ob eine spezifische Schwelle besteht. Lediglich auf der Website des BAG11 kann der

FAQ-Liste zum Fahrpersonalrecht folgender Passus entnommen werden (zuletzt abgerufen

am 03.06.2019): „Die besondere Aufwendigkeit wird anhand objektiver Kriterien bestimmt.

Besonders aufwendig ist ein Nachtrag auf der Fahrerkarte nach Ansicht des Bundesamtes

dann, wenn Nachträge für mehr als fünf Kalendertage eingegeben oder im gesamten Zeitraum mehr als 25 einzelne Zeiträume/Ereignisse (Ruhezeit, andere Arbeiten, Bereitschaftszeit) nachgetragen werden müssen.

Quelle:

https://www.stuttgart.ihk24.de/.../...italer-fahrtenschreiber-data.pdf

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