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Mängel 2 Monate nach Kauf; Händler will nur einen Teil als Gewährleistung übernehmen.

Themenstarteram 21. Mai 2011 um 12:23

Hallo

Ich habe vor 2 Monaten einen Audi A6 Avant bei einem freien Händler gekauft.

Der Wagen ist 3 Jahre alt und hat 196 TKM.

Der Wagen ging in Notlauf und ich habe ihn deshalb in die lokale Audi-Werkstatt gebracht, da der Händler über 300 km entfernt ist.

Dort hat man diverse Fehler festgestellt und die kleineren davon behoben.

Eine weitere erforderliche Reparatur (Saugrohrklappen-Defekt) würde über Euro 1000.- kosten.

Ich habe dann den Händler verständigt. Dieser hat zugesagt, den grossen Schaden zu reparieren, wenn ich Euro 390.- selbst übernehme. Argumentation: hohe KM-Zahl; nur noch ca. 20% Wert bei angenommener max. Laufleistung 250TKM.

Ich habe zugesagt, um den Wagen endlich wieder zu erhalten.

Man hat mir auch schon freundlich, aber bestimmt mitgeteilt, dass ich beim Abholen den Betrag zahlen muss. Ich gehe davon aus, dass sie den Wagen sonst nicht heraus rücken.

Inwischen habe ich die Rechnung der Audi-Werkstatt vorliegen. Kosten mit Analyse Euro 370.-, und damit deutlich höher als vermutet.

Damit sitze ich zunächst auf Rechnungen in Höhe von 760.-.

Wie weiter?

Um den Wagen zunächst wieder zu bekommen, muss ich sicher die Euro 390.- bezahlen.

Ich beabsichtige, dann im Anschluss die verauslagten Kosten wieder einzufordern. Falls notwendig mit Hilfe eines RA.

Was meint ihr? Ist das Vorgehen sinnvoll?

Kann ich die Kosten nachträglich noch geltend machen, oder wird meine Zahlung als Zustimmung meinerseits ausgelegt?

Natürlich könnte ich schon vorher dem Händler Druck machen, evtl. mit/über einen RA. Dann muss ich aber davon ausgehen, dass sich das ganze hinzieht und ich längere Zeit ohne Wagen auskommen muss.

Danke und Gruss

 

Beste Antwort im Thema

rein rechtlich gesehen hättest du nichts zahlen müssen. in der gewährleistung gibt es in den ersten 6 monaten eine beweislastumkehr...das der händler muss beweisen dass der schaden beim verkauf "nicht" vorhanden war...dies ist unmöglich.

deswegen versteh ich nicht wieso du dich auf sowas einlässt

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Zitat:

Original geschrieben von Matsches

Ganz so ists ja nun nicht.

Kein Kunde kann von einem Händler verlangen, einen Wagen mit 200000km und entsprechendem Preis mit rundum sorglos Paket zu bekommen.

Bei dieser hohen KM Zahl verschleissen Bauteile nun mal, und das ist dann eben Pech des Käufers. Ob eine Saugrohrklappe dazu gehört vermag ich nicht zu sagen.

Verschleißteile sind aber nur die Teile, die Bauartbedingt einer Abnutzung gewollt unterliegen.

Also wie bspw. Bremsen.

 

Denn Grundsätzlich unterliegt jedes Bauteil einem Gewissen verschleiß, aber halt nicht so, das es sich für die Funktion die erfüllt "Opfert".

Sicherlich muss der TE bei einer Laufleistung von 200000 km mit Verschleiß rechnen.

Aber eben darum hat er ja beim Händler gekauft.

Denn auch der muss mit sowas rechnen. Eben darum werden solche Autos in der Regel nicht mehr an Privatleute verkauft, sondern nur noch an Händler oder Export.

Der Händler hätte alos Kostenlos NAchbessern müssen. Und da das Auto mit der MKL gefahren ist, muss er laut Hersteller in die Nächstgelegene Werkstatt fahren müssen.

Der Händler müsste also das Auto mit dem Trailer abholen müssen, und hätte dem TE das Auto auch wiederbringen müssen.

Fährt er das Auto zurück, hätte der TE dann sogar noch eine Entschädigung für die gefahrenen km bekommen.

am 23. Mai 2011 um 8:36

Zitat:

Original geschrieben von Vaterx25xe

Der Händler müsste also das Auto mit dem Trailer abholen müssen, und hätte dem TE das Auto auch wiederbringen müssen.

das kann ich mir irgendwie kaum vorstellen.

wenn ich einen monat nach kauf von hamburg nach muenchen/mallorca/new york ziehe, ist das meine entscheidung (als bsp.).

das kann kaum aufgabe des verkäufers sein?!

 

Oh ist der TE umgezogen?

Sorry, das ist mir entgangen. Das habe ich dann wohl überlesen.

Dann sieht es natürlich anders aus.

Ausschlaggebend ist die Adresse, welche auf dem Kaufvertrag ist.

am 23. Mai 2011 um 8:53

das war nur ein beispiel.

ich bin davon ausgegangen, dass es egal ist, ob ich auf einer urlaubsfahrt 600km entfernt liegenbleibe oder ob dieses nach einem umzug passiert.

in beiden faellen, kann der haendler ja nichts dafuer, dass ich mich weit entfernt aufhalte.

ist als erfuellungsort nicht der haendlersitz anzusehen?

im fall der faelle, muesste der haendler also "abholen" oder die freigabe der rep. auf seine kosten in einem betrieb seiner wahl anweisen?

Ja klar.

Wenn ich nun 1000 km weit entfernt bin, kann der Händler natürlich die Werkstatt vorgeben.

 

War bei mir auch so.

Nach 2 Monaten waren die Drallklappen defekt. Einbau mit Teilen 1400€.

Händler 250km Weit weg.

MKL leuchtete.

Wollte den Wagen aber in einer Opel Werkstatt machen lassen, da ich dem Hinterhofschrauber das nicht zutraue.

Hab dann von Opel Kulanz bekommen (70%). So brauchte der Händler nur noch 30% Übernehmen.

So lohnte es sich für Ihn nicht das Auto zu sich zu Holen und hat die Freigabe an den FOH gegeben.

Zitat:

Original geschrieben von Vaterx25xe

 

Verschleißteile sind aber nur die Teile, die Bauartbedingt einer Abnutzung gewollt unterliegen.

Also wie bspw. Bremsen.

 

Denn Grundsätzlich unterliegt jedes Bauteil einem Gewissen verschleiß, aber halt nicht so, das es sich für die Funktion die erfüllt "Opfert".

Gibt es eine für Händler verbindliche, rechtliche Grundlage dafür, was ein Verschleissteil denn nun genau ist?

Das wäre doch eine gute Sache und würde viel Wischiwaschi vermeiden. :rolleyes:

Habe ich noch nicht gefunden.

Aber diese hier zählen dazu:

Auspuff, Autoreifen, Bremsbeläge und Scheiben, Glühbirnen, Keilriemen, Kupplung, Wischerblätter, Zahnriemen, Zündkerzen, Kupplungskopf der AHK,

Zitat:

Original geschrieben von rebizzel

leute die erste kleine reperatur war 300km vom händler entfernt.... also wenn ich im urlaub bin ruf ich auch nicht meinen händler an, wenn am wagen was ist..da will ich das er wieder funktioniert!

das is aber DEIN problem. du musst dem händler schon eine nachbessereung/reperatur lassen. einfach die kiste woanders hinstellen is net.

Ich kenne hier keinen Händler, der ein Auto mit über 200T km Laufleistung so verkauft, dass er eine Gewährleistung übernehmen muss.

Versichern kann man das vermutlich auch nicht mehr. (mache gerade eine Garantieverlängerung auf drei weitere Jahre nach Ablauf der Garantie, also insgesamt 5 Jahre Garantie. Bei 200.000 km ist Schluss).

Die Autos mit so hoher Laufleistung gehen (nach Auskunft eines Verkäufers bei DB) alle in den Export oder werden an freie Händler verkauft.

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