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Kia Garantie - Verschärfung der Bedingungen?

Kia
Themenstarteram 2. August 2019 um 17:43

Hallo zusammen,

heute flatterte ein Brief meines Autohauses rein. Darin steht:

Zitat:

Daher möchten wir Sie darüber informieren, dass es ab dem 31.07.2019 keine Kulanz bei der Einhaltung der Serviceintervalle gibt.

Sie schreiben weiter, dass schon ein Kilometer oder ein Tag ausreicht, um den Anspruch zu verlieren. Das habe ich schon von anderen Herstellern gehört, aber noch nicht von Kia. War bei der letzten 13 Tage drüber und mein Getriebe wird jetzt noch repariert. Aber es tritt ja auch erst jetzt in Kraft.

Weiß einer was darüber?

Viele Grüße

Stefan

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54 Antworten

Das ist auch mein letzter Kenntnisstand.

Das hier gezeigt Schreiben stammt auch nicht von Kia, sondern vom Händler. Ein offizielles Schreiben vom Händler habe ich noch nirgends gesehen.

Mein Kia-Händler hat mir auf Anfrage Folgendes mitgeteilt:

Zitat:

Bei diesem Schreiben handelt es sich um kein Fake-Schreiben.

 

Kia möchte nur damit bezwecken, dass von unseren Kunden rechtzeitig die fälligen Inspektionstermine vereinbart werden, da in der Vergangenheit immer wieder die Termine überzogen wurden und es immer schwieriger wurde, irgendwo eine Grenze zu setzen.

 

Kia gewährt 7 Jahre Garantie und möchte im Gegenzug sicherstellen, dass die Fahrzeuge pünktlich gewartet werden, was durchaus doch auch legitim ist.

 

……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………

Ob und wie mein Händler dies den Kunden mitteilt ist mir nicht bekannt.

Ich habe bisher noch kein solches Schreiben erhalten.

Ich auch nicht, mein Auto wäre mitte September mit der Wartung dran.

Okay, ich habe eine klare Aussage von Kia erhalten, demnach gibt es keine Tolleranz bei der Überziehung. Leider lässt man in der Antwort jede Aussage der Händler einfach unbeachtet.

 

Zitat:

 

...Grundsätzlich können wir Sie jedoch informieren, dass die vom Hersteller vorgegebenen Intervalle als Maximalwerte zu verstehen sind, innerhalb derer die jeweils fälligen Wartungen durchzuführen sind, um weiterhin volle Garantieansprüche geltend machen zu können. Zu beachten sind hierbei sowohl die Laufleistungs-, als auch die Zeitvorgaben, da die Wartung bis zum Erreichen des zuerst zutreffenden Faktors fällig ist. Im Falle einer Überziehung der vorgegebenen Wartungsintervalle, oder falls Wartungen komplett ausgelassen wurden, sind die vollumfänglichen Garantieleistungen durch den Wartungsüberzug oder ggfls. einem kompletten Wartungsverzicht in Hinblick auf das Kia-Garantieversprechen gefährdet. Diese könnten in beiden Fällen dann nur noch eingeschränkt fortgesetzt werden. Dies hätte zur Folge, dass alle beschädigten Komponenten, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit den nicht nach Herstellervorgaben eingehaltenen Intervallen stehen, fortan von der Herstellergarantie ausgeschlossen wären. Zukünftig auftretende Schäden würden zukünftig demnach per Einzelfallprüfung hinsichtlich einer ursprünglichen Verursachung bewertet. Es kommt insofern auf die Ursächlichkeit des Wartungsverzichts/ -versäumnisses für den eingetretenen Mangel an.

Maßgeblich hierfür sind die Prüfpunkte in den entsprechenden Wartungsplänen.

 

Wird eine Wartung nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt und es besteht zwischen dieser Obliegenheitsverletzung und dem dann eingetretenen Mangel hingegen kein ursächlicher Zusammenhang, so bleibt die Herstellergarantie für diesen jeweiligen Schadensfalls auch weiterhin bestehen.

Themenstarteram 6. August 2019 um 20:21

Ich habe auch von Kia Antwort: Meine bisher erste und einzige Inspektion oder besser Ölwechsel, viel mehr ist die 15tsd beim ceed gt ja nicht, hatte ich um 12 Tage überschritten. KM lag ich 1000km drunter.

In der Antwort steht, dass ich durch die zwölf Tage jetzt nur noch eingeschränkt Garantie habe. Jeder Fall wird jetzt einzeln betrachtet, so wie in dem Post davor. Also, dass die kulante Regelung erst am 31.7. aufhört, steht da nicht. Ich habe schon letztes Jahr verwirkt, obwohl man mir sagte, das ist kein Problem. Ich wollte es halt Ende September, dann konnte man auch direkt Winterreifen aufziehen.

Meine bisherigen Erfahrungen nach fast zwei Jahre Kia Neuwagen:

Getriebeschaden (6.Gang springt raus) anerkannt als Garantie aber bis heute nicht repariert. Warte weiter auf die Reparatur. Muss eine Spezialwerkstatt machen und da gibt es wohl nicht viele.

Versicherung über Kia-Team bei Alte Leipziger abgeschlossen. Diese wurde mir gekündigt und ich hatte es nicht so einfach eine neue zu bekommen. Man wollte einfach die Kia-Kunden loswerden.

Jetzt erklärt man mir, dass meine Garantie eingeschränkt ist.

Die Firma ist schon ein echter Brüller und macht einem das treu bleiben recht schwer.

Ich sehe hier eher die Diskrepanz in unterschiedlichen Aussagen. Zum einen die Auskunft der Werkstatt/Händler, sowie auch die bisherige kulante Regelung und nun eine solche Auskunft seitens Kia Deutschland.

Theoretisch wird es nun schon recht viele Kunden geben, die eine eingeschränkte Garantie besitzen.

Ich habe bisher zwar nie Probleme mit der Garantie gehabt, aber werde mir das als Warnung nehmen.

Zitat:

@Laddi2368 schrieb am 6. August 2019 um 20:21:43 Uhr:

Ich habe auch von Kia Antwort: Meine bisher erste und einzige Inspektion oder besser Ölwechsel, viel mehr ist die 15tsd beim ceed gt ja nicht, hatte ich um 12 Tage überschritten. KM lag ich 1000km drunter.

...

Jetzt erklärt man mir, dass meine Garantie eingeschränkt ist.

Die Firma ist schon ein echter Brüller und macht einem das treu bleiben recht schwer.

Tut mir leid, aber ich kann Leute wie dich einfach nicht verstehen. Du überziehst das Wartungsintervall und beschwerst dich dann, wenn der Hersteller als Reaktion darauf die Garantie reduziert.

Es war ja schon immer klar, dass es die 7 Jahre Garantie nicht ganz ohne "Gegenleistung" in Form pünktlich durchgeführter Inspektionen gibt. Dass KIA es aufgrund von wahrscheinlichen Übertreibungen in den letzten Jahren ab sofort extrem genau nimmt mit den Intervallen, kann ich schon verstehen.

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass es nun genau auf den Tag bzw. auf den km ankommen soll. Das finde ich persönlich schon ein wenig kundenunfreundlich. Man stelle sich die Situation vor, dass man ca. 1000 km vor dem Inspektionstermin ist, eine Fahrt von ca. 800 km vor sich hat und den Inspektionstermin für den Tag nach dieser Fahrt schon hat - mit 200 km "Reserve". Jetzt kommt auf dieser Fahrt irgendwas dummes dazwischen, so dass die Fahrt 1300 km ausmacht, so dass man nun 100 km "drüber" ist. Auf den letzten km der Tour gibt es einen Motorschaden. Und nun lehnt KIA im schlimmsten Fall die Garantie ab, weil sie natürlich unterstellen, dass der Motorschaden darauf zurückzuführen ist, dass der Ölwechsel schon 80 km überfällig ist und deswegen die Schmierwirkung des alten Öls mangelhaft war. Zugegeben, ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, aber möglich ist leider alles.

Hier könnte ich mir schon eine etwas kundenfreundlichere Handhabung vorstellen, z.B. Werkstatttermin muss vor dem Termin der Inspektion lt. Wartungsplan ausgemacht sein, kann dann aber auch innerhalb einer gewissen Frist bzw. km nach dem planmäßigen Termin stattfinden.

Was aber in meinen Augen gar nicht geht, ist dieser rückwirkende Ausschluss der Garantie bei Terminüberzug. Wenn es bisher von KIA akzeptiert wurde, dass Werkstätten bei den Inspektionsterminen eine gewisse Toleranz gewährten (ich hab da immer wieder mal gehört, 500 km oder gar 1000 km bzw. ein paar Tage drüber wären kein Problem, solange der Termin fixiert wäre) dann kann das doch nicht rückwirkend aufgehoben werden. Die Kunden haben sich guten Gewissens darauf verlassen und stehen plötzlich ohne bzw. mit eingeschränkter Garantie da. Ich glaube, da wird es einige Prozesse gegen KIA geben. Und dass betroffene Kunden vielleicht deswegen nicht mehr zu einem KIA greifen, könnte ich evtl. sogar verstehen.

Zitat:

@Veria2006 schrieb am 7. August 2019 um 08:18:19 Uhr:

Man stelle sich die Situation vor, dass man ca. 1000 km vor dem Inspektionstermin ist, eine Fahrt von ca. 800 km vor sich hat und den Inspektionstermin für den Tag nach dieser Fahrt schon hat - mit 200 km "Reserve". Jetzt kommt auf dieser Fahrt irgendwas dummes dazwischen, so dass die Fahrt 1300 km ausmacht, so dass man nun 100 km "drüber" ist.

Bei diesem konstruierten Beispiel würde ich wohl einfach die Wartung vorher machen lassen.

Nun, ich weiß nicht ob es rückwirkend in dem Fall überhaupt gibt. Denn etwas anderes als die Vorgabe der Inspektionsintervalle gibt es seitens Kia nicht. Also galt es im Grunde schon immer. Vermutlich haben die Händler und Werkstätten eine recht lockere Aussage getroffen.

2009 gab es mal in einer Autobild einen Artikel zu diesem Thema, aber die dort von Kia getroffenen Aussagen galten noch nicht für die 7 Jahres Garantie.

Anders sieht es jedoch aus, wenn es seitens Kia eine schriftliche Aussage dazu gibt, wie hier in einem anderen Thread, bei einem Stinger. Da gibt es offiziell ein Schreiben, dass man 1000 km oder einen Monat überziehen darf.

Zumindest wirkt das Schreiben offiziell, kann aber auch einfach von einem Händler gedruckt worden sein.

 

Also ganz sicher geht man eben nur, wenn man die Vorgaben einhält. Auch wenn ich aus eigener Erfahrung nie Probleme damit hatte.

Zitat:

@206driver schrieb am 7. August 2019 um 08:30:17 Uhr:

Bei diesem konstruierten Beispiel würde ich wohl einfach die Wartung vorher machen lassen.

Warum eigenlich? Wer rechnet mit so was? Wenn ich die Strecke schon x mal gefahren bin, nie ist was gewesen und ich weiß, dass ich "sicher" bei 59.800 km wieder zu Hause bin und am Tag darauf ist der Termin. Ich glaube, kein Mensch würde dann den Service vor der dieser Tour machen lassen.

Kia schreibt hier direkt von einer Obliegenheitsverletzung, heißt im Grunde, es ist Deine Pflicht Rechtzeitig zur Wartung zu fahren, machst Du es nicht, liegt das in Deiner Verantwortung.

Kurzum, schaffst Du es mit den Kilometern, kein Ding, schaffst Du es nicht, Dein Problem.

Zitat:

@Killed_in_Action schrieb am 7. August 2019 um 08:45:58 Uhr:

Kia schreibt hier direkt von einer Obliegenheitsverletzung, heißt im Grunde, es ist Deine Pflicht Rechtzeitig zur Wartung zu fahren, machst Du es nicht, liegt das in Deiner Verantwortung.

Kurzum, schaffst Du es mit den Kilometern, kein Ding, schaffst Du es nicht, Dein Problem.

Das ist völlig klar. Ich persönlich würde da auch nichts riskieren. Nicht umsonst habe ich vor ein paar Jahren den 60.000er Service bei 58.900 km machen lassen wegen der bevorstehenden Kroatienfahrt.

ABER: für viele (mich eingeschlossen), die hier NIEMALS bewusst was riskieren und schon gar nicht über eine gezielte Ausnutzung oder gar einen Missbrauch von gewährten Toleranzen nachdenken würden hat diese neue, extrem genaue Auslegung schon einen etwas faden Beigeschmack.

Vermutlich wurde damit zu viel Unfug getrieben, so dass die es jetzt verschärfen. Andere Hersteller sind da übrigens schon immer weniger Tollerant gewesen.

Finde das im Grunde auch ok, dass die Fristen eingehalten werden sollen. Nur bei meinem Optima mit seinen 10.000 Intervallen schon nervig. Man kommt aus der Inspektion und kann gleich schon wieder bald den nächsten Termin machen

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