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Hilfe, mir wurde ein verkehrter Neuwagen geliefert

Themenstarteram 5. Juni 2006 um 14:15

Am 12.04.2006 wurde ich in einen Unfall verwickelt, wobei mein Voyager 2,5 CRD SE (mit orig. schwarzen Scheiben) EZ 04/05 „totalbeschädigt“ wurde. Am 13.04.2006 fragte ich bei etlichen bayerischen Chryslerhäusern u.a. nach einem Gebraucht- oder Neuwagen der Ausführung Chrysler Voyager 2,8 CRD „Comfort“ in schwarzmetallic mit original abgedunkelten Scheiben an. Ich wünschte zusätzlich wie schon beim kaputten Fahrzeug Metalliclackierung „Brilliant Black Crystal Metallic“ und „Heckscheibe und Seitenscheiben hinten abgedunkelt“.

Beim Angebot eines Regensburger Händlers, der neben seiner offiziellen Mercedesvertretung noch keine offizielle Chryslervertretung hatte und daher mit einem Landhuter Händler zusammenarbeitete, hieß es auf der ersten Seite u.a. Lackierung: Black Metallic und Innenausstattung: Medium Slate Gray Stoff. Weiter wurde dann ausgeführt: „Ihr Chrysler Voyager Comfort 2.8 CRD Automatik hat folgende Serienausstattung:..“. Hier wurde dann alles im Detail aufgeführt, also u.a. Nebelscheinwerfer, ABS, ASR, Lederlenkrad mit Audiobedienelementen und auch Polsterung in Teilleder incl. Sitzheizung und Leseleuchten im Fond. In der handschriftlichen Bestellung wurde dann nur noch „Voyager Comfort 2.8 CRD Automatik Black Met, Medium Gray Stoff, Abgedunkelte Scheiben“ vermerkt.

Endlich Ende Mai wurde das Fahrzeug in Regensburg angeliefert. Ich holte abends den Fahrzeugbrief ab um das Fahrzeug zuzulassen. Bei dieser Gelegenheit führte mich ein Angestellter in die spärlich ausgeleuchtete Tiefgarage. Hier stellte ich fest, dass das vorwärts recht eng eingeparkte Fahrzeug den Schriftzug „Comfort“ aufwies und mit den für den „Comfort“ typischen Alufelgen und in Wagenfarbe lackierten Seitenschutzleisten ausgestattet war. Von außen vermittelte dass Fahrzeug also „Comfort“- Ausstattungsmerkmale. Ich bat darum einen Blick ins Fahrzeuginnere werfen zu dürfen, was jedoch mit der Begründung die Fahrzeugschlüssel seien im Tresor weggeschlossen abgelehnt wurde.

Am nächsten Tag wurde mir das Fahrzeug dann von einem Lehrling in der von der Straße her führenden Einmündung übergeben, was heißt übergeben, er ging so den halben Weg mit und übergab mir dann die Schlüssel in die Hand. Das kannte ich ja noch gar nicht! Letztes Jahr hat sich meine Frau ihren TT-Roadster im Werk in Ingolstadt abgeholt was bestens inszeniert wurde, ja es war ein Festakt. Heuer kaufte ich von einer „preiswerteren Marke“ ein „preiswerteres Modell“ (Skoda Fabia) für meine Tochter. Das Fahrzeug wurde in der Mitte der Verkaufshalle präsentiert und meine Tochter und ich bekamen eine Einweisung vom Feinsten, ehe der Geschäftsführer uns gute Fahrt wünschte und einen Prosecco (für die Ankunft zu Hause) überreichte. Ähnlich lief es bei den 3 Neuwagen Chrysler Voyager die ich in den letzten zehn Jahren kaufte. Naja, vielleicht läuft das bei Mercedes ja anders, wenn man kurz zuvor mit einem Skoda auftauchte? Vielleicht muß man sich die Sterne dann erst verdienen?

Schon beim ersten Anblick im Tageslicht erkannte ich die Stoffsitze (so wie Sie beim Standardmodell Classic verbaut werden jedoch mit Lendenwirbelstütze) und beim näheren Inaugenscheinnehmen die fehlenden Leseleuchten im Fond. Das hatte ich nicht bestellt. Bei der Unterzeichnung der Bestellung betonten meine Frau und ich sogar noch einmal, dass die „Lederausstattung“ ein Vorteil sei, da sich dort weniger Hundehaare verfingen.

Ich monierte diese beiden Umstände und dann geriet die „Mühle ins Mahlen“. Es wurde zwischen Regensburg und Landshut rege telefoniert und plötzlich meinte man, ich hätte das serienmäßige Ausstattungsmerkmal „Polsterung Teil-Leder incl. Sitzheizung vorn durch die Begriffe „Medium Gray Stoff“ abgewählt. „Abgewählt“(?), diesen Begriff kannte ich bislang nur aus der Politik und ich wies die Chefin des Hauses darauhin, das diese Willenserklärung niemals von mir abgegeben wurde, ja im Gegenteil die Teil-Leder-Polsterung im Sinne unserer Hunde gewünscht wurde.

Ich erklärte (vielleicht etwas zu freimütig), dass ich unbedingt auf das Auto angewiesen bin und es auch so nehmen würde, wenn man mir einen Preisnachlaß gewähren würde. Ab jetzt glühten die Telefondrähte zwischen Regensburg, Landshut und Berlin (Daimler-Chrysler-Konzern). Man konnte mir keine definitive Aussage über die weitere Haltung des Autohauses geben und ich vereinbarte mit der Chefin des Hauses schriftlich, dass ich einen Preisnachlaß von 2.500,00 € fordere und ich am Donnerstag und Freitag das Auto bis zu einer km-leistung von 400 nutzen könne. Falls keine Einigung herbeigeführt würde könne ich das Fahrzeug zurückgeben.

Freitag mittags kam ich mit dem Fahrzeug und 380 gefahrenen Kilometern zurück. die Chefin war zwischenzeitlich in den Pfingsturlaub geflogen und ihr Stellvertreter meinte „Ich lasse mich nicht über den Tisch ziehen“. Er bot mir eine Minderung von 500,00 € an, sonst käme das Fahrzeug nicht vom Hof. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass ich de facto den Lieferzustand des Fahrzeugs schon akzeptiert habe indem ich das Fahrzeug anmeldete und vom „Hof fuhr“ (naja das habe ich ja schon erklärt)

Mit einem Trinkgeld wollte ich mich dann doch nicht abspeisen lassen und ließ das Fahrzeug da. Das Geld von meinem Unfallwagen, der von dem Autohaus schon wieder weiterverkauft wurde (9.500,00 €) wollte der Stellvertreter dann aber auch nicht rausrücken. So, jetzt ist Pfingsten vorbei und bin gespannt, was der Herr weiter „auf Lager hat“. Morgen hole ich einen Leihwagen (Touran) von Europcar (288,-€/Woche incl. km) ab, da ich nächste Woche wirklich ca. 3500 km fahren muß und eigentlich einen Minivan dazu brauche – in dem Fall eben einen Microvan).

Was meint Ihr, kann man die Kuh noch vom Eis bringen? Und wenn dann wie?

 

Gruß Peter

7 Antworten
am 5. Juni 2006 um 14:28

Naja,

ich gkaube du hast schlechte Karten, du hast zwar wie du gesagt hast die Ausstattung nicht bestellt, aber die Tatsache, dass du den Wagen schon gefahren bist, weist darauf hin, dass du ihn so akzeptiert hast. Ich hätte den Wagen da gelassen und auf den Bestellschein gepocht, da steht ja schwarz auf weiss drin, was du für ein Auto bestellt hast. Am besten du nimmst dir einen Anwalt, denn mit ein bisschen Druck von rechtlicher Seite kann man noch immer am meisten erreichen.

Ich wünsche dir noch viel Glück und befolge besser meinen Rat mit dem Anwalt, je weniger Zeit ins Land geht, desto bessere Chancen hast du.

MfG

Themenstarteram 5. Juni 2006 um 14:49

Ich habe mit der Fahrt das Fahrzeug nicht abgenommen

 

Mir wurde das Fahrzeug lediglich für zwei Tage und max. 400km zur Nutzung überlassen. Es hieß ausdrücklich, wenn keine Einigung herbeigeführt werden kann kann ich das Fahrzeug zurückbringen. Die wurde schriftlich fixiert.

Nachdem ich das Fahrzeug zurückbrachte ließ ich mir auch dies wie die Unversehrtheit des Fzgs schrfitlich bestätigen

am 5. Juni 2006 um 21:16

Ja, aber dir zufolge wird ja keine Einigung getroffen, die wollen den Wagen so nicht zurücknehmen und du bekommst nicht den Nachmass den du forderst, also sind bei beiden Seiten die Fronten verhärtet, der einzige der da noch helfen kann ist ein Richter. So weit muss es jedoch nicht kommen, nimm dir einen Anwalt, das regelt die Sache meistens dann schon. So wie ihr im Moment verfahrt, wird das ja ein ewiger hin und her.

Auch wenn sie dir schriftlich zugesichert haben, dass sie den Wagen nach 400km zurücknehmen hast du ja jetzt weder deinen Wunschwagen, noch deine 2500 Euro Nachlass.

Ich weiss ja nicht wie lange du das Spielchen noch mitspielen willst?!

am 7. Juni 2006 um 7:12

Hi,

schreibe einen Brief an Chrysler Berlin.

Die geben dem Händler dann richtig Gas.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast auf jeden Fall mal

vom anwalt prüfen lassen.

Da Du im Kaufvertrag Stoff stehen hast und unterschrieben hast

wird das ganze wohl immer eine Good Will Aktion des Händlers bleiben. Denn auch wenn es sich blöd anhört aber man kann

auch Ausstattungen abwählen. Vielleicht kann man über Chrysler

Deutschland mal erfragen ob das Fahrzeug werksseitig so ausgeliefert wurde oder ob die Lederausstattung für einen anderen Wagen umgebaut wurde.

am 7. Juni 2006 um 7:18

Hi,

was mir auch spanisch vorkommt ist die Lendenwirbelstütze in Verbindung mit Stoff. Die Lendenwirbelstütze gibt es für den

deutschen Markt nur in Verbindung mit Leder.

Vielleicht solltest Du anhand der Fahrgestellnummer mal prüfen

ob das Fahrzeug kein EU-Import ist.

Dann stünden deine Karten gleich mal viel besser, denn darauf

hätte man dann hinweisen müssen.

Viel Glück.

@Canin

Am sinnvollsten wäre es, wenn du dich mit deinem Problem an einen Fachanwalt für Vertragsrecht wenden würdest. Angesichts der Werte, um die es hier geht, wäre diese Vorgehensweise nicht überzogen.

am 17. Juni 2006 um 9:58

Ja der Gang zum Anwalt wäre das probateste Mittel.

Zudem würde ich mich an die Kummerkästen von Autozeitungen wenden. Wenn sich diese für dich einsetzen, dann ist die Kuh oftmals vom Eis.

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