- Startseite
- Forum
- Auto
- Toyota
- Japanische und deutsche Autofirmen
Japanische und deutsche Autofirmen
Ich habe letztens einen Beitrag eines Users über den neuen Lexus IS gelesen, dieser wurde nachträglich ziemlich auseinander genommen. Und der Streit brach mal wieder los, welche Marke nun die besseren Autos hat. Teilweise wurde die Marke Lexus als Vorstufe zu BMW oder Audi degradiert.
Ich halte es für ganz schön überheblich zu sagen, wir bauen die besten Autos und haben die besten Ingenieure, wie es übrigens oft auch in den Medien heißt.
Ehrlich gesagt müssen wir sogar aufpassen, dass wir nicht irgendwann mal von den Chinesen überholt werden. Ich könnte hier einen hundert Seitenbericht schreiben über die Fehler des Managements von deutschen Automobilfirmen und gleichzeitig einiges über das, was die Japaner besser können.
Zunächst mal haben wir früh angefangen unser Know-how zu verschenken und das ist heute schlimmer denn je. In der Automobilzuliefererfirma, in der ich gearbeitet habe, war das ganz normal. Da kommen Chinesen und schauen kurz mal vorbei, wie wir denn komplexe Baugruppen von Autos entwickeln und bauen. Das würde keine japanische Firma machen. Die sind wiederum vor vielen Jahren zu uns gekommen, haben sich das Autobauen abgeschaut und heute können sie vieles besser. Aber zu denen kommt keiner rein! Ich finde es schon ehrlich gesagt peinlich, dass innovative Techniken von japanischen Autobauern schlecht geredet werden, nur weil wir zu blöd waren, unsere Entwicklungen voranzutreiben. Wer mal in der Entwicklung gearbeitet hat, weiß was in deutschen Automobilfirmen los ist. Die Probleme nicht nur in der Qualität sind hausgemacht. Leider könnten wir noch nicht einmal das Produktionssystem von den Japanern abschauen, weil es hier schlichtweg nicht funktioniert.
Ein weiterer Missstand sind die unfähigen Manager. Sie verdienen einen Haufen Geld und wenn’s schlecht läuft bekommen sie noch eine fette Abfindung bevor sie gehen. Übrigens bei der Firma, in der ich in der Konstruktion gearbeitet habe, verdient der Vorstand mehr als der von Toyota, hat aber nur einen hundertstel der Mitarbeiter!
An der Fachhochschule, an der ich Maschinenbau studiert habe, ist es übrigens das Höchste ein Stipendium der Firma Toyota zu bekommen, passiert allerdings nur alle 10 Jahre.
Die haben halt auch mindestens genauso gute Entwicklungsabteilungen wie wir und wir können froh sein, wenn wir nicht irgendwann abgehängt werden.
Also bevor mal wieder die Japaner schlecht geredet werden, schimpft lieber mal über die deutschen Autobauer und ihre Versäumnisse. Es gibt nämlich so viele fähige Ingenieure in diesem Land, leider sind diese nicht die Entscheidungsträger in den Firmen.
Ähnliche Themen
630 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Rotherbach
Moin,
Aber der Phaeton ist trotzdem ein TEURES Auto in den USA. VW hat ja jetzt im Vergleich zu Lexus oder Mercedes keinen Dumpingpreis aufgerufen.
Es ist genau andersrum, den Phaeton gibt's zum Dumpingpreis:
VW Phaeton V8: $66.700
Mercedes S550 Sedan: $86.175
Aber wer gibt schon soviel Geld aus um einen VW zu fahren ...
Zitat:
Denn der Käufer des Golfs, ist ja nicht ZWINGEND in der Lage auch nen Phaeton zu kaufen (Weder hier noch in den USA).
Natürlich nicht, der Golf GTI MkV kostet ab $21.900, ist also eher das Spar-Mobil.
Zitat:
@Tino ... Die Aussage muss aber im Kontext gesehen werden. Mercedes ist kein Konzern der geradewegs in die Pleite steuert(e),
Mercedes ist nur die Gruppe im DaimlerChrysler Konzern, die zum Konzernergebnis von 5,2 Mrd. Euro ein Minus von 505 Mio Euro beigetragen hat. Es heisst, allein die Smart-Umstrukturierung hat 1 Mrd. gekostet.
Die Chrysler Group hat mit Personenwagen, Sports Tourer, Minivans, Geländewagen und leichte Nutzfahrzeuge der Marken Chrysler, Jeep® und Dodge 1,5 Mrd. Euro erwirtschaftet.
Die schaffen trotz Plattformvielfalt einen ordentlich Gewinn. Dein ...
Zitat:
sondern Sanierung bedeutet auch, sich von aktuell, dauerhaft oder auch zukünftig uhngünstigen Komponenten trennen, Abläufe zu optimieren etc.pp.
Als Beispiel braucht ein Konzern wie DC nicht mehr als 5 Plattformen, um alle Autos zu bauen.
... Patentrezept ist dann wohl doch nicht die Lösung.
Zitat:
Das Problem war aber, und DAS verursacht irre Kosten ... Man hatte neben den Plattformen von Mercedes-Benz und den Motoren dort noch die ganzen Frontantriebsplattformen von Chrysler,
die Geländewagenplattformen von Jeep und z.T. 5 unterschiedliche Motoren in der gleichen Leisstungsklasse (z.B. 2.2 Liter 150 PS 4-Zylinder Diesel, 2.5 Liter 145 PS 4-Zylinder-Diesel, 170 PS 5-Zylinder Diesel, 180 PS 6-Zylinder-Diesel).
Eben nicht, Mercedes und Chrysler agieren weitgehend unabhaengig (zumindest was die Produktion und die Zahlen betrifft).
Zitat:
Hinzu kamen z.T. überaltete Arbeitszeitmodelle und viele Kleinigkeiten. Alles Sachen die IMMENS viel Geld kosten, aber keinen Nutzen bringen. Und da hat man in den letzten 2 Jahren massiv aufgeräumt. Und rechnet man die Auflösung der Beteiligungen bei Hyundai und Mitsubishi raus
Veräußerungen sind Gewinne! Der Mitsubishi Verkauf steht unter "Übrige Aktivitäten", und die machen ein Plus von 591 Mio aus.
Zitat:
... sowie die völlige Fehleinschätzung bei Smart ... hätte DC dieses Jahr bereits wieder Gewinn gemacht.
Das ginge nicht, wenn der Konzern in seinen KOMPLETTEN Strukturen krank wäre. DC war ein Konzern mit gesundem Stamm,
Der ist immer noch gesund, nur die Mercedes Car Group schwächelt. Selbst wenn Smart verkauft/aufgelöst worden wäre, sind es nur 500 Mio Gewinn bei einem Umsatz von 50 Mrd. Da ist noch irgendwo der Wurm drin.
Quellen:
http://www.daimlerchrysler.com/ -> TopStories vom 16.2.2006.
US Homepages der jewweiligen Hersteller
Zitat:
Original geschrieben von tino27
Schlimm ist auch wenn ich mir das in VW-Werk Zwickau anseh. Die meisten die da arbeiten, haben vergessen wies denen vor 15 Jahren ging und wie es den meisten Leuten in der Region geht. Und ihr einziges Plus, der geringere Lohn zum Westen, das wollen die auch abschaffen. Die haben echt die Bodenhaftung verloren.
Dann frag mal nach und du wirst dich wundern! Vor 15 Jahren gab es in der Region nicht 20% Arbeitslosigkeit und Arbeitnehmer über 55 waren auch noch was Wert.
Schau mal rund ums VW-Werk. Da arbeiten unterbezahlte Leiharbeiter, die von VW-Löhnen nur träumen können.
Und immer diese Träumerei "Im Westen ist alles gut". Ab 1990 ging es in den neuen Ländern nur bergab. Nur weil 10% der Arbeitnehmer gut verdienen ist noch lange nicht alles Gold was glänzt. Im Westen fängt alles erst an bergab zu gehen, aber aus lauter Selbstverliebtheit rafft das immer noch keiner und alle schreien nach Lohnerhöhungen und 35 Stunden. Die sollten eher verhandeln, ob sie ihren arbeitsplatz nicht an Polen... verlieren und dafür Nullrunden hinnehmen.
Was nützt Auto 5000, wenn die Produktion ins Ausland ausgelagert wird. Ich kenne persönlich viele Leute die froh wären 1250€ statt der 5000DM zu verdienen. Die Polen und Tschechen wären mit 1000€ überglücklich.
Um wieder zum Thema zu kommen: Wenn die deutschen Arbeitnehmer ihre Einstellung nicht ändern, wird es in D bald nur noch die Autostädte geben, wo man sein im Ausland gebautes Auto abholen darf und Erzählt bekommt, was dort mal alles war.
mfg
Moin,
Naja ... so ein Golf iss ja auch mal ne Ecke leichter als ein 3er BMW, oder (Also 200 kg werdens vermutlich sein). Und Ich denke, das VW die PD Technik nicht komplett aufgeben wird. So wie ich das verstanden habe, soll die PD Technik nur noch in Nutzfahrzeugen und kleinen Autos verwendet werden. In Fahrzeugen, wo es WENIGER auf den Laufkomfort des Motors ankommt, als vielmehr auf den Verbrauch. Denn PD ist ... ca. 3-5% sparsamer bei gleichen Rahmenbedingungen wie CR. Man muss nur die Probleme mit den Russfiltern bei PD lösen, das könnte noch ein Hinderungsgrund sein.
Zitat:
Original geschrieben von souler22
Stimmt schon. Was mich halt wundet, das ein 120PS TDI
ähnlich gut abgeht als ein 150PS BMW Diesel. Gut obenraus nicht aber so im Durchzug ist es echt schwer mal nen kleinen TDI stehen zu lassen :)
CHD ... Du solltest aber die Preise der Konkurenz dazu nennen. Denn VW konkuriert ja nicht alleine mit Mercedes. Denn den LS430 gibt es bereits ab : 57.200 US-Dollar. Also ist der Phaeton ALLES, aber kein Schnäppchen zum Dumpingpreis und den Corolla gibt es ab 14105 US-Dollar. Soviel dazu ;)
Ist dir bei Chrysler im übrigen etwas aufgefallen ?! Und zwar wieviele Modelle und Plattformen, sowie Motoren die in den letzten 3-5 Jahren in Rente geschickt haben ?! Aktuell isses so, das die meisten Chryslermodelle entweder technisch die gleichen Motoren/Getriebe verwenden wie Mercedes Modelle (Ist nicht richtig für alle Modelle, aber es geht dahin) und das die Modelle die in den letzten 2-3 Jahren auf den Markt gekommen sind, auch weitestgehend auf den entsprechenden Plattformen stehen ?! Man hat bei Chrysler die KOSTEN auf diese Weise (und Umstrukturierung oder Schließung von unrentablen Werken) drastisch gesenkt. Und DESHALB kann Chrysler auch auf einmal wieder Gewinne machen. Und NIX anderes macht man bei Mercedes im Moment auch. Und zwischen unabhängig AGIEREN, im Verkauf und Marketing ... und z.B. der Verwendung der Plattform der E-Klasse für den 300C (heißt doch so, oder ?!) und der gesamten Technik des SLK für den Crossfire gibt es einen Unterschied. Der Kunde merkt es nicht, wenn man es RICHTIG anstellt. Das macht auch keinen Sinn. Gemeinsam entwickeln und gemeinsam nutzen, die Marken aber getrennt führen und vermarkten. (Da habe ich auch gar nichts anderes gesagt)
Und ... der Verkauf der Aktien von Mitsubishi steht auf der einen Seite ... aber die wurden auch mal gekauft, und man hat nebenbei diverse Schulden mit bilanzieren müssen (nicht nur gestern, sondern auch die Jahre davor und ggf. zukünftig, wenn man sich nicht getrennt hätte). Das solltest Du nicht vergessen. Und Ich schrieb NICHTS von einem Patentrezept ... sondern ich habe das wiedergegeben, was ich beobachte. Und die Beobachtung ist schlicht ... Der GESAMTKONZERN ist nicht marode, sondern es krankt nur an einzelnen Punkten (Welche das genau sind, liegt in der jeweiligen Ermessenssache, Smart gehört sicher dazu). Diese kuriert man, um FIT für die Zukunft zu sein. Im übertragenen Sinne ... man macht eine Diät.
Denn wesentlich WICHTIGER als das JETZT (mit dem man sicherlich noch leben kann) ist die strategische Ausrichtung für die Zukunft. Denn die Kosten für die Fahrzeugentwicklung werden abermals steigen, die Fahrzeuge werden abermals komplexer werden. Eine Sache, die jetzt zu 90% funktioniert ... wird DANN zu einem richtig massiven Problem. Denn weder Toyota, noch BMW, noch VW, noch sonstwer pennt und es rücken immer neue Hersteller nach, die von unten Druck machen und z.B. Renault und VW eben dazu ZWINGEN weiter nach oben zu driften, weil sie im Low Budgetmarkt eben nicht bestehen werden können (In den nächsten 15-20 Jahren wird KAUM jemand günstiger produzieren können wie die Chinesen). Und für die kommende Zeit muss ein Konzern sauber und nahezu perfekt funktionieren. Und nicht nur "tolerabel gut", das reicht nicht aus.
MFG Kester
Zitat:
Original geschrieben von chd
Es ist genau andersrum, den Phaeton gibt's zum Dumpingpreis:
VW Phaeton V8: $66.700
Mercedes S550 Sedan: $86.175
Aber wer gibt schon soviel Geld aus um einen VW zu fahren ...
Natürlich nicht, der Golf GTI MkV kostet ab $21.900, ist also eher das Spar-Mobil.
Mercedes ist nur die Gruppe im DaimlerChrysler Konzern, die zum Konzernergebnis von 5,2 Mrd. Euro ein Minus von 505 Mio Euro beigetragen hat. Es heisst, allein die Smart-Umstrukturierung hat 1 Mrd. gekostet.
Die Chrysler Group hat mit Personenwagen, Sports Tourer, Minivans, Geländewagen und leichte Nutzfahrzeuge der Marken Chrysler, Jeep® und Dodge 1,5 Mrd. Euro erwirtschaftet.
Die schaffen trotz Plattformvielfalt einen ordentlich Gewinn. Dein ... ... Patentrezept ist dann wohl doch nicht die Lösung.
Eben nicht, Mercedes und Chrysler agieren weitgehend unabhaengig (zumindest was die Produktion und die Zahlen betrifft).
Veräußerungen sind Gewinne! Der Mitsubishi Verkauf steht unter "Übrige Aktivitäten", und die machen ein Plus von 591 Mio aus.
Der ist immer noch gesund, nur die Mercedes Car Group schwächelt. Selbst wenn Smart verkauft/aufgelöst worden wäre, sind es nur 500 Mio Gewinn bei einem Umsatz von 50 Mrd. Da ist noch irgendwo der Wurm drin.
Quellen:
http://www.daimlerchrysler.com/ -> TopStories vom 16.2.2006.
US Homepages der jewweiligen Hersteller
Zitat:
Original geschrieben von Rotherbach
Ist dir bei Chrysler im übrigen etwas aufgefallen ?! Und zwar wieviele Modelle und Plattformen, sowie Motoren die in den letzten 3-5 Jahren in Rente geschickt haben ?! Aktuell isses so, das die meisten Chryslermodelle entweder technisch die gleichen Motoren/Getriebe verwenden wie Mercedes Modelle (Ist nicht richtig für alle Modelle, aber es geht dahin) und das die Modelle die in den letzten 2-3 Jahren auf den Markt gekommen sind, auch weitestgehend auf den entsprechenden Plattformen stehen ?! Man hat bei Chrysler die KOSTEN auf diese Weise (und Umstrukturierung oder Schließung von unrentablen Werken) drastisch gesenkt. Und DESHALB kann Chrysler auch auf einmal wieder Gewinne machen. Und NIX anderes macht man bei Mercedes im Moment auch. Und zwischen unabhängig AGIEREN, im Verkauf und Marketing ... und z.B. der Verwendung der Plattform der E-Klasse für den 300C (heißt doch so, oder ?!) und der gesamten Technik des SLK für den Crossfire gibt es einen Unterschied. Der Kunde merkt es nicht, wenn man es RICHTIG anstellt. Das macht auch keinen Sinn. Gemeinsam entwickeln und gemeinsam nutzen, die Marken aber getrennt führen und vermarkten. (Da habe ich auch gar nichts anderes gesagt)
MFG Kester
Die Paralellen zwischen Chrysler und Mercedes stimmen, ist ja auch kein Wunder, der Mann der Chrysler so saniert hat - ist seit Ende letzten Jahres DC Chef und bringt so auch bei Mercedes alles auf Vordermann: Dieter Zetsche
Schmerzhaft wird das wie in den USA auch hier in D sein, aber es muss trotzdem sein!
@ kneipa
Da brauch ich nicht nachfragen, komm ja von da. Und ich war mit einem Lackierer von VW beim Bund. Die bekommen den Hals nicht voll genug da. Der bekam gleich nach der Lehre 1700€ Netto als Facharbeiter.
Wenn die vor 15 Jahren einen Golf oder Passat gehabt hatten, wie hätten die den behandelt? DIe hätten den jeden Tag zum Waschen rausgeschoben und nie gefahren.
Aber das ist alles vergessen. Immer mehr und mehr, bis nichts mehr geht. Und wenn man mal ins Land schaut, dann sieht man, das die ganzen gut ausgebildetetn Leute abwandern.
Ein lustiges Gedankenspiel ist, das nicht nur die Japaner ihre Autos per SChiff zu uns bringen, sondern auch die Deutschen teilweise ihre Autos nach Deutschland verschiffen. Als ob man der Kuh Milch bringt.
Zitat:
Original geschrieben von tino27
@ kneipa
Da brauch ich nicht nachfragen, komm ja von da. Und ich war mit einem Lackierer von VW beim Bund. Die bekommen den Hals nicht voll genug da. Der bekam gleich nach der Lehre 1700€ Netto als Facharbeiter.
Wenn die vor 15 Jahren einen Golf oder Passat gehabt hatten, wie hätten die den behandelt? DIe hätten den jeden Tag zum Waschen rausgeschoben und nie gefahren.
Aber das ist alles vergessen. Immer mehr und mehr, bis nichts mehr geht. Und wenn man mal ins Land schaut, dann sieht man, das die ganzen gut ausgebildetetn Leute abwandern.
Ein lustiges Gedankenspiel ist, das nicht nur die Japaner ihre Autos per SChiff zu uns bringen, sondern auch die Deutschen teilweise ihre Autos nach Deutschland verschiffen. Als ob man der Kuh Milch bringt.
Kann ich dir nur recht geben Tino!!!
Wie gesagt die Leute werden heutzutage lieber Arbeitslos als mal auf 100 Euro im Monat zu verzichten.
Oder besser noch, die 35 Stundenwoche bei gleichem Lohnausgleich wollen!
Zitat:
Original geschrieben von tino27
@ kneipa
Da brauch ich nicht nachfragen, komm ja von da. Und ich war mit einem Lackierer von VW beim Bund. Die bekommen den Hals nicht voll genug da. Der bekam gleich nach der Lehre 1700€ Netto als Facharbeiter.
Glaubst du etwa 1700€ netto ist viel? In einer Zeit, wo alles immer Teurer wird, sollen die Leute auf ihr hart verdientes Geld verzichten?
Moin,
MHaas ... Nunja ... wie man es nimmt ...
Ich denke, vielen Deutschen Autoherstellern wäre schon viel geholfen, wenn sie viele der tariflichen Sondervereinbarungen loswerden würden.
Warum z.B. braucht ein Bandarbeiter (oftmals nunmal ungelernte Menschen) bei ca. der halben Arbeitszeit die Ich habe (Diplomchemiker) den doppelten Verdienst von mir ?! Oder warum haben die Mitarbeiter von Mercedes Benz ein Recht auf 5 oder 6 Pausen während der Arbeitszeit ZUSÄTZLICH zu den gesetzlichen Pausen ?! Damit die Leute in der Zeit arbeiten, muss die Firma gut Geld zahlen. Schneiden wir einige dieser z.T. SINNLOSEN alten Zöpfe ab ... sind sicherlich schon ein paar Prozent Produktivität gewonnen und einige Euros weniger Kosten entstanden.
Da gebe Ich auch Habs vollkommen recht, so wie der Kunde eben realistische Preise für realistische Produkte verlangen kann, sollte logischerweise auch derjenige der an den Produkten mitwirkt realistische Bezahlungen fordern. Und der Witz ist ja in der Tat ... wenn man in dieser wirtschaftlich nunmal schweren Situation den Arbeitgebern einige Zugeständnisse macht ... geht es denjenigen, die diese Zugeständnisse machen immer noch verdammt gut.
Weil verzichte Ich z.B. auf einen Tag Urlaub ... habe Ich immer noch einige Tage mehr Urlaub als z.B. derjenige aus der Schweiz. Und verzichtet jeder Mitarbeiter auf 50 Euro im Monat sumiert sich das ganz gehörig für einen großen Betrieb. Aber das ist für Gewerkschaften, wie auch Arbeitnehmer eine sehr ungewöhnliche Situation. Denn Zugeständnisse wurden ja bisher in der Regel nur für die Arbeitnehmer gemacht.
MFG Kester
Zitat:
Original geschrieben von Toyo_Fan
Glaubst du etwa 1700€ netto ist viel? In einer Zeit, wo alles immer Teurer wird, sollen die Leute auf ihr hart verdientes Geld verzichten?
Steuerklasse 1 oder 3??
Kinderfreibeträge enthalten??
ob viel oder wenig lässt sich so einfach nicht sagen,Nettoverdienste besagen nichts über die Bruttozahlung und die Lohnnebenkosten die parallel anfallen aus.
Grüße Andy
Zitat:
Original geschrieben von Rotherbach
Moin,
MHaas ... Nunja ... wie man es nimmt ...
Ich denke, vielen Deutschen Autoherstellern wäre schon viel geholfen, wenn sie viele der tariflichen Sondervereinbarungen loswerden würden.
Warum z.B. braucht ein Bandarbeiter (oftmals nunmal ungelernte Menschen) bei ca. der halben Arbeitszeit die Ich habe (Diplomchemiker) den doppelten Verdienst von mir ?! Oder warum haben die Mitarbeiter von Mercedes Benz ein Recht auf 5 oder 6 Pausen während der Arbeitszeit ZUSÄTZLICH zu den gesetzlichen Pausen ?!
MFG Kester
Hi,
ich glaube es war Porsche wo die Mitarbeiter für die Erhaltung dieser Pausen auf die Strasse gegangen sind,in heutigen Zeiten purer Zynismus....:D
Grüße Andy
Zitat:
Original geschrieben von Toyo_Fan
Glaubst du etwa 1700€ netto ist viel? In einer Zeit, wo alles immer Teurer wird, sollen die Leute auf ihr hart verdientes Geld verzichten?
1700 Euro netto sind verdammt viel Geld!
Ein Verkäufer im Einzellhandel verdient ca 1300 Euro Netto
Hotelfachmann (Frau) 1300 Euro Netto
Und wie Kester schon sagte, ein Bandarbeiter bei DC verdient sehr gut + günstige Zulagen von DC wie zb. Kostenlose Fahrzeuge um KM draufzufahren. Da ist vom Sprinter bis zum CL500 alles drin.
Wenn solche Leute dann wegen bischen Geld rumjammern hab ich kein Verständiss.
Eine Freundin von mir muß mit 1380 Euro als alleinerziehende Mutter ihr Kind durchbringen. Die wäre froh sie hätte 1700 Euro und geregelte Arbeitszeiten!
Sie bekommt auch kein Wochenendzuschlag wie die Bandarbeiter bei DC usw. Also erzähl mir bitte nicht wie schlecht es einem Arbeiter mit 1700 Euro geht!!!
Moin,
Toyo_Fan ... ist eine interessante Frage ob 1700 Euro NETTO viel sind ...
Hast Du 1700 Euro Netto, bist Alleinverdiener, musst eine Frau und 6 Kinder davon unterhalten, dann ist das recht knapp bemessen.
Hast Du 1700 Euro Netto, und musst nur dich alleine unterhalten, dann ist das verdammt viel. Ich habe knapp 1100 Euro Netto ... und schaffe es im Normalfall 2-300 Euro locker zur Seite zu legen, OHNE das ich an irgendwas sparen müßte...
1700 Euro Netto ist ein ganz ordentlicher Verdienst ... damit kann man gut über die Runden kommen. Gut, man wird nicht reich damit ... aber man kann mit dem Geld auch mit einer Frau und einem Kind noch einmal im Monat Essen gehen. Ausnahme ... man muss mindestens 3 mal im Jahr in Urlaub fliegen, muss ein nagelneues Auto und dann mindestens mit 150 PS und eine 120qm Wohnung haben. Dann wird es knapp. Aber wer mit 1700 Euro richtig umgeht, kommt da verdammt weit mit.
Und es sagt ja auch niemand etwas dagegen, wenn jemand pro Tag 12 Stunden HART ranklotzt, das er dann nicht mehr verdient hätte, aber wir reden hier von Arbeitszeiten da träumt der Durchschnittsmensch von. Der Durchschnittliche VW Arbeiter arbeitet doch nur 4 Tage in der Woche. Ich arbeite 6 Tage die Woche ... und im Schnitt täglich 10 Stunden. Für wesentlich weniger Geld. (Gut bei mir gibt es als Belohnung hinterher nen Dr. aber Arbeit ist Arbeit :D )
MFG Kester
Zitat:
Dann frag mal nach und du wirst dich wundern! Vor 15 Jahren gab es in der Region nicht 20% Arbeitslosigkeit und Arbeitnehmer über 55 waren auch noch was Wert.
Schau mal rund ums VW-Werk. Da arbeiten unterbezahlte Leiharbeiter, die von VW-Löhnen nur träumen können.
Und immer diese Träumerei "Im Westen ist alles gut". Ab 1990 ging es in den neuen Ländern nur bergab. ... Im Westen fängt alles erst an bergab zu gehen
Zitat:
Eine Freundin von mir muß mit 1380 Euro als alleinerziehende Mutter ihr Kind durchbringen.
Na merkt Ihr was? Ich kenne ein paar Frauen die auch alleinerziehend sind und froh wären dies als BRUTTO-Lohn zu bekommen. Mal ehrlich, wer von Euch geht für 5-6€ die Stunde arbeiten, und dabei hat man immer noch die Angst im Nacken, daß jeder Tag der letzte sein kann oder die Produktion nach Polen etc. verlegt wird? Wer geht denn im Westen für solches Geld arbeiten? Und unterhält damit noch eine Familie? Und dann fragt ihr euch noch warum sich so viele auf Hartz IV ausruhen? Wenn man unter Umständen mehr Geld vom Staat bekommt als mit richtiger Arbeit und noch dazu keine Nebenkosten wie durch den Fahrtweg hat? Kann ja jeder selbst durchrechnen womit er besser lebt. Vor allem in strukturschwachen Regionen ist dies durchaus ein Thema.
Ich will hier nicht den "armen Ossi" raushängen lassen. Ganz im Gegenteil, ich verdiene gut. (auch wenn ich nix zu verschenken habe) Aber die meisten wissen wahrscheinlich gar nicht wie es hier im Osten wirklich aussieht. Hier in Sachsen und speziell im Raum Dresden sieht es noch gut aus aber geht mal nach Brandenburg oder Meck-Pomm.
Zitat:
Original geschrieben von Rotherbach
Warum z.B. braucht ein Bandarbeiter (oftmals nunmal ungelernte Menschen) bei ca. der halben Arbeitszeit die Ich habe (Diplomchemiker) den doppelten Verdienst von mir ?! Oder warum haben die Mitarbeiter von Mercedes Benz ein Recht auf 5 oder 6 Pausen während der Arbeitszeit ZUSÄTZLICH zu den gesetzlichen Pausen ?!.........
Ich kenne Einige, die in Sindelfingen, Untertürkheim, Mettingen usw, in der Produktion tätig sind, ja diese Leute verdienen recht gut, aber 90% von denen arbeiten auch wirklich hart.
Ich kenne auch welche, die in Möhringen in den Büros tätig sind.
Eine davon muss z.B. tatsächliche 2-3 Std. in der Woche effektiv arbeiten, die restliche Zeit schaut sie DVD- Filme, und kauft im Web ein, das alles im Einzelbüro.
Der Bandarbeiter hat durchschnittlich 6 Minuten!!! Luft, natürlich ausserhalb sämtlicher Pausen.
Die im Büro hat z.B. Industriekaufmann gelernt, der am Band wiederum Industriemechaniker. wo ist da der große Unterschied, und die Gerechtigkeit?
Ungelernte Arbeitskrääfte sind seit mindestens 10 Jahren nicht mehr eingestellt worden, auch nicht fürs Band, oder die Gießerei.
Gruß espe
Hey Espe. Kennst auch die Nachtschicht in Mettingen? ;) Da werden mal 3-4 Stunden ein zwei drei vier fünf Bierchen gezischt!!! :D