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Hilfe - kapitaler Motorschaden an S450 nach Steuerkettenreparatur und Service B
Hallo zusammen,
ca. 500km nach Wechsel der Steuerkette bei MB (km 192.000) und Service B ging letzte Woche die gelbe Motorleuchte an. Der Motor lief ganz normal weiter -also ab zu MB.
Diagnose war zunächst Nockenwellenverstellung, was sich aber nicht bewahrheitete.
Daraufhin wurde -nach einigem Teile-tauschen und Rücksprache mit Stuttgart- festgestellt, dass - durch einen Defekt der Ölpumpe, die Nockenwellen kurzzeitig trocken gelaufen sind. Beide Köpfe (durch integrierte Nockenwellen) und Ölpumpe sind in jedem Fall hin, die Prüfung dauert aber noch am. Mal sehen wie die Zylinder aussehen...
Mercedes kennt wohl derartige Probleme, lehnt aber jegliche Kulanz (was bei der Laufleistung natürlich normal ist) ab.
Randbemerkung: Ich finde es sehr verwunderlich, zumal die 8-Zylinder-Motoren wohl nicht über eine Öldruck-Überwachung verfügen.(??)
Ok, bei 192tkm verabschiedet sich ein Motor schonmal - allerdings wurde das Fahrzeug fast ausschließlich auf Langstrecke (550km/Tour) eingesetzt und durchgehend bei MB nach Serviceanzeige gewartet und immer vorausschauend repariert.
Die Große Frage ist nun, was mache ich mit dem Fahrzeug?
Habt Ihr eine Idee, ob eine Teilreparartur des Motors bei diesem km-Stand überhaupt sinnvoll ist?
Wie hoch ist der Wert eines Autos mit Motorschaden?
Gibt es wirtschaftlich sinnvolle Alternativen?
Der Pflegezustand ist sehr gut, die Reparaturkosten (Köpfe usw.) werden den Zeitwert wahrscheinlich übersteigen.
Danke & VG
Beste Antwort im Thema
Leider sind wir hier wieder an dem ganz grundsätzlichen Problem angelangt, welches dazu geführt hat, dass ich auf neuere Sterne einfach keine Lust mehr habe.
Diese dämlichen, technisch aufgeblähten Fahrzeuge führen doch tatsächlich nur dazu, dass sie ab einer gewissen Km-Leistung dazu neigen, ganz einfach anfälliger zu sein. Egal, ob es Torbolader, Steurerketten oder sonstwas sind.
Klar ist der ursprüngliche Ausgangspunkt für die technisch komplexen Motoren die Einsparug von Treibstoff und damit auch Emissionen....
Aber ich bin einfach so ein Egoist, der sagt, dass es mir egal ist, wenn ich meinen S 500 L tatsächlich nicht über 11 -11,6 l Durchschnittsverbrauch fahre (und zwar durchaus nicht langsam), ob dann eine neue S-Klasse 1,5 l weniger braucht, wenn ich dafür schon nach 200.000 km einen neuen Motor brauche und spätestens zu diesem Zeitpunkt einen Restwert mit einem kaputten Auto habe, der eigentlich nicht mehr nennenswert ist.
Mein Dickschiff hat jetzt 11j auf den Buckel....und schnurrt fast wie ein Kätzchen, wenn mam mal von seltsamen Minivibrationen absieht, die wohl irgendwo aus der Fahrwerksgegend kommen.... Da ist es doch sicher umweltfreundlicher, ein bisschen mehr Sprit zu brauchen und dafür nicht alle Nase lang nen neues Auto zu kaufen, wenn man sich überlegt, welche Primärenergie für den Bau des Fahrzeugs aufgebracht werden muss.
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225 Antworten
Zitat:
@bothi schrieb am 2. September 2015 um 20:21:01 Uhr:
Das Problem dürfte vermutlich sein, das man nicht beweisen kann, das das die vorherige Werkstatt war. Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück bei dieser Angelegenheit, das wird sich jetzt vermutlich hinziehen. Denn Mercedes wird kaum Hurra rufen und den Schaden ersetzen.
Viele Grüße aus Köln
Klar kann man. Mercedes hat Steuerkette und Service B gemacht. Der Motorenbauer kam nach dem Schaden an den Motor UND das vorgefundene Schadenbild entspricht genau der beschriebenen / vorgefundenen Ursache.
Zitat:
@bothi schrieb am 2. September 2015 um 20:21:01 Uhr:
Das Problem dürfte vermutlich sein, das man nicht beweisen kann, das das die vorherige Werkstatt war. Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück bei dieser Angelegenheit, das wird sich jetzt vermutlich hinziehen. Denn Mercedes wird kaum Hurra rufen und den Schaden ersetzen.
Viele Grüße aus Köln
Na ja...der zeitliche Zusammenhang zur durchgeführten Kettenspannerreparatur und dem B-Service sowie der Erfahrungswert, dass mit geringer Restdurchflussmenge noch ca 500 km Fahrstrecke denkbar sind, einschl. des vorliegenden Schadensbildes....Das sind schon alles sehr erdrückende und vor allem belegbare Argumente, denen nicht wirklich gut beizukommen ist. Welches Motiv hätte ich denn, das Fahrzeug 500 km nach einem B-Service von einem anderen bearbeiten zu lassen, nachdem das Auto zuvor nur lückenlos beim Freundlichen gewartet wurde?
Der ausführende Mechaniker (oder war es gar ein Auszubildender) der den Ölwechsel durchgeührt hat ( da es sich hier im Kern ja um keine besonders anspruchsvolle Tätigkeit handelt) hat hier schlicht und einfach gepfuscht...
Es dürfte für die ausführende Werkstatt schwer sein, sich da rauszureden. Würden sie das bei mir versuchen, würde ich mit der Zeit ziemlich grantig werden. D.h., dass die Kosten (Schadenshöhe) dann auch nicht geringer werden würden, da ich dann meinen gesamten Zeitaufwand auch noch in die Schadenshöhe rechnen würde. (In diesem Zusammehang macht es Sinn, diesen dann auch noch akribisch zu dokumentieren) Außerdem sind im Falle eines Urteils gegen die Werkstatt ja dann auch noch Zinsen fällig....
Bin gespannt, wie es weiter geht...
VG Hajo
News: Die Werkstatt sagt, dass der 450er (M273) keinen Ölfilterverschlussdeckel hat und diese Ursache somit ausscheidet.??? Stimmt das?
Du hattest du Fotos gepostet?
....jetzt ist doch erstmal die frage, was der Gutachter so schreibt, wenn man ihn bei der Faktenfindung auch noch aktiv unterstützt.
Der Freundliche wird sicher erstmal alles von sich weisen....
Zitat:
@Bullethead schrieb am 3. September 2015 um 13:21:38 Uhr:
Du hattest du Fotos gepostet?
Ja. Weiter oben.
Zitat:
@mercedesSLfahrer schrieb am 3. September 2015 um 13:50:10 Uhr:
....jetzt ist doch erstmal die frage, was der Gutachter so schreibt, wenn man ihn bei der Faktenfindung auch noch aktiv unterstützt.
Der Freundliche wird sicher erstmal alles von sich weisen....
So ist es. Wir werden sehen.
Zitat:
@thomne schrieb am 3. September 2015 um 14:37:28 Uhr:
Zitat:
@Bullethead schrieb am 3. September 2015 um 13:21:38 Uhr:
Du hattest du Fotos gepostet?
Ja. Weiter oben.
Waren das keine Fotos von deinem Schaden bzw. Ölfilter?
Zitat:
@thomne schrieb am 3. September 2015 um 12:38:19 Uhr:
News: Die Werkstatt sagt, dass der 450er (M273) keinen Ölfilterverschlussdeckel hat und diese Ursache somit ausscheidet.??? Stimmt das?
Was soll er nicht haben?
Zitat:
@thomne schrieb am 2. September 2015 um 12:58:55 Uhr:
Zitat:
Der Befund, das "fast kein Öl im Filter" gewesen ist, würde meine Vermutung belegen! Nur wenn dieses Teil fehlt, kann das Filtergehäuse leerlaufen, ansonsten muss es auch bei verringerter fördermenge immer gefüllt sein!
MfG Günter
Hallo Günter,
danke, das war der entscheidende Hinweis. (siehe Bilder) Krass...
Ich bin jetzt gerade einwenig iritierd!
Auf dem Bild sieht es doch so aus, als wenn an dem "Ölfilterträger" alles "dran" sei o. fehlt da doch noch etwas??
Oder fehlt da tatsächlich das "unterste" Stückchen?? Ich bin mir halt nicht sicher, ob diese Teile wirklich immer genau gleich "aufgebaut" sind!
Oder hat der Motoreninstandsetzer das "fehlen" bestätigt?
MfG Günter
Zitat:
@thomne schrieb am 3. September 2015 um 12:38:19 Uhr:
News: Die Werkstatt sagt, dass der 450er (M273) keinen Ölfilterverschlussdeckel hat und diese Ursache somit ausscheidet.??? Stimmt das?
Ölfilterverschlußdeckel:
http://download.ms-motor-service.com/ximages/ks_si_1198_de_web.pdf
Das Teil ist doch aus DEINEM Motor, oder:
http://www.motor-talk.de/.../bild1-i208096489.html
Und ich würde sagen, das Teil aus deinem Motor u. das Teil aus dem oberen Link, die sehen sich schon recht ähnlich = Ölfilterverschlußdeckel!
Frage ist halt nur, ob bei dem Teil aus deinem Auto WIRKLICH etwas FEHLT!!#
MfG Günter
P.S. Und auf dem Bild hier:
http://www.motor-talk.de/.../bild2-i208096490.html
sieht man doch ganz unten die "Ablaufbohrung", zum entleeren des Filtergehäuses.
Zitat:
P.S. Und auf dem Bild hier:
http://www.motor-talk.de/.../bild2-i208096490.html
sieht man doch ganz unten die "Ablaufbohrung", zum entleeren des Filtergehäuses.
Ich kann da leider nichts erkennen, da mir der Sachverstand fehlt. Mercedes scheint sich da auch nicht auszukennen und hat mir angehängtes PFD (Bild) geschickt.
Leider hatte Mercedes den Motor bei der Fehlersuche schon in der Mache und erklärt den relativ öllosen Filter mit der Suche nach Spänen. Dem Motorenbauer kommt das aber alles unschlüssig vor.
Zusammenfassung: Ein Motor war bei 50% seine Lebensdauer (Zitat MB: 400tsd km) in der Wartung und ist wenige KM nach dem letzten Service aufgrund Ölmangel kaputt gegangen. Öl war drin, Kontrollen haben nicht geleuchtet und die Ölpupe ist iO. Rest weiß keiner.
Montag hab ich Termin beim Serviceleiter, ggf. anschließend beim Anwalt. Parallel nimmt die Dekra eine Begutachtung vor.
Hab ich was vergessen?
Einfach mal das Teil kaufen...
Mehr als 30,-- EUR wird´s nicht kosten.. zumal RÜckgabe wohl möglich sein wird.
(Notfalls bloß zum Fotografieren zeigen lassen.. Dann Fotos mit Zollstock machen.)
Und - bitte kühlen, ganz kühlen Kopf bewahren..
Wenn ich lese, dass thomne seinen Zeitaufwand geltend machen will.... dann kann ich nur den guten Rat geben - sich einen sehr! sachlich argumentierenden RA zu suchen und sich strikt an dessen "Anweisungen" zu halten... Und seinen Ratschlägen zu folgen...
Und der wird als erstes wohl beim zuständigen Amtsgericht ein Beweissicherungsverfahren beantragen..
Bis dahin keine Eigenmächtigkeiten mehr! Da VÖLLIG sinnlos - vermutlich sogar kontraproduktiv!
UNd das GEspräch mit dem "Serviiceleiter" nur mit dem RA machen!
Zitat:
Und - bitte kühlen, ganz kühlen Kopf bewahren..
Wenn ich lese, dass thomne seinen Zeitaufwand geltend machen will.... dann kann ich nur den guten Rat geben - sich einen sehr! sachlich argumentierenden RA zu suchen und sich strikt an dessen "Anweisungen" zu halten... Und seinen Ratschlägen zu folgen...
Und der wird als erstes wohl beim zuständigen Amtsgericht ein Beweissicherungsverfahren beantragen..
Bis dahin keine Eigenmächtigkeiten mehr! Da VÖLLIG sinnlos - vermutlich sogar kontraproduktiv!
UNd das GEspräch mit dem "Serviiceleiter" nur mit dem RA machen!
Danke für den Hinweis. Den kühlen Kopf habe ich, auch argumentiere ich sachlich. Dass ich den Zeitaufwand gelten machen möchte, habe ich möglicherweise mal im Konjunktiv erwähnt - da geht schon sehr viel Zeit drauf - möchte aber in erster Linie mal der Schaden ermitteln und ggf. ersetzt bekommen.
Ich denke, dass Motorenbauer & Sachverständiger zunächst gut dokumentieren werden. Das Gespräch suche ich ohne Anwalt, handwerklich kann der derzeit auch nichts weiter ausrichten. Wenn ich einen Anwalt mitnehme, fährt die Werkstatt ihren Anwalt auf und das verlangsamt den Prozess wohl deutlich. (das ist zumindest der Rat unseres Anwalts)
Derzeit gehts um eine Ermittlung der Schadenursache. Wartungsfehler oder nicht? Das ein Auto mit 200tkm (abgeschrieben) mal kaputt geht ist mir klar - und kein Problem. Wenn es kaputt repariert wird aber schon! Werkstätten haben dafür Versicherungen - ich müsste das nicht fahrtüchtige Auto (in exzellentem Zustand) faktisch zum Schrottpreis verkaufen. Nur darum geht es mir. Verlustbegrenzung.
...mich nervt dabei eines:
Früher war ein Handschlag ein Handschlag und die Vertragsparteien hielten sich an ihre Vereinbarungen. Auch galt einmal ein Grundsatz, dass man zu seinen Fehlern steht, wenn diese nun einmal passiert sind.
Schade, dass eine Vertragswerkstatt/Niederlassung des Freundlichen, die bei Würdigung der Faktenlage durchaus der Meinung sein sollte, maßgeblich an der Schadensursache beteiligt zu sein, derartig mauert und alles abstreitet.
Immerhin geht es hier ja auch um keinen kleinen Mercedes, der durchgängig in Vertragswerkstätten gewartet und repariert wurde.
Wo bleibt eigentlich das Ehrgefühl in der deutschen Wirtschaft - Zählt wirklich nur noch das schnell verdiente Geld aus China???