Kauf eines W210/S210: konkrete Fragen nach einer Probefahrt
Hallo W210-Gemeinde,
ich bin gerade auf der Suche nach einem Kombie S210 ca. Baujahr 2000/2001. Ich habe mir bisher sieben Stück angeguckt und einen guten Überblick von "Katastrophe" bis "ordentlich" erhalten.
Ich bin eher ein Kfz Laie. Ich bin heute einen S210 probegefahren, der rostmäßig an den typischen Stellen Tür und Kotflügel super aussah und auch ansonsten erstmal im Stand einen sehr guten Eindruck vermittelt hat.
Aufgrund von nachträglich aufgetragenen Unterbodenschutz hatte ich den Händler das Auto auf eine Bühne heben lassen. Dort sah alles soweit ganz gut aus. Aber aufgefallen ist, dass ganz hinten links und rechts zwei Kästen sitzen die schon relativ verrottet waren (siehe angehängte Fotos). Man konnten problemlos mit dem Hammer gegenhauen ohne Löcher reinzumachen. Aber zwischen Karosserie und dem Kasten waren schon Löcher.
Fragen:
1.) Könnt ihr mir sagen, wass das für Kästen das sind? Haben die irgendeine tragende Funktion? Oder ist das nur irgendein Schutzkasten und "nicht so schlimm", wenn die rotten?
Weitere Fragen:
2.) Das Tempomat ging nicht. Ist das ein häugiger Fehler? Per Ferndiagnose wird man über die Kosten einer Reparatur wohl nicht viel sagen können, oder?
3.) Vorne oder hinter rechts klackerte das Fahrwerk bei manchen Unebenheiten ein bisschen. Ich bin das von meinem Volvo 850 seit Jahren gewohnt, lasse ab und zu mal nen neunen "was da auch immer ausgeschlagen sein mag" für Euro 250,- einbauen und gut ist. Muss man sich bei einem S210 da mehr Gedanken machen?
4.) Aus dem Motorblock piebte es, wenn die Zündung an und Motor aus war. Irgendwas unter der Verdeckung. Habt ihr eine Idee, was gewesen sein könnte? Vielleicht lag es auch daran, dass die Batterie kompleet lehr war und irgendwelche Spannungen nicht mehr stimmten?
Mir ist bewusst, dass zumindest die Fragen 2 und 4 per Ferndiagnose schwer zu beantworten sind. Aber vielleicht gibt es ja deutliche Tendenzen, was das Problem sein kann.
Für Antworten schonmal im voraus vielen Dank :-)
P.S.
5.)
Wir sind auch aus Spaß einen W211 Kombie gefahren. Kann es sein, dass der innen viel kleiner und enger als der W210 ist? Wir haben uns fast wie in einer C-Klasse gefühlt.
Beste Antwort im Thema
Nachdem ich mein Dickschiff inzwischen fast genau ein Jahr habe (siehe auch hier: http://www.motor-talk.de/.../...mein-baby-willkommen-t4586382.html?...) wurde ich von einem User per PN gebeten ein Fazit zu ziehen. Dem komme ich natürlich gerne nach. Im letzten Jahr bin ich ca. 15tkm gefahren.
Einstandskosten:
- Kaufpreis 4900,-
- Teilersetzen des angerosteten Querträgers durch Mercedes-Händler 400,-
- Unterboden: Austausch aller Bremsleitungen und einiger Benzinleitungen (wg. Rostbefalls) inkl. Unterboden entrosten und versiegeln: Euro 1600,-
- (Da die Hinterachse wg. der Bremsleitungen sowieso schon ausfgebaut und der Unterboden halb zerlegt war wurden einige Gummidämpfer/-lager ausgestauscht (insbesondere so zwei Dicke Dinger die in der Hinterachse drin waren (nicht die Ochseneier)) und irgendwann mal fällig gewesen wären --> Euro 400,-)
Gesamtkaufpreis somit:
Euro 6.900,- (Euro 7.300,- wenn man die Gummidämpfer mitzählt, die nur optional waren.)
Was im laufe des letzten Jahres angefallen ist:
- Automatik-Getriebeölwechsel nach ihr-wisst-schon-Art --> Euro 360,-
- Handy-Antenne in der Waschanlage abgerissen --> durch einen Stopfen ersetzt = Euro 0,- :D
- Nach dem Winter ganz leichten Flugrost an der untersten Stellen dreier Radkästen selbst entfernt versiegelt --> nahezu 0 Euro,-
- Ölwechsel --> Helix Ultra 0W-40 --> Euro 89,-
- Standlicht-Glühlampe durchgebrannt: Euro 25,-
- Der Kotflügel vorne rechts hat im Winter leider ordentlich Blüten geschlagen (am Kotflügelblinker, am Radkasten und bei der Stoßstange). Wir werden den Kotflügel vermutlich komplett sanieren lassen bzw. gleich einen komplett neuen kaufen. Das ist unser Fehler, weil man es vor dem Winter schon ganz leicht sehen konnte, wir aber aus Zeit- und "wird schon noch ein wenig halten" Gründen nicht mehr vor dem Winter reagiert haben. Nach dem Winter war die Bescherung dann da --> Sanieren: Euro x + die Gefahr, dass es ganz schnell wieder anfängt zu gammeln. Komplett neu inkl. lackieren --> Euro 800,-
- Auffahrunfall mit kleinem Kratzer im Stoßfänger: Euro +1000,- :D
Was demnächst ansteht:
Irgendwo am Kofferraum kommt bei viel Regen Wasser durch.
Würde ich mir nach den ganzen Erfahrungen wieder einen W210 holen:
JAAAAA! :) Ich finde das Auto trotz der etwas deprimierenden nicht einkalkulierten Anfangskosten durch die Unterbodensanierung weiterhin einen Traum. Einfach toll, wie man über die Straßen schwebt. Inzwischen fahre ich mit dem Auto auch Strecken, die ich vor dem W210 noch mit dem Flugzeug gemacht hätte. Einfach weil es Spaß macht und entspannend ist. Der Dicke war sogar schon mit der Fähre auf den Färöer-Inseln. :)
Was man m.E. beachten muss:
Dieses Auto kostet im Unterhalt definitiv mehr als alles was ich bisher hatte. Zumindest mein Exemplar. Hier mal ne Roststelle (sehr gefährlich ) da mal nen Automatikgetriebeölwechsel... das läppert sich. Wie sagte der Werkstattleiter meines Vertrauens so schön: Euro 1000,- pro Jahr sollten sie sich bei einem W210 schon sicherheitshalber beiseite legen.
Was ich bei einem erneuten Kauf anders machen würde:
Tja... im Nachhinein hätte ich das Auto natürlich offensichtlich vor dem Kauf auf eine Bühne heben sollen (wie ich es mit einigen anderen Kandidaten gemacht habe). Aber ich das ist nicht immer einfach möglich. Insbesondere an einem Sonntag bei einer Privatperson. Ich hatte damals keine Zeit mehr und war schon ziemlich mürbe von den vielen durchrosteten Exemplaren die ich mir in den vielen Wochen zuvor angeguckt hatte. Ich verzeihe mir deshalb diesen teuren Fehler. :D Wenn ich nochmal auf Suche ginge würde ich vermutlich entweder ein nahezu rostfreies Exemplar in der <= Euro 3000,- Klasse suchen (damit ordentlich Geld für Erstreparaturen da ist) oder das perfekte Exemplar suchen, (fast) egal was es kostet (wobei: man steckt nie drin ;)). Zudem würde es vermutlich ein 430 werden. :) Nachdem ich jetzt das erste Mal in meinem Leben 6 Zylinder unter dem Hintern habe würde ich auch 8 nochmal ausprobieren wollen. :D
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219 Antworten
Zitat:
...bist du so ungelenk ? (steif, schwerfällig)
Nein , eigentlich nicht.
Wenn man aber den Thread so liest, wollen manche den TE hier im 210‘er Forum, dazu bringen sich lieber einen kleinen 211’er zuzulegen.
Aber er hat sich ja nicht rumkriegen lassen, u.a. weil er selber schon den 211’er probegesessen hat. (siehe TE Eingangsbericht)
Zitat:
…bin unlängst den W212 gefahren, der ist innen wieder ein bisschen grösser.
Ist leider noch ein bisserl zu teuer für mich.
Der 211er ist innen wirklich kleiner.
erstens die Frontscheibe viel näher und hinten für die Füsse wenig Platz.
Einen neuen Mercedes würde ich mir nie kaufen.
Von den angeberischen Leuten, die im 212er Forum so protzig schreiben, sind in Wahrheit mindestens
zwei Drittel
Firmenauto-Fahrer
oder
Firmen-Leasing-Fahrer.
Leasing privat ist aber sehr teuer.....
ich habe lieber einen Wagen, der mir gehört.
Wenn ich an den Wertverlust denke, bei einem neuen 212er.....
nein danke....
:)
Platzmäßig verhält sich ein S211er zum S210er wie eine Schubkarre zum Muldenkipper , um das mal etwas drastisch zu
formulieren , damit keine weiteren Mißverständnisse hier aufkommen...:):D
DSD, das hab ich jetzt nicht verstanden :D:D:D
Bitte nochmal: ist der 211 innen kleiner...?
Schbass. Der 211 ist auf seine Art ein klasse Wagen, auch wenn er uns eingefleischten 210er-Fans vielleicht nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinreisst...
Ja, der 211er ist in der Tat etwas "kleiner".
Vorne primär "gefühlt" durch die größere Nähe er Sonnenblende zur Stirn, so wie craze das beschrieben hat und durch das den Fahrer stärker "umschließende" Design. (Dafür ist die Heizung besser, der linke Fuß war bei mir und anderen MT-Autoren im 210er immer kalt.) Die Sitze wirken kleiner, zarter. Das ganze Auto ist vom Design eher zierlicher, eleganter und zurückhaltender, das glatte Gegenteil des 212ers.
Hinten ist primär die relative Enge des Durchstiegs für die Füße zu nennen, bei der Limousine auch der "gefährlich" niedrige Kopfbereich im Übergang des Daches in die C-Säule. Beides ist aber nur bei großgewachsenen Menschen tatsächlich lästig.
Die Qualität der Sitze ist vergleichbar, wenn auch im Detail gefühlt etwas anders (Polsterung vlt. etwas dünner, Sitze schmaler?). Unter beiden Sitzen ist ein nicht zu kleines Staufach, der Verbandskasten ist auf der Beifahrerseite darin verstaut.
Der Kofferraum ist trotz etwas schräger stehender Heckscheibe praktisch gleich groß und nutzbar, der zusätzliche Laderaum unter dem Boden (wegen des Entfalls des Reserverades) ist erstaunlich groß. De facto geht mir hier nichts ab und ich nutze den Kofferraum als Unternehmer, als Urlaubsreisender und Heimwerker ausgesprochen intensiv.
Der Kofferraumboden hat beim 211er zwei Klappen, unter der hinteren (also in Richtung Fahrer) ist ein "Querträger" für ein beiliegendes Einkaufskisterl und für allfälliges Kleinzeug. Ein normales Reserverad passt zwar unter die vordere Klappe rein, aber dann muss aber der Träger unter der hinteren Klappe raus. Oder ein Notrad als Mittelweg. So schlecht die Platzierung des Reserverades unter dem ganzen Gepäck ist, so selten wird das jedoch schlagend.
Tire-Fit ist in meinen Augen ein schlechter Scherz und nur im mitteleuropäischen Bereich zu empfehlen. Außerdem muss die Kartusche alle paar Jahre ersetzt werden, was auch nicht gerade gratis ist.
Genial ist hingegen der elektrische Laderaumabdeckungslift (wenn er problemlos funktioniert, eine bekannte Schwachstelle des 211ers). Ich weiß nicht, wie oft ich beim 210er wieder ausgestiegen bin, um die in oberer Stellung vergessene Laderaumabdeckung nach unten zu schieben. In der Praxis blieb die Rollo dann in der Kassette ... auch nicht im Sinne des Erfinders.
So oder so haben alle Autos Vor- und Nachteile. Das Paket des 211ers ist recht stimmig, besonders der fehlende Rost.
i mog den 211er net.
Vielleicht kauf i mir einmal einen 212er.
Wenn i den dann überhaupt noch kapiere mit den ganzen unnötigen Assistenzsystemen....
:)
Ich habe den Honda 2 Monate lang selbständig einparken lassen, dann hab ich das ausgeschaltet.
Weil da verlern ich das einparken noch....
Obwohl....
Einmal hab ich sehr genau alles gesehen als sich eine junge Dame hinter meinem Auto im kurzen Kleid
gebückt hat.... und ich den Retourgang drinnen hatte
:rolleyes:
Zitat:
Original geschrieben von bonscott1
i mog den 211er net.
Da hammer doch das ganze Problem :D
Zitat:
Wenn i den dann überhaupt noch kapiere mit den ganzen unnötigen Assistenzsystemen....
:)
Ich habe den Honda 2 Monate lang selbständig einparken lassen, dann hab ich das ausgeschaltet.
Weil da verlern ich das einparken noch....
Obwohl....
Einmal hab ich sehr genau alles gesehen als sich eine junge Dame hinter meinem Auto im kurzen Kleid
gebückt hat.... und ich den Retourgang drinnen hatte
:rolleyes:
Wenn das mal nicht ein alles erschlagendes Argument für die Rückfahrkamera ist ... ich brauch auch eine! :D
Ansonsten ist den Äußerungen von A-D nichts hinzuzufügen.
210 und 211 liegen insgesamt sehr nahe beieinander, sowohl vom Aussehen als auch von der Bedienung her und dem Fahren. Fast bin ich versucht, das mit 212 VorMOPF und MOPF zu vergleichen. Nur ist ein 211 MOPF halt um Welten problemloser :P
Egal, der TE will einen 210 und soll auch einen guten finden.
Gibts was Neues von der Motorentscheidungsfront?
Zitat:
Original geschrieben von craze
Gibts was Neues von der Motorentscheidungsfront?
Jaein. :D Wir gucken uns jetzt einfach beides an, Benziner und Diesel. Das erste Auto was uns gefällt wird es dann, egal was für eine Art Stoff es säuft. ;) Ein Diesel wäre mir aber grundsätzlich immer noch lieber.
Die Injektoren haben mir aber doch zumindest ein bisschen Angst gemacht. Ich habe ein wenig die SuFu spielen lassen und gelesen, dass viele hier die Injektoren selber wieder abdichten. Dann dürfte das in der Werkstatt wohl auch nicht die Welt kosten, oder? Selbst traue ich mir sowas nicht zu.
Wir sind seit heute auf den Trip eher einen W210 mit vielen km für Euro 3000,- zu suchen und dann noch ein bisschen Geld reinzustecken (Getriebespülung, Injektoren reinigen und neu abdichten lassen (wenn CDI) und was man seinem Auto noch so gutes tun kann) als einen für Euro 6.000,- von dem wir auch nicht die Vorgeschichte kennen.
Aber das kann sich bei uns jeden Tag ändern. ;-)
Ich habe heute meinen ersten Benziner angeguckt. Als der Motor an war gab es ein relativ lautes Klackern aus dem Motorraum. Es klang ein bisschen wie das Tackern eines kalten Diesels, nur viel höher. Es ist nicht vom Motor selber gekommen sondern aus einem Kasten daneben (siehe Foto). Erst war es ziemlich laut. Als der Motor wärmer wurde verschwand es immer mehr.
Kann mir jemand sagen, was für ein Kasten das ist und ob Klackern daraus was schlimmes ist? Mir gefallen ungewöhnliche Geräusche aus dem Motorraum nicht. Ich kann sie nicht einschätzen und lasse dann lieber die Finger davon.
P.S.
Puhhhh, Autosuchen ist ganz schön anstrengend. Zum Glück muss ich ab morgen wieder arbeiten und kann mich ein wenig ausruhen. :D
P.P.S.
@DSD: Es gibt immer noch keinen adäquaten 300 TD in unserer Nähe ;-)
Zitat:
Original geschrieben von Austro-Diesel
Der Kofferraumboden hat beim 211er zwei Klappen, unter der hinteren (also in Richtung Fahrer) ist ein "Querträger" für ein beiliegendes Einkaufskisterl und für allfälliges Kleinzeug. Ein normales Reserverad passt zwar unter die vordere Klappe rein, aber dann muss aber der Träger unter der hinteren Klappe raus. Oder ein Notrad als Mittelweg. So schlecht die Platzierung des Reserverades unter dem ganzen Gepäck ist, so selten wird das jedoch schlagend.
Tire-Fit ist in meinen Augen ein schlechter Scherz und nur im mitteleuropäischen Bereich zu empfehlen. Außerdem muss die Kartusche alle paar Jahre ersetzt werden, was auch nicht gerade gratis ist.
Kann ich bestätigen. Es passt ohne diese Ablageschale ein 245er Rad locker rein. Habe mich aber dennoch für ein Notrad entschieden. Dann bleibt noch etwas Platz für diverses Kleinkram. Durch die diversen Steuergeräte, AGW für Comand, Ausgleichbehälter für Airmatik ... gibt es in meinem S211 rechts oder links hinter den Seitenverkleidungen keinen Hauch von Stauraum mehr.
Und, ja, Tirefit ist der letzte Blödsinn meiner Meinung nach. Habe testweise mal versucht nach beiliegender Anleitung einen Reifen vom Aufsitzmäher damit zu flicken. Fazit: Taugt nix!
Zitat:
Original geschrieben von burky350
Nochmal zu dem Rost an der Reserveradmulde links und der Mulde rechts beim Benzineinfüllrohr:
Diese "kleinen" Roststellen an den Mulden hatte mein 1999er E320T Mopf auch. Habe, damit ich es besser bearbeiten konnte die Stoßstange mal abmontiert. Da kam die wahre "Perforation" erst richtig zum Vorschein.
[...]
Will damit nur sagen: Das "bischen" Rost auf den Fotos ist aller Voraussicht nach etwas größer als es im Moment scheint.
Danke für die Info!
Mal ne ganz andere Frage:
Was passiert eigentlich, wenn ich mit einem Auto, dass noch ein Jahr TÜV hat zum TÜV gehe und er kommt nicht durch? Habe ich dann das eine Jahr TÜV verloren?
Edit:
Hab die Antwort wohl gefunden:
Zitat:
Bei "keine Mängel" oder "geringe Mängel" bekommst du die Plakette, also kein Problem.
Stellt er "erhebliche Mängel" fest, dann gibt es keine neue Plakette, aber die alte bleibt gültig.
Attestiert er aber "verkehrsunsicher", dann wird die alte Plakette abgekratzt und du darfst nicht mehr weiterfahren.
Zitat:
Original geschrieben von krusta
Als der Motor an war gab es ein relativ lautes Klackern aus dem Motorraum. Es klang ein bisschen wie das Tackern eines kalten Diesels, nur viel höher. Es ist nicht vom Motor selber gekommen sondern aus einem Kasten daneben (siehe Foto). Erst war es ziemlich laut. Als der Motor wärmer wurde verschwand es immer mehr.
Das Foto zeigt das ESP/ABS-Steuergerät.
Wenn es da drin klackert, liegt ein Defekt vor !
Dann würde ich die Finger von dem Auto lassen...
Zitat:
Original geschrieben von Schneggabeisser
Das Foto zeigt das ESP/ABS-Steuergerät.
Wenn es da drin klackert, liegt ein Defekt vor !
Dann würde ich die Finger von dem Auto lassen...
OK, danke. :) Komische Geräusche sind für mich fast immer ein KO Kriterium. Da es nicht aus dem Motor direkt kam habe ich nochmal nachgefragt.
Zitat:
Original geschrieben von krusta
Die Injektoren haben mir aber doch zumindest ein bisschen Angst gemacht. Ich habe ein wenig die SuFu spielen lassen und gelesen, dass viele hier die Injektoren selber wieder abdichten. Dann dürfte das in der Werkstatt wohl auch nicht die Welt kosten, oder? Selbst traue ich mir sowas nicht zu.
Beim meinem 320 CDI kostete das Neuabdichten eines undichten Injektors, das (vorbeugende) Neuabdichten aller restlichen fünf Injektoren, eine Leckölmengenmessung und Leerlaufkorrekturanalyse nebst vorbeugendem Austausch eines Injektores in einer MB-Vertragswerkstatt mit MB-Originalteilen ganze 500 Euro, das ganze bei rund 180.000 km. Also das kann man sich noch leisten, finde ich.
Meist werden die Injektoren so um die 150 bis 200.000 km undicht. Wenn du einen Wagen mit 300.000 km kaufst, dann kann es schon das zweite Mal nötig sein. Wenn da jemand unprofessionell herumgebastelt hat (ausgerissene Spannschraubengewinde) ist es zum irreparablen Zylinderkopfschaden nicht weit.
Der Rumpfmotor und die meisten Nebenaggregate sind für 500.000 km gut. Außer es war Chiptuning im Spiel, das mögen die CDIs dieser Generation nicht gerne.
Zitat:
Wir sind seit heute auf den Trip eher einen W210 mit vielen km für Euro 3000,- zu suchen und dann noch ein bisschen Geld reinzustecken (Getriebespülung, Injektoren reinigen und neu abdichten lassen (wenn CDI) und was man seinem Auto noch so gutes tun kann) als einen für Euro 6.000,- von dem wir auch nicht die Vorgeschichte kennen.
*Seufz*
Das große Problem ist meist das Automatikgetriebe, das -- entsprechend den Mercedes-Servicevorschriften -- nie gewartet wurde. Was das bedeutet weißt du spätestens dann, wenn du siehst was dann beim Getriebeölwechsel für eine Pampe rauskommt. Daher neigen die AT-Getriebe ab 200.000 km zu Problemen, der Dreck verstopft die Steuerhydraulik, führt zu Kupplungsrutschen und rasch ansteigendem Verschleiß.
Daher nur Autos kaufen, wo das Getriebe kalt einigermaßen komfortabel und warm unspürbar schaltet!!! Kein warmgefahrenes Auto zur Probefahrt akzeptieren!
Ein normal genutztes Getriebe (wenig Kick-Down, keine zu starke Motorisierung) sollte über 300.000 km halten. Eine Getriebekomplettüberholung kostet in einer freien Werkstatt an die 2.500 Euro. Es gibt da einige bekannte und empfehlenswerte Adressen.
Zitat:
Puhhhh, Autosuchen ist ganz schön anstrengend. Zum Glück muss ich ab morgen wieder arbeiten und kann mich ein wenig ausruhen. :D
Vielleicht bringt dich diese Erkenntnis doch wieder in Richtung 6.000-Euro-Marke oder einem moderneren Modell. Nicht nur, dass es anstrengend ist, es kostet auch Zeit und Geld.
Wenn es ein Diesel werden soll, dann würde ich (neben dem 300 TD) den 320 CDI vorziehen. Der ist relativ robust, wird und wurde kaum "schmerzhaft ausgefahren" und kann mit seinem ruhigen Lauf durchaus begeistern, Sechszylindersingen inklusive.
Nachteilig sind der enger verbaute Motorraum und das etwas kopflastigere Auto, auch wird der schwere Motor nicht sehr schnell warm, 5 km muss man im Winter schon rechnen, bis es wirklich warm kommt. Dafür sind wieder die Parameterlenkung und Automatik serienmäßig. Natürlich hat er ein paar Teile mehr als der Vierzylinder, aber beim Ampelstopp summt dafür die Wurstsemmel in der Alufolie nicht am Beifahrersitz ... :D
Zwischen Modelljahr 2000 und den Folgejahren gibt es einen kleinen Unterschied: Im ersten Produktionsjahr nach der Modellpflege (MOPF) wurde der kraftstoffbetriebene Zuheizer und der elektrische Zuheizer verbaut. Der kraftstoffbetriebe Zuheizer ließ sich relativ günstig zur Standheizung aufrüsten, daher sind diese Modelle häufiger mit dem im Winter sehr angenehmen Extra zu finden. Du erkennst das besondere Baujahr daran, dass es im großen Tachometer-Display keine digitale Geschwindigkeitsanzeige gibt.
Leider ist der 320 CDI (wie alle Direkteinspritzer) nicht besonders leise, die aktuellen V6-CDIs im 211er sind gefühlt halb so laut. Nur der 290 TD rappelt noch schlimmer. Immerhin gibt es für die 320 CDIs ab Modelljahr 2001 einen Nachrüst-DPF.
Im Jahr vor der MOPF wurde nur der 220 CDI mit 125 PS als "Versuchsmotor" angeboten, ebenfalls mit kraftstoffbetriebenem und ohne elektrischem Zuheizer. Den hatte ich vor meinem 320 CDI ... etwas zäher, aber ausreichender Vortrieb. Leider mit gehäuften Zylinderkopfproblemen und einem riesigen Turboloch gesegnet, da er keine variable Turbosteuerung ("VTG") hatte.
Rechne einfach 2.500 Euro "eiserne Reserve" und 2.000-3.000 Euro Basisinvestition zum Kaufpreis, dann bist du auf der sicheren Seite: 1.000 für Unterbodensanierung und dringend anzuratende Mike-Sander's-Behandlung, 1.000 für diverse kleinere Reparaturen (zB Bremsen, Glühstifte, AGR-Wartung, Luftmassenmesser, Innenraumgebläseregler, da bist du gleich dabei) und einiges in Wartung (Getriebespülung, Ölwechsel, neue Kühl- und Bremsflüssigkeit, neue Luft- und Kraftstofffilter, Differenzialölwechsel, Innenraumfilter und -aktivkohlefilter). Wenn jetzt am Auspuff oder Fahrwerk was tun ist -- und da gibt es einige Teile -- gehen gleich noch ein oder zwei Tausender rein: Stoßdämpfer, Federn, Spurstangenköpfe, Traggelenke, "Bulleneier" (Niveauregulierungskugeln beim T-Modell), das ist bei 200.000+ km alles demnächst fällig.
Dann noch einen Tausender für idR erforderliche Winterräder auf Felgen und etwas Zubehör (Dachgepäckträger, Schneeketten u.ä.) ... merkst du was? :D
Das loht sich alles, wenn du mit dem Wagen 5 bis 8 Jahre fahren willst und kannst. Dazu braucht es aber gute Substanz, das geht mit einer runtergerittenen 3.000-Euro-Mühle meist nur schwer.
Du musst dich vor allem von der Vorstellung verabschieden , daß das passende Auto im Umkreis von 5 km nur darauf wartet, dir zulaufen zu können . Gegebenenfalls musst du halt auch durch die halbe Republik fahren , um das entsprechende Objekt der Begierde zu finden .
Ist übrigens nur gerecht - schließlich musste ich auch nach Sindelfingen reisen , um meinen Dicken in die Arme schließen
zu können !:):cool:;)


