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How To: Nicht in der Werkstatt bescheißen lassen?

Themenstarteram 15. Februar 2015 um 14:12

Hallo allerseits,

kennt ihr das Problem, euer Auto will nicht wie ihr wollt, so dass ein Werkstattbesuch von Nöten ist. Egal zu welcher Werkstatt ihr geht, ihr fühlt euch betrogen und verarscht. Bei mir wird dies wieder der Fall sein. Lange Vorgeschichte, die Frage kommt weiter unten:

Seit 4 Jahren fahre ich meinen mittlerweile fast 20 Jahre alten Audi A4. Der Wagen macht seit dem vergangen Jahr immer wieder Probleme so dass ich einige Werkstätten und auch Hobbyschrauber durchhabe. Ich selbst habe kaum Ahnung von der Mechanik und Mechatronik, interessiere mich aber dafür. Daher habe ich, sobald ein Problem auftrat im Internet gelesen woher der Fehler stammen könnte und so oft und weit es für mich möglich war nachgeforscht. Weit bin ich meistens nicht gekommen.

Anfangs war ich immer bei einer freien Werkstattkette in meiner Nähe. Das 1. mal wollte der Wagen nicht mehr richtig anspringen. Laut Internet macht die Wegfahrsperre Probleme. So bin ich mit vollster Überzeugung zur Werkstatt, habe das Problem beschrieben und auch erzählt dass ich die Wegfahrsperre im Verdacht habe. Das wollte man aber nicht hören. Stattdessen sagte mir der Meister dass er das Problem kenne und selbst Audi keine Lösung parat hat. 1 Tag später bekam ich einen Anruf dass das Öl gewechselt werden musste und ein Hosenrohr defekt war. Als ich den Wagen abholte sprang er auch wieder an. Nach 2 Wochen ging es aber wieder los. Beim nächsten Besuch (Kühlmittel reinigen und neubefüllen) wollten sie mir einen neuen Zahnriemen inkl. WaPu usw. andrehen obwohl dieser erst in 50.000km fällig wäre.

Dann war ich bei 2 Werkstätten von Bekannten meiner Eltern. Die haben ohne Rechnung gearbeitet und waren daher auch günstig. Allerdings haben sie immer nur die günstigen Teile verbaut, daher sehe ich davon auch ab.

Im vergangen Jahr stand die HU/AU vor der Tür und mein A4 war alles andere als in einem guten Zustand. Die Querlenker waren hin, Bremsen, die Scheinwerfer und der Mittelschalldämpfer. So suchte ich mir über das Internet einen Hobbyschrauber. Die Auswahl war groß so nahm ich jemanden der dasselbe Auto fährt. Er war sehr nett, hatte eine eigene kleine Werkstatt und leistete soweit gute Arbeit. Er schaute sich den Wagen an und sagte mir welche Teile ich besorgen sollte. Der Einbau war recht günstig. Als ich den Wagen abholen wollte sind ihm wohl weitere Fehler aufgefallen. Wir sprachen einige Wochen später nochmal, da verlangte er so viel wie eine freie Werkstatt pro Stunde.

Der nächste Hobbyschrauber war noch schlimmer. Ich hatte ihm Teile gegeben die er auswechseln sollte. Angeblich waren die alten Teile noch in Ordnung, das Geld für die Arbeitszeit wollte er dennoch haben.

Zum ende des vergangenen Jahres war sah ich den letzten Ausweg bei Bosch, um durch den TÜV zu kommen. Genauer gesagt klackerte der Motor nach dem Start und nach längerem stehen im Stadtverkehr. Auch hier hatte ich das Problem geschildert und meine Vermutung geäußert, dass die Hydros defekt sind. Ich sagte auch dass ich nicht mehr wie 2 Arbeitsstunden bezahlen möchte (150€) und bereits den Fehlerspeicher mittels VCDS ausgelesen habe.

Einige Stunden später kam dann der Anruf. Der Herr sagte mir dass es Probleme mit der Lambdasonde gäbe. Durch den TÜV schaffe ich es aber, ich sollte nur den Wagen vorher ordentlich warm fahren. Das Klackern hörte sich nach der Steuerkette an. Der Herr sagte aber auch gleich, der Wechsel der Kette + Nockenwellen würde den Wert des Fahrzeuges bei weitem übersteigen. Ich soll mein "Fass ohne Boden" lieber solange fahren wie es noch geht. Zum Abschluss hieß es noch ich soll einen Ölwechsel durchführen und dabei dünneres Öl verwenden. Und tatsächlich es ist weg! Obwohl mittels OBD2 gemessen wurde, habe ich die 25€ nicht in Rechnung gestellt bekommen und im Endeffekt war es nur 1 Stunde.

Eigentlich bin ich zufrieden allerdings sind die Kosten bei Bosch zu hoch bei einem 20 Jahre alten Auto und ich weiß nicht wie es beim nächsten Mal ausgehen wird.

Und nun zur eigentlichen Frage

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Die Hauptfrage, die sich mir stellt: macht es Sinn Reparaturvorschläge zu nennen und auf einen bereits ausgelesenen Fehlerspeicher hinzuweisen oder erweckt das keinen guten Anschein und die Mechaniker sollen selbst suchen? Aus meiner Sicht erspart das Arbeitszeit und die Mechaniker merken dass ich nicht ganz blöd bin. Aber bisher ist immer nur das Gegenteil eingetreten und ich bin immer wieder drauf reingefallen.

Es wird empfohlen bei der Fehlerfeststellung dabei zu sein aber wo geht das? Egal wo ich war, ich konnte den Wagen nur abgeben und auf Nachfrage am Telefon hieß es immer, es sei nicht sofort möglich die neuen Fahrzeuge sich anzuschauen oder es sei unüblich dass Kunden bei der Reparatur dabei sind. Und ich meine selbst wenn ich dabei wäre, das Wissen habe ich immer noch nicht um zu überprüfen ob das wirklich stimmt.

Habt ihr vielleicht Tipps für mich oder die Allgemeinheit?

LG vom HBremer

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@HBremer schrieb am 15. Februar 2015 um 14:12:37 Uhr:

Seit 4 Jahren fahre ich meinen mittlerweile fast 20 Jahre alten Audi A4.

Da liegt wahrscheinlich schon die erste Wurzel deines Problem-Komplexes. Ein so altes Auto hat fast unweigerlich diverse mehr oder weniger schlimme Zipperlein. Da mit dem Vorsatz ranzugehen, dass man möglichst wenig Geld in der Werkstatt lassen will, kann nur zur Enttäuschung führen, weil der Anspruch einfach nicht zur Wirklichkeit passt. Dieser Wagen ist offenbar in der Phase seines Lebens angekommen, wo die Werkstattkosten ernsthaft Schwung aufnehmen. Das wird jetzt nicht mehr besser. So ein binahe-Oldtimer braucht nun mal deutlich mehr Wartung als ein frischeres Fahrzeug.

Zitat:

Ich selbst habe kaum Ahnung von der Mechanik und Mechatronik, interessiere mich aber dafür. Daher habe ich, sobald ein Problem auftrat im Internet gelesen woher der Fehler stammen könnte und so oft und weit es für mich möglich war nachgeforscht. Weit bin ich meistens nicht gekommen.

Dieser Ansatz funktioniert nicht. Ohne eigene Ahnung von der Materie wirst du schon bei der Bestimmung der genauen Symptome unweigerlich versagen. Im Internet allgemein, und das schließt auch MT ein, kann dir niemand auch nur halbwegs genau sagen, was dein Wagen für ein Problem hat, der deinen Wagen nicht tatsächlich selbst untersucht hat.

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Keinen, der sicher funktionieren würde. Wenn so eine Werkstatt wirklich arglistig oder verzweifelt ist, beschäftigen sich da mit mehrere Leute, die schon mit einem gehörigen Kenntnis-Vorsprung in dieses Rennen gehen, jeden Tag ihres Lebens damit, wie sie Leute abzocken können, ohne erwischt zu werden. Die haben also sicherlich deutlich mehr Ahnung davon, wie man Leute abzockt, als du jemals mit vertretbarem Aufwand davon erwerben kannst, wie man Abzocke vermeidet.

Zitat:

Die Hauptfrage, die sich mir stellt: macht es Sinn Reparaturvorschläge zu nennen und auf einen bereits ausgelesenen Fehlerspeicher hinzuweisen oder erweckt das keinen guten Anschein und die Mechaniker sollen selbst suchen?

So gut wie keine Werkstatt wird solche Einmischung der Kunden in ihre eigene Arbeit sonderlich begrüßen, geschweige denn sich darauf verlassen, dass der Kunde wirklich weiß, was er da redet. Das können sie schon aus haftungsrechtlichen Gründen kaum riskieren. Kunden erzählen nämlich auch eine ganze Menge Mist, wenn der Tag lang ist.

Zitat:

Es wird empfohlen bei der Fehlerfeststellung dabei zu sein aber wo geht das?

Die Vertragswerkstätten haben so was ähnliches, nennt sich "Dialogannahme". Auch da wirst du aber nicht mehr dabei sein dürfen, wenn die Fehlerdiagnose in die Phase übergeht, bei der das Auto auseinandergenommen werden muss.

Zitat:

es sei unüblich dass Kunden bei der Reparatur dabei sind.

Es ist nicht nur unüblich, sondern schlicht verboten. Die betrieblichen Unfallverhütungsvorschriften sind da ziemlich eindeutig.

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@HBremer

Ich kenn das Gefühl, mit einer alten Karre da zu stehen, in die man natürlich auch keine Knete mehr stecken will, weil eh bald was neues ansteht. Und wenn dann in den letzen Monaten vorm Verkauf (oder Verschrotten) doch noch größere Reparaturen anstehen, versucht man mit allen Tricks dies zu umgehen. Das Problem ist aber, dass diese Tricks in den meisten Fällen nicht funktionieren! Und weißt du auch warum? Weil Autofahren nunmal nicht umsonst ist.

Du hast bereits jede Menge Geld gespart, indem du dir einen alten A4 gekauft hast, der es "eigentlich" schon hinter sich hatte. Du fährst den Wagen sozusagen als letzter Besitzer bis auf den Schrottplatz. Und wenn man sowas noch viele Jahre (wie bei einem Oldtimer) durchziehen will, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder du fängst an, dich richtig für die Technik zu interessieren und machst fast alle Reparaturen selber, oder du verlässt dich zu 100% auf die Werkstätten und legst die Scheine auf den Tisch. Die meisten kleinen Werkstätten gehen schon auf dem Zahnfleisch, und zahlen schon die niedrigsten Löhne. Günstiger als bei denen wird es also nicht mehr... Selbst wenn die dich verarschen, sind die immernoch 50% billiger als ne Audi-Vertragswerkstatt. Also entweder Schrauben, oder Bezahlen.

Zitat:

"Neulich ein Kollege mit einem schönem 2er Jetta, ein Erbstück von seinem Vater...da haben sie beim letzten TÜV in der Grossen VAG Werke gesagt, schmeiss doch die alte Karre weg, gibt schöne neue hier..."

Mein Vater hatte damals ein Jetta 1 GLI (!) mit Stahlfelgen und stinknormaler Lackierung. Mehr Understatement ging glaube ich kaum. Sogar meinem Ritmo Abarth 125CT hat man die Leistung noch eher angesehen. :)

mfg

GLI - geiles auto. ich hatte mal einen passat GLI, war vermutlich die gleiche 110PS maschine.

wobei 110PS damals viel leistung war.

110PS hatte zu der damalgen Zeit der Golf1 GTI

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Ja, die Werkstatt nicht abzocken, in dem man versucht denen seinen billigteileinternetdreck unter zu schieben, in dem man denen Geld für ein ordentliches Ergebnis zur Verfügung stellt und nicht auf den billigsten Preis drückt und in dem man nett und freundlich ist.

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 18. Februar 2015 um 10:00:24 Uhr:

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Ja, die Werkstatt nicht abzocken, in dem man versucht denen seinen billigteileinternetdreck unter zu schieben, in dem man denen Geld für ein ordentliches Ergebnis zur Verfügung stellt und nicht auf den billigsten Preis drückt und in dem man nett und freundlich ist.

So einen Scheiß hättest du dir echt verkneifen können. Dieser Zug ist laaannggee abgefahren!

Es geht hier nicht um NoName-China-Ebay-Dreck! Aber, wenn die Werkstatt für 120€ ATE-Scheiben + Beläge einkauft, ist es dreiste Abzocke, diese dann für 250€++ an den Kunden weiter zu reichen. Dabei gleichzeitig für unter 30 Min. Arbeit auch noch weitere 250€++ Lohn zu verlangen.

Es geht hier nicht darum, der Werkstatt einen angemessenen Preis zahlen zu wollen. Es geht darum nicht von der Werkstatt 3-fach abgezockt zu werden. Beim den Bremsen vom 1.4er Focus meiner Freundin kann man durchaus mit 300€ für die VA leben. Aber, es müssen 660€ sein! Wofür?? Bremsen richtig reinigen, bevor die Scheibe drauf kommt, macht die Werkstatt auch nicht. Die Zeit spart man sich auch.

Ich habe einem armen Kerl in der Selbsthilfe die Bremsen an seinem Essi in unter 20 Min. komplett getauscht. (Er hat nur zu geguckt!) Dabei habe ich die Nabe und die Zange trotzdem gereinigt. (Zwar nicht so gründlich, wie ich es bei mir mache, aber auch nach 2 Jahren, als der nächste TÜV Anstand quietschte nichts!)

Zitat:

@rgruener schrieb am 16. Februar 2015 um 08:11:23 Uhr:

ich erteile den auftrag immer schriftlich und bespreche das ganze ggfls mit dem annahmemeister.

bei besonderen unvorhergesehenen extras werde ich angerufen und kann entscheiden ob ja oder nein.

prinzipiell vertraue ich meinr werkstatt. ich habe weder zeit noch interesse am selber schrauben.

Dann rufen sie an, der Wagen hat XYZ und ist halb zerlegt auf der Hebebühne! Nun bist du förmlich im Zwang hier zuzustimmen. Weil anderenfalls bekommst du eine zerlegte Karre zurück und kannst nicht mehr weiter fahren. Benötigst aber am nächsten Morgen den Wagen zwingend. Dir bleibt nichts anderes über, als der Werkstatt zu glauben, was sie dir per Telefon erzählen.

Bei einer Freundin passierte genau das: Auf 120€ für die Manschette sollten 900€ werden, weil da div. anderes defekt sein sollte. Wäre ich nicht mit meiner Freundin gerade bei ihr gewesen und hätte gesagt, wir kümmern uns später darum, sie sollen die Manschette machen und gut, hätte sie zugestimmt. Im Endeffekt war es nichts, was repariert werden musste. (Beide Querlenker: Gummis rissig (2x250€), Spiel in beiden Koppelstangen 2x120€)

MfG

wenns länger dauert, dann nehm ich eben ein ersatzfahrzeug sprich leihwagen. und ich schau mir das im zweifelsfall auch an.

zur not müssten sie es wieder fahrbereit machen. ich benötige jeden tag ein fahrzeug.

wie gesagt - bisher sind die erfahrungen mit meiner werkstatt gut, daher bin ich da auch schon 10 jahre kunde.

nicht alle wollen bescheissen. und prinzipiell glaube ich meiner werkstatt. die legen mir das auch ordentlich dar und erklären warum und weshalb. und ich überlege mir schon, ob das alles gerechtfertig ist.

Zitat:

@ttru74 schrieb am 18. Februar 2015 um 08:06:20 Uhr:

110PS hatte zu der damalgen Zeit der Golf1 GTI

OT: und die GLI varianten. davon gabs aber nur sehr wenige. aber die hatten auch den GTI motor.

Was nützt es, wenn meine blonde Freundin in die Werkstatt fährt und sich was anschaut? Die ist froh, wenn sie nicht vergisst, wo man Wischwasser nachfüllt!

>80% stimmen einfach zu, wenn das Telefon sagt, die Kosten verdreifachen sich! Muss ja gemacht werden, weil kaputt. Bewerten ob es relevant ist, kann kaum einer. Und die meisten Werkstätten wissen das. Die Buchsen waren bei der Freundin leicht rissig. Sie ist damit noch 2 Jahre gefahren, bis es 5mm tief eingerissen war. Dann habe ich 2 Querlenker vom Schrott geholt und samt neuer Buchsen und Traggelenk eingebaut. Kosten gesamt: 150€ (inkl. Bühnenmiete!) Koppelstangen bekommt man für 20€ im Doppelpack. Bei 120€/Stk., kann ich beide Seiten im Jahresrhythmus tauchen und hätte nach 10 Jahren immer noch Geld über!

Ob jetzt ein Einzelner mit Ahnung kommt, ist dabei irrelevant. Bei 10 anderen klappt das. Meine Werkstatt würde nie auf die Idee kommen, bei mir irgendwas anderes zu "diagnostizieren" oder irgendwas zu bemängeln, was nicht wirklich sofort getauscht gehört. (Zumal ich auch sofort in der Werkstatt stehe, wenn es klingeln sollte.) Aber, ich lasse nur Sachen machen, die ich nicht kann, weil Werkzeug fehlt. (z.B. Einstelllehre für die Gangschaltung war das Letzte, was ich nicht hatte. Da hat die Werkstatt kurz die Schaltung eingestellt.)

MfG

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 18. Februar 2015 um 10:00:24 Uhr:

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Ja, die Werkstatt nicht abzocken, in dem man versucht denen seinen billigteileinternetdreck unter zu schieben, in dem man denen Geld für ein ordentliches Ergebnis zur Verfügung stellt und nicht auf den billigsten Preis drückt und in dem man nett und freundlich ist.

Wie oben schon einmal erwähnt, geht es nicht um billigste Nachbauten für einen Spottpreis.

Allerdings finde ich es absolut gerechtfertigt, das gleiche Produkt zu einem erheblich günstigeren Preis einzukaufen.

Audi wollte bei mir seinerzeit auch für Xenon-Brenner 300€ + Steuer haben (für einen !) und 500 + Steuer für ein Radlager. Habe mir die Brenner (zwei Stück) bei eBay für 66€ von Philips (mit Audi Teilenummer auf der Verpackung) und das Radlager von FAG (mit original Teilenummer) für 80€ gekauft.

Ich bezahle auch gerne die Arbeitsleistung, wenn sie gut gemacht wird. Aber Wucherpreise bei Teilen werde ich nicht unterstützen. Wenn die Werkstatt ein paar Euro an den Teilen verdient, wäre das sogar auch ok, aber keine 200% oder mehr Aufschlag.

Übrigens war das für den VW/Audi Partner gar kein Problem, von mir angelieferte (original) Ersatzteile zu verbauen. Laut Aussage des Kundenbetreuers verdient das Haus selber kaum etwas daran, sondern eigentlich nur der Konzern.

Ansonsten wie man allgemein zu hohe Wartungskosten vermeiden kann ? Wurde schon gesagt, meine ich. Weitere Meinungen einholen, Preise vergleichen. Macht man in anderen Bereichen ja auch.

Zitat:

@teppich010 schrieb am 18. Februar 2015 um 10:58:32 Uhr:

 

.........Übrigens war das für den VW/Audi Partner gar kein Problem, von mir angelieferte (original) Ersatzteile zu verbauen. Laut Aussage des Kundenbetreuers verdient das Haus selber kaum etwas daran, sondern eigentlich nur der Konzern........

Der ist wirklich gut !

Deshalb machen auch so viele Vertragshändler von der Möglichkeit Gebrauch, "Fremdteile" unter det Ladentheke zu verkaufen. Und an den 30 €ierchen für den Liter Öl gehen 31 € an den Konzern. Die Kosten für Garantie/Kulanz und Leihwagen werden natürlich aus den überhöhten Lohnkosten bezahlt, So das die Mitarbeiter mit dem Mindestlohn zufrieden sein müssen.

War die Aussage des Kundenbetreuers, nicht meine.

Wie gesagt, ein paar Euro finde ich durchaus ok, aber keine 200% Aufschlag. Das passt dir nicht ?

Deal with it ;)

Mal ehrlich, das rund Zehnfache für einen Xenon-Brenner ? Oder das ca. Siebenfache für ein Radlager ?

Angenommen Audi kauft den Brenner für 10€ netto ein und will mir den für 300€ netto verkaufen. Dreißigfacher Gewinn ? Entschuldige bitte, dass ich den wahnwitzigen Aufschlag nicht bereit bin zu bezahlen :rolleyes:

Zitat:

@Mark-86 schrieb am 18. Februar 2015 um 10:00:24 Uhr:

Zitat:

Gibt es einen Weg nicht abgezockt zu werden, egal in welcher Werkstatt?

Ja, die Werkstatt nicht abzocken, in dem man versucht denen seinen billigteileinternetdreck unter zu schieben, in dem man denen Geld für ein ordentliches Ergebnis zur Verfügung stellt und nicht auf den billigsten Preis drückt und in dem man nett und freundlich ist.

Lenkgetriebe Opel 980 Euro ohne Einbau. Generalüberholtes Getriebe im Tausch gegen das defekte 250 Euro inklusive neuer Spurstangenköpfe. Einbau in freier Werkstatt 480 Euro, macht 730 Euro. Bei Opel 1.550 Euro lt. Kostenvoranschlag. Aber ja klar... Du hättest die 820 Euro mehr mit einem Lächeln bezahlt.

Der "Internet-Dreck" arbeitet übrigens jetzt seit vier Jahren einwandfrei.

Und man muss bedenken, dass Opel bis 2005 Dichtungssätze für Lenkgetriebe verkauft hat, bis die auf die Idee kamen... "komisch, mit einem Komplettgetriebe können wir ja noch viel mehr verdienen!"

Ersticken sollen sie an ihren Getrieben...

Oder wie Johnes schon schrieb. Ich habe diese Woche Ate Scheiben und Beläge für unseren Avensis Vorderachse gekauft bei einem Teilehändler für 140 Euro. Und dieselben Bremsen (Toyota nimmt Ate bei dem Modell) kosten 296 Euro ohne Einbau.

Nein danke... das Werkzeug habe ich zuhause, da wird die Bremse schnell in der Garage gemacht, das geht bei dem Wagen noch recht einfach. Hinten habe ich im September getauscht, das war schwieriger.

Oder Xenonbrenner in 2011 bei meinem Astra. Vorschaltgerät abgesoffen. Hella Vorschaltgerät im Internet für 105 Euro, Opel wollte 479 Euro. Xenonbrenner Paar für 75 Euro Original Philips 85122 im Internet. Geh zu Opel, 150 Euro pro Brenner, also 300 Euro. Dafür war das alles aber noch nicht eingebaut! Und die "Internet-Scheißdinger" verfärben sich auch nach dreieinhalb Jahren nicht und machen 1A Licht, ich habe es als Elektroniker natürlich selbst repariert, mit einem haushaltsüblichen Knarrenkasten und 2 Stunden Arbeit inkl. Fehlersuche.

Soviel dazu. Klar kaufe ich nicht jeden Mist im Internet, aber bei manchen Sachen wie Gurtaufroller für 10 Euro einkaufen und für 160 Euro an den Kunden weitergeben, da fragt man sich schon, ob die noch alle Tassen im Schrank haben!

cheerio

Zitat:

@där kapitän schrieb am 18. Februar 2015 um 12:00:06 Uhr:

Und man muss bedenken, dass Opel bis 2005 Dichtungssätze für Lenkgetriebe verkauft hat, bis die auf die Idee kamen... "komisch, mit einem Komplettgetriebe können wir ja noch viel mehr verdienen!"

könnte aber auch daran liegen, das opel von der qualitätsarbeit in den eigenen werken nicht mehr so überzeugt war und solcherart reparierte fahrzeuge nicht mehr auf die menschheit loslassen wollte:D

ansonsten volle zustimmung

Zitat:

@Gedoensheimer schrieb am 18. Februar 2015 um 11:34:39 Uhr:

Die Kosten für Garantie/Kulanz und Leihwagen werden natürlich aus den überhöhten Lohnkosten bezahlt, So das die Mitarbeiter mit dem Mindestlohn zufrieden sein müssen.

Garantie und Kulanz gewährt der Hersteller, nicht die Werkstatt.

Wenn eine Werkstatt was auf Garantie repariert, dann bekommt sie die Arbeit halt vom Hersteller bezahlt, nicht vom Kunden.

Mir hat mal ein Suzuki-Händler bei der Übergabe meines Motorrades erzählt, dass ihm Garantiereparaturen die liebsten sind, Suzuki bezahlt die gut.

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