Hoher Ölverbrauch beim 1.8 TFSI / Wie kulant ist Audi aktuell?
Ich weiß, dieses Thema wurde bereits oft genug angesprochen.
Deshalb zielt meine Frage auch darauf ab, wie kulant sich Audi aktuell bei den 1.8 TFSI-Motoren zeigt.
Nach nun 6 Jahren und 120.000km wirklich zufriedenen Fahrens hat es auch mich erwischt.
Der Ölverbrauch ist mittlerweile auf über 2 Liter/1000km geklettert und ich ziehe fast ständig eine Rauchwolke hinter mir her.
Das Ergebnis bei meinem Vertragshändler war dann fast eindeutig:
Wahrscheinlich müssen Kolben und Kolbenringe ersetzt werden.
Kostenpunkt ca. 6.500,-€.
Dies wäre also fast schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Ein Kulanzantrag wurde nun gestellt, aber mein Händler machte mir wenig Hoffnung, dass ich hier mehr als 50% erstattet bekomme.
Es kann doch nicht sein, dass ein teuer bezahltes Fahrzeug nach nur 6 Jahren nicht mehr nutzbar ist und eine Reparatur sich wirtschaftlich kaum noch lohnt.
Und gerade auch deshalb, weil die Problematik mit den 1.8 TFSI-Motoren im VW-Konzern bestens bekannt ist.
Ich muss natürlich erstmal abwarten, wie über den Kulanzantrag entschieden wird.
Aber ich überlege mir vorab bereits, ob ich je wieder ein Fahrzeug aus dem VW-Konzern kaufen würde.
Es geht hier ja nicht darum, dass ich Kosten für normale Verschleißteile erstattet haben möchte.
Sondern um einen Motor, der erwiesenermaßen ab einer relativ geringen Laufleistung starke Probleme macht, wie auch bereits in vielen Medien berichtet wurde.
Ich werde hier über den Fortgang weiter berichten.
Gleichzeitig würde ich mich über Tipps und aktuelle Erfahrungen über den Audi-Kundenservice sehr freuen.
Beste Antwort im Thema
Gib die Möhre zurück.
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84 Antworten
Hallo,
muss mich auch mal zu Wort melden. Audi A4 bj. 2010 aktuell 104 tkm. Nach Ölverbrauchsmessung 3L/1000km. Da mein Checkheft nicht gepflegt ist, bot mir mein Audihänder zuerst an, dass ich mit der großen Inspektion die Kulanz erhalten würde (ca. 6000 Euro). Darauf bin ich eingegangen. Als ich dann mein Auto nach der Ölverbrauchsmessung abholen wollte, teilte mir der Servicemitarbeiter mit, dass ich ein Problem hätte, da ich kein vollständig gepflegtes Checkheft hätte und mir die kosten bzw. eine Kulanz von 50% + große Inspektion gewährt wird. Also 3000 + große Inspektion? Was alles auf mich zukommen würde, wurde mich nicht gesagt. Das Angebot lehnte ich ab und meldete mein Problem über den Kummerkasten der Autobild. 1 Woche später rief mich die Audi AG Ingolstadt an wollte mir ein super Angebot machen: 70% Kulanz, aber nur, wenn das Checkheft gepflegt ist. Der Herr wusste doch schon ganz genau, dass ich es nicht vollständig habe. Audi hätte Regeln, bla bla bla. Somit gäbe es keine Kulanz für mich. Audi würde dann aber meine Rechnung von ca. 600 Euro (ölverbrauchsmessung) bezahlen und alles ist vergessen und erledigt. Herr Klaus S. machte mir ein weiteres Angebot: Für ein jungen Gebrauchten, max, 18.Monate würde mir Audi nachträglich 5% Nachlass geben. Ich sagte, dass ich mir das überlegen würde und mich wieder bei Ihm melden würde.
Was sagt ihr dazu???
Hallo,
Ganz einfach, wenn das Checkheft nicht gepflegt ist bzw die Inspektionen nicht nach Herstellervorschrift durchgeführt wurden warum soll der Hersteller dann kulant sein.
Warum soll der Hersteller für Versäumnisse des Kunden noch kulant sein.
Für sollte Fälle dürfte es überhaupt keine Kulanz geben.
Wieso bringt man einen Audi mit 100tkm und weniger nicht zu Audi zur Inspektion? Zu teuer? Natürlich ist das teuer aber dann muss man sich auch des Risikos bewusst sein und wie du siehst, hast du nun die doppelt und dreifachen Kosten. Verkauf deinen Wagen und kauf einen neuen, wenn das Angebot gut ist.
Zitat:
@VentusGL schrieb am 14. Mai 2017 um 22:41:57 Uhr:
Wieso bringt man einen Audi mit 100tkm und weniger nicht zu Audi zur Inspektion? Zu teuer?
Wenn das so ist macht man etwas falsch.
Dann versucht man ein Auto zu fahren das man sich eigentlich nicht leisten kann.
Hi,
nö, ich finde für Häme ist hier kein Platz.
Der einzige Fehler ist, wenn man ein Auto fährt, welches einen konstruktiven Mangel hat. Den kann man mit noch so vielen Inspektionen nicht beheben und der Kunde hat daran keine Schuld.
Leider weiß man das vorher nicht, die Sache mit dem konstruktiven Fehler. Diesen Fehler, ein solches Auto zu kaufen, sollte man in der Zukunft vermeiden, wenn möglich und ein anderes Fabrikat wählen.
Zitat:
@Vanadis schrieb am 15. Mai 2017 um 14:33:41 Uhr:
Hi,
nö, ich finde für Häme ist hier kein Platz.
Der einzige Fehler ist, wenn man ein Auto fährt, welches einen konstruktiven Mangel hat. Den kann man mit noch so vielen Inspektionen nicht beheben und der Kunde hat daran keine Schuld.
Leider weiß man das vorher nicht, die Sache mit dem konstruktiven Fehler. Diesen Fehler, ein solches Auto zu kaufen, sollte man in der Zukunft vermeiden, wenn möglich und ein anderes Fabrikat wählen.
Schon klar, nur leider geht es hier nicht nach deinem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden. Ansonsten müsste VW spätestens nach dem Dieselskandal jetzt den ganzen Laden zusperren.
Hi,
Zitat:
Schon klar, nur leider geht es hier nicht nach deinem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden. Ansonsten müsste VW spätestens nach dem Dieselskandal jetzt den ganzen Laden zusperren.
wer seinen Wagen nicht nach Herstellervorgaben in der Vertragswerkstatt warten lässt, kann natürlich nicht mit Kulanz rechnen. Das Risiko geht man ein.
Anderseits kann man durch Inspektionen bei freien Werkstätten oder durch Eigenleistung enorm viel Geld sparen.
Das Risiko dabei auf die Nase zu fallen steigt, wenn Fahrzeuge bekannte Serienfehler haben. Das ist nicht auf einen Hersteller begrenzt.
Nützt aber arni22 alles nichts, der wird wohl auf den Kosten sitzen bleiben.
Ich habe folgende Fall :
Habe mein Audi a5 2.0 tfsi im September 2016 mit 42.000 km gekauft, wusste leider im Vorfeld nicht von dem allgemeinen Problem, hatte davor noch in keinem Auto Öl nachkaufen müssen.
Nun (50.000 km) habe ich ein Ölverbrauch von ca 0,5 l pro 1300-1500 km, was momentan laut Audi Handbuch ja normal / OK sein soll. Zusätzlich habe ich jedoch noch beim Kauf einen Audi Gebrauchtwagen - Garantie "all inklusive" bekommen.
So wie ich mich informiert habe soll der Verbrauch erst bei 50 - 60.000 km erst richtig anfangen, Dh wenn wahrscheinlich meine Garantie ausgelaufen ist...
Alle Services wurde bei Audi gemacht.
Was tun?! Bin momentan noch ratlos, was bisher noch nicht bei Audi. Ich gehe jedoch davon aus, dass Audi mir nicht weiterhelfen wird, da momentan der Verbrauch okay sei...
Gruß
Tim
Bei dem Verbrauch werden die nichts machen. Wäre erstmal wichtig welches Baujahr deiner genau is, welches öl und wann gewechselt und motorkennbuchstabe.
Würde erstmal immer dokumentieren und warten obs schlimmer wird, also mehr als 0,5l auf 1000km
Zitat:
@guiman schrieb am 12. Januar 2017 um 10:37:09 Uhr:
Mich wundert allerdings, dass die Höhe der Kulanz wohl ausschließlich vom Händler bestimmt wird.
So war auch die Aussage der Audi-Kundenbetreuung.
...
Mein bisheriger Eindruck ist, dass es wohl überwiegend (oder sogar ausschließlich) auf den Händler ankommt, wie kulant sich Audi zeigt.
Die von guiman angesprochene Thematik würde mich auch interessieren.
Weiß hier jemand, wie die Kulanz beim Ölverbrauchsproblem geregelt ist?
Wenn man denn Kulanz erhält, leistet Audi, als eigentlicher Verursacher durch den schlecht konstruierten Motor, oder springt der Händler in die Bresche, der evtl. Angst hat, seinen Kunden zu verlieren?
Zitat:
@Auto-Pilot schrieb am 27. Juli 2017 um 07:31:47 Uhr:
Zitat:
@guiman schrieb am 12. Januar 2017 um 10:37:09 Uhr:
Mich wundert allerdings, dass die Höhe der Kulanz wohl ausschließlich vom Händler bestimmt wird.
So war auch die Aussage der Audi-Kundenbetreuung.
...
Mein bisheriger Eindruck ist, dass es wohl überwiegend (oder sogar ausschließlich) auf den Händler ankommt, wie kulant sich Audi zeigt.
Die von guiman angesprochene Thematik würde mich auch interessieren.
Weiß hier jemand, wie die Kulanz beim Ölverbrauchsproblem geregelt ist?
Wenn man denn Kulanz erhält, leistet Audi, als eigentlicher Verursacher durch den schlecht konstruierten Motor, oder springt der Händler in die Bresche, der evtl. Angst hat, seinen Kunden zu verlieren?
Hallo,
ich kenne das so, dass sich Audi mit dem Händler in Verbindung setzt bzw umgekehrt.
Dann wird eine Höhe der Kulanz festgelegt und aufgeteilt. z.B. 40% Audi 20% Händler oder 30% Audi 30% Händler oder .....
Soweit ich das weiß muss sich der Händler fast immer daran beteiligen.
Zitat:
@TT-Eifel schrieb am 27. Juli 2017 um 09:38:12 Uhr:
Hallo,
ich kenne das so, dass sich Audi mit dem Händler in Verbindung setzt bzw umgekehrt.
Dann wird eine Höhe der Kulanz festgelegt und aufgeteilt. z.B. 40% Audi 20% Händler oder 30% Audi 30% Händler oder .....
Soweit ich das weiß muss sich der Händler fast immer daran beteiligen.
Danke für die Info, TT-Eifel.
Naiverweise hatte ich bisher angenommen, dass, wenn Audi Kulanz gewährt, die auch von Audi bezahlt wird, was, wie ich hier gelernt habe, nicht (immer) richtig ist.
Wegen meines Ölverbrauchs habe ich bei der Audi Kundenbetreuung angefragt, die mir antwortete, dass ich mich an meine Werkstatt wenden müsse, um die Höhe der möglichen Kulanz zu erfahren. Das passt sehr gut zu der Aussage von guiman, dass die Höhe der Kulanz wohl (ausschließlich) vom Händler bestimmt wird.
Soll ich jetzt daraus ableiten, dass der Händler in diesen Ölverbrauchsfällen (oft) allein leistet?
Verspricht also Audi in der Presse bis zu 70% Kulanz, die aber der Händler übernehmen muss?
Auf den Punkt gebracht: Verhandle ich somit nicht mit Audi, sondern mit meinem Händler, wie viel er an Kosten zu tragen bereit ist?
Es ist wie TT-Eifel gesagt hat:
Man fragt beim Händler an. Der Händler klärt ab, ob es Kulanz gibt oder nicht. Wenn ja, verhandelt er mit Audi über die Höhe, sowohl seitens Audi, als auch seitens des Händlers.
Wird keine Kulanz gewährt, kann man einen persönlichen Kulanzantrag an Audi stellen. Entscheidet sich Audi daraufhin doch Kulanz zu gewähre, setzt sich Audi mit dem Händler in Verbindung und handelt wie oben auch die Höhe aus.
In meinem Fall der Steuerkette wurde eine Kulanz abgelehnt.
Nach dem persönlichen Antrag bot Audi anscheinend 30% Kulanz. Nachdem der Händler auch 10% Beteiligung bewilligte, erhöhte Audi um 20%, so daß gesamt 60% gewährt wurden.
Danke für Deinen Beitrag Mogli_A4.
Mal schauen, was der Händler spricht.
Nun kann ich konkret zum Thema des Threads beitragen. Mein :) meinte, dass Audi nicht bereit sei, bei einem sechs Jahre alten Auto irgendeine Kulanz anzubieten. Das finde ich doch enttäuschend. Er würde allerdings 70% der Kosten übernehmen. Vor diesem Hintergrund werde ich den Motor wohl reparieren lassen.
Nun hat mich die Werkstatt gefragt, was sie, wenn der Motor schon mal raus ist, gleich noch alles mitmachen sollen, z. B. Steuerkette, Kupplung, etc.. Habt ihr zusätzliche Arbeiten machen lassen? Was ist sinnvoll, was ist Geldmacherei?