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Keine sicheren Fahrwerke mehr ohne den Einsatz von Elektronik?
Hi,
die nachfolgende Meldung
http://www.n-tv.de/.../Citro-ns-Nemo-kippt-um-article841478.html
hat mich doch schon etwas ins Grübeln gebracht.
Ist es heute etwa schon der Weisheit letzter Schluß, Probleme beim Fahrverhalten in Grenzsituation nur noch mit Hilfe der Elektronik auszubügeln, anstatt hier eine optimale mechanische Lösung zu finden?
Es kann doch nicht sein, daß die Erkenntnisse im Fahrwerkbau, die man in den letzten 80 Jahren gewonnen hat, plötzlich nicht mehr gelten.
Beste Antwort im Thema
Das ist halt so der Trend in der Technik. Bei den Motorrädern hält das auch gerade Einzug.
Ob der Kunde das wirklich will oder es ihm die Werbung einsuggeriert, sei mal dahingestellt.
Mehr als ein funktionierendes ABS und ein gescheites Fahrwerk braucht kein Mensch. Eigentlich.
Programmierung ist erheblich billiger als Fahrwerksentwicklung. Und jede Testzeitschrift bemängelt zuerst fehlendes ESP, während schlampige Fahrwerke mit ESP kaum bemängelt werden.
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613 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Die Hersteller ordern nur gewisse ESP-Versionen mit entsprechender Auslegung.
Hardwareseitig ja
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Zitat:
Wie Bosch diese Codes programmiert ist den Herstellern doch denke ich mal ziemlich egal und die Codefunktionen sicher auch nicht entsprechend detailliert bekannt.
Nur lässt dieser Code keine Rückschlüsse über die exakte Funktion des ESP zu. Der Steuerblock und die Software sind vielleicht schon identisch,aber die Parameter mit denen diese Software arbeitet sicher nicht.
Jedes System wird individuell auf das jeweilige Modell abgestimmt. Da da dann mehr oder weniger Aufwand betrieben wird erkennt man dann am Eingreifen.Aufwendige Abstimmungen wird man erst deutlich spüren wenn der Notanker geworfen wird und einfache Abstimmungen einfach daran das man ruppig daran gehindert wird in den Grenzbereich zu gelangen.
Ein Golf, Focus, Astra und zb 1er BMW können durchaus das identische ESP.System besitzen,nur wird sich dessen Abstimmung aber recht deutlich untereinander unterscheiden da nicht nur die Fahrwerke unterschiedlich sind sondern auch die Firmenphilosophie was das Fahrgefühl angeht.
Es gibt durchaus noch Hersteller die trotz ESP Wert auf gut abgestimmte Fahrwerke legen,die verkaufen auch einen sportlich fahrbaren Frontkratzer mit 350PS.:D
War halt mehr Aufwand eine passende Vorderachse zu entwickeln als einen Allrad aus dem Konzernregal zu nehmen.
PS: Nur weil man eine Starrachse Verbundlenkerachse nennt bleibt es doch eine Starrachse.;)
Klar stellt Bosch zig ESP-Module her, die dann in zig verschiedene Modelle verbaut werden, aber dann nur angepaßt an das entsprechend gewünschte Fahrergebnis (eher defensiver Eingriff oder mehr Freiheiten für den Fahrer). Das Problem dürfte nur sein, daß keiner so wirklich weiß, was hinter der Auslegung steckt bzw. wie diese durch die Programmierung bewerkstelligt wird (außer das Personal in der Entwicklungsabteilung von Bosch).
Und genau die Unkenntnis zu den Codes, deren Auswirkung, den fehlenden Infos zu den Parametern, die Auswirkungen auf die Fahrdynamik haben ist es sicher größtenteils geschuldet, weil die Tuner sich an diesen Baugruppen bislang nicht vergriffen haben.
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Da gab es doch mal einen Van von Toyota (bin mir beim Fabrikat aber nicht ganz sicher) mit einem Unterflur-Motor. Meiner Ansicht wäre das doch ein Weg, den Schwerpunkt noch ein gutes Stück tiefer zu bekommen.
Toyota Previa.
Tolles Auto , aber enormer Spritverbrauch.Zum Kerzenwechsel muß der Motor abgesenkt werden und ähnliche Spielchen.Das Konzept ist in Ordnung, nur die Servicekosten treiben dir die Tränen in die Augen.
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
PS: Nur weil man eine Starrachse Verbundlenkerachse nennt bleibt es doch eine Starrachse.;)
Übergeordnete Bauform: Verbundaufhängungen
Sonderfälle von dieser Form: Starrachse und Einzelradaufhängung
Eine Verbundlenkerachse "bleibt" also keine Starrachse.
Wieviel % Verbund die beiden Aufhängungen haben ist konstruktionsbedingt.
Die Verbundskala besteht am oberen Punkt aus Starrachsen.
Am unteren Punkt besteht sie aus Einzelradaufhängungen.
Und genau am unteren Ende befinden sich die Golf Achsen.
Starrachse nahestehende Aufhängungen sind z. B. die Torsionskurbelachsen vom Audi 100.
Zitat:
Original geschrieben von joschi67
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Da gab es doch mal einen Van von Toyota (bin mir beim Fabrikat aber nicht ganz sicher) mit einem Unterflur-Motor. Meiner Ansicht wäre das doch ein Weg, den Schwerpunkt noch ein gutes Stück tiefer zu bekommen.
Toyota Previa.
Tolles Auto , aber enormer Spritverbrauch.Zum Kerzenwechsel muß der Motor abgesenkt werden und ähnliche Spielchen.Das Konzept ist in Ordnung, nur die Servicekosten treiben dir die Tränen in die Augen.
Vorgestern hatte ich gehört, dass beim Voyager V6 drei Kerzen echt beschissen zu erreichen sind, weil der Motor gekippt eingebaut wird. Irgendeinen Zweck muss das ja auch haben.
Zitat:
Die meisten denken aber nicht daran, was sie fahren bzw. was ihr Auto leisten kann (und noch wichtiger was nicht). Daher bewundere ich den Optimismus so mancher insbesondere teils junger Frauen und Mädchen, die mit ihrem 2,5 t SUV (ob nun ML, Cayenne, X5, Q7 etc.) durch die Kante brettern, als gäbe es keinen nächsten morgen.
Welche Geschwindigkeiten werden eigentlich für SUVs gewählt?
Also mich hat vor ein paar Tagen bei 240 km/h Eigentempo ein Cayenne Turbo S mit deutlichem Überschuß überholt. Dürfte sicher knappe 300 gelaufen sein. :D
Das mag ja alles sein dass Hersteller etwas beim Fahrwerksbau sparen und das ESP drauf setzen, aber die Logik mit Abschaffung des ESPs würden die Autos im Endeffekt sicherer weil man deutlich bessere Fahrwerke bauen würde, geht eher nicht auf.
Dann wird auch wenn erstmal die Drehung "angeregt" wurde durch kleine Vereisung in Kurve z.B., nichts mehr mit besten Fahrwerk gehen wenn nicht Räder einzeln abgebremst werden.
Vielleicht sollten die Tester mal nicht nur das schöne Plastik im Inneren streicheln sondern gucken ob beim ausgeschalteten ESP das Auto noch so um die Kurve fährt wie es vor 10 Jahren oder so ging, wenn nicht dann meckern und Auto abwerten. Das kann man von mir aus machen, aber nicht ESP aus taktischen Gründen meiden, das geht so nicht auf.
Doch in der Tat, Höhen und Härteeinstellung (gerne auch automatisiert je nach Fahrbahnuntergrund) wäre toll, ich bin kein großer Technikexperte und schon gar nicht Fahrwerksingenieur, aber wundert mich trotzdem dass es bis heute nicht geschafft wurde so was günstig in der Masse herzustellen. Ist doch nicht so wahnsinnig viel mehr als eine Pumpe und Dämpfer der damit aufgefüllt ist. Wir haben doch schon kompliziertere Systeme kostengünstig hin bekommen. Vielleicht muss es nur erst mal in die Masse kommen, ist ein etwas exotisches System, daher teuer, liegt eher nicht an Materialien oder megagroßen Aufwand. Also ich vermisse eine Höhenverstellung, wir fahren (abgesehen von machen Citroen-Fahrern oder bestimmten SUVs etc.) doch immer im Kompromissbereich, auf der Autobahn eigentlich zu hoch, in der Stadt muss man um Stoßstange bangen wenn man irgendwo knapp dran fährt wo Bürgersteig ist und sollte man irgendwo hinfahren müssen wo es mehr so Feldwegartig ist, kann man auch nichts höher machen... Das wäre kein Ersatz für Vierradantrieb etc., aber Stück höher würde schon mal helfen, manch ein Bauer könnte damit ohne Luftwiederstand und Gewicht eines SUV bei der Hofeinfahrt auskommen.
Übrigens wurde hier öfter hin und her gestritten ob ESP Leistung durch Eingriff in Motorsteuerung weg nimmt, bei mir im Handbuch (Peugeot 407) steht es zumindest dass es sowas macht wenn es sein muss (können wohl unterstellen dass es keine Lüge ist, wieso auch ?), ist aber auch egal ob es nur reinbremst oder auch nebenbei auch die Motorleistung reduziert, das damit verfolgte Ziel ist ja legitim.
Manchen geht es zu früh los mit der Regelung, also das kann ich kaum verstehen, die Strassen sind doch endlich breit, die Leitplanke auch nah, ich bin daher froh wenn es schnell eingreift um mir Schrammen zu ersparen, sollte schon regeln wenn es minimal rutscht.
Also nicht quer um die Kurve zu fahren erlebe ich nicht als Entmündigung, aber das mag ja subjektiv sein.
Beim besagten Auto das ich fahre finde ich es persönlich zu spät, das Ding rutscht schon bzw. stellt sich stückweit quer und erst dann wird abgefangen.
Und wenn erst mal die Gleitreibung drin ist, wird es auch um so schwerer abzufangen, der späte Eingriff kann dann auch schwere Folgen haben, früher rein geregelt hätte es vielleicht sogar gereicht, wenn die Masse dann erst mal quer steht und der Untergrund zu rutschig ist, könnte es dank späten Eingriffspunkt gar nicht mehr reichen.
Ist aber wohl ein Zugeständnis an deutschen Markt der wegen zu weichen/unsportlichen Franzosen gemeckert hat, also haben sie das Auto im Vergleich zum Vorgänger unkomfortabler gemacht und lassen es mehr rutschen, na toll, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.
Der 406 fuhr auch gut um die Kurve, auch wenn höher und deutlich weicher, keine Ahnung wieso, aber funktionierte alles, mir fiel zumindest nichts schlechtes auf.
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Also mich hat vor ein paar Tagen bei 240 km/h Eigentempo ein Cayenne Turbo S mit deutlichem Überschuß überholt. Dürfte sicher knappe 300 gelaufen sein. :D
Und wie lang wird da dann die ELchtestgasse gewählt?:confused:
Mich würde eher interessieren wie viele Autofahrer einen derarte extreme verschwenk wie den Elchtest unvorbereitet überhaupt hinbekommen. Mal unabhängig davon, was das Auto tut.
@Opelowski
Natürlich nimmt ESP die Leistung weg.
Deine Anleitung bestätigt es.
VW bestätigt es, BMW bestätigt es...
Ansonsten viel Text :)
Dazu will ich nur sagen, dass zu allererst gute Reifen stehen sollten.
Denn diese dehnen die Situationen aus, in denen ESP gar nicht erst eingreifen muss.
Oft sieht man teure Autos, aber die Besitzer wollen beim Reifen sparen.
Da helfen dann weder gute Fahrwerke, noch ESP.
Gute Reifen haben auch weite Grenzbereiche, die es dem Fahrer einfacher machen, den Wagen noch abzufangen.
Weiterhin werden viele Meter Bremsweg / km/h Kurvengeschwindigkeit durch ausgenuckelte Stoßämpfer und Fahrwerksbuchsen verschenkt.
PS
Hier wurde noch gefragt, warum Motoren schräg eingebaut werden.
Das hat natürlich den Grund, dass man die Dinger irgendwie unter die Motorhaube bekommen muss.
Und wenn man sie neigt, sind sie weniger hoch (passen also besser rein).
Zitat:
Original geschrieben von Opelowski
...
Doch in der Tat, Höhen und Härteeinstellung (gerne auch automatisiert je nach Fahrbahnuntergrund) wäre toll, ich bin kein großer Technikexperte und schon gar nicht Fahrwerksingenieur, aber wundert mich trotzdem dass es bis heute nicht geschafft wurde so was günstig in der Masse herzustellen. Ist doch nicht so wahnsinnig viel mehr als eine Pumpe und Dämpfer der damit aufgefüllt ist. Wir haben doch schon kompliziertere Systeme kostengünstig hin bekommen. Vielleicht muss es nur erst mal in die Masse kommen, ist ein etwas exotisches System, daher teuer, liegt eher nicht an Materialien oder megagroßen Aufwand. Also ich vermisse eine Höhenverstellung, wir fahren (abgesehen von machen Citroen-Fahrern oder bestimmten SUVs etc.) doch immer im Kompromissbereich, auf der Autobahn eigentlich zu hoch, in der Stadt muss man um Stoßstange bangen wenn man irgendwo knapp dran fährt wo Bürgersteig ist und sollte man irgendwo hinfahren müssen wo es mehr so Feldwegartig ist, kann man auch nichts höher machen... Das wäre kein Ersatz für Vierradantrieb etc., aber Stück höher würde schon mal helfen, manch ein Bauer könnte damit ohne Luftwiederstand und Gewicht eines SUV bei der Hofeinfahrt auskommen.
Übrigens wurde hier öfter hin und her gestritten ob ESP Leistung durch Eingriff in Motorsteuerung weg nimmt, bei mir im Handbuch (Peugeot 407) steht es zumindest dass es sowas macht wenn es sein muss (können wohl unterstellen dass es keine Lüge ist, wieso auch ?), ist aber auch egal ob es nur reinbremst oder auch nebenbei auch die Motorleistung reduziert, das damit verfolgte Ziel ist ja legitim.
Manchen geht es zu früh los mit der Regelung, also das kann ich kaum verstehen, die Strassen sind doch endlich breit, die Leitplanke auch nah, ich bin daher froh wenn es schnell eingreift um mir Schrammen zu ersparen, sollte schon regeln wenn es minimal rutscht.
Also nicht quer um die Kurve zu fahren erlebe ich nicht als Entmündigung, aber das mag ja subjektiv sein.
Beim besagten Auto das ich fahre finde ich es persönlich zu spät, das Ding rutscht schon bzw. stellt sich stückweit quer und erst dann wird abgefangen.
Und wenn erst mal die Gleitreibung drin ist, wird es auch um so schwerer abzufangen, der späte Eingriff kann dann auch schwere Folgen haben, früher rein geregelt hätte es vielleicht sogar gereicht, wenn die Masse dann erst mal quer steht und der Untergrund zu rutschig ist, könnte es dank späten Eingriffspunkt gar nicht mehr reichen.
Ist aber wohl ein Zugeständnis an deutschen Markt der wegen zu weichen/unsportlichen Franzosen gemeckert hat, also haben sie das Auto im Vergleich zum Vorgänger unkomfortabler gemacht und lassen es mehr rutschen, na toll, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.
Der 406 fuhr auch gut um die Kurve, auch wenn höher und deutlich weicher, keine Ahnung wieso, aber funktionierte alles, mir fiel zumindest nichts schlechtes auf.
Es gibt doch, im Rallye-Bereich bewährt, magnetisch angeregte Dämpfer. Da muss nichts ewig hin und her pumpen. EInfach Strom anlegen und Magnetfeld aufbauen. Sollte Klappen.
Meinen 307 hatte ich übrigens auch mal zum Rutschen auf feuchter Fahrbahn gezwungen. Recht schnel rein und kurz einen etwas stärkeren Lenkimpuls gegeben. Er rutschte dann sachte über alle vier Räder, aber berechenbar. Bis das ESP eingriff und die Karre unruhig und etwas schaukelnd eingebremst wurde. Das Blöde ist ja, dass das ESP keine Augen hat. Dann hätte es gesehen, dass das gewollt war und hätte mich noch etwa 20 cm weiter rutschen lassen und eine saubere Linie fahren lassen. Beim EIngriff sah das Ganze garantiert total stümperhaft aus und fühlte sich auch beschissen an.
@knacksen
ausgenudelte Stoßdämpfer und Buchsen würde ich übrigens auch zu einem schlechten Fahrwerk zählen.
Zitat:
Original geschrieben von patti106
Zitat:
Original geschrieben von Michael Gehrt
Also mich hat vor ein paar Tagen bei 240 km/h Eigentempo ein Cayenne Turbo S mit deutlichem Überschuß überholt. Dürfte sicher knappe 300 gelaufen sein. :D
Und wie lang wird da dann die ELchtestgasse gewählt?:confused:
Keine Ahnung. Aber bei 300 km/h würde der Elchtest wohl eher ein Fehlschuß. :D
Na gut, ich würde es eher als Verschleiß sehen.
Aber insgesamt klar.
Das macht ein gutes Fahrwerk zum schlechten Fahrwerk.
Ausgenudelte Buchsen werden im übrigen bei der HU beanstandet.
Stoßdämpfer nur, wenn sie von außen feucht sind.
Hier sollte also jeder selbst dran denken, diese mal prüfen zu lassen, oder nach entsprechender Laufleistung ersetzen.
Gefährlich bei den Dämpfern ist, dass man den schleichenden Verschleiß nicht merkt, wenn man immer mit seinem Auto fährt.
Die gehen meist nicht von heut auf morgen kaputt.
Zitat:
Original geschrieben von Opelowski
Das mag ja alles sein dass Hersteller etwas beim Fahrwerksbau sparen und das ESP drauf setzen, aber die Logik mit Abschaffung des ESPs würden die Autos im Endeffekt sicherer weil man deutlich bessere Fahrwerke bauen würde, geht eher nicht auf.
Dann wird auch wenn erstmal die Drehung "angeregt" wurde durch kleine Vereisung in Kurve z.B., nichts mehr mit besten Fahrwerk gehen wenn nicht Räder einzeln abgebremst werden.
Vielleicht sollten die Tester mal nicht nur das schöne Plastik im Inneren streicheln sondern gucken ob beim ausgeschalteten ESP das Auto noch so um die Kurve fährt wie es vor 10 Jahren oder so ging, wenn nicht dann meckern und Auto abwerten. Das kann man von mir aus machen, aber nicht ESP aus taktischen Gründen meiden, das geht so nicht auf.
Doch in der Tat, Höhen und Härteeinstellung (gerne auch automatisiert je nach Fahrbahnuntergrund) wäre toll, ich bin kein großer Technikexperte und schon gar nicht Fahrwerksingenieur, aber wundert mich trotzdem dass es bis heute nicht geschafft wurde so was günstig in der Masse herzustellen. Ist doch nicht so wahnsinnig viel mehr als eine Pumpe und Dämpfer der damit aufgefüllt ist. Wir haben doch schon kompliziertere Systeme kostengünstig hin bekommen. Vielleicht muss es nur erst mal in die Masse kommen, ist ein etwas exotisches System, daher teuer, liegt eher nicht an Materialien oder megagroßen Aufwand. Also ich vermisse eine Höhenverstellung, wir fahren (abgesehen von machen Citroen-Fahrern oder bestimmten SUVs etc.) doch immer im Kompromissbereich, auf der Autobahn eigentlich zu hoch, in der Stadt muss man um Stoßstange bangen wenn man irgendwo knapp dran fährt wo Bürgersteig ist und sollte man irgendwo hinfahren müssen wo es mehr so Feldwegartig ist, kann man auch nichts höher machen... Das wäre kein Ersatz für Vierradantrieb etc., aber Stück höher würde schon mal helfen, manch ein Bauer könnte damit ohne Luftwiederstand und Gewicht eines SUV bei der Hofeinfahrt auskommen.
Übrigens wurde hier öfter hin und her gestritten ob ESP Leistung durch Eingriff in Motorsteuerung weg nimmt, bei mir im Handbuch (Peugeot 407) steht es zumindest dass es sowas macht wenn es sein muss (können wohl unterstellen dass es keine Lüge ist, wieso auch ?), ist aber auch egal ob es nur reinbremst oder auch nebenbei auch die Motorleistung reduziert, das damit verfolgte Ziel ist ja legitim.
Manchen geht es zu früh los mit der Regelung, also das kann ich kaum verstehen, die Strassen sind doch endlich breit, die Leitplanke auch nah, ich bin daher froh wenn es schnell eingreift um mir Schrammen zu ersparen, sollte schon regeln wenn es minimal rutscht.
Also nicht quer um die Kurve zu fahren erlebe ich nicht als Entmündigung, aber das mag ja subjektiv sein.
Beim besagten Auto das ich fahre finde ich es persönlich zu spät, das Ding rutscht schon bzw. stellt sich stückweit quer und erst dann wird abgefangen.
Und wenn erst mal die Gleitreibung drin ist, wird es auch um so schwerer abzufangen, der späte Eingriff kann dann auch schwere Folgen haben, früher rein geregelt hätte es vielleicht sogar gereicht, wenn die Masse dann erst mal quer steht und der Untergrund zu rutschig ist, könnte es dank späten Eingriffspunkt gar nicht mehr reichen.
Ist aber wohl ein Zugeständnis an deutschen Markt der wegen zu weichen/unsportlichen Franzosen gemeckert hat, also haben sie das Auto im Vergleich zum Vorgänger unkomfortabler gemacht und lassen es mehr rutschen, na toll, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.
Der 406 fuhr auch gut um die Kurve, auch wenn höher und deutlich weicher, keine Ahnung wieso, aber funktionierte alles, mir fiel zumindest nichts schlechtes auf.
Die Leistungswegnahme hängt auch stark von der ESP-Auslegung ab. Ist das ESP rigide und bietet wenig Freiraum, regelt es die Leistung brutal weg, wenn der Idealzustand von 100% nur um 0,2 % verändert wird. Ist das ESP sportlich ausgelegt, regelt es in dem Falle noch gar nicht, sondern erst erheblich später.
Das ist abhängig wie die Hersteller die ESP-Auslegung gewählt haben.
Fakt wird wohl sein, daß die Billighersteller bei ESP-Zwang zum rigiden ESP greifen werden und an der Fahrwerksentwicklung sparen, da das ESP diese Arbeit erledigt, die ein gutes Fahrwerk von alleine löst.
Und wie gesagt: Egal ob Sommer oder Winter. Ich bin jahrelang ohne ESP klargekommen. Mein Golf hat nun zwangsweise ESP. Aber benötigen würde ich es nicht.
Das ist a) eine Frage der Fahrzeugkonstruktion und b) auch eine Frage des persönlichen Fahrkönnens. Die Vor-ESP-Sportwagen liefen auch teils 300 ohne ESP. Wozu also, wenn die Konzeption stimmt ?
Ja Reifen muss schon gut haften, sonst kann man das nicht in Reibung und somit entsprechende Autobewegung umsetzen. Selbst wenn es 500 mal in der Sekunde regelt (wobei das wohl eher so eine Werbeaussage ist, glaube nicht dass er wirklich 500 mal in der Sekunde anbremsen und loslassen kann, das wird schon durch die Bremsanlage an sich nicht umsetzbar sein, egal wie schnell der Computer getaktet ist und Sensorenwerte erfasst) dann kann das ESP gegenüber liegenden Reifen auch blockieren, das Auto zurück drehen wird es ohne genug Reibung trotzdem nicht können, wohl wahr.
Das ist auch immer der begrenzende Faktor bei ESP, kommt man zu schnell in die vereiste (oder auch nasse) Kurve, regelt es wie wild, das Auto dreht sich auch nicht, der Kurvenradius wird aber trotzdem größer als der der zur Verfügung stehenden Kurve. Na wenigstens stößt man dann frontal mit Baum zusammen und nicht seitlich, auch ein Vorteil von ESP.
Um so wichtiger ist es hier dass es eben eher sensibel ausgelegt ist und früh mit entsprechenden Versuch beginnt, diese sportliche Einstellung verschwendet nur Zeit und Weg. Da nehme ich es eher in Kauf dass es mich auch mal zu sehr einbremst wenn genug Platz für ein "slide" ist. Idealerweise natürlich auch entsprechend sanft, also korrigiert schon das leichte Rutschen und wird dann mehr, oft ist es in der Tat eher so: erst mal was zulassen, dann voll rein regeln. Sollte eigentlich immer so funktionieren dass man kurz vor Maximum ist, also leicht quietschende Reifen, so kann man auch die größte Reibung umsetzen.
Also mir scheint es so dass ESP noch nicht zur Ende entwickelt ist, habe keine S-Klasse, kann sein dass es dort besser umgesetzt ist, so in Mittelklasse ist es das meiner bescheidenen Erfahrung nach noch nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Meik´s 190er
Man kann von einem Van einfach keine Sportwagenfahreigenschaften erwarten.
Das erwartet auch keiner. Aber ich denke die Käufer erwarten ein sicheres Auto, das nicht bei "alltäglichen" Ausweichmanövern wie sie im ganz normalen Strassenverkehr vorkommen (was anderes ist der "Elchtest" ja nicht) einfach umkippt.
Ich bin auch der Meinung das solche "Vehikel" auf den Strassen absolut nichts zu suchen haben. Leider gibts da inzwischen ganz viele von, nennt sich "technischer Fortschritt". Und gibt ja sogar einige bei denen sich ESP usw. nicht mal abschalten lassen, weil sie ohne unfahrbar sind (Smart ForTwo usw.). Das finde ich schon frech das sowas verkauft werden darf. Zumal selbst Autos aus den 60/70ern den "Elchtest" bestehen ohne danach auf dem Dach zu liegen, und das mit Starrachsen und einem Fahrwerk wie ein Wasserbett...