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Historische Fahrzeuge in Aufnahmen (Foto und Film)
Guten Morgen,
da wir hier bereits einen Thread haben, der sich mit Unfallbildern historischer Fahrzeuge befasst und sogar einen, der sich um "Autos in Songtexten" dreht, dachte ich, dass es auch einen für zeithistorische Aufnahmen von Fahrzeugen geben müsste. Da das aber scheinbar eine Fehleinschätzung war, eröffne ich jetzt einfach selber einen.
Also worum soll es gehen? Vor allem um Aufnahmen (und wer hat auch Bilder) von früher, die Autos in "ihrer" Zeit zeigen. Egal ob 50er oder 90er, wichtig ist das das Fahrzeug im Mittelpunkt steht oder zumindest ein deutlicher Anteil der Aufnahme von Fahrzeugen belegt wird.
Kein Hochglanzvideo von 2020 wo ein Wagen "schöner als neu" aufgebaut durchs Video fährt, sondern wirklich zeithistorische Aufnahmen, die die Fahrzeuge in den jeweiligen Zuständen zeigen und der damaligen Umgebung. Um das ganze mal etwas plastischer zu machen, hier ein paar Beispiele was mir so vorschwebt.
Transit Westberlin 1989 mit einem historischen Doppeldecker aus GB
Leipzig - Eine Zeitreise von 1931 bis 1992
Natürlich kann man über der Zeitstempel auch Ausschnitte aus Videos nehmen ;)
Eine zeitliche Obergrenze was das "jüngste mögliche Video" angeht, möchte ich hier nicht setzen, den die Zeit schreitet vorran und selbst Aufnahmen von 2001 sind mittlerweile schon 19 Jahre alt und somit fast voller Old- und Youngtimer :)
Viel Spaß beim posten
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1860 Antworten
Zitat:
@Ostelch schrieb am 4. Juni 2021 um 16:12:53 Uhr:
Zitat:
Für so einen Film müsste heute der Vorstandsvorsitzende zurücktreten. Fährt der tatsächlich bei 1:23 mit 210 km/h über eine deutsche Landstraße?
Grüße vom Ostelch
Ja :D:D
Zitat:
@dodo32 schrieb am 4. Juni 2021 um 18:06:34 Uhr:
Ja :D:D
Ich habe extra noch mal nachgesehen, ob ich vielleicht träume. Nein: 1972 wurde das Tempolimit von 100 km/h auf Landstraßen eingeführt. Der 635 CSI kam erst 1978 auf den Markt. Was erlauben BMW? Aus Freude am Fahren spielten Verkehrsregeln wohl schon damals keine Rolle.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 5. Juni 2021 um 09:52:21 Uhr:
Was erlauben BMW?
:D Skandal!! :D:D
Zitat:
Aus Freude am Fahren spielten Verkehrsregeln wohl schon damals keine Rolle
Mei, was heißt "schon damals". Es müsste heißen, zu dieser Zeit eine eher untergeordnete Rolle. Dass man das Thema dennoch auf dem Schirm hatte, zeigt die Einführung von Tempo 100 auf Landstraßen. 1970 hatte man mit rund 21.000 Verkehrstoten den Höchststand in der Geschichte der Bundesrepublik erreicht.
BMW hat übrigens bereits 1973 eine zwischen die Ohren bekommen:
https://www.welt.de/.../...02-turbo-die-umstrittenste-IAA-Neuheit.html
Nach meiner Kenntnis wurde der Wagen jedoch so nie offiziell gezeigt. Nur im Vorfeld, und das löste die Anfrage im Bundestag aus.
Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass mit Einführung des E 21 323i, auch Fahrertrainings angeboten wurden um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen: https://www.youtube.com/watch?v=aNoL-FEkCAc
Andere waren da übrigens nicht zwingend besser. ;) => https://www.youtube.com/watch?v=XQvhEUHBLTk
Man lese in diesem Kontext einmal die Werbebroschüre für den Commodore GS/E :D Hier ein Ausschnitt: https://www.autobild.de/.../opel-commodore-a-gs-e-1216470.html
War eben der Zeitgeist. Ob das nun gut oder schlecht war, sei dahingestellt. Ich erinnere mich im übrigen noch gut daran, dass meine Eltern im Auto gequalmt haben als gäbe es kein morgen. War halt so und gut, dass es heute nicht mehr so ist. Alles hat seine Zeit.
Jepp, damals hatten die Autos hinten noch Aschenbecher für die Kinder. :D
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 5. Juni 2021 um 11:49:49 Uhr:
Jepp, damals hatten die Autos hinten noch Aschenbecher für die Kinder. :D
:D:D so war das. Da hat sich schon sehr viel getan. Daher kann ich das "Mimimi" drüben im V+S z. T. einfach nicht nachvollziehen.
Hatten wir den schon?
https://www.youtube.com/watch?v=xixym7vGUQ4 :D:D
Wenn man sich den folgenden Link durchliest, kann man sich im Bezug auf den Straßenverkehr auch so einiges zusammen reimen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin
In 40 Jahren werden wahrscheinlich sämtliche POV Videos die heute auf Youtube zu finden sind als skandalös angesehen werden. Selbst fahren? Wie konnte man nur!! :eek::eek::D
Zitat:
@dodo32 schrieb am 5. Juni 2021 um 12:14:46 Uhr:
Zitat:
@Go}][{esZorN schrieb am 5. Juni 2021 um 11:49:49 Uhr:
Jepp, damals hatten die Autos hinten noch Aschenbecher für die Kinder. :D
:D:D so war das. Da hat sich schon sehr viel getan. Daher kann ich das "Mimimi" drüben im V+S z. T. einfach nicht nachvollziehen.
Hatten wir den schon?
https://www.youtube.com/watch?v=xixym7vGUQ4 :D:D
Wenn man sich den folgenden Link durchliest, kann man sich im Bezug auf den Straßenverkehr auch so einiges zusammen reimen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin
In 40 Jahren werden wahrscheinlich sämtliche POV Videos die heute auf Youtube zu finden sind als skandalös angesehen werden. Selbst fahren? Wie konnte man nur!! :eek::eek::D
Meth oder andere Drogen, meistens eher Alkohol, waren damals auch noch viel mehr ein Thema. Ich kann mich noch erinnern, dass das Thema Discounfälle aber irgendwie im Lauf der 2010er ausstarb. Am Anfang war das noch wie viele Jahrzehnte zu vor ein heißes Thema und es gab da auch noch diverse Aktionen um das zu verhindern, am Ende wie heute ist so was kaum noch passiert.
Hängt sicher auch mit dem aussterben der Großraumdissen auf dem Land zusammen und das heute jeder schnöselige Bluetoothlautsprecher Mucke bei exzellenter Qualität über Stunden abspielen kann.
Zitat:
@dodo32 schrieb am 05. Juni 2021 um 11:32:21 Uhr:
War eben der Zeitgeist. Ob das nun gut oder schlecht war, sei dahingestellt.
Es geht doch nicht um den "Zeitgeist", mit dem man gerne alles mögliche rechtfertigt. Es geht auch nicht darum, was Privatleute in oder mit ihren Autos gemacht haben. In einem offiziellen Werbefilm mit 210 km/h über eine auf 100 km/h limitierte Landstraße zu fahren, ist schon tollkühn. Seriös geht und ging anders.
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@Ostelch schrieb am 5. Juni 2021 um 22:43:54 Uhr:
Zitat:
@dodo32 schrieb am 05. Juni 2021 um 11:32:21 Uhr:
War eben der Zeitgeist. Ob das nun gut oder schlecht war, sei dahingestellt.
Es geht doch nicht um den "Zeitgeist", mit dem man gerne alles mögliche rechtfertigt. Es geht auch nicht darum, was Privatleute in oder mit ihren Autos gemacht haben. In einem offiziellen Werbefilm mit 210 km/h über eine auf 100 km/h limitierte Landstraße zu fahren, ist schon tollkühn. Seriös geht und ging anders.
Grüße vom Ostelch
Ich denke, wir schreiben ein wenig aneinander vorbei. ;) Natürlich war es schon immer unseriös, sich über Regeln hinwegzusetzen. Ob heute oder vor 100 Jahren. Die Frage ist, wie hoch war und ist die gesellschaftliche Akzeptanz (gewesen). Das ist keine Rechtfertigung sondern eine Erklärung, warum es nur ein geringer Prozentsatz der Menschen als "skandalös" empfunden hat. Sonst hätte es das Filmchen niemals aus der Marketingabteilung heraus geschafft. Es war eben eine andere Zeit und damals wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen von einem höheren Prozentsatz als heute, eher als Empfehlung, denn als Vorschrift empfunden. Da es um Empfindungen geht, sprach ich von "Zeitgeist". Das war halt so und wurde eher als Kavaliersdelikt gewertet. Und noch einmal: man muss das nicht gut finden.
Zitat:
Ich kann mich noch erinnern, dass das Thema Discounfälle aber irgendwie im Lauf der 2010er ausstarb. Am Anfang war das noch wie viele Jahrzehnte zu vor ein heißes Thema und es gab da auch noch diverse Aktionen um das zu verhindern, am Ende wie heute ist so was kaum noch passiert.
An diese Zeit erinnere ich mich auch noch gut. Die Kampagnen haben irgendwann Wirkung gezeigt. Die Leute sind vernünftiger geworden. Ich werde das Wort "Zeitgeist" nicht mehr verwenden, da ich dafür gerügt wurde. Es war einfach so, dass es nur sehr wenige interessiert hat, ob man sich mit 3 oder 4 Bier hinters Steuer gesetzt hat. Auch die Polizei sah das seeeehr entspannt. Ich erinnere mich noch gut an die eine oder andere Kontrolle: haben Sie Alkohol getrunken? "Ja". Wieviel? "2 oder 3 Bier" Mehr nicht? "Nein". Ok, weiter fahren.
Und ja, das war nicht richtig, nicht gut, gefährlich, unseriös - was auch immer. Es war halt so und hatte eine breite gesellschaftliche Akzeptanz. Und man sieht an solchen Beispielen doch recht schön, wie sich eine Gesellschaft weiterentwickelt. Auch am Video des "siebten Sinn". Da braucht man imho auch kein riesen Fass aufmachen wie frauenfeindlich die damaligen Sender waren. Würde auch den Thread irgendwie ad absurdum führen wenn wir jetzt jeden Stream im Detail auseinander nehmen und Menschen / Unternehmen rückwirkend stigmatisieren.
So, ich muss wieder arbeiten und werde mich auch nicht weiter dazu äußern. :)
P.S.: "tollkühn" waren nicht nur die Hersteller. Sondern auch die Tester..., siehe Bild - alle 4 Räder in der Luft...:eek::D
Ich wollte hier gar kein Riesenfass aufmachen, sondern nur darauf hinweisen, was damals möglich war. Gesellschaftspolitische Diskussionen hatte ich nicht im Sinn. ;)
Grüße vom Ostelch
Zitat:
@dodo32 schrieb am 6. Juni 2021 um 12:09:51 Uhr:
Zitat:
@Ostelch schrieb am 5. Juni 2021 um 22:43:54 Uhr:
Es geht doch nicht um den "Zeitgeist", mit dem man gerne alles mögliche rechtfertigt. Es geht auch nicht darum, was Privatleute in oder mit ihren Autos gemacht haben. In einem offiziellen Werbefilm mit 210 km/h über eine auf 100 km/h limitierte Landstraße zu fahren, ist schon tollkühn. Seriös geht und ging anders.
Grüße vom Ostelch
Ich denke, wir schreiben ein wenig aneinander vorbei. ;) Natürlich war es schon immer unseriös, sich über Regeln hinwegzusetzen. Ob heute oder vor 100 Jahren. Die Frage ist, wie hoch war und ist die gesellschaftliche Akzeptanz (gewesen). Das ist keine Rechtfertigung sondern eine Erklärung, warum es nur ein geringer Prozentsatz der Menschen als "skandalös" empfunden hat. Sonst hätte es das Filmchen niemals aus der Marketingabteilung heraus geschafft. Es war eben eine andere Zeit und damals wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen von einem höheren Prozentsatz als heute, eher als Empfehlung, denn als Vorschrift empfunden. Da es um Empfindungen geht, sprach ich von "Zeitgeist". Das war halt so und wurde eher als Kavaliersdelikt gewertet. Und noch einmal: man muss das nicht gut finden.
Zitat:
@dodo32 schrieb am 6. Juni 2021 um 12:09:51 Uhr:
Zitat:
Ich kann mich noch erinnern, dass das Thema Discounfälle aber irgendwie im Lauf der 2010er ausstarb. Am Anfang war das noch wie viele Jahrzehnte zu vor ein heißes Thema und es gab da auch noch diverse Aktionen um das zu verhindern, am Ende wie heute ist so was kaum noch passiert.
An diese Zeit erinnere ich mich auch noch gut. Die Kampagnen haben irgendwann Wirkung gezeigt. Die Leute sind vernünftiger geworden. Ich werde das Wort "Zeitgeist" nicht mehr verwenden, da ich dafür gerügt wurde. Es war einfach so, dass es nur sehr wenige interessiert hat, ob man sich mit 3 oder 4 Bier hinters Steuer gesetzt hat. Auch die Polizei sah das seeeehr entspannt. Ich erinnere mich noch gut an die eine oder andere Kontrolle: haben Sie Alkohol getrunken? "Ja". Wieviel? "2 oder 3 Bier" Mehr nicht? "Nein". Ok, weiter fahren.
Und ja, das war nicht richtig, nicht gut, gefährlich, unseriös - was auch immer. Es war halt so und hatte eine breite gesellschaftliche Akzeptanz. Und man sieht an solchen Beispielen doch recht schön, wie sich eine Gesellschaft weiterentwickelt. Auch am Video des "siebten Sinn". Da braucht man imho auch kein riesen Fass aufmachen wie frauenfeindlich die damaligen Sender waren. Würde auch den Thread irgendwie ad absurdum führen wenn wir jetzt jeden Stream im Detail auseinander nehmen und Menschen / Unternehmen rückwirkend stigmatisieren.
So, ich muss wieder arbeiten und werde mich auch nicht weiter dazu äußern. :)
P.S.: "tollkühn" waren nicht nur die Hersteller. Sondern auch die Tester..., siehe Bild - alle 4 Räder in der Luft...:eek::D
Wie man auch an den Zahlen der aktiven Gaststätten, Kneipen und getrunkenen Hektoliter Bier pro Jahr sieht, merkt man das heute wesentlich weniger gesoffen wird als früher. Allein wenn ich die Storys höre, was damals noch in der Firma (Behörde!) teilweise vernichtet wurde. Heute undenkbar, da bekommst du schon böse Blicke wenn du ein alkoholfreies Getränk trinkst das in einer Flasche steckt, die nach Bier aussieht.
Selbst bei den ehrenamtlichen HiOrgs (Hilfsorganisationen) wie Feuerwehr, THW u.s.w. Früher völlig normal das es nach dem Dienst was hopfiges gab, heute, gerade um so jünger und moderner die Einheit ist, überhaupt nicht mehr. Nur zu offiziellen Feierstunden wird da noch zugelangt. Und dann trinken auch nur die, die irgendwie sicher gestellt haben, dass sie kein Lenkrad mehr in der Hand halten müssen. Teilweise werden sogar Fahrdienste organisiert.
Und was die Frauenfeindlichkeit angeht. Man darf halt nicht vergessen, der Clip ist über 40, eventuell sogar 50 Jahre alt. Die Welt dreht sich immer schneller und das war damals noch eine ganz andere Zeit von heute gesehen. Deswegen kann ich auch älteren Menschen oftmals keine Vorwürfe für ihr Verhalten machen, dass sind mittlerweile oft Zeitreisende aus einer ganz anderen Epoche. Weswegen ich auch diesen Thread aufgemacht hab, eben weil Zeiten die gesamtgeschichtlich erst gestern waren sich doch so fundamental von unserer heutigen Welt unterscheiden.
Zitat:
@MrMinuteMan schrieb am 6. Juni 2021 um 16:46:37 Uhr:
Allein wenn ich die Storys höre, was damals noch in der Firma (Behörde!) teilweise vernichtet wurde. Heute undenkbar, da bekommst du schon böse Blicke wenn du ein alkoholfreies Getränk trinkst das in einer Flasche steckt, die nach Bier aussieht.
Als ich Ende der 90er bei einem Automobilzulieferer arbeitete, war diese Ära dort schon vorbei. Aber, wie Du sagst, die Geschichten der älteren Mitarbeiter. :eek::D Da konnte es schon einmal sein, dass der eine oder andere nach Feierabend mitsamt Auto aus dem Graben gezogen werden musste. Die Bierautomaten gab es zu meiner Zeit nicht mehr aber eine kleine Anekdote erzähle ich in diesem Kontext gerne denn getrunken, wurde immer noch. Eines Morgens, kurz vor der Brotzeit, kam einer der älteren Kollegen und fragt, ob ich auch einen Tequilla (!) möchte. :eek::D Ja, komm, ein kleiner geht schon, dachte ich mir und ging kurz austreten. Als ich zurück kam, stand ein randvoller (!) Plastikbecher an meinem Platz. Selbstredend habe ich diesen höflich zurück gegeben und mir einen neuen geben lassen der ca. einen halben Zentimeter gefüllt war. Der Capo hatte sich ein 0,5 Liter Glas füllen lassen und das auch bis Feierabend vernichtet. :eek: Da konnte man sich bildlich vorstellen, wie das früher zugegangen war. Vom Stapler gefallen usw.
Zitat:
Und was die Frauenfeindlichkeit angeht. Man darf halt nicht vergessen, der Clip ist über 40, eventuell sogar 50 Jahre alt. Die Welt dreht sich immer schneller und das war damals noch eine ganz andere Zeit von heute gesehen. Deswegen kann ich auch älteren Menschen oftmals keine Vorwürfe für ihr Verhalten machen, dass sind mittlerweile oft Zeitreisende aus einer ganz anderen Epoche. Weswegen ich auch diesen Thread aufgemacht hab, eben weil Zeiten die gesamtgeschichtlich erst gestern waren sich doch so fundamental von unserer heutigen Welt unterscheiden.
Genau genommen war es gar nicht so frauenfeindlich, wie es heute auf den ersten Blick aussieht. Viele Autos hatten keine Servolenkung, manche nicht mal einen Bremskraftverstärker. Auto und insbesondere LKW fahren, war schon aus körperlicher Sicht lange Zeit "Männersache". Vom starten bzw. dem verstellen der Zündung während der Fahrt ganz zu schweigen. Die Rollen waren auch völlig anders verteilt und die meisten Frauen hatten gar kein Interesse an der Technik. Das ist ein himmelweiter Unterschied als nur pauschal zu sagen, sie hätten schlicht keine Ahnung, nur weil sie Frauen sind. Die Damen waren zu Hause, kümmerten sich um den Nachwuchs, kochten etc., während die Herren das Geld verdienten. Es war nach meiner Kenntnis noch bis in die 1970er Jahre hinein gesetzlich möglich, seiner Frau das arbeiten zu verbieten.
Den Clip vom LKW Fahrer aus den Siebzigern hatten wir glaub schon?
https://www.youtube.com/watch?v=maN4zFPG_YY
Ich stelle fest wir sind uns einig, dass man viele Dinge in den Kontext der jeweiligen Epoche einordnen sollte. Meiner Oma, ja, die lebt noch, würde bis heute im Traum nicht einfallen sich als diskriminiert zu sehen, nur weil sie die Kinder großgezogen hat. Für meinen verstorbenen Großvater väterlicherseits war es unvorstellbar, dass seine Frau arbeitet. Er hat sich in der alleinigen Verantwortung für Familie, Unterhalt, Haus etc. gesehen. Das verdient in einem gewissen Rahmen durchaus Anerkennung. Da gab's kein Mimimi, Burnout etc. In die Hände gespuckt und die Kohlen heranschaffen, lautete die Parole.
Anyway, Ende der 80er sah die Welt ja schon anders aus ;)
Der Umgang mit Alkohol war definitiv deutlich anders. Es wurde gefahren, solange man glaubte, es ginge schon noch. Irgendwelche Promillegrenzen spielten da kaum eine Rolle. Nun lag diese ab 1953 bei stolzen 1,5 Promille und erst ab 1973 bei 0,8. 0,5 gilt seit 2001. Bis 1973 konnte man also in einem Zustand legal Autofahren, der einem heute ein Strafverfahren einbringt. Die Unfallzahlen waren ja auch entsprechend.
Grüße vom Ostelch
Jo, ich fahre besoffen besser als du nüchtern. :D
Klar. Nach'm Kaste Lischer fohr isch sischer! :D
Grüße vom Ostelch
