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Hitzeproblem beim 1302 mit 44 PS
Hallo und Hilfe!
Am letzten Sonntag hat sich mein 1302 nach einem kurzen Autobahnsprint qualmend und stinkend erst einmal verabschiedet. Er verlor plötzlich an Leistung, ich habe kurz ausgekuppelt und ihn im Leerlauf rollen lassen, - dabei leuchtete die Öllampe auf. Ich bin dann sofort runter von der Autobahn und angehalten. Der Motor war extrem heiß und qualmte.
Ich habe ihn dann in die Werkstatt geschleppt. Meine schlimmsten Befürchtungen (Motorschaden/Kolbenfresser) sind dann aber doch nicht eingetreten. Lediglich eine Kerze hatte sich verabschiedet und der dazugehörige Stecker. Kompressionsdruck ist einwandfrei. Er springt tadellos an.
Wenn ich ihn jetzt jedoch länger fahre, wird er wieder extrem heiß im Motorraum, es qualmt aus dem Luftfilter, die Gummimanschette an den Kerzenstecker schmelzen. Nach dem Öffnen der Motorhaube kommt ein Schwall heißer Luft entgegen. Irgendetwas mit der Kühlung stimmt nicht.
Der Käfer wird seit Januar wieder gefahren, davor stand er 8 Jahre eingelagert. Der Motor ist 168.000 km gelaufen.
Wer kann mir da weiterhelfen, wer hat einen Tipp.
Beste Grüße
Der Friesen-Käfer
Beste Antwort im Thema
Hm ... ich würde erstmal folgendes prüfen:
Mach die Motorhaube auf (bei kaltem Motor). Dann fädelst Du die Hand vor (in Fahrtrichtung gesehen) dem Gebläsekasten (also zwischen Gebläse und der Karosserie) ein und überprüfst ob sich die Teerpappe im Bereich des Lufteintritts des Gebläses von der Blechwand gelockert hat und zu nah am Lufteintritt ist.
Die Pappe ist dann beulig und wellig und wölbt sich zum Lufteinlass hin oder ist locker und lässt sich mit sanfter Gewalt in Richtung Karosserie vom Lufteintritt wegdrücken.
Wenn das der Fall ist, wird der Motor bei längerer Fahrt deutlich zu heiß. Ein paar Zentimeter könnten hier einiges ausmachen und es genügt nicht, wenn hier noch ein scheinbar ausreichender Abstand vorhanden ist, es muss der volle mögliche Abstand sein.
Sollte die Teerpappe sich dem Lufteintritt genähert haben, dann ist es am besten sie einfach rauszureißen. Das geht ganz gut mit einer Zange Stück für Stück. Ist zwar etwas mühselig, aber immer noch weitaus weniger "Uffriss" als deswegen den Motor auszubauen.
Das Motorgeräusch wird dann im Innenraum minimal lauter aber Du kannst weiterfahren ohne Motorausbau.
Wir hatten das jetzt bei 2 Käfern hier (meiner und noch einer), die Öltemperaturen waren danach ca. bis 20° niedrieger als zuvor.
Bei beiden lag die Teerpappe bei weitem nicht am Gebläseeintritt an, sondern es war noch ein deutlicher Spalt da, der nicht viel weniger zu sein schien als im Neuzustand. Trotzdem extreme Wirkung.
Vielleicht liegt es ja daran.
Gruß
Peter
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21 Antworten
danke für die Rückmeldung.;);)
ist ja leider nicht mehr so verbreitet, dass man mal sagt, wenn ein Rat aus der Gemeinde auch mal
funktioniert hat
He, jetzt bin ich aber froh und sogar ein bisschen stolz, dass ich als erster den richtigen Tipp hatte.
Schön wenn er wieder gescheit kühlt !
Gruß
Peter
Zitat:
@elch1964 schrieb am 4. September 2015 um 11:44:57 Uhr:
was für ein Öl empfiehlt sich also nun für den Käfer? 5W40?
Aber sicher kein "Leichtlauföl", oder?
Die Qualität ist wichtig und die Viskosität muss im Rahmen bleiben.
In jedem Fall muss es mindestens eines mit einer Freigabe MB 229.3 sein. In meinem Motor ist ein 5W40 mit MB 229.5.
FriesenKaefer hat für den Winter auf 20W50 einfüllen lassen. Das hat bei -15 °C eine Viskosität von 9500 mPa*s umgerechnet etwa 1200 mm²/s. Das ist das 150fache was der Motor im Winter (VW = SAE 20) bei einer Öltemperatur von 100 °C haben soll.
Das ist für Winterbetrieb und die liegenden Zylinder die völlig falsche Wahl. Der Käfermotor braucht bei jeder Außentemperatur ein Öl, das möglichst leicht zurückläuft. Bei stehenden Zylindern läuft das Öl durch die Schwerkraft in die Ölwanne zurück. Das ist einfacher.
Dazu kommt, dass Kolben, Zylinder, Pleuel und Kolbenbolzen durch Ölnebel geschmiert werden müssen.
Anmerkung: Die Viskositätszahl vor und hinter dem W kann man nicht direkt vergleichen, weil sie mit unterschiedlichen Messverfahren gemessen werden.
FriesenKaefer hat für den Winter auf 20W50 einfüllen lassen. Das hat bei -15 °C eine Viskosität von 9500 mPa*s umgerechnet etwa 1200 mm²/s. Das ist das 150fache was der Motor im Winter (VW = SAE 20) bei einer Öltemperatur von 100 °C haben soll.
Das ist für Winterbetrieb und die liegenden Zylinder die völlig falsche Wahl. Der Käfermotor braucht bei jeder Außentemperatur ein Öl, das möglichst leicht zurückläuft. Bei stehenden Zylindern läuft das Öl durch die Schwerkraft in die Ölwanne zurück. Das ist einfacher.
Dazu kommt, dass Kolben, Zylinder, Pleuel und Kolbenbolzen durch Ölnebel geschmiert werden müssen.
Anmerkung: Die Viskositätszahl vor und hinter dem W kann man nicht direkt vergleichen, weil sie mit unterschiedlichen Messverfahren gemessen werden.
Danke für den Hinweis. Ich habe mich versehen, es wurde kein 20 W 50 verwendet sondern 10 W 40. ich denke, dass der Käfer damit gut über den Winter kommen wird.
Danke für den Hinweis. Ich habe mich versehen, es wurde kein 20 W 50 verwendet sondern 10 W 40. ich denke, dass der Käfer damit gut über den Winter kommen wird.
So, noch einmal eine Rückmeldung. Ich habe jetzt auch die ersten längeren Autobahnstrecken gefahren, -alles wieder gut. Er läuft wunderbar, ist geringfügig lauter. Auch nach der Autobahnfahrt kommt kein Hitzeschwall aus dem Motorraum. Ich bin sehr froh und erleichtert. Danke noch einmal.