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Karmann läuft sehr schlecht -> Verteiler defekt?
Hallo zusammen,
Ich bräuchte eure Hilfe / Einschätzung, denn mein Karmann irgendwie nicht mehr so will....Letztes Jahr bin ich damit gut 3000km gefahren, und anfang Oktober abgestellt. Bis hier lief er perfekt.
Ende Oktober musste ich es 2x umparken und mir ist aufgefallen dass er sehr unsauber läuft, und ich meine Einfahrt nur noch mit viel Gas hochfahren konnte. Abgestellt, war kalt, wird im Frühjahr erledigt.
Und jetzt ist Frühjahr. Erstmal die Daten : 1600er AD Motor, neue NGK Kerzen, NGK Zündkabel (Glasfaser), Originalverteiler mit Hoffmann kontaktlose Zündung, Vergaser von Wensing überholt, Ansaugung dicht. Ventilspiel nach 3.000 geprüft und war perfekt, genau wie am Anfang *freu*.
Zündzeitpunkt ca. 7-8°, damals mehrmals abgeblitzt und markiert.
Als er jetzt unrund gelaufen ist, habe ich probeweise ein Zubehörverteiler drauf gesteckt, lief überhaupt nicht, kein Pieps, hat nicht mal versucht zu zünden.
Originalverteiler hergenommen, Hoffmann Modul hoffnungsvoll ausgebaut und die besten Kontakte und Kondensator, Verteilerarm und Kappe draufmontiert die ich hatte, auf 0,4mm eingestellt, eingebaut. Zündkerzen sauber gemacht. Mehrere Kontake, Kondensatoren ausprobiert.
Er läuft auf 3 Zylinder, vom Gefühl her eher 2. Man kriegt den kaum auf 1500-2000 u/min, Leerlauf kaum vorhanden. Als ich mit einer Testkerze nach Funke getestet habe, hatten die rechten 2 Zylinder keine Funken. Nun nachdem alles getauscht war, hatten alle Zylinder Funken, wenn auch nicht blau und stark, sondern eher weiß.
Die Zündspulen (neue Beru und alte Bosch original) haben beide 2-3 Ohm sowie ca. 7-8 kOhm. Zündkabel haben der kurze ca. 5-6 kOhm, die linken ca. 9,3 kOhm, und die rechten, ca. 12,5 oder 13,5 kOhm.
Die Tage bekomme ich ein Kompressionstester ausgeliehen, um zu testen, aber..... können Zylinderringe oder aber, ein Verteiler, von heute auf morgen, wenn das Auto steht, so dermaßen kaputtgehen? (also meine Vermutung/Hoffnung liegt auf den originalen Verteiler.....).
Sollten die Funken mit der Testkerze an Masse, nicht alle hellblau sein?
Oder will mir das Auto ein 123 Ignition andrehen :) ?
Viele Grüße, danke für eure Meinungen, und schönen Sonntag noch!
Vlad
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73 Antworten
Es gibt aber schon zwei Stellen am Verteiler, die äußerst kritisch sind:
die eine ist, wenn die Verteilerwelle eiert oder wackelt. Das kann sie, weil sie ja auch wieder nur auf der Fliehkraftverstellung sitzt. Und die ist oft vermockert und versulzt, wenn man die nicht regelmäßig geölt hat. In dem Fall hat man natürlich keine Chance auf einen gleichmäßigen Kontaktabstand. Im Gegenteil, das Ding stabilisiert sich bei Drehzahl, aber in Stellung "beschissen".
Die andere ist Spiel in der Lagerung der Grundplatte (für die Unterdruckverstellung), auf welcher der Unterbrecher sitzt. Also, wenn die sich radial bewegen läßt. Da ist das Symptom aber eher, dass es bei Drehzahl einigermaßen läuft (weil die so schnell nicht hinterherkommt), sich die Karre aber nur noch schlecht starten lässt.
Beides lässt sich leicht rausfinden, indem man dran zu wackeln versucht. Im Idealfall wackelt da nichts, sondern dreht sich nur um seine Mittelachse. Und schnackt auch leichtgängig zurück, sobald man dran dreht (Verteilerwelle rechtsrum, Grundplatte linksrum, logisch.)
Zitat:
@vladiiiii schrieb am 27. Feb. 2022 um 11:57:27 Uhr:
Beim Abstandeinstellung ging die 0,4mm lehre nicht immer gleich gut bei alle Zylindern.
Der dritte Zylinder hat einen zurück versetzen Zündzeitpunkt, evtl. kommt das daher?
Zitat:
Ist für mich trotzdem unvorstellbar, daß ein Versagen einer Seite an der Zündung liegen soll...
Vielleicht, aber dann würde der 2.Zylinder doch regelmäßig zünden, und nicht mal ja, mal 3-5 Sekunden nein, dann 2 mal hintereinander, dann wieder paar Sekunden nix.
Zumindest so mein Verständnis :)
Zitat:
Der dritte Zylinder hat einen zurück versetzen Zündzeitpunkt, evtl. kommt das daher?
Das wurde aber durch die Nockenposition erreicht oder? Und nicht durch einen kleineren / größeren Abstand, gell? Dann wäre die Zündung am 3.Zylinder schwächer, anstatt später.
Und so nebenbei, ich denke die Motoren mit Hundehütte keinen Versatz beim 3.Zylinder mehr hatten?
(wieder..... ist nur mein Verständnis). Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege.
Gruß
Vlad
Nockenposition kann am 3 Zylinder versetzt sein. Höhe und Form sollte gleich sein. Deshalb statische Einstellung nicht auf Zylinder 3 vornehmen. Betrifft nicht alle Zündverteiler. Aber sicher ist sicher. Könnte auch ein Problem mit dem Kondensator, der Zündspule oder der Spannungsversorgung/Masse sein. Komisch ist nur, daß es nur auf Zylinder 2 auftritt. Vielleicht hat der einen erhöhten Zündspannungsbedarf und fällt deswegen als erstes auf.
So, bestellung für 123 mit Unterdruck ist raus. Ich denke, es ist keine schlechte Investition, selbst in der blöden Angelegenheit, wenns nicht der Verteiler sein sollte.
Und um Danke für die tollen Videos zu sagen, habe ich es einfach beim Jürgen bestellt. Klar, man würde es 30-40 euro günstiger irgendwo anders vielleicht günstiger kriegen, aber... diese Kleinigkeit als Dankeschön musste sein.
Jetzt freue ich mich, es einzubauen und zu testen, ob meine / unsere Vermutungen richtig waren, und ob der danach sauber läuft!
Schönen Sonntag Abend euch!
Vlad
Klasse, ich habe auch einen123 von Jürgen, er hat in seinem Video ja auch super den Einbau angeleitet.
Diese war echr einfach und laufen tut der 123 gut.
Gruß Luie
Zitat:
@vladiiiii schrieb am 27. Feb. 2022 um 15:20:52 Uhr:
Das wurde aber durch die Nockenposition erreicht oder? Und nicht durch einen kleineren / größeren Abstand, gell?
Ja, Nockenposition. Ich weiß ja nicht, wie Du den Verteiler für Deinen Abstandsvergleich positioniert hast.
Zitat:
@vladiiiii schrieb am 27. Feb. 2022 um 15:20:52 Uhr:
Und so nebenbei, ich denke die Motoren mit Hundehütte keinen Versatz beim 3.Zylinder mehr hatten?
Doch. Selbst der Bus T3 mit TSZ-H hat das noch.
Aha, again what learned, dann lag ich falsch in meiner Annahme :)
Ich hab den Unterbrecherabstand in alle 4 Positionen geprüft (ausgebaut), und da gemerkt dass bei identischer Einstellung, der Abstand etwas geschwankt hat.
Viele Grüße und guten Wochenstart!
Vlad
Schwankender Abstand allein wäre weniger kritisch. Das hat nur Auswirkung, wie intensiv der Zündfunke wird (hängt mit Ladezeit Kondensator und so zusammen).
Allerdings hat natürlich ein abgenutzter Nocken auch einen leichten Einfluß auf ein späteres Abheben des Kontakts und da ist wiederum der Zusammenhang zum Zündzeitpunkt hergestellt. Aber das ist alles im Rahmen von den Käfer üblichen Toleranzen.
Optimaler Rundlauf geht aber dann anders.
(Daher wird auch nach dem Schließwinkel der Zündzeitpunkt eingestellt und nicht andersrum)
123 von Jürgen ist eingebaut, leider keine Verbesserung. Zündzeitpunkt stimmt, reihenfolge auch.
Test mit Zündpistole ergibt :
Z.1 und Z.4 (also komplett diagonal) zünden perfekt bei jede Umdrehung
Z.2 zündet GARNICHT! Habe probeweise auch mit NGK Kabel und Bosch Kabel getauscht, keine Änderung.
Z.3 zündet (meiner Meinung nach) nicht so perfekt wie die 1 und 4, ich hab den Eindruck dass hier und da eine Funke fehlt....
Hab insgesamt 3 Sätze Zündkerzen durchprobiert (alle NGK), 2 Sätze Zündkabel (Bosch und NGK)....
Habe ich ein Denkfehler? Ich werde die Ansuagbrücke mal auf Risse prüfen, falls er Falschluft zieht... aber warum zündet er nicht ??? Mehr ist ja nicht zu tauschen oder?
Vlad
Erkenntnis:
Die lose Testkerze am 2.Kabel zündet immer (mit Pistole geprüft).
Im Motor gesteckt, zündet sie kaum.....
Neue Kerzen versucht?
Ja, schon etliche probiert. Nachdem ich mit Linse Junior kurz telefoniert habe, hat er mir ein Tipp gegeben, die haben das Problem einmal gehabt, da haben nicht alle gescheid gezündet, da wars der Vergaser!
So, weil ich eine Kleinigkeit im Hinterkopf hatte, glaube ich dass es daran liegt! Ich habe meinen originalen bei Wensing überholen lassen. Er hat von alleine nie Leerlauf eingehalten. Nach einem Tipp von Thesamba, habe ich die Leerlaufschraube mit loctite ca. 1/8 Umdrehung geöffnet. Lies sich super einstellen, CO OK, nen ganzen Sommer war OK.
Scheinbar ist der Grund dafür, wenn einmal die Düse zu fest geknallt war (in den 50 Jahren), ist der Sitz irreparabel. Scheinbar kann man es auch ohne Testlauf nicht sehen....
Ich hab lustigerweise die Düse rausgeschraubt, saubergemacht, eingeschraubt, läuft auf alle 4, stirbt aber ab.
Minimal aufgemacht, läuft auf alle 4, raucht aber beim hochdrehen.....
Nehmen wir an, dass der Vergaser nicht mehr gut ist (obwohl überholt), kann er solche Zündprobleme verursachen?
Zitat:
@vladiiiii schrieb am 04. März 2022 um 14:42:51 Uhr:
leider keine Verbesserung
War jetzt auch nicht unbedingt sehr wahrscheinlich mit zu rechnen...
Immerhin läuft er jetzt auf alle 4 (siehe Post oben), sodass ich mein Verdacht eher jetzt auf Vergaser verschoben hat, da er den Motor zu viel gegeben hat, sodass es nicht zünden konnte?