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Kofferanhänger - Multifunktionsanhänger als Weekend-Camper

Themenstarteram 24. September 2019 um 11:02

Hallo,

hier möchte ich einmal kurz meine Alternative zu einem Van oder Bus mit Schlafoption vorstellen.

Bis vor kurzem hatte ich noch einen Renault Grand Espace, durch ein passendes originales Faltbett von Renault konnte man mit zwei Personen darin gut und trocken übernachten.

Da ich diese Option gerne weiterhin haben wollte aber im Alltag nicht mehr so einen großen Wagen bewegen möchte, habe ich mir einen Kofferanhänger von WM Meyer gekauft (neu, da nur unwesentlich teurer als verrumpelte gebrauchte Anhänger). Da es nur um wenige Tage der Nutzung im Jahr geht und der Anhänger auch normale Transportaufgaben erledigen soll (hat den alten Stema HP6070 ersetzt), kam ein WoWa nicht in Frage.

Geworden ist es dieses Modell https://www.wmmeyer.de/store/az-7525-126-s30.html ungebremst mit 100km/h Zulassung.

Im Vorfeld habe ich bei günstigen Gelegeheiten vorab schon ein zu öffnendes Fenster mit Doppel-Kunststoffverglasung und eine Dachluke mit Zwangsbelüftung gekauft.

Nach dem Kauf haben wir in der Werkstatt eines Freundes das Fenster, die Dachluke, die Innenverriegelung und vier Augplatten für ein Sonnensegel verbaut/montiert.

Auf den Anhängerboden habe ich eine passende OSB-Platte als "Arbeitsboden" gelegt. In diesen Boden habe ich im Abstand von 30cm in der Länge und in drei Reihen 8mm Einschlaggewinde verbaut. So kann ich fast beliebig Zurrösen einschrauben.

Auf den Boden habe ich einen dunkelgrauen Rasenteppich angebracht (am Rand getackert). Dieser ist unempfindlich gegen Schmutz und Feuchtigkeit, auch hat er unten eine Drainage und ist beschichtet.

Die Beleuchtung ist recht simpel mit über USB aufladbaren LED-Lampen mit Ein-/Ausschalter und Bewegungsmelder realisiert. Diese sind mit Magneten befestigt und können so bei Bedarf mitgenommen werden.

An der Dachluke lässt sich noch ein kleiner batteriebetriebener Lüfter mit Beleuchtung per Magnet anbringen.

Einige der vorhandenen Muttern am inneren der Tür habe ich durch Ösenmuttern ersetzt, so hat man einige Befestigungsmöglichkeiten.

Die Tür kann mit einer Stange im 90 Grad Winkel fixiert werden.

Die Innenverriegelung erfolgt über einfache Edelstahlriegel. Der äußere Drehstangenverschluss wird im geöffneten Zustand durch zwei Bohrungen durch Stange und Halter mit passenden Bügelschlössern gegen Verriegeln durch Spaßvögel gesichert (habe ich mir abgegucket bei einem ähnlichen Umbau).

Als Bett dient eine sehr bequeme 120cm breite Polsterliege, welche sich binnen Sekunden ausziehen und einschieben lässt.

Geheizt wird bei Bedarf mit einem kleinen elektrischen Heizlüfter mit Fernbedienung, Timer, Oszillation und Umkippschutz.

Aktuell fehlt noch ein Heckzelt, da bin ich noch auf der Suche nach dem passeden für überschaubares Budget.

Platz bietet der Anhänger nicht mehr als ein Bus (Innenmaße (L x B x H 2.510 mm x 1.260 mm x 1.500 mm). Aber einen ersten Test mit zwei Personen und zwei Übernachtungen hat gut geklappt. Der Aufbau isoliert gut und bei leicht geöffnetem Fenster gibt es nur ein wenige Kondenztropfen an den Aluprofilen.

Bilder werden nachgereicht.

Grüße

braucki

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+2
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70 Antworten

Wenn man wenig campt und ansonsten relativ häufig etwas damit zu transportieren hat, finde ich so eine Lösung ganz gut.

Man muss halt etwas klettern und auf Schränke, eingebaute Küche o.ä. größtenteils verzichten.

Allerdings hätte ich dann doch ganz gerne die Möglichkeit, 100km/h gerade in D fahren zu dürfen....

Lesen: ungebremst mit 100km/h Zulassung - steht oben-

Ideal für jedes Wein oder anders Fest zum Alkoholabbau, tolle Idee und gut gemacht. Preis ges. ca. ?

Herzlichen Glückwunsch zum kleinsten Wohnwagen der Welt. Ich würde mir eine zwangsentlüftung einbauen, unten und oben, dann kannst das Fenster zu lassen. Vielleicht einen Tisch und ne Lampe rein. Toll gelöst, warum nicht. Aber 2 Wochen Sommerurlaub wäre mir da drin zu eng. Witzig finde ich das trotzdem.

Viel Spaß damit :)

Zitat:

@Bitboy schrieb am 24. September 2019 um 12:12:01 Uhr:

Lesen: ungebremst mit 100km/h Zulassung - steht oben-

Ideal für jedes Wein oder anders Fest zum Alkoholabbau, tolle Idee und gut gemacht. Preis ges. ca. ?

Nachdenken und Bilder anschauen:

Mit dem dort abgebildeten ZugFz darfst du mit dem Anhänger in D, obwohl er selbst für 100km/h zugelassen ist, nirgendwo 100km/h fahren.

Man müsste den Anhänger schon deutlich ablasten (geschätzt: auf rund 450kg), um ihn mit einem Golf Sportsvan in D mit 100km/h ziehen zu dürfen.

Fürs Camping könnte das durchaus gut funktionieren, aber für Transportzwecke wäre man bei einer Ladefläche von über 3m² dann teilweise sehr eingeschränkt.

Wenn es für euch ausreichend ist, ist das OK.

Wir haben am WE auf der Adventure Northside diverse kleine Wohnanhänger gesehen und festgestellt, für uns ist das nix. Das ist wie eine -sorry für den Ausdruck- Hundehütte, zudem trotz Fenster und/oder Luke einfach nur beengend oder bedrückend.

Welcher uns von all den Exponaten am besten gefallen hat, war dieser: https://www.wheelhouse.de/lume

Allerdings, und das hab ich auf der Messe nicht erfragt, gesehen und gesucht: der Preis ist mal recht heftig.

Wieso darf der denn nicht 100 fahren? Solange die Plakette da dran ist wär mir das völlig wurscht. Ich hab am WW schon selber einen 100er Aufkleber gemacht. Eine Rennleitung war damit nicht einverstanden da musste ich den abmachen, aber nur weil da keine Plakette dran war. Sonst wäre dem das egal gewesen

Zitat:

@PIPD black schrieb am 24. September 2019 um 12:23:56 Uhr:

Wenn es für euch ausreichend ist, ist das OK.

ich würde so etwas als Notlösung ansehen, wenn man z.B. nur für maximal 1-2 Tage übernachten möchte.

Besser als im Pkw zu übernachten ist es allemal und in einem normalen VW-Bus hat man ähnlich wenig Platz.

Allerdings dürfte der Anhänger mit 2 klemmbaren Heckstützen plus Stützrad nicht besonders stabil stehen.

Ich hatte das erst vor kurzem mit einem normalen, flachen Anhänger mit nahezu exakt gleichen Ladeflächenmaßen, der ebenfalls diese Klemmstützen besitzt, ausprobiert. Erst mit Extra-Stützen stand der relativ rüttelfest.

Je mehr man an so einem universell nutzbaren Anhänger verändert (das fängt schon bei dem Fenstereinbau an) desto weniger praktisch wird der Anhänger für Transportaufgaben.

 

Zitat:

@Dorfbesorger schrieb am 24. September 2019 um 12:31:46 Uhr:

Wieso darf der denn nicht 100 fahren? Solange die Plakette da dran ist wär mir das völlig wurscht. Ich hab am WW schon selber einen 100er Aufkleber gemacht. Eine Rennleitung war damit nicht einverstanden da musste ich den abmachen, aber nur weil da keine Plakette dran war. Sonst wäre dem das egal gewesen

Er darf aufgrund der Bedingungen der 9.AusnahmeVO der STVO keine 100km/h fahren.....auch wenn der Anhänger berechtigterweise das 100km/h Schild tragen darf.

Ob es einem wurscht ist und man trotzdem über 80km/h fährt oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt und hat nichts mit der Gesetzeslage zu tun.

Themenstarteram 24. September 2019 um 13:22

Um die 100er Diskussion zu beenden.

Um 100km/h berechtigt fahren zu dürfen brauchst du bei einem ungebremsten 750kg Anhänger ein Zugfahrzeug mit einem Leergewicht von mindestens 2,5t. Steht auch so im Fahrzeugschein.

Aber der gesiegelte Aufkleber ist schon mal besser als nix. In der Praxis suche ich mir einen LKW der etwas über 90 fährt und klemme mich mit ACC dahinter.

Meinen alten Stema mit 80iger Zulassung bin ich nicht anders gefahren.

Er kann auch als Gartenabfalltransporter genutzt werden. Plane einhängen und fertig. Schüttgut wollte ich da sowieso nie mit fahren.

Auch wird der Anhänger, wie geschrieben, nicht als WoWa genutzt. Nur mal ein Wochenende, wo kein Hotel in der Nähe ist. Oder Mopped rein und ein Wochenende kurvige Gegenden besuchen - mehr nicht.

Mit einem passenden Heckzelt hat man mehr Platz als in einem normalen (Dach-)Zelt und schläft warm und trocken.

Grüße

braucki

Da muss man dann abwägen, was einem lieber ist. Mit dem Anhänger biste halt langsamer am Ziel, auch nicht ganz so wendig und benötigst mehr (Park)Platz als mit dem Dachzelt auf dem Auto. Letztes braucht dann aber auch wieder Zeit und ggfs. Platz zum Trocknen.

Ich benutze meinen 750 kg Anhänger mit Plane auch gelegentlich als Zusatzschlafzimmer zu meinem WoMo, z.B. wenn noch Jemand mitkommt und wir dann 3 oder 4 Schlafmöglichkeiten brauchen.

In dem Fall kommt nur ein aufblasbares Gästebett rein, fertig. Einen 12V Anschluß habe ich auch gelegt falls irgendwelche Lampen usw benötigt würden.

Sowas geht ganz gut wenn man nur was zum Schlafen für 1 oder 2 - 3 Nächte braucht, besser als in einem Zelt direkt am buckligen Boden schläft man in jedem Fall.

Zitat:

@PIPD black schrieb am 24. September 2019 um 12:23:56 Uhr:

Wenn es für euch ausreichend ist, ist das OK.

Wir haben am WE auf der Adventure Northside diverse kleine Wohnanhänger gesehen und festgestellt, für uns ist das nix. Das ist wie eine -sorry für den Ausdruck- Hundehütte, zudem trotz Fenster und/oder Luke einfach nur beengend oder bedrückend.

Welcher uns von all den Exponaten am besten gefallen hat, war dieser: https://www.wheelhouse.de/lume

Allerdings, und das hab ich auf der Messe nicht erfragt, gesehen und gesucht: der Preis ist mal recht heftig.

Son Ding kam mir heute in Belgien entgegen. War auch das einzig gute an Belgien, bei deren Umleitungsbau wird man ja wahnsinnig.

Zum Anhänger:

Nettes Ding, wäre mir allerdings zu spartanisch. Klar es ist sicherlich trockener und Wärmer als ein Zelt, aber da würde ich mir lieber eine Campingbox für meinen Hochdachkombi kaufen.

Themenstarteram 24. September 2019 um 18:09

Da habt ihr Recht, so ein Mini Wohnwagen wäre auch nichts für mich. Mir ging es darum, etwas zu haben, um mal eine Nacht drin zu schlafen aber auch einen Baumarkttransport oder das Mopped zu transportieren oder auch einmal alles in Kombination machen zu können. Das geht halt nur mit einem Bus/Van oder meinem Anhänger ;-)

Gute Alternative zum Zelt, sicher komfortabler.

Mit deinem 100 km/h Aufkleber wirst du nicht durchkommen, die Polizei kennt alle Autos über 2.5to...

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