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Käfer-Cabrio. Bitte um Nachhilfestunde
Selber gehöre ich der sog. Generation Golf an. Doch immer wenn ich unseren Nachbarn in seinem `75 Cabrio sehe juckt es mich in den Fingern.
Ehrlich gesagt, ich habe keinen blassen Schimmer vom Käfer-Cabrio.
Bitte fangt mit ganz einfachen Dingen an. Also was darf er kosten, welches Bj. damit man nicht zuviel schrauben muß, Oldtimerzulassung usw.
Ich werde ein aufmerksamer Schüler sein und Danke für die Lehrstunden schon jetzt.
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18 Antworten
@ Tölz!
Das ist doch was für Dich....oder??? :D
Also schreib Dir mal die Finger wund! *sfg*
Gruß, Aaron
Hi Ihr beiden,
(Was heißt eigentlich *sfg* oder noch viel mehr: *lol*?
Zitat:
Original geschrieben von Zzzuper Star
@ Tölz!
Das ist doch was für Dich....oder??? :D
Also schreib Dir mal die Finger wund! *sfg*
Gruß, Aaron
Dank für die Kompetenzzuweisung,
mir wird heiß und kalt!
Ich muß erst mal gestehen, daß ich "nur" einen ´70er Cab mit echtem 1500er (Typ-H) Block hatte. (Am Anfang, aber dann kamm das Feuer....)
Aber das bedeutet ja nix, ist ja nur die Sache, ob bei dem Baujahr, oder bei dem Fahrwerk, oder, oder,.....
@ DataV
Zur Sache:
Herzlichen Glückwunsch, Dein Geschmack ist gut!
Wo soll ich anfangen? Wahrscheinlcih die Kosten, oder?
Der Kaufpreis allein macht hier nicht den Sommer.
Du wirst viele Folgekosten aufwerfen. Das muß Dir klar sein.
Als Generation Golf, bist Du ja gerademal das Kind der Käfergeneration. Den Golf gibts schon ewig , den Käfer gabs verdammt lange. Als Bruder, pass mal auf:
Da der Käfer untenrum als Cab oder mit Blechdeckel (eigentlich) identisch ist, brauchst Du zuerstmal nur ein Auge für die speziellen Cabriofeatures zu haben. Die gibs nun nicht mehr allzuoft, sind aber jederzeit zu bekommen.
Untenrum ist Standard. Was da aus Blech ist oder war (Rost) gibt es tonnenweise als Ersatz.
Der 75er Cab wäre schon gar nicht schlecht. Ein 78er (letztes Modelljahr, oder?) wäre die einzig echte "Jungalternative", aber was sind schon drei Jahre bezogen auf das Gesamtalter.
Grundsätzlich gilt: Das Cab ist von Karmann in Osnabrück, da sollten sich auch zwei Schildchen vorne rechts und links am Seitenblech zwischen Tür und Kotflügel befinden - Nein?Dann wurde die Karosse schon mal nachlackiert und die Schildchen verschlampt.
Dann wird das schon einer sein, wenn die Heckscheibe des Cab aus Glas und heizbar ist.
Keine Scheibe eines echten, wetvollen Käfer Cabs ist aus Plexiglas! Alle Seitenscheiben haben Chromränder!
Unfassbar, wieviele auf abgesägte Selbstbauimitate reinfallen!
Also Obacht!
Als nächstes sollte die obere Hälfte des Cab auf Vollständigkeit und Originalität geprüft werden. Wie sehen Gummidichtungen, Aussenhaut und Innenhimmel aus?
Sind die Trägerleistchen der Gummidichtungen in den Dichtungen zu erkennen? Die sind Mangelware, ebenso die Sondersenkkopfminischräubchen, die die Gummidichtungen mit Hilfe der Trägerleistchen an die Verdeckschenkel pressen.
Wie sehen die Chromleisten der Fensterrahmen aus? Pickelig mit abgeplatztem Chrom, oder sogar überlackiert (Original hat ein Cab Seitenfenster mit Chromeinfassung und alle vier Seitenfenster lassen sich per Kurbelantrieb versenken).
Falls möglich:
Bei geöffnetem Verdeck alle Scheiben hochfahren. Die dürfen nun sehr wenig quer zur Fahrtrichtung "wackeln". Vorne geht das günstig zu richten, hinten werden die zwei Seitenfenster nur vom Scharnier stabilisiert. Da muß man Hartlöten können um da was zu richten (die Scheibenrahmen sind aus Messing, mit Chrom drüber)
Wie ist der Übergang vom Windschutzscheibenrahmen auf das Verdeck? Sauber mit sehr geringem Spalt? Gibt es dort unter der Verdeckhaut Kubbel oder Pickel? Kann auf einen verotteten Frontspriegel hindeuten. Wenn dieser Frontspriegel gut ist, läßt sich das Verdeck einseitig öffnen, ohne daß sich der ganze Verdeckrahmen diagonal verzieht.
Hände weg, wenn beide Verdeckseiten / Schenkel ein Eigenleben vermitteln oder andeuten.
Reinsitzen und links und rechts oben unter dem Verdeckhimmel, ganz vorne bei den Riegelhebeln das vordere
Ende der Blechschenkel des Verdeckrahmens betasten.
Ist da Feuchtigkeit, Rost oder sogar nix mehr?
Ist die äusserste Längskante des Verdecks ohne Einrisse? Wie sehen am Verdeckende, hinter den Seitenscheiben die Seitenflächen aus? Diese werden beim Öfnen immer wieder gefaltet und gestresst. Dort reißt das Verdeck immer zuerst ein.
Was macht die Heckscheibe (Glas, Glas, Glas!)? Sitzt der Heckscheibenrahmen satt und sauber im Verdeck?
Gibt es um den Gummirand herum auffällige Knubbel oder Pickel unter der Verdeckhaut? Ist zwischen Scheibengummi und Verdeck ein Spalt zu sehen?
Wenn ja, ist der Scheibenträgerrahmen ausgelaugt und fertig. Das könnte trotz restlichem guten Verdeck zu einem Verdeckwechsel mit Erneuerung des Scheibenrahmen führen. Der Rahmen kostet Geld, und die Arbeit können einige Sattler, ich inzwischen auch, aber das braucht Zeit oder noch mehr Knete
Das Ende:
Das Verdeck ist genial geschickt ohne Schräubchen oder Klemmen hinten um das "Boot" herum befestigt.
(ein Cab ohne Verdeck und Kotflügel sieht wie ein Boot aus, ehrlich!)
Diese Bördelkante ist eigentlich wenig anfällig und sieht wie eine umgedrehte (mini) Dachrinne aus.
Wenn jedoch der Spanndraht, der das Verdeckende unter diese Bördelnase zieht, den Lack am Durchbruch beschädigt, oder weil billig, nicht rostfrei erstanden, kann diese Bördelung in aller Ruhe abrosten.
Auch defekte Heckscheibendichtungen / Rahmen lassen Wasser innen am Verdeck bis zu dieser Nase laufen - Es werde Rost.
Also Prüfen: Hat der Verdeckabschluß eine stabile Basis?
(Einmal ringsrum mit den Finger abfühlen).
Wenn hier Nieten oder Schrauben sind ist das Cab ein Imitat.
Innenraum:
Alles, was hinter den Vodersitzen ist, ist Karmann-Spezial!
Also auf Vollständigkeit der Innenausstattung achten.
Die Rücksitzbank mit Lehne und die Seitenteile sind sehr selten zu bekommen! Die inneren Plastikblenden am Verdeckscharnier gibts noch, sind aber teuer.
Ebenso die (meist abgefaulten) Presstoffblenden im Fußbereich unter der Rücksitzbank - paßt nicht vom Normalkäfer!
Nochmal zu den Seitenscheiben und Türen:
Die Türen lassen sich nicht aus normalen Käfertüren umbauen. Die Scheibenhebermechanik ist auch nur für den Cab so konstruiert! Dito alle Seitenscheiben samt vorderem Ausstellfenster. Bei allen Baujahren ab ca 1969 sind ebenso die Außenspiegel mit einem Cab-spezifischen, größeren Gewinde verbaut. Das hat Bastler schon oft verleitet, andere Spiegel zu verschrauben. Dann sind nach Demontage der Zubehörteile teure Löcher im edlen Fensterrahmen.(Meiner hatte Ford 12M Spiegel und danach vier Löcher zum Verlöten - unfassbar!) ;-)
Die "Feststeller" an den Kippfenstern sind Serie. Der Innenspiegel mit Beleuchtung wiedermal nur im Cab verbaut.
Ok bis jetzt keine Preise, aber Ihr seht, da das fast nicht machbar ist. Wenn DataV ein Cab ohne Schrauberei will, muß mindestens das bishergenannte topfit sein - leider!
Die Karosserie:
Die Bodenplatte und die Vorderachsaufhängung sind die üblichen Verdächtigen. Der 03er (das wirst Du als Käfer-Fan bald unterscheiden lernen, DataV) hat eine wirklich moderne Vorderachse. Da lacht zwar die Golfgeneration, aber bis zum Baubeginn des 1302 war da vorne Mittelalter mit auf Torsion beanspruchten Blattfedern! - Dafür bequem tiefer zu legen.
Aber eben nur mit guten Dämpfern zu kontrollieren.
Manche legen sich auf Opas Rat noch heute eine 20kg Sandsack in den Kofferraum (vorne), damit bei leerem Tank der Bock auf der Straße bleibt.
Der 03er besticht durch katzenartiger Kurventauglichkeit, Antilopenhafter Eleganz bei Spurwechseln und Sänftenartigem Komfort auf Holperstrecken - je nach Verschleiß. (hihi, toller Satz, oder?)
Für die Vorderachse könnte vielleicht Zzzuper Star was beitragen oder? Machst Du doch sicher gerne? Meiner war noch Mittelalter, ohne Rost in dem Bereich (Glück gehabt).
Aber die Bodenplatte mächt mächtig Ärger. viele Cabs waren zeitweise nicht ganz dicht, weil kaum einer sofort ein kaputtes Verdeck richten läßt. Hinten unter der Batterie (ja DataV, der Käfer hat die Batterie rechts unterm Rücksitz) gammelst mit 100%er Sicherheit. Links drüben mit 80%er Sichgerheit. Das sind bei Normalbelastung leider die tiefsten Stellen im Innenraum - also Pfützenträchtig.
Dollbohrer (sacht mer so im hessische) bohren da Löcher, damit das Wasser abläuft. Das funzt, auch das Loch wird von Jahr zu Jahr größer - toll!
Dann die Seitenwangen am hinteren Kofferboden hinter der Rücksitzlehne. Unterm (nassen) Teppich sicherlich Rostbefall.
Mein 1500 benötigte trotz TÜV beim Kauf:
Bodenplatte, Kofferboden hinten, Innenkotflügel hinten,
Trennwand zum Motorraum.
Seitenwangen unter den hinteren Seitenfenstern unten:
Meisten fertig oder unsachgemäß "übererblendet".
Da der Cab hinten Fenterschächte hat, die bei keinem PKW trocken bleiben, sind auch diese bei Regen nass. Dollbohrer, die das Cab nicht kannten schmierten in den 70er Unterbodenschutzzeiten (kauft das heute noch einer?) die Ablaufbohrungen zu. Oder bei Rost hinter den Trittbrettern, wurde das Grundblech im Türeinstieg zwischen vorderem und hinterem Kotflügel gewechselt und die Bohrungen verspachtelt oder verschweißt.
Ebenso die Türen:
Unterkante abgerostet, Reparaturblech drüber gelegt und verschweißt. Viel beigespachtelt und die Tür war endlich nach unten hin dicht - hat nur den Nachteil, daß bei Regen das Wasser in der Tür so lange steigt, bis es auf der Innenseite ins Fahrzeug läuft. Die Türinnenverkleidung dank das mit fauligem Geruch.
Alles Gründe, warum der Boden ziemlich früh beim Cab am Ende sein kann.
Die lebenswichtigen äusseren, versteiften "Türschweller" oder auch Unterzüge:
Da wurde gerne nur geflickt. Um die Wagenheberaufnahmen und vorn am Übergang zum Radhaus. Profis nehmen das Häuschen ab und sanieren den Bodenbereich solo und verschrauben mit neuer Dichtung das Häuschen wieder.
Ich wette, daß bei 90% der Käfer-Cabs der Boden mit der Karrosserie verschweißt ist. Das ist zwar nicht hinderlich und kratzt den TÜV nicht, aber im strengen Sinne ist das unfachmännisches Schweißen und somit nicht zulassungsfähig!
Aber hier zählt erst mal Stabilität:
Kräftig mit Hammer abklopfen, das muß der Verkäufer schon zulassen, wenn er Geld für das Cab will.
Mehr im nächsten Text.
Grüßles,
Achim.
Wund Finger für DaraV, die Zweite.
So nun der Rest:
Ab hier würde ich nun sagen, ist es wurscht, was am Cab fehlerhaft ist. Hauben, Kotflügel, Felgen, Stoßdämpfer, Auspuff, Bremsen und Lampen sind massenhaft verfügbar.
Aber der Motor sollte wenigstens nicht Chiemseegroße Ölpfützen hinterlassen. Ölen tun alle, leider.
Wagenpreis:
ohne Weiterschrauben + trocken ca. € 7000-9000 (Geldanlage, sollte im Winter abgemeldet sein!)
ohne Weiterschrauben mit Mini-Mängeln ca. €4000-8000
Schrauben nach nächsten TÜV ca. €3000-5000
hält den nächsten Sommer ca. €1000-3000
Glück gehabt mit TÜV ca. €1500-3000
Baujahr kann eigentlich wurscht sein, nach 20 - 30 Jahren Alter entscheidet der Pflegezustand und nicht das Alter!
Ich finde den "alten" bis 1970 sehr schön und kompakt,
dieser hat aber das erwähnte Mittelalterliche Fahrwerk.
Der 1302 ist so, naja ich weiß nicht, so seltsam eben. Der 1303 ist der mit der gewölbten Windschutzscheibe sieht original, als auch mit Tuning einfach bulliger aus. Hat aber ein fürchterliches Plastikamaturenbrett.
Die Zulassung ist ebenso wurscht, kannst Du ändern wie Du lustig bist.
Wichtig ist Komplettitätsgrad (heißt das so??) und Verdeckzustand. Ist das Verdeck geflickt und Fehler kasschiert, kann Dich dessen Reparatur das dreifache des eigentlichen Wagen-Kaufpreises kosten, wenn Du nichts selber machen kannst!
Wie gesagt, mein 1500er Bj. 70 hatte TÜV, kostete € 1.600 und benötigte nach erster Durchsicht alles, bis auf die Scheiben und Innenausstattung. Ich habe locker 3 m² Rostblech rausgetrent und neue Bleche eingeschweißt. Die Unterzüge hab ich falsch gewechselt und somit zweimal schweißen dürfen, weil sich beim Abkühlen die Karrosserie aufgebogen hat. Türen + Seitenwangen hinten waren unten zugeschweißt, insgesamt habe ich 5 Lackschichten gefunden und in den Unterzügen fand ich PU-Montageschaum! Karosserie und Häuschen waren schon miteinander verschweißt, ich hab es nach zwei Monaten aufgegeben, daran etwas zu ändern. Dennoch wurde ein superschönes Cab daraus. Endpreis ca. € 15.000 verteilt auf vier Jahre Bauzeit, in dem der Käfer eine Garage blockierte.
(Dank an meinen Dad, sehr großzügig)
So, nun sind meine Finger wund, und DataV kauft sich bestimmt einen MX-5.
Melde Dich, das war noch nicht alles.
Und hüte Dich vor Aaron (Zzzuper Star), der schwätzt Dir dann noch ´nen wassergekühlten Lupo 3-Liter-Diesel als Ökövariante für die Motorwahl auf. (hihi, net böse sein, Aaron)
Grüße,
Achim
Wow.
Herzlichen Dank.
Hab mir Deine enzyclopedia caeferusum erst mal ausgedruckt.
Werd jetzt erst mal zu unserem Nachbarn zuckeln und mittels dieses Werkes mir den Wagen anschauen und befühlen. Für mich hat der Wagen gewisse Vorbildwirkung, da er top gepflegt ist. 1. Hand und Geld spielte da nie eine Rolle. Leider wird er diesen Wagen nicht hergeben, weil er ein Sammler ist.
Für mich heist es jetzt erstmal, mehrere Cab. ansehen , vergleichen, euch nerven warum dies oder jenes so ist.
Herzlichen Dank an Tölz-1555
Hallo,
ich habe auch ein 1303 Cabrio seit 11 Jahren. Restauriere jährlich selber (zweimal neue Dachhaut, Rahmenkopfoberteil, beide Querträger, Kabrioholme und Tausend Kleinigkeiten) und finde die endlose Auflistung etwas überzogen. Ein paar Kleinigkeiten sind falsch dargestellt, man merkt deutlich die Kompetenz, aber er bewegt sich zu viele Stellen hinterm Komma.
Wer sich für ein Käfer Cabrio interessiert, hat mit dem 1303 (von Ende 1972-1979) ein alltagstaugliches Auto mit relativ modernem Fahrverhalten und Innenraumkomfort vor sich.
Wenn ich ein Käfer Cabrio technisch beurteilen wollte um es zu kaufen, würde ich
- Allg. Rost auch verdeckter durch Bläschenbildung und alle Spaltmaße (Türen, Hauben, etc.)
auf Gleichmäßigkeit kontrollieren.
- Den nicht erwähnten Rahmenkopf untersuchen (Ein normaler Käfer fand Seinerzeit aus
wirtschaftlichen Gründen in der Regel dadurch sein Ende auf dem Friedhof).
- Die Kabrioholme untersuchen.
Wer diese Arbeiten nicht selber erledigen kann, wird in ein Fass ohne Boden investieren und in der Regel mit viel Verlust aufgeben.
Fahrzeuge die aufwendig und fachmännisch restauriert sind, sind sehr teuer (oberhalb 8000 €) und immer mit einer Fotodokumentation.
Der Rest in der endlosen Aufzählung vorher ist im Laufe der Zeit bezahlbar/ erneuerbar.
Gruß
Wolfgang
Re: Käfer-Cabrio. Bitte um Nachhilfestunde
Hi Wolfgang:
Zitat:
Original geschrieben von DataV
Ehrlich gesagt, ich habe keinen blassen Schimmer vom Käfer-Cabrio.
Das war die Frage von DataV.
In Deiner Beschreibung gibts noch nicht mal einen geografischen Hinweis, wo die Cabrioholme eigentlich sitzen - wenig hilfreich.
Und einen Rahmenkopf (wo sitzt denn dieser Dickschädel nur...) muß ein Laie erst mal finden, geschweigedenn zu beurteilen wissen. Das was hier (wie so häufig) durchkorrodiert, läßt sich durch den Radkasten oder auf der Bühne wenig befriedigend beurteilen.
Uuuund: Das was sichtbar ist, wird bei Cabrios dieser (möglichen) Preisklasse schnell beigeflickt - ergibt mehr Umsatz.
Und Fotodokumentationen habe ich schon einige gesehen,
bei zweien war der angebotene und der bei der Restauration fotografierte 03er Cab leider nicht identisch - ein Fake.
Der Umfang des Tipps entspricht der Erfahrung von 15 Jahren Käfer Cab (70er 1500er) und 10 Jahren mit anderen Karmann-Cabs.
Und genau wegen diesem Faß-ohne-Boden auch der "endlose" Tipp.
Ein, während der Nutzungszeit zu "restaurierendes" Cab mit guter alltagstauglichkeit gibt es nicht. Entweder Herrichten oder Fahren. Fahren und Herrichten bedeutet Hinterherflicken.
Das gibt nur noch mehr Baustelle und führt eher zu Sachbeschädigung eines traditionsreichen Cabs als zu dessen Wiederhestellung.
Gruß,
Achim.
Servus!
Ich muß sagen, dass ich Achims Beitrag sehr ausführlich finde und da keinen Grund zum Meckern sehe.
Im Gegenteil, sollte man diese Arbeit doch loben, da es auch mit viel Aufwand verbunden ist, solch einen Text zu schreiben.
Jährliches "rumgeflicke", finde ich übrigens nicht so toll.
Hab ich früher auch gemacht, mit dem Resultat, dass man später wieder dort anfangen konnte, wo man bereits mal fertig war.
Lieber Nägel mit Köpfen machen und das Fahrzeug direkt in einen guten Zustand bringen.
Da weiß man was man hat. ;)
Gruß, Aaron
Zitat:
@Duftbaumdeuter2075 schrieb am 3. November 2003 um 19:18:52 Uhr:
Wund Finger für DaraV, die Zweite.
So nun der Rest:
Ab hier würde ich nun sagen, ist es wurscht, was am Cab fehlerhaft ist. Hauben, Kotflügel, Felgen, Stoßdämpfer, Auspuff, Bremsen und Lampen sind massenhaft verfügbar.
Aber der Motor sollte wenigstens nicht Chiemseegroße Ölpfützen hinterlassen. Ölen tun alle, leider.
Wagenpreis:
ohne Weiterschrauben + trocken ca. € 7000-9000 (Geldanlage, sollte im Winter abgemeldet sein!)
ohne Weiterschrauben mit Mini-Mängeln ca. €4000-8000
Schrauben nach nächsten TÜV ca. €3000-5000
hält den nächsten Sommer ca. €1000-3000
Glück gehabt mit TÜV ca. €1500-3000
Baujahr kann eigentlich wurscht sein, nach 20 - 30 Jahren Alter entscheidet der Pflegezustand und nicht das Alter!
Ich finde den "alten" bis 1970 sehr schön und kompakt,
dieser hat aber das erwähnte Mittelalterliche Fahrwerk.
Der 1302 ist so, naja ich weiß nicht, so seltsam eben. Der 1303 ist der mit der gewölbten Windschutzscheibe sieht original, als auch mit Tuning einfach bulliger aus. Hat aber ein fürchterliches Plastikamaturenbrett.
Die Zulassung ist ebenso wurscht, kannst Du ändern wie Du lustig bist.
Wichtig ist Komplettitätsgrad (heißt das so??) und Verdeckzustand. Ist das Verdeck geflickt und Fehler kasschiert, kann Dich dessen Reparatur das dreifache des eigentlichen Wagen-Kaufpreises kosten, wenn Du nichts selber machen kannst!
Wie gesagt, mein 1500er Bj. 70 hatte TÜV, kostete € 1.600 und benötigte nach erster Durchsicht alles, bis auf die Scheiben und Innenausstattung. Ich habe locker 3 m² Rostblech rausgetrent und neue Bleche eingeschweißt. Die Unterzüge hab ich falsch gewechselt und somit zweimal schweißen dürfen, weil sich beim Abkühlen die Karrosserie aufgebogen hat. Türen + Seitenwangen hinten waren unten zugeschweißt, insgesamt habe ich 5 Lackschichten gefunden und in den Unterzügen fand ich PU-Montageschaum! Karosserie und Häuschen waren schon miteinander verschweißt, ich hab es nach zwei Monaten aufgegeben, daran etwas zu ändern. Dennoch wurde ein superschönes Cab daraus. Endpreis ca. € 15.000 verteilt auf vier Jahre Bauzeit, in dem der Käfer eine Garage blockierte.
(Dank an meinen Dad, sehr großzügig)
So, nun sind meine Finger wund, und DataV kauft sich bestimmt einen MX-5.
Melde Dich, das war noch nicht alles.
Und hüte Dich vor Aaron (Zzzuper Star), der schwätzt Dir dann noch ´nen wassergekühlten Lupo 3-Liter-Diesel als Ökövariante für die Motorwahl auf. (hihi, net böse sein, Aaron)
Grüße,
Achim
Hallo Achim,
Wie es aussieht, kennst du dich mit dem Käfer sehr gut aus!
Ich habe einen 1302 Cabriolet BJ: 1970. Das Problem war auch der Heckscheibenrahmen, der aufgeqoullen ist und sich verdreht hat. Den habe ich gerichtet. Eine neue Dichtung gekauft und wollte die scheibe mit dem Zierrahnen wieder einbauen. Keine Möglichkeit, habe ich nicht hinbekommen. Immer wieder ist mir die Lippe vom Blechrahmen abgesprungen. Hier war ja auch schon ein Bericht, den ich sehr aufmerksam gelesen habe. Leider habe ich keine Rückmeldung bekommen.
Achim, vielleicht kannst Du mir helfen. Es gibt Preformed Corner Dichtungen, mit geformten Ecken.
Die sind etwas breiter, und decken mehr ab?
Habe ich leider für meinen Käfer noch nicht gefunden?
Kennst Du dich aus mit dem Heckscheibeneinbau?
Gruß Gerhard
Zitat:
@maske879 schrieb am 7. April 2023 um 11:51:33 Uhr:
Hallo Achim,
Wie es aussieht, kennst du dich mit dem Käfer sehr gut aus!
Ich habe einen 1302 Cabriolet BJ: 1970. Das Problem war auch der Heckscheibenrahmen, der aufgeqoullen ist und sich verdreht hat. Den habe ich gerichtet. Eine neue Dichtung gekauft und wollte die scheibe mit dem Zierrahnen wieder einbauen. Keine Möglichkeit, habe ich nicht hinbekommen. Immer wieder ist mir die Lippe vom Blechrahmen abgesprungen. Hier war ja auch schon ein Bericht, den ich sehr aufmerksam gelesen habe. Leider habe ich keine Rückmeldung bekommen.
Achim, vielleicht kannst Du mir helfen. Es gibt Preformed Corner Dichtungen, mit geformten Ecken.
Die sind etwas breiter, und decken mehr ab?
Habe ich leider für meinen Käfer noch nicht gefunden?
Kennst Du dich aus mit dem Heckscheibeneinbau?
Gruß Gerhard
Hallo Gerhard,
wenn Achim nach 20 Jahren antwortet, dann gebe ich gerne einen aus ;-)
VG Tom
Hallo Gerhard,
mit dem Heckfenster liegt nicht an deinem Unvermögen, sonder an der miesen Repro Qualität. Ich weiß nicht, warum jemand so etwas produziert. Der Ersatz sieht optisch super aus, aber die Maße stimmen nicht. Wenn man Original und Nachbau vergleicht, sind die Unterschiede erheblich. Ich habe mich auch damit gequält und den Fehler bei mir gesucht, es ist aber das Material.
https://kaefer-cabrio.eu/.../...20Cabrio%201303%20Dach%20erneuern.html
Gruß
Wolfgang
Hallo Tom,
Das mit dem Datum habe ich nicht so richtig beachtet.
Wer weiß, was mit Achim heute ist?
Aber die Antwort von Wolfgang hat mir sehr geholfen!
Gruß Gerhard