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Keine Ersatzteile mehr und jetzt ?

Themenstarteram 26. März 2005 um 8:10

Hallo Jungs,

gleich vorweg ich habe kein Oldtimer, möchte aber mal wissen was ihr macht wenn es wirklich keine Teile mehr auf dem Markt gibt.

Danke und Gruß de rolle

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@de rolle schrieb am 26. März 2005 um 08:10:07 Uhr:

Hallo Jungs,

gleich vorweg ich habe kein Oldtimer, möchte aber mal wissen was ihr macht wenn es wirklich keine Teile mehr auf dem Markt gibt.

Danke und Gruß de rolle

Die Frage ist wohl typisch für Leute die keinen Oldie haben.

In 30 Jahren die ich Oldies fahre habe ich alles bekommen, es gibt doch immer Schlachfahrzeuge die noch gute Gebrauchtteile haben , und neuerdings ist es dank Internet nicht mal ein Problem Teile aus dem Ausland zu ordern, viel einfacher als noch vor 30 Jahren .

Wem das Oldiehobby zu mühsam ist der kann doch Bierdeckel oder Briefmarken sammeln .:)

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am 26. März 2005 um 12:48

Hallo,

für mein Auto gibt es schon lang keine "regulären" E-Teile Quellen mehr. Da heißt es, sich zusammenschließen, Nachtertigungen "anzetteln", Teile von anderen Autos anpassen und selber Anfertigen. (Opel Olympia, Bj. 38)

Gruß

Stefan

PS: Man muss aber auch bedenken, das mit "steigendem Fahrzeugalter der Ersatzteilverbrauch sinkt", d.h. die Autos sind simpler aufgebaut und oft auch sehr robust. Beispiel: ich kann bei mir alles zerlegen, selbst große Teile der Karosserie. Wenn das Getriebe mal geräusche produziert und ein Lager gewechselt werden muss dann ist das kein Problem, das Lager ist genormt. Schwieriger ist es alledings bei richtig "ollem glump", sprich Fahrzeuge vor dem ersten Weltkrieg. Hier hat jeder Hersteller andere Schrauben (!!) verbaut, da ist es etwas schwieriger. Zierteile wie Stossstangen usw. die Nachgefertigt werden müssen gehen schon ins Geld, aber alles ist machbar. Oldtimer sind da sehr genügsam. Bei einigen Herstellern kann man ja heute nicht mal mehr ein Getriebe zerlegen. Später macht so ein Auto im "Oldtimerstatus" 10 mal mehr Probleme als mein alter Olympia. Mal ganz zu schweigen von dem ganzen Kunststoffen die jetzt eingesetzt werden, nicht zu vergessen die Elektronik. Ab 30 Jahren aufwärts gibt es da massive Probleme.

Themenstarteram 26. März 2005 um 17:04

Hallo Stefan,

finde es toll das du mir gleich eine Antwort auf meine Frage geben konntest.

Klingt zwar alles einleuchtent ist aber bestimmt nicht so einfach.

Danke noch mal.

de rolle

am 26. März 2005 um 18:37

Hallo,

ich finde deine Frage vollkommen berechtigt, da man sich als Aussenstehender es sich oft nicht so richtig vorstellen kann wie aus so manchem Schrotthaufen wieder ein Schmuckstück werden soll.

Stefan

Hallo de rolle,

das mit dem Ersatzteilproblem ist auch sehr typspezifisch und wie Stefan schon schrieb auch altersabhängig.

Fahrzeuge aus den 40er, 50er und auch noch 60er Jahren waren meist so konstruiert, dass sie der "Dorfschmied" noch reparieren konnte.

Anders sieht es da schon mit Fahrzeugen aus den späten 60er und 70er aus. Selbsttragende Ganzstahlkarossen, aufwendigere Achstechnik, z.b. keine auswechsebaren Bronze- oder Buntmetallbuchsen mehr sondern "moderne wartungsfreie" homokinetische Gelenke, natürlich nicht reparaturfähig, sondern nur noch im Ganzen austaschbar, machen einem das Leben schon schwer.

Wenn dann auch noch werksmäßige Engpässe, wie z.B. bei Opel ein in den achtzigern abgebranntes Ersatzteillager dazukommt, laborieren mache Oldiliebhaber noch heute an den Folgen.

Andererseits ist mitlerweile eine ganze Industrie um die Oldtimer entstanden. Auch namhafte Werke wie Mercedes, BMW und Porsche bieten ein so umfangreiches Ersatzteillager in ihren Oldtimerabteilungen an, so dass nahezu jedes Fahrzeug am laufen gehalten werden kann. Mercedes und BMW sind da führend, denn wer seine Historie verleugnet, der hat auch keine Zukunft. Das haben so manche Hersteller (Audi) ein bischen zu spät erkannt. Da gab´s z.B. für das edle 100er Coupe in den 90er Jahren ab Werk nicht mal mehr Bremsbelege!!!, geschweige irgendwelche Blech- oder gar Kunststoffteile.

Was Stefan schon angesprochen hat und zunehmend ein Problem wird ist die moderne KFZ-Elektrik und Elektronik, die in den 80ern Einzug gehalten hat. Für den Hobbyschrauber ohne Diagnosegerät nahezu unüberschaubar und für den Profi auch nicht mehr reparaturfähig, da "für das alte Zeug schon lange keine Diagnosesoftware mehr abgespeichert ist".

Es ist z.b auch Aufgrund der Katnachrüstung in den 80er Jahren eine ganze Fahrzeuggeneration (70er) ausgestorben, da diese Fahrzeuge für eine rentable Nachrüstung schon zu alt waren, für einen weiteren Betrieb aber im Unterhalt zu teuer, was folgt war die vorzeitige Verschrottung.

Mit mehreren Oldifans hab ich das Thema "aktuelle Fahrzeuge- Oldi von Morgen" mal durchdiskutiert und wir sind zu der Überzeugung gekommen, das sich Fahrzeuge aus heutiger Produktion nicht mehr als Oldtimer eignen. Kaufen - und dann 20 bis 25 Jahre eingemottet und konserviert stehenlassen (Ja, solche Leute gab und gibt es!!), geht nicht mehr. Versuch mal eine Wegfahrsperre, die aufgrund leerer Batterie ihren Code vergessen hat wieder zu deaktivieren. Geht nur mit Diagnosetester... und der wäre ja auch schon ein oldfashion-Tester....

Hoffe, meine Erläuterungen zu dem Thema waren informativ und nicht allzu frustriend.

Gruß E.S.

Moin,

Meist ist das zentrale Problem gar nicht, das es KEINE Ersatzteile mehr gäbe.

Nehmen wir z.B. Fiat ... Es gibt hier bis zu Fahrzeugen in die 50er Jahre rein relativ wenige Fahrzeuge für die es einzelne Teile GAR NICHT mehr gibt. Das sind meist Karosserieteile oder, wesentlich schlimmer, Zierteile. Meist betrifft dies auch Fahrzeuge die schon als sie NEU waren eher eine kleine Fangemeinde hatten, oder unter einem Fahrzeug litten, das eben eine sehr große Fangemeinde hatte.

Hier ist es oftmals nur notwendig die entsprechend Szene ausfindig zu machen, oder aber entsprechend die Historie der Fahrzeuge zu studieren. So wird dir z.B. der Fiat Händler sagen, das er GAR KEINE Ersatzteile mehr für den Fiat X1/9 hat. Ventile, Kupplung, Nockenwelle, Kopfdichtung etc.pp. bekommt man trotzdem. Das Zauberwort heißt Fiat Uno 1.5 i.E. ... Bremsbeläge ... ist ebenfalls kein Problem, Lichtmaschine etc.pp. da die Teile oftmals in Paralell- oder Nachfolgemodellen noch sehr lange verwendet wurden, oder aber bei Bosch sogar in Fahrzeugen bis in die 90er verwendet wurden. Auch in den Beständen von Yugo, Lada etc.pp. findet man für das ein oder andere Fiat oder Lanciamodell E-Teile, selbst bei Seat wird man bei Modellen bis Mitte der 90er Jahre oftmals noch fündig.

Das nächste Problem ist aber ... und das wird z.T. schon kriminell, jemanden zu finden, der gewisse Dinge kann. So kann es oftmals zu einem Abenteuer ausarten, einen Doppelvergaser eines Mercedes 250 einstellen zu lassen, weil es heute schlicht niemand kann. Jemanden zu finden, der einem ein neues Lager für eine Kurbelwelle gießen kann, wird z.T. so schwer, das sich Clubs zusammenschließen und es organisieren das 50-100 Motoren gemeinsam von jemandem im Ausland gemacht werden, der es noch kann.

Ein Glücksfall stellen in diesem Zusammenhang Mercedes-Benz und Porsche dar, wo man, entsprechend Geld vorrausgesetzt, jedes Teil sogar nachfertigen lassen kann.

MFG Kester

Also fast alles kann man kaufen. Das sind doch eher wenige Teile, die man nicht kaufen kann. Wenn man einen "Schrotthaufen" restauriert, dauert das Jahre und man ist in der Szene unterwegs, kennt leute die man dann fragt, läuft mit seiner Liste umher, so kauft man sich über die Jahre die Teile aus Scheunen, Kellersammlungen, Nachfertigungsaktionen und Oldtimermärkten zusammen.

Was es dann wirklich nicht mehr gibt, da muss man dann halt anfertigen. Idr. gibt es aber alles, mindestens in kaputt. Und reparieren kann man so ziemlich alles.

Im Prinzip geht Alles !Manches sogar leichter . Erinnere an 3-D-Drucker . Bekannter von mir hat sich Motorgehäuse für einen Maserati-Rennwagen nachgießen lassen . Die Gießform wäre heute für Bruchteile des alten Preises herzustellen .

Gruß : Rostklopfer

Zitat:

@de rolle schrieb am 26. März 2005 um 08:10:07 Uhr:

Hallo Jungs,

gleich vorweg ich habe kein Oldtimer, möchte aber mal wissen was ihr macht wenn es wirklich keine Teile mehr auf dem Markt gibt.

Danke und Gruß de rolle

Die Frage ist wohl typisch für Leute die keinen Oldie haben.

In 30 Jahren die ich Oldies fahre habe ich alles bekommen, es gibt doch immer Schlachfahrzeuge die noch gute Gebrauchtteile haben , und neuerdings ist es dank Internet nicht mal ein Problem Teile aus dem Ausland zu ordern, viel einfacher als noch vor 30 Jahren .

Wem das Oldiehobby zu mühsam ist der kann doch Bierdeckel oder Briefmarken sammeln .:)

Bei meinem nicht ganz alten Auto gibt's auch noch fast alles beim Daimler. Ansonsten gucke ich manchmal ins Ebay und lege mir mal bei Gelegenheit was günstiges auf Vorrat hin. Aber wahrscheinlich ist es immer das falsche. Man kann es ja später wieder verscherbeln.

Moin,

Ein Riesenproblem sind in meinen Augen Innenraum - oder Zierteile, die es oft schon für achtziger Jahre Autos nicht mehr für Geld und gute Worte gibt....Sattlerarbeiten sind verdammt teuer

Mechanik bzw. Verschleissteile wird man immer irgendwie auftreiben können, und wenn es im Heimatland des Oldies ist....da hat mein Vorschreiber recht, dank Internet ist das heute einfacher als noch vor 20 Jahren

Gruss aus Kassel

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