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Insignia OPC
Hi Opelaner,
gibt es eigentlich schon Bilder von Insignia OPC oder noch nicht???
gruß MMc
Beste Antwort im Thema
Erfahrungsbericht: Insignia OPC auf der Rennstrecke
So ich hatte das Vergnügen nach langer Zeit meinen Insignia OPC auf der Rennstrecke zu bewegen :cool: und wollte mal ein Feedback dazu geben wie sich der Wagen unter extrem Bedingungen verhält ;)
Nun als erstes die Rahmenbedingungen:
Fahrzeug
Motor: Insignia OPC mit EDS Motoroptimierung und Pipercross Sportluftfilter (355PS/500NM)
Bremsen: OPC Brembo Anlage (Serie)
Reifen: FALKEN FK-452 (Laufleistung 10.000 km)
Kraftstoff: ARAL Ultimate 102 (Tank zu 3/4 voll)
Motoröl: CASTROL EDGE 5W40
Strecke: EUROSPEEDWAY-Lausitz
Wetter: 40 Grad im Schatten!!!! Pralle Sonne. Weiß leider nicht wie hoch die Asphalttemparatur war. Muss aber verdammt heiß gewesen sein.
Zunächst Ticket gekauft. Dann voller Vorfreude wieder zum Auto gerannt und an der Boxenausfahrt eingereiht.
Nach kurzer Wartezeit kam auch schon das grüne Licht zum Losfahren.
Nach einer Aufwärmrunde ( Reifen, Bremsen alles auf Temperatur gebracht ) gings dann schon los.
Neben mir waren noch einige andere Herrschaften auf der Piste mit echten Hinguckern ( Porsche GT2RS, Porsche GT3RS.....). Die waren auch schon nach 2 Kurven über alle Berge :D
In der Boxengasse war ein BMW E92 M3 hinter mir. Mit dem habe ich auch die 10 Runden auf der Strecke zu tun gehabt. Wir haben uns einen unterhaltsames Rennen geliefert (natürlich frei von jeglicher Unfallgefahr und immer mit ordentlichem Sicherheitsabstand).
In den Kurven konnte der M3 immer etwas auffahren (klar! leichters Fahrzeug, bessere Gewichstverteilung). Aber auf der geraden bin ich ihm aber stets und ständig auf und davon gefahren, sodass ich hier immer einen guten Puffer für die Kurven hatte :)
Nachdem hatte ich auch ein super Gespräch mit dem M3 Fahrer gehabt. Er selbst war total baff, dass der Insignia auf der geraden so wegziehen konnte. Meinte aber auch, dass viele E92 M3 nach unten streuen. Er hatte seinen zwar nicht auf dem Leistungprüfstand, aber er geht davon aus, dass seiner auch nicht alle 420 Pferde beisammen hat. Dann kam auch noch die Hitze mit 40 Grad im Schatten, die ja dem Sauger auch extrem zusetzt. Nichts desto trotz ist der M3 ein schönes Auto, welches mir Optisch sehr gefallen hat.
Zum Insignia OPC an sich kann ich sagen, dass sich das Fahrzeug verdammt gut fährt auf der Rennstrecke.
Er lenkt sauber in die Kurve ein und das herausbeschleunigen mit dem Allrad ist einfach der Hammer.
In manche Kurven ist sogar das Heck leicht rausgekommen, war aber mit dem Allrad keine große Kunst den Wagen wieder einzufangen.
Aufgrund der extrem hohen Außentemparaturen war ich auch gespannt wie sich das Fahrzeug im Bezug auf Kühlung und Leistung verhällt.
Auch in diesem Punkt war ich positiv überrascht. Die Wassertemparatur hatte laut OPC App einen Maximalwert von 92 Grad und die Motoröltemparatur einen Maximalwert von 120 Grad.
Leistungseinbußen waren auch keine zu spüren. Meiner Meinung nach haben hier die OPC Leute gute Arbeit geleistet in punkto Kühlung. Zudem man Bedenken muss, dass meiner noch Leistungsgesteigert ist.
Des Weiteren haben mich die Brembos positiv überrascht:eek: (Mit diesen Bremsen habe ich ständig Probleme auf der AB. Bei Bremsungen von 240+ auf 100-120 km/h fangen diese an zu rubbeln!)
Auf der Rennstrecke war aber davon nichts zu spuren, die Dinger haben gebremst was das Zeug hält.
Auf der Start Ziel Geraden wurde in jeder Runde von ca. 230km/h auf ca. 80 km/h heruntergebremst mit voller Bremskraft und bei den anderen Kurve wurde auch das Maximum aus den Bremsen geholt und die Dinger bremsten, bremsten und bremsten :eek: KEIN RUBBELN und KEIN FADING vom ersten bis zum letzen Meter.
Die Temperatur der Scheiben war nach 10 Runde bei ca. 500 Grad!!! (OPC App + Smartphone Controller. Daher der Wert).
Aufgrunde der hohen Hitze war auf den Reifen eine richtige Schicht Gummi die während den 10 Runden aufgesammelt wurde und an den Reifen kleben geblieben ist. Die Reifen habe den Ritt heil und ohne Ermüdungserscheinungen überstanden. Jetzt nach ca. 600 km Autobahnfahrt ist die Schicht fast wieder komplett Runtergefahren.
Den Vergleich zu den Serienmäßig verbauten Pirellis kann ich hier leider nicht ziehen, weil ich mit diesen keinen Renstreckenerfahrung gesammelt habe. Aber die FALKEN sind meiner Meinung nach bestens für die Rennstrecke geeignet (Natürlich nur für den Hobbyfahrer der 1x im Jahr das ganze macht).
Die Herrschaften mit den Porsche GT2RS und GT3RS und Semi-Slick Bereifung hätten über die FALKEN nur müde gelacht :D
Was auch ein positives Erlebniss war, war die Zeit nach der Fahrt. Alle standen auf dem Parkplatz vor der Einfahrt in die Boxengasse und natürlich kommt Man da so ins Gespräch (wie bereits weiter oben geschrieben).
Es waren viele positiv angetan vom Insignia OPC und haben sich für das Fahrzeug interessiert :cool:
Manche haben sogar Probegesessen.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass mich das Fahrzeug überrascht hat. Ich hatte den Wagen bisher nie einer solchen Extrembedingung ausgesetzt und war natürlich auch positiv überrascht wie gut der Wagen das mitgemacht hat. Alles hat tadellos funktioniert und nichts hat seinen Dienst verweigert.
Vor allem hatte ich vor Fahrtantritt bedenken bzgl. der Brembos. Diese hatte auf der Strecke wunderbar funktioniert.
Man hört hier extrem viel negatives über den Insignia OPC. Ein paar kleine Problemchen hatte ich auch bei meinem, weswegen der Wagen auch in der Werkstatt war. ABER PROBLEME HAT MAN AUCH MIT ANDEREN FABRIKATEN!
Mir persönlich macht der Insignia OPC selbst nach 2 Jahren immer noch sehr viel Spaß.
Ich steige jeden Tag gerne in das Auto ein und freue mich auf jede Fahrt mit dem Auto.
Wenn ich heute wieder vor der Wahl stehen würde, würde ich mich wieder für einen Insignia OPC entscheiden!
Viele Grüße und einen schönen Abend euch allen
Bojan
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3532 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Zyclon
Wer kamm den auf die geniale Idee nen 1.9 Diesel mit nem 3.2l Benziner zu vergleichen? Irgendwie müssen sich 1,3l mehr Hubraum ja bemerkbar machen. Vergleicht doch lieber mal mit nem 1.8 oder 2.2l da sollte die Nummer schon nen bisschen anders aussehen.
Hättest Du den Thread gelesen, hättest Du die Links mit den Testwerten zum 1.9er und 2.2er gefunden.
Was die Fahrbarkeit und Schaltarbeit angeht: Auch hier: 2.2er, 40km/h. 5ter Gang rein und fertig. Beim 1.9er: Gänge 4-6.
Wenn ich Zeit habe suche ich noch mal. 28 Seiten waren mir dann ber doch etwas zuviel gestern. Sollte bei 1.9 nicht eigentlich der 5te für den bereich reichen?
Gruss Zyclon
Zitat:
Original geschrieben von Zyclon
Sollte bei 1.9 nicht eigentlich der 5te für den Bereich reichen?
Gruss Zyclon
Dachte ich auch, aber J.M.G. meinte, da würde der Motor doch arg brummen. Und irgendwie hat er da auch schon recht, wie ich jetzt mal getestet habe. Klar geht das theoretisch, aber schön ist das nicht wirklich. Also ich schalte immer so bei 70 km/h in den 5. Gang.
LG Ralo
Dann enttäuscht mich Opel aber. Von nem 150 PS Diesel mit nem 6 Gang Getriebe würde ich schon verlangen das man ab 50 oder 60 den 5ten benutzen kann ohne das man Angst haben muss das sich die Maschine quält. Wie gut diese untertourige Fahrweise für den Motor ist lassen wir jetzt mal dahin gestellt. Laut nem Bekannten kommt es bei Vollgas im niedertourigen Bereich zu einer starken Belastung der Motorlager.
Gruss Zyclon
Der Motorlager, soso...
Und was heißt untertourig? Beim Benziner ist alles ab Leerlaufdrehzahl jedenfalls NICHT untertourig. Davon abgesehen spreche ich vom ALLTAG, d.h. Mitschwimmen im Verkehr. Da brauche ich selten Volllast.
Selbst wenn der Hobel im 5ten Gang laufen würde, bliebe noch das Schalten in den 6ten im vorgegebenen Landstraßenprofil. Die Schaltarbeit bleibt. Außerdem muss ich Opel hier mal in Schutz nehmen - wer kann es denn besser bei den 4-Zylinder Dieseln? Welcher ist dennunterhalb von 2.000 1/min soviel besser fahrbar?
@ Ralo: Das ist halt ein Konzeptnachteil des Diesel-Antriebs. Enges Drehzahlband, dazu schwer und halt Laufkultur / Ansprechverhalten. Sicherlich haben Diesel völlig ihre Daseinsberechtigung für den wirtschaftlich denkenden Langstrecken-Vielfahrer, ohne Frage. Das gilt zumindest solange, wie dieses Parlament weiter den Dieselkraftstoff im Energiesteuergesetz gegenüber Benzin subventioniert.
Die Vorteile des Diesels (eben höhere Dichte gegenüber Benzin, damit geringerer Verbrauch in l/100km (in kg/100km würde es schon schlechter aussehen); dazu die höhere Verdichtung und der damit verbundene etwas höhere Wirkungsgrad) - diese möchte ich nicht wegdiskutieren.
Doch, wer die Kosten außen vor läßt, für den führt objektiv kein Weg am Benziner vorbei. Das gilt besonders für die Sportmodelle. Und machen wir uns nichts vor - auch bei den Kosten neigen viele Eigner zum Selbstbetrug. Neben den höheren KFZ-Steuern und regelmäßig mehr Versicherung strafen die Hersteller mit höheren Anschaffungs und Wartungskosten. Vom Reperaturrisko beim Diesel muss ich denke ich nicht anfangen (Drallklappen, Injektoren, Hochdruckpumpe, Turbo).
Daher gilt für mich: Otto-Normalfahrer Benziner (bis 25.000km), danach kann man mit dem Rechnen anfangen.
@J.M.G.: Immer wieder schön dich zu lesen.
Hatte für ein paar Tage einen 1.9CDTI AT6 (Vectra Kombi) als Leihwagen.
Mal abgesehen von der nicht ganz harmonischen Abstimmung Motor/AT (bis zu einer bestimmten Pedalstellung wenig Leistung, dann runterschalten plus Ladedruck = wieder etwas zu viel) war ich vom Verbrauch enttäuscht.
Bin die selben Strecken gefahren wie sonst auch (ca. 4km tuckern zum Kindergarten, Motor 10min. aus, dann 15km in Büro, davon 10km Landstrasse mit einer 2km langen Steigung von ca. 6% wo man mal etwas aufs Gas treten kann, Abends die Fuhre wieder zurück).
Ergebnis: 8,7L Diesel auf 100km.
Mein 2.0T macht da wesentlich mehr Spaß, wird schneller warm und ist leiser.
Verbrauch (bei dem Fahrprofil): 10,3L SuperPlus.
Selbst wenn der Diesel als Schalter noch mal 0,5L weniger braucht, wo ist der Vorteil für mich?
Ich fahre ca. 18.000km/a, was da an Verbrauchsunterschied (Kosten) zusammen kommt ist zu gering im Angesicht von KFZ-Steuer, Anschaffungs- und möglichen Reparaturkosten.
Und alle die jetzt sagen, der Diesel hat aber so viel Bums von unten, dürfen gerne mal eine Runde in meinem Vectra mitfahren und erleben, was da schon ab 1800U/m passiert und bis über 5000U/m anhält. Kein Vergleich.
Letztendlich gehört in einen OPC ein Benziner. Wenn der dann richtig Erfolg hat, kann man an einen Diesel denken.
Und ja, wenn ich +40.000km/a fahren würde, davon noch viel BAB, würde ich auch über einen Diesel nachdenken.
Keke
Hallo JMG und keke, eine Frage an euch (und natürlich alle anderen), habe ich einen Denkfehler?
Ich stehe vor der Entscheidung Benzin/Diesel. Irgendwann in diesem Jahr soll ein neuer kommen. Eventuell auch erst nächstes Jahr. Ist ja egal.
Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein gebrauchter Signum oder Vectra sein, da man diese bereits sehr günstig bekommt und mir diese Fahrzeuge auch optisch gefallen. Da bin ich wohl einer der wenigen ;) Der Insignia würde mir zwar noch besser gefallen, aber der liebe Preis .... Wird wahrscheinlich (vorerst) nix mit dem.
So, und wenn ich nun in mobile oder autoscout etc gucke und BJ ab 2008, Xenonscheinwerfer, etc eingebe so sind die 1.9 CDTI und der 2.0T ziemlich gleich auf, was den Preis betrifft. Also kann man dieses Argument, der Diesel sei in der Anschaffung schon teuerer, vernachlässigen.
Wie viel teurer ist denn in etwa der Diesel im Unterhalt, also bei den Wartungen/Inspektionen, etc?
Bei 25.000 km Fahrleistung jährlich würde sich der Diesel ohne Beachtung von Wartung und Reparaturkosten schon deutlich lohnen.
Zitat:
Original geschrieben von herzblut
So, und wenn ich nun in mobile oder autoscout etc gucke und BJ ab 2008, Xenonscheinwerfer, etc eingebe so sind die 1.9 CDTI und der 2.0T ziemlich gleich auf, was den Preis betrifft. Also kann man dieses Argument, der Diesel sei in der Anschaffung schon teuerer, vernachlässigen.
Das mag in dem Fall zutreffen, aber auch nur, weil der 1.9er und der 2.0T nicht vergleichbar sind. Warum? Der 1.9er bietet die Fahrleistungen des 1.8 / 2.2 Direct während der 2.0T auf Augenhöhe mit dem 3.0 CDTI spielt. Der 2.0T bietet erheblich mehr Bums in allen Lebenslagen.
Zitat:
Wie viel teurer ist denn in etwa der Diesel im Unterhalt, also bei den Wartungen/Inspektionen, etc?
In dem Fall nur wenig, im Gegenteil. Auf dem 1.9er darfst Du noch (analog zum 1.8 / 2.2) 15" Felgen fahren (spart Winterreifen). Grund ist die kleinere Bremsanlage. Auch ist die Motorölmenge beim 2.0T aufgrund des Laders recht hoch. Einziger relevanter Unterschied ist hier die Steuerkette beim 2.0T vs. dem Zahnriemen beim 1.9er. Dies dürfte die Wartung beim 1.9er zwar im Langzeitschnitt etwas anheben, ist aber bei Deiner Jahresfahrleistung und einem 2008er erst in 5-6 Jahren relevant.
Wie gesagt, der Vergleich muss misslingen. Der 1.9er ist ein guter Vierzylinder, ohne Frage. Bei einem so jungen Exemplar mit Werksgarantie ist das Wartungsrisiko bis 2010 zudem NULL. Darüber hinaus kann man es mittels Versicherungen minimieren und das würde ich beim Vectra C in jedem Fall tun! Wenn beim C was kaputt geht, dann geht das exorbitant ins Geld (z.B. 1x Antriebswellen tauschen nicht unter 1.800€, 1x Lenkung Tauschen ebenfalls, 1x Radlager tauschen ~350€ pro Stück usw.)
Wer es besser macht? Also mein Skoda läuft bereits bei knapp über 1000 Touren Problemlos im fünten Gang und er hat nur ein Fünf-Gang getriebe. Merwürdigerweise sprechen wir hier von nem Motor der schon im Golf 3 verbaut war. Im Alltag wird mein Diesel in der Stadt und auf der Landstr. nur im bereich unter 2000 Touren bewegt. So ab 2000 schalte ich. Performance absolut ausreichend auch zum überholen. Klar ist das Drehzahlband gegenüber einem Benziner natürlich schmaler. Aber ne Bandbreite von rund 2000-3000 Touren sollten eigentlich in der regel reichen. Wenn du nen Benziner richtig trittst hat er ja auch kein wesentlich breiteres.
Er meinte mit untertourig so den Bereich um 1000 Touren. Normalfahren ja aber sobald man beschleunigen möchte sollte man lieber nen Gang runterschalten weil es sonst zu einer sogennnaten Quetschschmierung kommen soll. Wenn er das sagt glaube ihm das mal weil er tagtäglich mit Motoren zu tun hat. (Motortester)
keke: Ich weiss was dann passiert. Ich weiss aber auch was deine Tankanzeige dann macht. Würde man ne Kamera im tank haben würde man wahrscheinlich sogar nen Strudel sehen.;) Trotzdem sind Turbobenziner schon nett zu fahren.
Gruss Zyclon
Entschuldigt, wenn ich kurz mit On-Topic störe.
Gibts jetzt schon Infos zum Insignia OPC?
Zitat:
Original geschrieben von Zyclon
Wer es besser macht? Also mein Skoda läuft bereits bei knapp über 1000 Touren Problemlos im fünten Gang und er hat nur ein Fünf-Gang getriebe.
Bei VAG kenne ich nur den 2.0er TDI im Passat & co. genauer. Die Dinger sind ja wohl unter aller Sau. Überspitzt gesagt: Wenn man da anhält, um nach dem Weg zu fragen, muss man den Motor abstellen. Sonst versteht man den Passanten nicht. ;).
Zitat:
Er meinte mit untertourig so den Bereich um 1000 Touren. Normalfahren ja aber sobald man beschleunigen möchte sollte man lieber nen Gang runterschalten weil es sonst zu einer sogennnaten Quetschschmierung kommen soll. Wenn er das sagt glaube ihm das mal weil er tagtäglich mit Motoren zu tun hat. (Motortester)
Jetzt kommen wir der Sache schon einen Tick näher. Jetzt sind wir beim Schmierfilm (genauer gesagt auch Scherbelastungen auf die Kolben usw.). Das ist jedoch im Motorinneren und betrifft nicht die Motorlager (Hydrolager bei modernen Motoren). So das Triebwerk warm ist, kannst Du moderne Motoren ab Leerlaufdrehzahl voll belasten. Zur Hölle: Das machen sogar moderne Automatikgetriebe (selbst am mittlerweile 6 Jahre alten Vectra V6 wird die Wandlerbrücke bei 1.100 1/min in Fahrstufe 4 reingeworfen und es wird mit Volllast (!) beschleunigt).
Zitat:
keke: Ich weiss was dann passiert. Ich weiss aber auch was deine Tankanzeige dann macht. Würde man ne Kamera im tank haben würde man wahrscheinlich sogar nen Strudel sehen.;)
Reine Urban Legend. Dieseltriebwerke haben einen höheren Wirkungsgrad aus 3 Gründen:
1. Höhere Verdichtung des Motors (Verdichtung = Maß für die Effizienz)
2. Nutzung der Entalphie des Abgases durch den Turbolader.
3. Direkteinspritzung und dadurch auch Teillastabmagerung
Punkte 2 und 3 können moderne Benziner auch. An Nr. 1 arbeiten wir auch, dank moderner Kraftstoffe und Werkstoffe. Was ich sagen will: der Mehrverbrauch des Benziners ist berechenbar und prozentual konstant. Wenn Du bei Keke nen Strudel siehst, siehst Du ihn beim Diesel auch.
Beim 2.0 TDI gebe ich dir recht. Die Dinger sind ne reine Katastrophe. Ausserdem haben sie ne Turbogedenksekunde das du nebenbei Blumenpflücken kannst. Fahre aber noch den den alten 1.9 TDI (Verteilerpumpe)
So weit in der Materie bin ich jetzt net drin um dir da zu wiedersprechen. Man hat es mir so erzählt und ihm glaub ich das einfach mal. Warum sollte er mir was falsches erzählen?
Untertouriges Fahren bei nem Automatikgetriebe? Wenn du im Verkehr mitschwimmst ja. Wenn du aber beschleunigst schalten sie eigentlich min. nen gang runter.
Der höhere verbrauch bei nem Benziner ist glaube ich nicht unerheblich und zähle ich nicht zu den Legenden. Der 1.8 mit 140 PS verbraucht unter Volllast 19l (laut BC). Nen 2.0T wird wohl noch ne Ecke mehr verbrauchen. Mein Diesel liegt bei Volllast bei 12 - 13l (laut BC). Bin jetzt mal von den Werten im 5ten Gang ausgegangen. Min. 6l Unterschied unter Volllast finde ich aber ganz schön gewaltig. Klar liegt zwischen den Motoren auch nen gewisser Leistungunterschied aber zumindest bis 180 oder 200 fährt mir der 1.8 von meinen Eltern nicht wirklich davon. Das schaffen aber auch die 2l Passat und A4 net. Soviel zum thema Leistungsunterschied.
Gruss Zyclon
Zitat:
Original geschrieben von Zyclon
Untertouriges Fahren bei nem Automatikgetriebe? Wenn du im Verkehr mitschwimmst ja. Wenn du aber beschleunigst schalten sie eigentlich min. nen gang runter.
Er hat Dir nicht's falsches erzählt. Nur ist beim Motorenbau UNTERTOURIG definiert als unter der Leerlaufdrehzahl!
Zur Thematik des Automatikgetriebes: Hier liegt ein Verständnisproblem vor. Bei modernen Antrieben wird mittels elektronischem Gaspedal nicht mehr direkt die Drosselklappe bedient sondern vielmehr dem Steuergerät eine gewünschte Beschleunigung vorgegeben. Das Steuergerät wählt darauf hin die Fahrstufe und die passende Drosselklappenstellung aus. Kann man beim Vectra sehr schön auslesen: Fährst Du z.B. 50km/h und gibst 50% Gaspedalstellung, dann bleibt der Wagen in Fahrstufe 4 macht aber die Drosselklappe maximal auf, d.h. man fährt in dem Szenario mit 1.300 1/min und VOLLLAST.
Zitat:
Der höhere verbrauch bei nem Benziner ist glaube ich nicht unerheblich und zähle ich nicht zu den Legenden.
Völlig richtig. Das liegt wie beschrieben an:
Dichte des Diesels mit im Schnitt 0,845 kg/m³ erheblich höher (Super ~0,8; Super+ sogar noch darunter)
--> Dadurch ist der Verbrauch in LITERN nochmals höher als in KILOGRAMM.
Und natürlich dem Wirkungsgradunterschied.
Machen wir mal ein Beispiel: Sagen wir, ein Auto fährt 200km/h. Dazu muss es 88kW aufbringen.
Das ergibt folgenden Verbrauch:
Diesel: Nutz-Wirkungsgrad ~ 33% --> 14,9 l/100km
Otto: Wirkungsgrad ~ 25% --> 20,2 l/100km
Die 25% gelten für alte Saugrohreinspritzer. Moderne Direkteinspritzer, noch dazu mit Aufladung, können im Teillastbereich durch Magerbetrieb höhere Wirkungsgrade erreichen. Aktuell schafft es BMW mit dem 3.0er Biturbo auf 29% (was in unserem Beispiel bei 200 km/h mit 17,4 l/100km nur noch einen Mehrverbrauch von 2,5 l/100km bedeuten würde).
Da ließt man mal ein paar Wochen nicht und dann entwickelt sich hier so eine Diskussion. Echt geil.
Und ein Dieselfahrer wird fast immer von seinem Diesel überzeugt sein. Denn er gaukelt einem ja auch subjektiv mehr Lesitung vor, als der Benziner. Ich habe es auch mittlerweile aufgegeben, mit meinem Auto gegen einen Dieselfahrer zu reden. Man kann sie einfach nicht überzeugen.
Und ich lese J.M.G. Beiträge auch sehr gerne. Manchmal wirkt es zwar sehr rechthaberisch, aber er hat ja offenbar eine Menge Ahnung. Denn in Bereiche, über die er schreibt, denke ich als unwissender niemals.
Und ich kann mit meinem Auto nur bestätigen, dass ein Benziner immer schaltfauler gefahren werden kann. Denn in meinem Auto brauche ich nur den 5. gang wenn ich so daher fahre, aber der 1.9er muss ständig gefahren werden. Ich hatte eine Woche diesen Motor, und war echt froh, als ich meinen wieder hatte. Sobald man unter 1500 U/min rumfährt, dauert es ewig, bis der Turbo einsetzt und es endlich los geht mit ordentlicher Beschleunigung. Dann muss man eben warten, oder runter schalten. das gibt es beim Benziner nicht, da muss ich ab 800 U/min nicht mehr schalten, wenns nicht schneller gehen soll. Natürlich ist es so, dass wenn ich dann richtig Gas geben will, ich auch runter schalten muss, dann sogar 2 Gänge. Aber das stand ja nicht zur Frage.
Ich würde mich immer wieder für einen Benziner entscheiden. Es reicht schon immer wenn ich an der Arbeit Diesel fahren muss. Manche haben ja auch noch eine absolute Anfahrschwäche, einfach ätzend...
Sorry, aber ich mag den Diesel nicht, Klang, Ansprechverhalten und unharmonische Kraftentfaltung sind furchtbar...
Moin, nicht alle Dieselfahrer sind Benzinern gegenüber abgeneigt. Ich bin neulich nen den 2.2er im Zafira gefahren, das war extrem angenehm. Sehr ruhig und kräftig. Das Problem ist halt, dass ich mir einen Benziner bei 50000Km im Jahr mit viel Beladung absolut nicht leisten kann. Da zieht der 2.2er locker doppel so viel wie mein 2.0Dti und das bei teurerem Kraftstoff.
Hab überlegt, ob ich als nächstes einen Benziner kaufe und den auf Gas umrüsten lasse, aber wenn man die Kosten der Umrüstung und den Mehrverbrauch mit einrechnet kommt man auf sehr ähnliche Kosten. Da steck ich das Geld für die Umrüstung lieber in's Auto selbst und hol mir ein moderneres Auto mit Dieselantrieb.
Ein paar mehr Vorteile beim Diesel als oben genannt gibt's nämlich schon:
-Ein Diesel ist verschiedenen Beladungszuständen oder dem Hängerbetrieb gegenüber sehr unempfindlich, das bezieht sich auf die Fahrleistung und auf den Verbrauch.
-Überall, wo viel Kraft gebraucht wird (z.B. beim Parken in Eimsbüttel, wo man gefühlt 50cm hohe Bordsteine rauf muss) schont der Diesel Kupplung, Nachbarn und das Konto. Wo andere jede Menge Gas geben müssen lass ich einfach vorsichtig die Kupplung kommen und der Vectra zieht sich bei Lehrlaufdrehzahl den Bordstein hoch. Sicher kein Kaufargument aber für's Protokoll schreib ich's hier mal auf:)
-Ein Diesel ist im Stadtverkehr teils durchaus im Vorteil, beim schnellen Ausscheren zum Beispiel
-Ein Diesel ist sparsam, der Kraftstoff (mittlerweile wieder) deutlich billiger
Die Nachteile wären dann:
-Laufkultur bzw. Geräuschpegel
-Langsame Aufheizung, daher ungeeignet bei häufigen Kurzstreckenfahrten
Daher fällt mir die Wahl momentan leicht. Die Benziner, die ich mir leisten kann verbrauchen einfach zu viel (die neuen TSI von VW sollen ja gut sein, aber da ist der Anschaffungspreis zu hoch), der Benzinpreis liegt zudem zu weit über dem von Diesel.
Gruß, Raphi