Lebensdauer/km Leistung von Diesel ./. Benziner
Hallo !
Nachdem ich bislang hier nur mitgelesen habe, da ich überlege, mir einen Audi A6 (2,4 l Benziner ODER 2,7 TDI RPF ggf. TT + quattro) anzuschaffen, habe ich mich gerade angemeldet und möchte mich an euch als Experten einmal mit folgender Frage wenden:
Wie sieht es eigentlich mit der Lebensdauer des Motors von Dieselfahrzeugen im Vergleich zu Benzinern , speziell natürlich bei Audi, aus ?
Früher war es ja wohl so, wenn ich an die alten hubraumstarken Mercedes-Diesel -viel Hubraum, wenig PS, kein Turbo etc.- denke, dass die Lebensdauer von Dieselfahrzeugen die von Benzinern bei weitem übertraf.
300, 400 oder 500.000 km - das waren ja so Zahlen, die im Raum herumgeisterten.
Heute scheinen mir die Diesel recht hochgezüchtet = anfällig.
Gibt es irgendwelche Untersuchungen, die zeigen, mit welcher Lebensdauer Diesel im Vergleich zu Benzinern heutzutage rechnen könnten (ich unterstelle scheckheftpflege und natürlich weitestgehend Langstrecke - auch mir als technischem Laien ist klar, dass ein Kurzstreckenbetrieb äußerst materialschädlich sein dürfte.)
Gibt es bei Audi Motoren, die für ihre hohe Lebensdauer bekannt sind ?
Oder welche, bei denen das Gegenteil der Fall ist ?
Aktuell wartet die AutoBild mit einem Vergleich von Bezinern zu Dieseln in Hinsicht auf die Kosten auf. Es wird von einem 4-jährigen Vergleichstest ausgegangen.
Ich persönlich fahre meine Wagen immer sehr lange
(aktuell 13 Jahre alter BWM 520 i).
Von daher ist die Lebensdauer für mich ein wichtiges Kriterium, weniger die Kosten auf 4 Jahre gerechnet.
Und vielleicht angehängt noch die Frage:
Wie sieht es aus: Schadet zeitweiliger Kurzstreckenbetrieb einem Diesel MEHR als einem Benziner ?
Bin sehr gespannt auf eure Antworten,
viele Grüße
Kai
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49 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von drive_consul
LEASING:
Ich lease meine Fahrzeuge bereits seit Jahrzehnten, denn
1. kann die Sonderzahlung voll steuerlich für das laufende Jahr geltend gemacht werden, die Umsatzsteuer ist voll abzugsfähig.
2. Die monatliche Leasingrate senkt den monatlichen Umsatz.
Dazu folgendes:
Du musst aufpassen, dass Du kein Restwertleasing machst. Das gilt das "Sonderleasing" und wird u. U. als "verdeckte Finanzierung" behandelt (also nur km-Leasing abschließen).
Zweitens: Sonderzahlung ist nur bis 20% (oder waren es 40%?) sofort steuerlich abzugsfähig. Und die Vorsteuer ist jeweils nur in dem Maße abzugsfähig wie Zahlungen fällig sind. Voller Vorsteureabzug ist nur bei Finazierung möglich, nicht bei Leasing!
Drittens: Was bringt es, wenn der "monatliche Umsatz" sinkt? Erstens sinkt der Umsatz nicht, sondern nur die "Rendite". Zweitens sinkt die Rendite auch durch die AfA.
Viertens: Unter dem Strich kann man bei Kauf, Finanzierung und Leasing genau die tatsächlichen Kosten steuermindernd geltend machen. Nur die Aufteilung über die Zeit (Jahre) ist eine andere. Um Gewinne zu "verschieben" gibt es aber auch andere völlig legale Möglichkeiten (z. B. §7g EStG).
Wer beim Leasing also "Steuern spart", der hatte mehr Mehrausgaben als Steuerersparnis...
Ich hoffe dass damit die "Missverständnisse" zum Leasing endlich aus der Welt geschafft sind.
Danke ITler
für die ausführliche Klarstellung und das Zurechtrücken des Wordings.
Ich führe auch Kilometerleasing durch, kein Thema.
Zitat:
Original geschrieben von ITler
Dazu folgendes:
Du musst aufpassen, dass Du kein Restwertleasing machst. Das gilt das "Sonderleasing" und wird u. U. als "verdeckte Finanzierung" behandelt (also nur km-Leasing abschließen).
Zweitens: Sonderzahlung ist nur bis 20% (oder waren es 40%?) sofort steuerlich abzugsfähig. Und die Vorsteuer ist jeweils nur in dem Maße abzugsfähig wie Zahlungen fällig sind. Voller Vorsteureabzug ist nur bei Finazierung möglich, nicht bei Leasing!
Drittens: Was bringt es, wenn der "monatliche Umsatz" sinkt? Erstens sinkt der Umsatz nicht, sondern nur die "Rendite". Zweitens sinkt die Rendite auch durch die AfA.
Viertens: Unter dem Strich kann man bei Kauf, Finanzierung und Leasing genau die tatsächlichen Kosten steuermindernd geltend machen. Nur die Aufteilung über die Zeit (Jahre) ist eine andere. Um Gewinne zu "verschieben" gibt es aber auch andere völlig legale Möglichkeiten (z. B. §7g EStG).
Wer beim Leasing also "Steuern spart", der hatte mehr Mehrausgaben als Steuerersparnis...
Ich hoffe dass damit die "Missverständnisse" zum Leasing endlich aus der Welt geschafft sind.
Toller Beitrag! Prima!
Rapace
Zitat:
Original geschrieben von Audi A8 Power
Hi,
also unter Hochdrehzahlkonzept verstehe ich Motoren wie BMW M5 M3 oder der neue RS4 die Drehzahlen jenseits der 7000 sind.
Mein A8 dreht auch 6700 lt. Tacho 7000 is zwar ein V8 aber da leg ich meine Hand ins feuer das bevor der Motor kaputt ist die Karosserie zu Rosten anfängt ;-) .
Ich glaube 7000 U/min sind schon akzeptable Drehzahlen siehe auch die S-Modelle von Audi S4 - S6 - S8.
Ich selber finde 1000Nm "Schadhafter" als 7000 Touren die der Motor dreht.
Gruß Alex
Das mag schon sein, aber wenn dein V8 in allen Lebenslagen 1000UMIN tiefer drehen würde, würde es der lebensdauer (durchschnittlich gesehen natürlich) sicher nicht schaden. Natürlich kann man hohe Drehzahlen durch entsprechende Konstruktionen abfangen, aber was nicht ist muss nicht kompensiert werden und schon wieder etwas weniger was kaput gehen kann. Und je einfacher die Konstruktion, desto weniger Fehlermöglichkeit bei Entwicklung und Bau. Einem V8 der immer zwischen 2000 und 4500 dreht traue ich mehr zu als einem mit einem band von 2000-7500. Das man dann nicht ganz die Leistung haben mag nehme ich in Kauf.
Am besten wäre es aber immer noch, man hätte eine Blackbox wo man einsdehen kann wie die Kiste gefahren wurde. Kaputt bekommt man jeden Motor.
Rapace
War einige Tage unterwegs und konnte daher nicht auf die vielen Antworten reagieren.
Möchte mich an dieser Stelle nur einmal ganz herzlich bei allen Postern bedanken !
Tolles Forum und viel Sachkunde !
Viele Grüße
Kai