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Hohe Schadenssumme bei Bagatellschaden, was tun?

Themenstarteram 27. Febuar 2020 um 2:17

Guten Abend zusammen,

Ich versuch es einfach mal so kurz und unkompliziert wie möglich zu halten, denn imho ist das alles einfach nur ein Witz: Ich bin jemandem mit gefühlten 1,5 km/h aufgefahren (ich kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen) und war demnach Schuld. War eine wirklich unglückliche Situation, aber das ist nicht der Punkt. Es war augenscheinlich kein bis wenig Schaden an beiden Autos zu erkennen, aufgrund der Witterungsbedingungen wurden am Unfallort jedoch leider keine Fotos gemacht. Zufälligerweise habe ich den Wagen des Unfallgegners ca. zwei Wochen später drei Firmen neben meiner gesehen und direkt Fotos gemacht, welche ich auch meiner Versicherung ca. eine Woche später habe zukommen lassen. Davor habe ich aber ein mal dort angerufen um mich zu erkundigen, wie ich die denen am besten schicken kann und wie so der Stand der Dinge ist. Nebenbei erwähnte die Dame am Telefon dann, dass der Unfallgegner bereits Ansprüche gestellt hat - 950€ will der Typ von meiner Versicherung/mir. Und jetzt guckt euch bitte mal die angehängten Bilder an.

Da die Versicherung und das Auto über mich läuft und ich gerade mal erst 19 bin, habe ich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder ich zahl den Betrag aus eigener Tasche oder ich werde auf SF 1/2 heruntergestuft und muss gut und gerne den selben Betrag oder mehr über die nächsten Jahre an die Versicherung zahlen. Beides gleich scheiße, vor allem bei meinem Azubi-Gehalt.

ABER: Bei einem Dacia Duster und einem derartigen Schaden 950€ verlangen - ist das gerechtfertigt? Dass das meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist, habe ich auch meiner Versicherung per Mail geschildert, als ich denen die Bilder hab zukommen lassen. Wird meine Versicherung da wohl etwas gegen machen? Ich warte derzeit noch auf eine Reaktion. Wie würdet ihr in meiner Situation vorgehen? Rechtsanwalt? (Bin über meine Eltern rechtsschutzversichert, auch im Bereich Verkehr).

Vielleicht sind die Ansprüche ja auch gerechtfertigt, war immerhin mein erster Unfall. Ich habe also entsprechend wenig Ahnung was das ganze Thema angeht. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf eure Meinungen!

 

Danke und LG :)

Niklas

Schaden
Schaden mit Markierung
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21 Antworten

Wenn du das nächste mal "...kurz und unkompliziert..." einen Text verfassen möchtest, dann beschränke dich auf Fakten und lass persönliche Anmerkungen, Kommentare, Meinungen und die Geschichten drumherum weg. Es zählen regelmäßig nur Fakten.

Zu deinem Fall: Wenn ich das auf deinen Fotos richtig erkennen kann, haben Teile des hinteren Stoßfängers etwas abbekommen. Damit erscheint mir der Schaden von 950€ für Neuteile inkl An- und Abbau, sowie Lackieren als NICHT übertrieben.

Das ist heutzutage leider so. PKW sind nicht mehr darauf ausgelegt, kleine Parkrempler schadlos zu überstehen, lackierte Plastikstossfänger nehmen sofort Schaden. In deinem Fall sind Lackierarbeiten erforderlich und dann kann es schon zu so einer Summe kommen. Wenn der Schaden etwas deutlicher wäre, wären die Kosten vermutlich trotzdem nicht höher, weil dieselben Arbeiten zur Reparatur durchzuführen sind.

Guten Morgen lieber Niklas,

Ich bemerke, dass Dich die Angelegenheit sehr belastet, aber Du (wir) solltest die Fakten sehen und ich möchte das hier nicht „oberlehrerhaft“ gesehen wissen:

- In welcher Ausbildung befindest Du Dich (Kfz-Gewerbe)?

- Was sind gefühlte 1,5 Km/h gemessen?

- Welches Fz hast benutzt?

- Ist das ein reiner Auffahrunfall, also „gerade“ auf stehendes Fz aufgefahren?

- Was bedeutet augenscheinlich kein bis wenig Schaden vor Ort am Schadentag?

- Kennst Du die genaue Forderung (Kostenvoranschlag) für den geschilderten Schaden?

- Weißt Du was nur eine Stoßfängerlackierung kostet?

Da ich nicht dabei war, Du verständlicherweise sehr aufgeregt bist und weitere Daten fehlen, würde ich hier eher von nicht übermäßigen Kosten ausgehen .... leider

Hier ein kleiner Hinweis:

Andersherum: auf meinen VW-Polo ist im Jahre 2000 ein Mercedes im „Stopp & Go“ Verkehr „aufgefahren“. Das war damals ein Schaden von ca. 1082 DM - und da wurden nicht mal die Halterungen ersetzt ... das überraschte mich damals schon sehr ...

Wenn der Geschädigte den Schaden auf eigene Kosten beseitigen lassen müsste, würde er vermutlich mit einer Smart-Reparatur für 200 Euro zufrieden sein.

Leider muss er das aber nicht weil du ihm reingefahren bist und daher hat er Anspruch auf den ganz großen Schadenbahnhof mit allem Zipp und Zapp einschließlich Rechtsanwalt, Leihwagen und Kostenpauschale.

Und hier bei MT dahingehend um Zustimmung zu suchen, dass das übertrieben wäre, ist mE nach ziemlich naiv. Hier bekommen sonst eher die Geschädigten Zuspruch, bezüglich der Frage was sie alles rausholen können und dass sie geradezu moralisch verpflichtet sind maximale Kosten geltend zu machen.

Sorry - Dumm gelaufen für dich. Demnächst eine halbe Sekunde früher bremsen.

Der Betrag ist absolut im üblichen Rahmen für eine neue Stoßstange fände ich es sogar noch relativ preiswert (Abbauen, neues Teil lackieren, Einbauten wie Reflektoren etc. ausbauen und wieder einbauen, Montage, Rechnung schreiben ...).

Zitat:

@MattR schrieb am 27. Februar 2020 um 08:24:32 Uhr:

Der Betrag ist absolut im üblichen Rahmen für eine neue Stoßstange fände ich es sogar noch relativ preiswert (Abbauen, neues Teil lackieren, Einbauten wie Reflektoren etc. ausbauen und wieder einbauen, Montage, Rechnung schreiben ...).

Seh ich auch so .

Lieber TE . Willkommen im realen Leben . Denke mal anders herum . Wenn dir einer in dein Auto fährt , möchtest du das ja auch wieder schön haben.

Gruss

Passt wohl. Das unlackierte Teil muss neu, der Rest nach den Fotos zumindest lackiert werden. Plus abbauen, zerlegen, wahrscheinlich noch ein paar Clipse neu, lackieren, zusammenbauen - da finde ich einen dreistelligen Betrag völlig ok.

Versicherung regeln lassen, in den sauren Apfel der Hochstufung beißen und beim nächsten Autokauf auf einen Notbremsassistenten achten. :p

Kann man nur unter "shit happens" abhaken.

Summe passt zum Schadensbild.

Willkommen im richtigen Leben. Vergess bei der Sache nicht, das DU der Täter bist und dein "Opfer" auch angepisst ist von der Situation. Genau dafür gibt es ja Versicherungen. Stempel es als Lehrgeld ab (nicht so dicht auffahren, nicht zu schnell fahren etc.).

oh man, nun wird hier wieder bald dicht gemacht :( weil hier jeder auf den TE einschlägt und ihm sagt das der betrag passt.

könnt ihr nicht mal sachlich bleiben und dem TE sagen das er voll im recht ist und der gegner ein übler abzocker?

aber btt

auch ich muss sagen das der preis eher im unteren bereich des möglichen ist

um welches fz handelt es sich bein gegner?

sieht mir nach suv aus

Dacia Duster

Kenne zwar die Preise bei Dacia nicht, aber würde auch behaupten, dass sich die 950€ im normalen wenn nicht sogar im unteren Rahmen bewegen. Selbstverständlich sofern keine Vor-/Altschäden vorhandenen waren.

Evtl. solltest auch mal abschätzen ob sich der Rückkauf des Schadens lohnt. Viele Versicherungen haben dazu Online-Rechner.

 

Als letzte Alternative, ohne Anspruch auf Erfolg, kannst du natürlich auch beim Geschädigten zu Kreuze kriechen, deine Situation schildern und ihn um eine andere Einigung bitten. Nicht jeder Geschädigte will immer den letzten Cent rausholen. Hatte da mit 18 auch mal ein sehr entgegenkommendes Opfer.

Aber immer bedenken: Du hast in dieser Angelegenheit überhaupt nichts zu melden. Du bzw. deine Versicherung hast nur zu zahlen, mehr nicht.

IMO sind 950,- € ein Schnäppchen, bei den Schäden.

Themenstarteram 27. Febuar 2020 um 13:29

Okay danke an alle für die Beiträge, wie gesagt habe ich keine Ahnung in dem Bereich und viele meiner Freunde stimmten mir und meiner anscheinend komplett falschen Einschätzung zu. Liegt womöglich daran, dass unsere Autos nicht gerade viel mehr als 950€ gekostet haben :D

Thema Stoßstange - was für ein ironisches Konzept.

Zitat:

@Reaver1988 schrieb am 27. Februar 2020 um 08:57:02 Uhr:

 

Vergess bei der Sache nicht, das DU der Täter bist und dein "Opfer" auch angepisst ist von der Situation.

Das "Opfer" ist nicht unbedingt angepisst von der Situation. Ich kenne genug Leute, denen so ein Schaden willkommen ist, um sich das Geld von der Versicherung auszahlen zu lassen und den Schaden dann günstig beheben oder mit der kleinen Schramme weiterfahren. Ist deren gutes Recht.

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