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Historische Fahrzeuge in Aufnahmen (Foto und Film)

Themenstarteram 4. Januar 2021 um 14:45

Guten Morgen,

da wir hier bereits einen Thread haben, der sich mit Unfallbildern historischer Fahrzeuge befasst und sogar einen, der sich um "Autos in Songtexten" dreht, dachte ich, dass es auch einen für zeithistorische Aufnahmen von Fahrzeugen geben müsste. Da das aber scheinbar eine Fehleinschätzung war, eröffne ich jetzt einfach selber einen.

Also worum soll es gehen? Vor allem um Aufnahmen (und wer hat auch Bilder) von früher, die Autos in "ihrer" Zeit zeigen. Egal ob 50er oder 90er, wichtig ist das das Fahrzeug im Mittelpunkt steht oder zumindest ein deutlicher Anteil der Aufnahme von Fahrzeugen belegt wird.

Kein Hochglanzvideo von 2020 wo ein Wagen "schöner als neu" aufgebaut durchs Video fährt, sondern wirklich zeithistorische Aufnahmen, die die Fahrzeuge in den jeweiligen Zuständen zeigen und der damaligen Umgebung. Um das ganze mal etwas plastischer zu machen, hier ein paar Beispiele was mir so vorschwebt.

Transit Westberlin 1989 mit einem historischen Doppeldecker aus GB

Leipzig - Eine Zeitreise von 1931 bis 1992

Köln 1978

Natürlich kann man über der Zeitstempel auch Ausschnitte aus Videos nehmen ;)

Eine zeitliche Obergrenze was das "jüngste mögliche Video" angeht, möchte ich hier nicht setzen, den die Zeit schreitet vorran und selbst Aufnahmen von 2001 sind mittlerweile schon 19 Jahre alt und somit fast voller Old- und Youngtimer :)

Viel Spaß beim posten

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1860 Antworten

Zitat:

@MrMinuteMan schrieb am 3. März 2021 um 18:04:55 Uhr:

Ein Film der DB zum Thema Verkehr von 1957

Spannend find ich schon mal den die komische Zugmaschine mit Reisekoffern hinten drauf bei 0:50 und der Käfer mit Stofftüren bei 1:25.

...

:o Deine "Reisekoffer" sind bei genauerer Betrachtung vermutlich Ballastgewichte, die der angetrieben Hinterachse der Zugmaschine mehr Traktion verschaffen, damit im damals üblichen Betrieb mit 2 oder machmal 3 (meist recht großzügig beladenen) Anhängern die Fuhre noch voran geht. Das hintere Exemplar könnte auch ein Zusatztank sein.

Zitat:

@MrMinuteMan schrieb am 3. März 2021 um 18:04:55 Uhr:

Ein Film der DB zum Thema Verkehr von 1957

...

1:59 die weißen Hochhäuser mit Kachelfassade waren damals topmodern und waren die letzten Jahre Streitthema in Hamburg, ob man sie als historisches Dokument erhalten oder abreißen soll. Letzter Stand den ich hab, ist das sie wieder weggerissen werden sollen.

Die City-Hochhäuser wurden in der Tat mittlerweile - trotz lautem Geschrei der Denkmalschützer - aus dem Stadtbild entfernt.

Themenstarteram 4. März 2021 um 18:12

Zitat:

@nordlicht schrieb am 4. März 2021 um 15:13:53 Uhr:

Zitat:

@MrMinuteMan schrieb am 3. März 2021 um 18:04:55 Uhr:

Ein Film der DB zum Thema Verkehr von 1957

Spannend find ich schon mal den die komische Zugmaschine mit Reisekoffern hinten drauf bei 0:50 und der Käfer mit Stofftüren bei 1:25.

...

:o Deine "Reisekoffer" sind bei genauerer Betrachtung vermutlich Ballastgewichte, die der angetrieben Hinterachse der Zugmaschine mehr Traktion verschaffen, damit im damals üblichen Betrieb mit 2 oder machmal 3 (meist recht großzügig beladenen) Anhängern die Fuhre noch voran geht. Das hintere Exemplar könnte auch ein Zusatztank sein.

Mitleid mit der jungen Brut bitte, dass man Kontergewichte auf LKW schnallt, kennen wir nicht mehr :p ;)

Auch solche Typen der Zugmaschinen sind größtenteils ausgestorben. Ohne Volker hätte ich davon vermutlich überhaupt noch keine Ahnung, dass es so was mal gab.

Gerade noch was spannendes zum Thema Zugmaschine gefunden

Zitat:

@MrMinuteMan schrieb am 4. März 2021 um 19:12:31 Uhr:

Mitleid mit der jungen Brut bitte, dass man Kontergewichte auf LKW schnallt, kennen wir nicht mehr :p ;)

Auch solche Typen der Zugmaschinen sind größtenteils ausgestorben. Ohne Volker hätte ich davon vermutlich überhaupt noch keine Ahnung, dass es so was mal gab.

Ballastbrücken gibt es auch bei modernen Schwerlastzugmaschinen, die sind nur optisch etwas eleganter.

Gegenüber der "jungen Brut" bin ich nicht (nur) aufgrund meines Alters im Vorteil, sondern durch die langjährige Tätigkeit meines Vaters als Kraftfahrer. Er hatte bis 1958 zeitweise in der Kohenhandlung Vidal & Sohn in Hamburg derartige Zugmaschinen mit bis zu 3 Anhängern bewegt. Es wurde jeweils ein Anhänger mit Personal am Lieferort abgesetzt und die Zugmaschine war frei für den nächsten Einsatz. Die Änhänger wurden anschließend wieder eingesammelt, wenn die Kohlenträger die Sackware in Kellern oder auf Dachböden verstaut hatten. Später hat er dann für Behörden eher Personen durch die Gegend kutschiert ...

Kohlenhandlung Vidal und Sohn in Hamburg? Der Laden, den Oskar Vidal im Auftrag seines Vaters in den 30ern verkauft hat, um ins Dreiradgeschäft einzusteigen, weil sich der Import englischer Kohlen, mit dem die Vidals reich geworden waren, immer weniger lohnte? Wurde der unter dem alten Namen weitergeführt? Oder gab es neben dem Tempo-Werk Vidal und Sohn und Herbert Vidal Fahrzeugbau noch einen weiteren mehr oder weniger entfernt Verwandten in Hamburg?

Aber die Kramer-Zugmaschine beim THW ist ein Hinkucker vor dem Herrn. Dass sowas noch im Einsatz war, wundert mich jetzt. Noch mehr wundert mich, dass so ein altes und seltenes Fahrzeug noch verkauft wird und nicht in den Museumsbestand übernommen.

Edith sagt: Ich sehe gerade, das ist gar nicht die Seite der Vebeg. Alles zurück und weitermachen. :D

Für die Interessierten: Als Grundlagenwissen kann man sich dieses Buch antun. Das ist im Original natürlich schärfer. :D

Bild
Themenstarteram 6. März 2021 um 19:36

Zitat:

@VolkerIZ schrieb am 6. März 2021 um 18:57:59 Uhr:

Kohlenhandlung Vidal und Sohn in Hamburg? Der Laden, den Oskar Vidal im Auftrag seines Vaters in den 30ern verkauft hat, um ins Dreiradgeschäft einzusteigen, weil sich der Import englischer Kohlen, mit dem die Vidals reich geworden waren, immer weniger lohnte? Wurde der unter dem alten Namen weitergeführt? Oder gab es neben dem Tempo-Werk Vidal und Sohn und Herbert Vidal Fahrzeugbau noch einen weiteren mehr oder weniger entfernt Verwandten in Hamburg?

Aber die Kramer-Zugmaschine beim THW ist ein Hinkucker vor dem Herrn. Dass sowas noch im Einsatz war, wundert mich jetzt. Noch mehr wundert mich, dass so ein altes und seltenes Fahrzeug noch verkauft wird und nicht in den Museumsbestand übernommen.

Edith sagt: Ich sehe gerade, das ist gar nicht die Seite der Vebeg. Alles zurück und weitermachen. :D

Für die Interessierten: Als Grundlagenwissen kann man sich dieses Buch antun. Das ist im Original natürlich schärfer. :D

Sollte dieses Ding tatsächlich noch im Einsatz stehen, gibt es vermutlich eine stabile Kette von Interessenten um den Ortsverband, der nur darauf wartet das das Gerät aus dem Dienst ausscheidet. Ich hab schon größere Stürme auf geheimere Fahrzeuge mit weniger Exotenfaktor gesehen ;) :D

Ich glaube, das ist schon passiert. Die Seite vom THW ist wohl nicht mehr ganz aktuell. Hier mit Zivilkennzeichen und Blinkleuchtensocke.

Themenstarteram 6. März 2021 um 20:09

Zitat:

@VolkerIZ schrieb am 6. März 2021 um 21:04:41 Uhr:

Ich glaube, das ist schon passiert. Die Seite vom THW ist wohl nicht mehr ganz aktuell. Hier mit Zivilkennzeichen und Blinkleuchtensocke.

Würde mich nicht wundern. Die Seite ist vom Stil her recht veraltet und entspricht nicht mehr dem üblichen Aussehen von THW-Seiten. Auch der restliche Fuhrpark auf der Seite ist eigentlich zu alt für das Jahr 2021. Schon etwas traurig, dass nicht mal alle Bundeseinrichtungen über eine aktuelle Internetheimseite verfügen ;)

Könnte aber tatsächlich sein, dass sie doch noch im Einsatz ist

Kramer hat natürlich mehr als eine hergestellt und das THW hatte vermutlich auch mehr als eine. ÖGA (örtliche Gefahrenabwehr) ist eh so ein ganz spannender Tummelplatz für Fahrzeuge die so im THW eigentlich nicht existieren, ausgemustert sind oder einfach interessante Einzelstücke darstellen.

Datentechnisch extrem wertvoll, da hat sich jemand Mühe gegeben. Eines von 2 Erprobungsfahrzeugen hört sich jetzt nicht nach viel an. Es mag natürlich sein, dass sich das auf genau diese Aufbauvariante bezieht und es noch mehr Kramer-Zugmaschinen beim THW gab. Das kann man nie ausschließen. Ich habe sowas nie gesehen. Allerdings war Kramer bei uns nie sehr verbreitet. In Brokstedt sind manchmal ein paar wenige. Aus dem täglichen Einsatz kenne ich die hier in Schleswig-Holstein gar nicht. Irgendwo, wo wir mal in Urlaub waren, in Süddeutschland, da hatte ein Bauer das Nachfolgemodell, der ist ständig an uns vorbeigefahren. Fand ich interressant, hatte ich vorher nie gesehen, die Marke als Ganzes war mir unbekannt. Aber da haben die sich wohl auch besser verkauft.

Kramer hat im Übrigen auch einen Prototypen zur Erprobung für das spätere Allrad-TLF geliefert, genau wie Henschel. Gekauft wurde dann später der allseits bekannte Unimog 404.

Büssing hat auch einen gebaut, den ich auch als erstes wiedergefunden habe. Hier wird gerade aufgewärmt, was ich vor weit über 30 Jahren mal irgendwo gelesen habe. Und ich merke, dass ich senil werde. Meinst Du, ich weiß noch, wie das Henschel-Modell hieß? So ist das natürlich schwer zu finden.

Themenstarteram 6. März 2021 um 20:17

Zitat:

@VolkerIZ schrieb am 6. März 2021 um 21:14:25 Uhr:

Datentechnisch extrem wertvoll, da hat sich jemand Mühe gegeben. Eines von 2 Erprobungsfahrzeugen hört sich jetzt nicht nach viel an. Es mag natürlich sein, dass sich das auf genau diese Aufbauvariante bezieht und es noch mehr Kramer-Zugmaschinen beim THW gab. Das kann man nie ausschließen. Ich habe sowas nie gesehen. Allerdings war Kramer bei uns nie sehr verbreitet. In Brokstedt sind manchmal ein paar wenige. Aus dem täglichen Einsatz kenne ich die hier in Schleswig-Holstein gar nicht. Irgendwo, wo wir mal in Urlaub waren, in Süddeutschland, da hatte ein Bauer das Nachfolgemodell, der ist ständig an uns vorbeigefahren. Fand ich interressant, hatte ich vorher nie gesehen, die Marke als Ganzes war mir unbekannt. Aber da haben die sich wohl auch besser verkauft.

Kramer hat im Übrigen auch einen Prototypen zur Erprobung für das spätere Allrad-TLF geliefert, genau wie Henschel. Gekauft wurde dann später der allseits bekannte Unimog 404.

Das er sich nicht verkauf hat und das es nur zwei Erprobungsfahrzeuge gab, passt irgendwie zusammen. Da müssen die Konkurrenten zu der Zeit irgendwas wesentlich besser gemacht haben als Kramer, sonst wäre er nicht so im Schatten geblieben. Was das aber war, wissen vermutlich andere Personen hier ;)

So schlecht verkauft glaube ich nicht, aber Kramer war ein Landmaschinenhersteller und die waren in der Zeit noch mehr regional aktiv. In Süddeutschland hatten die schon eine gewisse Bedeutung, aber bei uns weniger.

Danke für die Erinnerung. Ich meine, es war im Blaulicht-Fahrzeugmagazin, aber das scheint der Originalartikel zu sein, der später noch mal woanders erschienen ist.

Vom Henschel hatte ich sogar ein äußerst semiprofessionelles Modell gebaut. Wird mal Zeit für ein neues, aber dann nicht mehr aus Metallfolie mit Pappvestärkung. :D

Themenstarteram 6. März 2021 um 20:26

Zitat:

@VolkerIZ schrieb am 6. März 2021 um 21:22:04 Uhr:

So schlecht verkauft glaube ich nicht, aber Kramer war ein Landmaschinenhersteller und die waren in der Zeit noch mehr regional aktiv. In Süddeutschland hatten die schon eine gewisse Bedeutung, aber bei uns weniger.

Vielleicht aber gerade deswegen nichts für eine BUNDESorganisation. Stell dir vor das Ding ist kaputt und die nächste Werkstatt die sich auskennt ist 120 KM weit weg.

Kuckstu oben. Ich habe noch was ergänzt.

Themenstarteram 6. März 2021 um 20:35

Zitat:

@VolkerIZ schrieb am 6. März 2021 um 21:29:16 Uhr:

Kuckstu oben. Ich habe noch was ergänzt.

Interessant, waren wirklich ganz andere Zeiten. Zeigt aber auch das man schon wieder etwas am hinter her laufen war, wenn man im frisch aufgekommenen Nuklearzeitalter noch versucht hat sich für 1000 Bomberangriffe wie 15 Jahre vorher zu rüsten. Aber wenigstens hat man da einiges für die Feuerwehr gelernt und gemacht in Sachen TLF.

Die Werkstätten waren bei kleinen Herstellern auch gar nicht so das Problem. Je kleiner der Hersteller war, um so mehr wurde zugekauft. Völlig egal, was für Fahrzeuge das waren. Was bei Mopeds der Sachs- oder Ilo-Motor war, war bei Treckern meistens der Deutz. Man sieht ja auch an der Tabelle, dass Kramer der einzige der Bewerber war, der keinen eigenen Motor eingebaut hat. Den Deutz-Diesel hätte aber auch jeder Landmaschinenschlosser beschrauben können. In den besten Zeiten gab es in jedem Dorf irgendeinen kleinen Fahrzeughersteller. Ich schrub ja schon mal an anderer Stelle von dem Sammler, der den einzigen jemals gebauten

Lauren-Trecker besitzt. Die Restaurierung war nicht wirklich ein Problem, weil der wirklich nur den Kühlergrill selber entwickelt hat. Der Rest ist aus dem Katalog zusammenbestellt.

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