- Startseite
- Forum
- Auto
- BMW
- 3er
- F30, F31, F34 & F80
- Lohnt sich ein Diesel bei 25.000km im Jahr ?
Lohnt sich ein Diesel bei 25.000km im Jahr ?
Hallo
Bin am überlegen ob ich nächstes Jahr von meinen 28i auf einen 3.0 D wechseln soll. Ich fahre so zwischen 25 und 30.000 km p.a. Bin meist auf Bundes-u.Landstrassen unterwegs.
Bin zwar mit meinem 28i was den Verbrauch angeht, auch recht zufrieden, aber ich denke mit einem Diesel komme ich noch etwas günstiger weg.
Wie sind hier eure Erfahrungen, bezüglich Verbrauch, Unterhalt, Zufriedenheit.
Beste Antwort im Thema
Also zur Frage: Ich habe bis vor 15 Jahren immer Benziner gehabt und seither mit ca. 25-30 Tkm immer einen Diesel. Für mich hat der Motor zwei riesige Vorteile:
1. Wenn ich schnell fahre, dann hält sich der Mehrverbrauch absolut in Grenzen. Wenn ich den Diesel vorsichtig fahre, dann brauche ich 5,5 l und wenn ich schnell fahre (also 200 km/h und mehr) dann brauche ich ca. 8 bis 9 l. Beim Benziner hatte ich da deutlich größere Unterschiede. Dazu kam dann der Preis je Liter, der den Abstand noch erhöht hat.
2. Der Drehmoment. Man muss, um eine optimale Leistung abzurufen (z.B. auch beim Überholen) nicht in den hohen Drehzahlbereich. Schon bei 1000 U/min kommt beim Diesel Leistung. Das macht einfach Spaß! (... und spart wiederum Sprit). Beim Automatik im Prinzip egal, weil die ja für einen schaltet. Aber die Bandbreite der Leistung ist größer.
Aber auch hier gilt: Ist einfacher, wenn man selber mal fährt; Punkt 2 muss man erleben.
Einziger Nachteil: Ein 6 Zylinder Benziner klingt einfach besser.
Ähnliche Themen
180 Antworten
Wirtschaftlich sollte der Diesel bei 25tkm/Jahr im Vorteil sein, bei möglichst identischer Motorisierung. Der emotionale Faktor spielt sicher eine gravierende Rolle, kann dann den Ausschlag geben.
Ich fahre Diesel aus wirtschaftlichen Gründen, mittlerweile auch aus Leidenschaft.
Leistung, Drehmoment sind Argumente, die immer wieder angeführt werden, dazu noch Laufruhe und Geräuschniveu werden durch Stammtischpropaganda geleitet und wir werden beeinflusst. Der Private handelt dabei nach Geldbeutel und Stammtisch, der Firmenfahrer muss halt häufig auch die Firmenpolitik berücksichtigen.
Wenn das Geld egal ist, keine Firmenpolitik eingehalten werden muss, dann dürfen die Emotionen das Fahrzeug bestimmen??????
Deshalb hoffe ich, das mein nächster ein 335d werden darf, ich nenne es wirtschaftliche Emotion??????
In Deutschland lohnt sich der Diesel aufgrund der Subvention. In dem meisten anderen Ländern ist das nicht der Fall.
welche 'Subvention'???
In Deutschland sind Dieselkraftstoffe niedriger besteuert als Ottokraftstoffe:
http://www.vdik.de/.../energiebesteuerung.html
Zitat:
Wegen des größeren Energiegehalts von Diesel im Vergleich zum Otto-Kraftstoff müsste der Steueranteil je Liter Diesel von derzeit 47 Cent auf 75 Cent ansteigen, wenn der Steueranteil von Benzin unverändert bei rund 66 Cent je Liter bleiben sollte. Dies entspricht einer Erhöhung um 28 Prozent. Gemäß dem Richtlinienentwurf haben die Mitgliedsstaaten der EU für die Umsetzung Zeit bis zum 01. Januar 2023.
Zitat:
@Pepe1809 schrieb am 23. November 2014 um 19:07:03 Uhr:
welche 'Subvention'???
Diesel wird in Deutschland von allen deutschen Bürgern quersubventioniert, indem der Steuersatz reduziert wird. Bezahlen dürfen das vorallem Fahrer von Benzinfahrzeugen, die entsprechend mehr Geld an der Tankstellenkasse liegen lassen müssen.
Die Mineralölsteuer bei Benzin ist satte 20 Cent pro Liter höher, obwohl Diesel eine höhere Energiedichte aufweist.
Das sehe ich anders. Dann wäre ja auch jeder Einkommenssteuersatz unter 43% eine Subvention.
Der Einkommenssteuersatz hat damit nicht die Bohne zu tun. Unterschiedliche Einkommenssteuersätze dienen dazu, Lasten auf stärkere Schultern zu verteilen uns schwache Löhne zu entlasten. Über den Sinn dieser Besteuerung kann man lange diskutieren, mit der Dieselsubvention hat das aber nichts zu tun.
Diese ist ein Relikt aus uralten Zeiten und gerade Deutschland als Dieselhochburg verteidigt den status quo mit Händen und Füßen.
http://www.zeit.de/auto/2012-06/diesel-krebs-subvention/seite-2
Zitat:
@Sencer schrieb am 23. November 2014 um 19:11:11 Uhr:
In Deutschland sind Dieselkraftstoffe niedriger besteuert als Ottokraftstoffe:
Zitat:
@Sencer schrieb am 23. November 2014 um 19:11:11 Uhr:
Zitat:
Wegen des größeren Energiegehalts von Diesel im Vergleich zum Otto-Kraftstoff müsste der Steueranteil je Liter Diesel von derzeit 47 Cent auf 75 Cent ansteigen, wenn der Steueranteil von Benzin unverändert bei rund 66 Cent je Liter bleiben sollte. Dies entspricht einer Erhöhung um 28 Prozent. Gemäß dem Richtlinienentwurf haben die Mitgliedsstaaten der EU für die Umsetzung Zeit bis zum 01. Januar 2023.
Wobei sich das wieder relativiert wenn man die KFZ-Steuer gegenrechnet:
Im Durchschnitt fuhr ein PKW im letzten Jahr 11812 Km (Quelle Statistisches Bundesamt); bei einem Durchschnittsverbrauch von 6 l/100 Km und einem Steuervorteil von 28 Cent/l wie oben genannt hätte ein 520d somit einen Steuervorteil von ca. 198 €/Jahr durch die Mineralölsteuer. Demgegenüber zahlt er aber ca. 120 €/Jahr mehr an KFZ-Steuer als z.B. ein 520i.
Bei einem kleineren Fahrzeugmodell (z.B. Peugeot 208 o.ä) heben sich die Vorteile bei der Mineralölsteuer gegenüber dem Nachteil bei der KFZ-Steuer durch geringeren Verbrauch und geringerer Fahrleistung annähernd auf bzw. kehren sich sogar um.
So riesig ist also die Subvention nicht. Eingeführt wurde die Subvention auch vor allem um den Gütertransport zu entlasten.
KH
Zitat:
@StefanSch123 schrieb am 23. November 2014 um 19:36:23 Uhr:
Der Einkommenssteuersatz hat damit nicht die Bohne zu tun. Unterschiedliche Einkommenssteuersätze dienen dazu, Lasten auf stärkere Schultern zu verteilen uns schwache Löhne zu entlasten. Über den Sinn dieser Besteuerung kann man lange diskutieren, mit der Dieselsubvention hat das aber nichts zu tun.
Diese ist ein Relikt aus uralten Zeiten und gerade Deutschland als Dieselhochburg verteidigt den status quo mit Händen und Füßen.
http://www.zeit.de/auto/2012-06/diesel-krebs-subvention/seite-2
In dem Bericht steht aber nichts davon, dass gerade die modernsten Benzinmotoren ein noch viel gefährlicheres Abgas liefern als ein moderner Dieselmotor mit Kat und Russfilter!
KH
Zitat:
@karl.napp schrieb am 23. November 2014 um 19:39:11 Uhr:
Wobei sich das wieder relativiert wenn man die KFZ-Steuer gegenrechnet:
Im Durchschnitt fuhr ein PKW im letzten Jahr 11812 Km (Quelle Statistisches Bundesamt); bei einem Durchschnittsverbrauch von 6 l/100 Km und einem Steuervorteil von 28 Cent/l wie oben genannt hätte ein 520d somit einen Steuervorteil von ca. 198 €/Jahr durch die Mineralölsteuer. Demgegenüber zahlt er aber ca. 120 €/Jahr mehr an KFZ-Steuer als z.B. ein 520i.
Bei einem kleineren Fahrzeugmodell (z.B. Peugeot 208 o.ä) heben sich die Vorteile bei der Mineralölsteuer gegenüber dem Nachteil bei der KFZ-Steuer durch geringeren Verbrauch und geringerer Fahrleistung annähernd auf bzw. kehren sich sogar um.
So riesig ist also die Subvention nicht. Eingeführt wurde die Subvention auch vor allem um den Gütertransport zu entlasten.
KH
Das hängt ganz von der Berechnungsgrundlage ab. Wenn man einen Durchschnittswert von 11.812 km pro Jahr anlegt, dann mag das richtig sein, aber bei 25.000 km sieht die Sachlage schon anders aus.
Und es sind gerade Vielfahrer, die sich einen Diesel kaufen.
Diesel müsste meiner Ansicht nach höher besteuert werden, als Benzin, weil die Energiedichte höher ist. Die KFZ-Steuer muss entsprechend auf Benzinniveau abgesenkt werden.
Aber der Diesel genießt gerade hiezulande einen besonderen Status und es wird wohl kein deutscher Politiker daran rütteln. Man kann sich hier nur die Finger verbrennen, Benefit gleich 0.
Also muss es die EU richten.
Zitat:
@karl.napp schrieb am 23. November 2014 um 19:39:11 Uhr:
Im Durchschnitt fuhr ein PKW im letzten Jahr 11812 Km (Quelle Statistisches Bundesamt);
Ein Diesel-PKW fährt im Durchschnitt bis zu fast doppelt so viele km im Jahr wie ein Benziner (Tabellen Seite 26 und 27 - man suche sich die Zahl raus, die am besten zu den eigenen Vorurteilen passt :D).
https://www.destatis.de/.../...ntwicklungEmission5850009119004.pdf?...
(Quelle: Statistisches Bundesamt :D )
Zitat:
@StefanSch123 schrieb am 23. November 2014 um 19:36:23 Uhr:
Der Einkommenssteuersatz hat damit nicht die Bohne zu tun. Unterschiedliche Einkommenssteuersätze dienen dazu, Lasten auf stärkere Schultern zu verteilen uns schwache Löhne zu entlasten. Über den Sinn dieser Besteuerung kann man lange diskutieren, mit der Dieselsubvention hat das aber nichts zu tun.
Diese ist ein Relikt aus uralten Zeiten und gerade Deutschland als Dieselhochburg verteidigt den status quo mit Händen und Füßen.
http://www.zeit.de/auto/2012-06/diesel-krebs-subvention/seite-2
Der niedrigere Steuersatz stammt aus der Zeit als es noch wenig Nachfrage nach Diesel gab.
Von Subventionen zu sprechen nur aufgrund geringerer Steuersätze hat mich bei Eichel schon aufgeregt! Es gibt für jeden Steuersatz einen Grund, ob das jetzt Diesel oder Einkommen ist ist doch egal, oder?
Subventionen sind Zuwendungen. Eine Steuer ist nie eine Zuwendung sondern eine Zahlung.
Wie du es nennst, ist Haarspalterei. Fakt ist, dass das, was Dieselfahrer an der Tankstelle einsparen, an anderer Stelle gegenfinanziert werden muss.
Aber darum geht es gar nicht. Es geht um eine faire Besteuerung nach dem Verursacherprinzip. Und das bedeutet, es gibt keine logische Rechtfertigung für unterschiedliche Steuersätze beim Kraftstoff. Hier geht es nur darum, eine bestimmte Klientel zu bedienen.
Zum Thema der Diesel sei bei der Anschaffung teurer sei angemerkt, dass dieser auch die komplexere Technik beherbergt.
Zitat:
Der japanische Hersteller Toyota hat die Konsequenzen schon gezogen: Der zweitgrößte Autokonzern der Welt zieht sich aus der Entwicklung eigener Dieselantriebe weitgehend zurück und kauft sie beim Münchner Konkurrenten BMW ein. "Autos mit Dieseltechnik verursachen bei Toyota fünf Mal höhere Kosten in der Garantiezeit als vergleichbare Hybridautos", sagt Toyota-Techniker Dirk Breuer. Das ist nicht nur bei Toyota so, sondern auch bei anderen Herstellern, vermuten Insider.
Nein das ist keine Haarspalterei. Das ist eine von der Politik geschaffene Deutung des Wortes Subvention die Steuererhöhungen verkaufbar machen soll. Ich nenne sowas Betrug.
Steuer geht was weg, Subvention kommt was rein.
StefanSch123
Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz mag es sein dass es gleiche Steuersätze auf Otto- und Dieselkraftstoff geben sollte. Aber der Diesel hat auch eine nicht zu unterschätzende volkswirtschaftliche Bedeutung, Stichwort Logistik, Busse im ÖPNV, LKW, Taxi usw. tragen u.a. dazu bei dass eine Volkswirtschaft funktioniert. Die geringere Mineralölsteuer für Diesel wird ja z.B. im Speditionsbereich durch Straßenmaut auch wieder indirekt korrigiert.
Grüße vom
Grizzly