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Karosseriereparatur in Polen. Macht der TÜV Probleme?

Themenstarteram 1. August 2021 um 1:02

Nach dem Umzug von BaWü nach Sachsen sind wir nicht mehr so gnädig durch den TÜV gekommen, wie bisher. ??

Die Mängelliste an unserem 1996er Ford Nugget mit Westfalia-Ausbau liest sich wie folgt:

EM Abblendlichtscheinwerfer rechts Abschlusscheibe matt

EM Schwingungsdämpfer 2. Achse links Befestigung mangelhaft

EM Schweller links beschädigt

EM Schweller rechts beschädigt

EM Schweller rechts vorn durchgerostet

EM Rahmen hinten links durchgerostet

EM Längsträger links korrosionsgeschwächt

EM Längsträger recht korrosionsgeschwächt

EM Zusatzheizung undicht

Zudem kommen zeitnah auch die Ratkästen vorne, die Bremsleitungen sowie der Motorträger auf uns zu.

Der KVA liegt bei knapp 10.000 Euro. In normalen Zeiten würde man das einfach in den Export verkloppen, aber durch Corona sind die Preise für gebrauchte Campingsbusse alte Transporter dermaßen durch die Decke, dass sich die Reparatur eben doch lohnen, aber finanziell trotzdem weh tun würde.

Da wird im Dreiländereck zu Polen/Tschechien wohnen, wäre es natürlich naheliegend, das ganz kostengünstiger dort machen zu lassen. Wäre da nicht der TÜV, der den Nachweis will, dass die Arbeiten an Rahmen und Träger von einer in Deutschland zertifizierten Fachkraft gemacht wurden.

Jetzt stellen sich zwei Fragen:

1. Kennt hier jemand einen Werkstatt im Ausland, die diesen Nachweis erbringen kann?

oder

2. Wenn ich den Bus nach der Reparatur nicht beim TÜV, sondern bei der DEKRA vorführe, wie wahrscheinlich ist, es dass der Prüfer dort nach den Unterlagen fragt, wenn er nicht weiß, wann diese Reparaturen gemacht wurden? Das erste Gutachten muss er ja nicht sehen und die Frist zur Nachprüfung ist schon längst abgelaufen. Haben TÜV/DEKRA eine gemeinsame Datenbank, bei der man das letzte Gutachten einsehen könnte? Was würdet ihr mir raten?

Grüße Buxor

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3 Antworten

Bei mir hat noch nie ein Prüfer nach irgendwelchen Unterlagen gefragt, wo eine Reparatur gemacht wurde. Kannst du ja wenn du Fachkundig bist (selbst wenn nicht) auch selber machen.

Wenn das Optisch und funktionell gut gemacht ist, sollte nichts dagegen sprechen.

Ich glaube nicht daran, das es eine Grundlage dafür gibt zu fordern: "dass die Arbeiten an Rahmen und Träger von einer in Deutschland zertifizierten Fachkraft gemacht wurden".

Wir haben innerhalb der EU Freizügigkeit auch von Dienstleistungen. Warum sollte eine solche Reparatur nicht von erfahrenen Fachkräften ;) eines anderen Mitgliedstaates erbracht werden?

Den geforderten Nachweis würde ich aus Prinzip nicht beibringen, ohne eine Grundlage dafür zu kennen.

Angesichts des geschilderten Schrotthaufens von Fahrzeug erscheint mir diese Strategie allerdings durchaus riskant, wenn nicht tatsächlich alle Mängel überzeugend behoben sind. Wo diese Mängel beseitigt werden, sollte nicht die geringste Rolle spielen.

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