i4 - Erfahrungen zum Verbrauch
Hallo zusammen,
Nach dem ersten i4 bereits unterwegs sind, eröffne ich diesen Thread.
Es soll darum gehen, wie bei Euch der Verbrauch ist. Wie fahrt ihr (Stadt, Land, Autobahn)?
Gerne auch weitere Erfahrungen aus der Praxis.
Dann „Feuer“ frei, ich denke die Leser sind gespannt.
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2463 Antworten
Zitat:
@StefanLi schrieb am 29. Juni 2022 um 20:38:08 Uhr:
Es gibt ein genaues Tempo bei dem ein BEV Zeiten optimiert ist. Bei schnellen und gut ladenden Wagen liegt der ist zwischen 140 und 150 km/h als tatsächliches Vmax.
Warum werden solche falschen Behauptungen immer wieder wiederholt? Schonmal nachgerechnet oder einfach nur so mal grob geschätzt? ;)
Schau mal hier: https://www.motor-talk.de/.../...ahren-hilft-nicht-immer-t7273018.html
Das war der thread den ich im Hinterkopf hatte, danke. Ich gehe auch davon aus, das es ein (aus reiner Reisezeitsicht) optimales max Tempo gibt. Und das wird von der Streckenlänge, dem Startladezustand, den äusseren Bedingungen und natürlich dem Fahrzeug selbst abhängen. Und ich vermute auch, dass dieses optimale max. Tempo bei kürzeren Strecken (bis ca 200km) logischerweise ohne Ladestop dann eben beim max. fahrbaren Tempo liegt und bei längeren Strecken sich immer noch deutlich über dem, was häufig diskutiert und in der Praxis insbesondere auf der Autobahn auch zu sehen ist (Model S oder Model 3 auf der Mittelspur mit 110km/h). Der Energiespareffekt ist ein anderer Aspekt. Wenn man sich aber mal nüchtern die Zahlen anschaut, drehen wir da an einem Schräubchen ohne viel Wirkung und lügen uns da selbst in die Taschen. Ein i4 wird in seiner Gesamtenergiebilanz nicht wirklich gut aussehen, egal wie sehr man schleicht. Der wiegt deutlich über 2t um im Schnitt vielleicht 1-2 Personen (viele Dienstwagen in dieser Kategorie) zu bewegen. Der Energieaufwand in der Herstellung dominiert viele Jahre den laufenden Verbrauch. Und wie lange wird der gefahren? Also bitte lasst uns auch etwas ehrlich zu uns selbst sein. Mit langsamerer Fahrt retten wir das Klima definitiv nicht, das ist Augenwischerei, weil es einfach nicht genug Unterschied in der Gesamtsicht macht.
Zitat:
@ballex schrieb am 29. Juni 2022 um 17:34:23 Uhr:
Ganz schön viele Unterstellungen hier. Von BMW gab's für die Tester in Norwegen bisher nur M50 und der Testzeitpunkt war nun mal im Winter, den 40er wird Nyland sicher noch testen, sobald er an einen rankommt - auch bei anderen Fahrzeugen wurden gerne mal zuerst die "Sport"-Varianten getestet und später die zivilen Versionen, eben weil die Hersteller die erst später rausrücken. Und ja, defekte Ladesäulen kommen vor, auch wenn das bei manchen hier noch nie passiert zu sein scheint.
Übrigens: Der norwegische Autoclub NAF macht jedes Jahr Vergleichsfahrten, einmal im Sommer und einmal im Winter. Den letzten Wintertest inklusive Tabelle gibt's hier (Link), da werden die Autos bis zum Stillstand gefahren und die Abweichung zu den WLTP-Angaben gemessen, da war auch ein M50 dabei, weil sie zum damaligen Zeitpunkt auch noch an kein anderes Testfahrzeug von BMW kamen - die Ergebnisse sind trotzdem interessant.
Der norwegische Autoclub? Es gibt mehrere. Und die Tests des NAF gelten jenseits der Teslafans als, sagen wir mal, hmm…nicht so fair. Und, jaja, der Björn macht das geschickt, keine Frage. Hier ein falsches Fahrprogramm, dort einen Regenguß mitgenommen…
Es gibt aber auch Teslafans, die testen und als objektiv gelten. Dazu zählt das Team von Inside EVs US. Dort haben die Tesla im Vergleich mit der Konkurrenz erstaunlich schlechte Leistungen bei konstant 70 mls bis der Akku leer ist. Aber erwartbar, wenn man Format und Akkukapazität kennt. So ist dort der Plaid ziemlich gleich in der Reichweite mit dem Taycan. Obwohl der Taycan den deutlich kleineren Akku hat. Und der i4 40 wird dort demnächst in gescheiter Konfiguration getestet. Dann werden wir sehen.
Der NAF ist der größte und älteste Automobilverband in Norwegen - und natürlich gelten dessen Tests für dich nicht als fair, sofern nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt, schon klar. Wie wär's, wenn du mal eigene Testreihen mit 30 oder mehr Fahrzeugen veröffentlichst, statt hier fortlaufend bekannten Testern und Institutionen fehlende Objektivität bzw. Manipulation zu unterstellen?
Gern an dieser Stelle auch noch die Tabelle von InsideEVs, die bestätigt nämlich von den Abständen her großteils (ja, der Taycan hat da sehr gut abgeschnitten bezogen auf die EPA Angaben) die Tabelle des NAF, wobei das natürlich grundsätzlich zwei unterschiedliche Testszenarien sind, bzw. im Fall von InsideEVs zusammengestellte Einzeltestdaten, die alle an unterschiedlichen Tagen stattgefunden haben.
Zitat:
@phchecker17 schrieb am 29. Juni 2022 um 21:53:47 Uhr:
Zitat:
@StefanLi schrieb am 29. Juni 2022 um 20:38:08 Uhr:
Es gibt ein genaues Tempo bei dem ein BEV Zeiten optimiert ist. Bei schnellen und gut ladenden Wagen liegt der ist zwischen 140 und 150 km/h als tatsächliches Vmax.
Warum werden solche falschen Behauptungen immer wieder wiederholt? Schonmal nachgerechnet oder einfach nur so mal grob geschätzt? ;)
Schau mal hier: https://www.motor-talk.de/.../...ahren-hilft-nicht-immer-t7273018.html
Ich, weißt du, ich sage mal ….. ich weiß es. Und deshalb habe ich das unbestimmt geschrieben. Ich fahre ja selbst seit vielen tausend km BEV, ich habe viele (echte) Freunde, die auch elektrisch fahren und ich lese in diesem und in anderen Foren über verschiedene Marken. Und ich kenne auch ABRP.
Bei dem in verlinkten Thread geäußerten Gedanken sind theoretische Werte als Basis genommen: ABRP. Das hinkt für mich an ein paar Stellen:
1. Stimmen für die von mir gemeinten Wagen die Ladekurven nicht (zu optimistisch).
2. wird linear gerechnet, dass man bei „freier Bahn“ sich stets die angegeben Vmax dauerhaft fährt. Die Praxis zeigt aber zu meist, dass man z.B. bei Vmax 130 km/h eine Strecke mit einem Schnitt von 100 km/h fährt und bei Vmax +30 km/h wahrscheinlich nur +5 oder vielleicht +10 km/h im Schnitt mehr erreicht. Das rechnet ABRP anders.
3. Du vergisst für die Langstrecke die Relevanz der Position der notwendigen Ladesäule.
Zurück zum Thema: 180 km/h oder mehr geht, braucht aber mehr. Ob man schneller am Ziel ist entscheiden oft andere. Wer seinen Sweetpoint erfahren will sollte testen und die Umwelteinflüsse als wichtiges Kriterium seiner Beobachtungen nicht vergessen.
Vorhin bin ich mit 170 km/h von Kassel nach Hause gefahren, weil es sinnvoll war und die Reichweite heute bei mir kein Thema ist. Bei meinen Wagen kenne ich so den Sweetpoint und von anderen erfahre ich wie es bei denen so ist. Langstreckenfahrer, die das in der Praxis selbst erfahren haben. Und für Langstrecken mit effizienten Fahrzeugen, die halbwegs gut laden…. Na ja Du kannst ja lesen;)
Hallo nochmal, wie arbeiten eigentlich die Routenplaner genau. Angenommen, ich starte mit 100% Ladung (irgendeine längere Strecke) und am Ziel reicht es mir mit 10% (oder weniger) anzukommen. Müsste dann die optimale Ladeverteilung nicht so aussehen (angenommen es gibt da auch immer eine Ladestation), dass ich erstmal bis auf 10% runterfahre und dann das erste mal wieder lade (weil ich da ja am Anfang am meisten pro Zeit "reinbekomme") und dann auch nicht unbedingt bis 80% (Ladegeschwindigkeit sinkt ja ab irgendwann permanent), dann wieder bis auf 10% runterfahren und so weiter. Und beim letzten Stop nur noch soviel, dass ich mit 10% ankomme. Dann klemme ich die Kiste über Nacht an 11kW und am nächsten morgen ist alles wieder gut.
Ist da irgendwo ein Denkfehler?
Zitat:
@derloe schrieb am 29. Juni 2022 um 23:42:30 Uhr:
Hallo nochmal, wie arbeiten eigentlich die Routenplaner genau. Angenommen, ich starte mit 100% Ladung (irgendeine längere Strecke) und am Ziel reicht es mir mit 10% (oder weniger) anzukommen. Müsste dann die optimale Ladeverteilung nicht so aussehen (angenommen es gibt da auch immer eine Ladestation), dass ich erstmal bis auf 10% runterfahre und dann das erste mal wieder lade (weil ich da ja am Anfang am meisten pro Zeit "reinbekomme") und dann auch nicht unbedingt bis 80% (Ladegeschwindigkeit sinkt ja ab irgendwann permanent), dann wieder bis auf 10% runterfahren und so weiter. Und beim letzten Stop nur noch soviel, dass ich mit 10% ankomme. Dann klemme ich die Kiste über Nacht an 11kW und am nächsten morgen ist alles wieder gut.
Ist da irgendwo ein Denkfehler?
Bei ABRP z.B. kannst Du solche Parameter vorgeben (lieber mehr und kurze Ladestopps). Dann lädt er halt z.B. alle 150 km im schnellsten Ladefenster zwischen 10 und 50 / 60 %.
Zitat:
@derloe schrieb am 29. Juni 2022 um 23:42:30 Uhr:
Hallo nochmal, wie arbeiten eigentlich die Routenplaner genau. Angenommen, ich starte mit 100% Ladung (irgendeine längere Strecke) und am Ziel reicht es mir mit 10% (oder weniger) anzukommen. Müsste dann die optimale Ladeverteilung nicht so aussehen (angenommen es gibt da auch immer eine Ladestation), dass ich erstmal bis auf 10% runterfahre und dann das erste mal wieder lade (weil ich da ja am Anfang am meisten pro Zeit "reinbekomme") und dann auch nicht unbedingt bis 80% (Ladegeschwindigkeit sinkt ja ab irgendwann permanent), dann wieder bis auf 10% runterfahren und so weiter. Und beim letzten Stop nur noch soviel, dass ich mit 10% ankomme. Dann klemme ich die Kiste über Nacht an 11kW und am nächsten morgen ist alles wieder gut.
Ist da irgendwo ein Denkfehler?
Nein, das ist gut durchdacht.
10% kann man gut machen, damit kommt man bis zur nächsten Säule, wenn es wirklich mal Probleme gibt. Da der BMW stark abbaut, sind 80% in 31 Minuten gegen 60% in 18 Minuten zu halten. Mit 60% schafft man gute 200 km auf der Autobahn. Dagegen ist nur die Verschnittzeit für den Stop selbst zu rechnen: das ist das Bremsen und Abfahren von der Autobahn mit Verkehr und Ampeln sowie der Zeit zum Aussteigen, Einsteigen und Einstöpseln bis zum Handshake der Ladesäule. Das können 10 Minuten bei einem typischen Charger am Autohof sein oder 3 Minuten mit dem i4 bei Ionity auf einer Raststätte.
Hallo zusammen,
ich lese hier schon einige Zeit mit. Bei uns im Unternehmen steht auch der Wechsel zu Bev‘s an, weshalb ich mich schonmal interessiere, auch wenn es für mich noch etwas dauern könnte.
Neben zahlreichen YT Videos, ABRP-Testrouten, wird für mich dennoch nichts über das reale „Erfahren“ gehen mit allem Drum und Dran.
Zum theoretischen Rumspielen (gerade für die Diskussion, welche Geschwindigkeit lohnt sich zeitlich) habe ich neben ABRP auch diesen Kalkulator entdeckt: https://ecalc.ch/evcalc.php
Wie gesagt, es geht nichts über persönliche Erfahrung. Aber zum Spielen vielleicht noch eine Idee für den einen oder anderen :):D
LG
… zu Bedenken gilt allerdings bei dieser Vorgehensweise, dass JEDER Ladevorgang ein gewisses Risiko birgt, dass irgendetwas schief geht bzw. nicht nach Plan läuft (Ladesäule ist ausgefallen oder blockiert, Datenverbindung unterbrochen, ….). Deshalb gilt es schon abzuwägen, ob es wirklich 5 oder 10 Minuten wert sind noch einmal ein „Laderisiko“ einzugehen, wenn man grad schon schön an einer Säule steht und „nur“ noch von 60-80% braucht, um sein Ziel zu erreichen.
Zitat:
@halifax schrieb am 30. Juni 2022 um 07:24:34 Uhr:
… zu Bedenken gilt allerdings bei dieser Vorgehensweise, dass JEDER Ladevorgang ein gewisses Risiko birgt, dass irgendetwas schief geht bzw. nicht nach Plan läuft (Ladesäule ist ausgefallen oder blockiert, Datenverbindung unterbrochen, ….). Deshalb gilt es schon abzuwägen, ob es wirklich 5 oder 10 Minuten wert sind noch einmal ein „Laderisiko“ einzugehen, wenn man grad schon schön an einer Säule steht und „nur“ noch von 60-80% braucht, um sein Ziel zu erreichen.
Das sehe ich anders und ich fahre seit Jahren elektrisch. Das Laderisiko ist völlig vernachlässigbar.
Ich bin aus dem Umfeld der Hauptstadt und fahre idR nur Richtung Norden, Süden oder Westen. Das sind drei Bahnen. Berücksichtigen muss ich zwei, weil Richtung Norden muss ich nicht laden. Die beiden Strecken gabeln sich je nach Ziel, aber am Ende sind es immer dieselben 6 Ladestellen, die ich anfahre. Und 4, die ich ab und zu anfahre. Ich nutze auf der Bahn nur Ionity. Von den 10 ist nur eine Ladestelle nicht ganz 100% zuverlässig, die in Nempitz. Den Status kann man aber online abfragen. Mache ich gar nicht, sollte Nempitz mich nerven kann ich eine Abfahrt weiter bei Aral laden. Genau so eine Ausweichstation habe ich für zwei Ladestellen im Süden, wo die Säulen zu bestimmten Zeiten belegt sein könnten.
Es gibt unzuverlässige Ladenetze, die nutze ich nicht. Auch EnBW nutze ich nicht, weil sie nach meiner Erfahrung immer mal wieder nicht volle Leistung bringen, selbst wenn man alleine lädt. Es gibt auch Ionity-Ladestellen, die man meiden sollte, wie Fichtenplan Nord, wo meist nur eine Säule funktioniert. Aber das alles weiß man schnell.
Ich stimme hier, @BEV zu. Nach meiner praktischen Erfahrung, ist es in „schädlich“ Sich zu viele Gedanken zu machen. Wenn man in der ersten Zeit das Auto und das Umfeld kennen lernt, sollte man relativ schnell Sicherheit erlangen, um einfach los zu fahren. Da ist das E-Auto nicht anders als der Verbrenner. Man hat die Erfahrung wie schnell fährt man am besten, wie finde ich am besten eine Lade Säule, das ist im Navi integriert, und wie und wo Lade ich.
Es ist kein Hexenwerk und wir bekommen Übung in den Dingen wie bei Fahrradfahrern und Bierholen. Und ausschließlich für die Theorie oder als Back-up haben wir ABRP.:D
Absolut kein Hexenwerk mehr. In DE AT CH IT nun schon länger unterwegs gewesen, nach 2 Monaten dann ABRP zur Seite gelegt und drauf los gefahren. Ist deutlich weniger abenteuerlich als es sich für den ein oder anderen anhört - spektakulär unspektakulär :-)
Kann dem nur zustimmen.
Ich lade auch nicht mehr dort wo ich rechnerisch am schnellsten laden könnte, sondern dort, wo ich die 30 Minuten am liebsten verbringe will.
Und dann kennt man dann seine Stationen auf den Autobahnen im 400km Umkreis.
Zitat:
@xdaswarsx schrieb am 30. Juni 2022 um 10:49:59 Uhr:
Kann dem nur zustimmen.
Ich lade auch nicht mehr dort wo ich rechnerisch am schnellsten laden könnte, sondern dort, wo ich die 30 Minuten am liebsten verbringe will.
Gut gesagt, ich kenne z.B. Richtung Südwesten eine Schnelladestation, wo direkt benachbart ein nettes Restaurant mit deutscher Küche ist. Dort esse ich gerne und lade dabei auf 100% voll.
