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Hilfe - kapitaler Motorschaden an S450 nach Steuerkettenreparatur und Service B

Mercedes S-Klasse W221
Themenstarteram 13. August 2015 um 7:26

Hallo zusammen,

ca. 500km nach Wechsel der Steuerkette bei MB (km 192.000) und Service B ging letzte Woche die gelbe Motorleuchte an. Der Motor lief ganz normal weiter -also ab zu MB.

Diagnose war zunächst Nockenwellenverstellung, was sich aber nicht bewahrheitete.

Daraufhin wurde -nach einigem Teile-tauschen und Rücksprache mit Stuttgart- festgestellt, dass - durch einen Defekt der Ölpumpe, die Nockenwellen kurzzeitig trocken gelaufen sind. Beide Köpfe (durch integrierte Nockenwellen) und Ölpumpe sind in jedem Fall hin, die Prüfung dauert aber noch am. Mal sehen wie die Zylinder aussehen...

Mercedes kennt wohl derartige Probleme, lehnt aber jegliche Kulanz (was bei der Laufleistung natürlich normal ist) ab.

Randbemerkung: Ich finde es sehr verwunderlich, zumal die 8-Zylinder-Motoren wohl nicht über eine Öldruck-Überwachung verfügen.(??)

Ok, bei 192tkm verabschiedet sich ein Motor schonmal - allerdings wurde das Fahrzeug fast ausschließlich auf Langstrecke (550km/Tour) eingesetzt und durchgehend bei MB nach Serviceanzeige gewartet und immer vorausschauend repariert.

Die Große Frage ist nun, was mache ich mit dem Fahrzeug?

Habt Ihr eine Idee, ob eine Teilreparartur des Motors bei diesem km-Stand überhaupt sinnvoll ist?

Wie hoch ist der Wert eines Autos mit Motorschaden?

Gibt es wirtschaftlich sinnvolle Alternativen?

Der Pflegezustand ist sehr gut, die Reparaturkosten (Köpfe usw.) werden den Zeitwert wahrscheinlich übersteigen.

Danke & VG

Beste Antwort im Thema

Leider sind wir hier wieder an dem ganz grundsätzlichen Problem angelangt, welches dazu geführt hat, dass ich auf neuere Sterne einfach keine Lust mehr habe.

Diese dämlichen, technisch aufgeblähten Fahrzeuge führen doch tatsächlich nur dazu, dass sie ab einer gewissen Km-Leistung dazu neigen, ganz einfach anfälliger zu sein. Egal, ob es Torbolader, Steurerketten oder sonstwas sind.

Klar ist der ursprüngliche Ausgangspunkt für die technisch komplexen Motoren die Einsparug von Treibstoff und damit auch Emissionen....

Aber ich bin einfach so ein Egoist, der sagt, dass es mir egal ist, wenn ich meinen S 500 L tatsächlich nicht über 11 -11,6 l Durchschnittsverbrauch fahre (und zwar durchaus nicht langsam), ob dann eine neue S-Klasse 1,5 l weniger braucht, wenn ich dafür schon nach 200.000 km einen neuen Motor brauche und spätestens zu diesem Zeitpunkt einen Restwert mit einem kaputten Auto habe, der eigentlich nicht mehr nennenswert ist.

Mein Dickschiff hat jetzt 11j auf den Buckel....und schnurrt fast wie ein Kätzchen, wenn mam mal von seltsamen Minivibrationen absieht, die wohl irgendwo aus der Fahrwerksgegend kommen.... Da ist es doch sicher umweltfreundlicher, ein bisschen mehr Sprit zu brauchen und dafür nicht alle Nase lang nen neues Auto zu kaufen, wenn man sich überlegt, welche Primärenergie für den Bau des Fahrzeugs aufgebracht werden muss.

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Zitat:

@mercedesSLfahrer schrieb am 5. September 2015 um 11:12:49 Uhr:

...mich nervt dabei eines:

Früher war ein Handschlag ein Handschlag und die Vertragsparteien hielten sich an ihre Vereinbarungen. Auch galt einmal ein Grundsatz, dass man zu seinen Fehlern steht, wenn diese nun einmal passiert sind.

Das gilt auch heute noch! BGB § 242 "Leistung nach Treu und Glauben" sagt deutlich das man sich darauf verlassen muss das der Vertragspartner seine Arbeit so verrichtet wie man es erwarten sollte. Man braucht als Kunde mit Sicherheit nicht erwarten das eine Fachwerkstatt es kaputt repariert.

Ist das eigentlich eine gute Werbung für die Werkstatt wenn bekannt wird welche es ist???

Zitat:

 

Ich denke, dass Motorenbauer & Sachverständiger zunächst gut dokumentieren werden. Das Gespräch suche ich ohne Anwalt, handwerklich kann der derzeit auch nichts weiter ausrichten. Wenn ich einen Anwalt mitnehme, fährt die Werkstatt ihren Anwalt auf und das verlangsamt den Prozess wohl deutlich. (das ist zumindest der Rat unseres Anwalts)

Sehe ich völlig anders:

Ich sehe die Gefahr, dass ein vermutlich absoluter jur. Laie bei solchen Gesprächen "Mist baut" ... den später ein Anwalt kaum noch beheben kann...

Dieses Risiko besteht nicht bei Gesprächsführung durch den Anwalt (ich würde mich dabei als Laie eh nicht äussern... meine Nerven tunlichst schonen). Was denkbar ist: die Gegenseite wehrt sich gegen anwaltliche Honorarforderung für diesen Einsatz unter dem Aspekt "Gegner ist zur Kostenminimierung verpflichtet.."

Schlechte Presse ist immer noch besser als gar keine Presse.

am 5. September 2015 um 12:21

Einen Anwalt würde ich zum Gespräch auch nicht mitnehmen, ich bin Jurist. Das kann in diesem Stadium der Evaluierung tatsächlich verstörend wirken, also für die Gegenseite...

Allerdings spricht nichts gegen ein Gesprächsprotokoll.;)

Viel Erfolg!

Zitat:

@thomne schrieb am 4. September 2015 um 21:03:41 Uhr:

Zitat:

 

P.S. Und auf dem Bild hier:

http://www.motor-talk.de/.../bild2-i208096490.html

sieht man doch ganz unten die "Ablaufbohrung", zum entleeren des Filtergehäuses.

Ich kann da leider nichts erkennen, da mir der Sachverstand fehlt. Mercedes scheint sich da auch nicht auszukennen und hat mir angehängtes PFD (Bild) geschickt.

Leider hatte Mercedes den Motor bei der Fehlersuche schon in der Mache und erklärt den relativ öllosen Filter mit der Suche nach Spänen. Dem Motorenbauer kommt das aber alles unschlüssig vor.

Zusammenfassung: Ein Motor war bei 50% seine Lebensdauer (Zitat MB: 400tsd km) in der Wartung und ist wenige KM nach dem letzten Service aufgrund Ölmangel kaputt gegangen. Öl war drin, Kontrollen haben nicht geleuchtet und die Ölpupe ist iO. Rest weiß keiner.

Montag hab ich Termin beim Serviceleiter, ggf. anschließend beim Anwalt. Parallel nimmt die Dekra eine Begutachtung vor.

Hab ich was vergessen?

Das Teil Nummer "30" sieht genauso aus wie dein Teil auf dem Bild! Da fehlt also ersteinmal nix, würde ich sagen!?

MfG Günter

Zitat:

@mercedesSLfahrer schrieb am 5. September 2015 um 11:12:49 Uhr:

 

Schade, dass eine Vertragswerkstatt/Niederlassung des Freundlichen, die bei Würdigung der Faktenlage durchaus der Meinung sein sollte, maßgeblich an der Schadensursache beteiligt zu sein, derartig mauert und alles abstreitet.

Wenn ich mich nicht irre, hat die MB Werkstatt bis jetzt ihre Verantwortung nicht grundsätzlich abgestritten, oder?

Und bis zur Klärung der eigentlichen Ursache des Motorschadens, wird die Werkstatt auch kein verschulden einräumen.

Aktuell scheint doch auch der Motoreninstandsetzer, noch nicht sicher zu sein was zu dem schaden führte!?

Erst mit einer Ursache, ist es möglich eine Verbindung zu der arbeit der Werkstatt herzustellen (die Werkstatt hat dies o. das falsch o. nicht beachtet u. in folge...)!

OHNE URSACHE die eindeutig in zusammenhang mit der Werkstattleistung steht, wird man die Werkstatt nicht belangen können!

Deshalb ist es zur Zeti vielleicht ratsamer, erst einmal freundlich zu bleiben! Dann könnte es vielleicht (falls der Werkstatt kein verschulden nachzuweisen ist) noch möglich sein, das sich die Werkstatt im rahmen der langjährigen Kundenbindung, doch irgendwie "beteildig" z.B. den aus/ einbau des Motors sehr günstig ausführt!

MfG Günter

Zitat:

@Maybal schrieb am 5. September 2015 um 14:21:39 Uhr:

Einen Anwalt würde ich zum Gespräch auch nicht mitnehmen, ich bin Jurist. Das kann in diesem Stadium der Evaluierung tatsächlich verstörend wirken, also für die Gegenseite...

Allerdings spricht nichts gegen ein Gesprächsprotokoll.;)

Viel Erfolg!

Mein reden!

Allerdings würde ich das Gespräch mit der Werkstatt erst suchen, wenn eine Ursache fest steht!

Dann kann man auch über Fakten u. nicht blosse Vermutungen reden!

Das ein, wie auch immer gearteter Fehler der Werkstatt im Raum steht, ist auch der Werkstatt klar, folglich könnte ein Gespräch, das nicht auf Fakten zur Ursache basiert, die Werkstatt schnell in die "Ecke drängen" (wer läßt sich schon gerne ohne Fakten nachsagen o. unterstellen er hätte "gemurkst"!) u. dann geht mitunter später garnichts mehr!

Ich würde warten bis der Motoreninstandsetzer u. der Gutachter zu einem Ergebniss hinsichtlich der Ursache gekommen sind. Dann erst das Gespräch (vorher je nach Faktenlage, nochmals mit dem eigenen Anwalt reden) mit der Werkstatt führen, bei dem man dann klar sagen kann, das die Werkstatt dieses o. jenes falsch gemacht habe.... o. ein zusammenhang mit der Werkstattleistung liese sich nicht erkennen... ob nicht ein wie auch immer geartetes "Entgegenkommen" möglich sein (Sachleistung z.B. Motor aus/ einbau günstig)!

MfG Günter

Themenstarteram 6. September 2015 um 6:08

 

Das Teil Nummer "30" sieht genauso aus wie dein Teil auf dem Bild! Da fehlt also ersteinmal nix, würde ich sagen!?

MfG Günter

Und das ist ja das eigentliche Problem. Nachdem der Fehler auftrat war das Auto noch 2 Wochen zur Fehlersuche in der Werkstatt.

Das Fehlerbild passt nicht zum vorgefundenen Zustand. Da hat man schon zu viel "geschraubt". Allerdings: Die Ölpumpe ist 100% in Ordnung, Öl war drin, Kanäle nicht verstopft. Theoretisch hätte der Motor einwandfrei laufen...

Ob am Ende das defekte Ölfiltergehäuse noch nachträglich getauscht wurde unterstelle ich nicht und das ist mir als Kunde auch egal. Wenn ein Kunstfehler vorliegt, dann wird das sicher reguliert - ansonsten wird das in der Tat gerichtlich geklärt.

PS: Das Auto steht jetzt seit einem Monat auf der Bühne....

...Plastikteile tragen in der Regel einen Stempel mit Produktionsdatum. Ich kenne das Material des Ölfiltergehäuses nicht, würde aber mal "sicherheitshalber" nachsehen, ob auf dem Teil ein stempel zu sehen ist, und ob das Produktionsdatum passt.....

Also bisher weis man noch nicht, warum der Motor verreckt ist?

Dann ist auch die Vorgehensweise, gegenüber der Werkstatt "vorsichtig" zu sein, durchaus richtig...

Zitat:

@thomne schrieb am 6. September 2015 um 08:08:47 Uhr:

 

[/quote

Das Teil Nummer "30" sieht genauso aus wie dein Teil auf dem Bild! Da fehlt also ersteinmal nix, würde ich sagen!?

MfG Günter

[/quote

Und das ist ja das eigentliche Problem. Nachdem der Fehler auftrat war das Auto noch 2 Wochen zur Fehlersuche in der Werkstatt.

Das Fehlerbild passt nicht zum vorgefundenen Zustand. Da hat man schon zu viel "geschraubt". Allerdings: Die Ölpumpe ist 100% in Ordnung, Öl war drin, Kanäle nicht verstopft. Theoretisch hätte der Motor einwandfrei laufen...

Ob am Ende das defekte Ölfiltergehäuse noch nachträglich getauscht wurde unterstelle ich nicht und das ist mir als Kunde auch egal. Wenn ein Kunstfehler vorliegt, dann wird das sicher reguliert - ansonsten wird das in der Tat gerichtlich geklärt.

PS: Das Auto steht jetzt seit einem Monat auf der Bühne....

.

Sind auch die 3 Gummidichtungen vorhanden.

Wenn die untere fehlt können die Kolben von unten nicht gekühlt werden und brennen durch.

Zitat:

@mercedesSLfahrer schrieb am 6. September 2015 um 09:42:18 Uhr:

...Plastikteile tragen in der Regel einen Stempel mit Produktionsdatum.

Daran habe ich auch gerade gedacht! Mal schauen, ob sich die Daten "decken" (falls vorhanden)!

Allerdings schein dieses Teil deutlich kompakter zu sein, wie diese Teile die zum abbrechen des vorderen Teiles neigen!

Eine frage ist immer noch unbeantwortet: Wenn die Ölpumpe i.O. ist, wö ist dann der Öldruck "geblieben", bzw. was hat zu diesem Schadensbild geführt?

MfG Günter

Themenstarteram 9. September 2015 um 6:26

Zitat:

 

Eine frage ist immer noch unbeantwortet: Wenn die Ölpumpe i.O. ist, wö ist dann der Öldruck "geblieben", bzw. was hat zu diesem Schadensbild geführt?

MfG Günter

Und genau das ist das große Rätsel. Der Gutachter hat den Schaden am zerlegten Motor aufgenommen. Morgen ist ein Gespräch mit dem Serviceleiter - hier hat man aber schon Bereitschaft (was auch immer das bedeutet) angedeutet...

Im Notfall habe ich die Deckungszusage von der Rechtsschutzversicherung.

VG,

...viel Erfolg bei dem Gespräch....

Ich denke, die Aufbereitung des Motors wird zwischen 5 und 8 TEur kosten....

Ein Tauschmotor liegt wohl bei 20 - 25 TEur.

Wäre doch eine gute Gesprächsgrundlage, wenn der Freundliche die Aufbereitung samt Aus- und Einbau übernimmt. Damit wäre er mit gut 10 TEur, einschl. Werkstatteigenleistung dabei. Das wären weniger als 50% eines Tauschmotors. So wäre dann letztendlich auch der Laufleistung von 200.000 km Rechnung getragen und alle könnten hinterher zufrieden sein....

VG Hajo

am 9. September 2015 um 7:06

Wenn beim Ölfilterhalter die Spitze abgebrochen ist kann kein richtiger öldruck erzeugt werden. Die Probleblematik gibt es auch bei anderen Mercedes Motoren.

siehe hier:

http://www.motor-talk.de/.../...-cdi-s-vorzeitig-sterben-t3998119.html

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