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Hilfe anbieten auf der Autobahn?! ??? Ja Nein? Umstände!

Themenstarteram 9. Februar 2021 um 3:43

Bin heute Nacht, es war dunkel und am Schneien, die Strecke von Wuppertal nach Köln gefahren.

Tempo 50 war auf der Autobahn angesagt - Schnee, Glätte, Vorsichtiges Fahren aller Verkehrsteilnehmer.

Habe dann auf halber Strecke am Anfang einer teils abgesperrten Fahrspur ein Auto mit Insasse (welcher sich aber dann ca. 10m vom Fahrzeug entfernt aufhielt) entdeckt. Warndreieck war aufgestellt, er/sie hatte anscheinend Probleme mit dem Fahrzeug.

 

Alle sind vorbeigefahren. Wie verhalte ich mich?

 

Habe kurz gedacht ob ich anhalten soll und helfen/ oder zumindest fragen soll ob ich helfen kann oder Hilfe unterwegs ist. Dann war ich aber auch schon vorbei.

 

Wenn ich mit meinem “Moped” unterwegs gewesen wäre, hätte ich dies ohne Frage getan. Natürlich nur mit gewisser Sicherheit vor dem folgenden Verkehr. Dies wäre gegeben gewesen.

 

 

Wie hättet ihr euch verhalten?

 

Ps. Einen Unfall oder geschädigte Person (dringender Notfall) gab es nicht!

4 Antworten

Pauschal: Mal kurz anhalten (wenn soweit natürlich auch in dem Fall gefahrlos möglich) und mal fragen schadet nie.

Aus deiner Schilderung hätte ich jetzt gesagt: Klar, war eine Panne und der Insasse hat vermutlich schon Familie, Freunde Pannendienst angerufen.

Man weiß es halt nicht.

Vielleicht ein älterer Mitbürger der kein Smartphone hat geschweige den mit sowas telefonieren kann, kein Empfang, generell "überfordert und hilflos"

Im Zweifel oder wenn man unsicher ist weil es eben nicht ein einsamer Fahrer ist sondern vielleicht zwei, zwielichtige gestalten kann man auch der Polizei bescheid geben dass die vielleicht mal kucken und dann ggf. auch das Pannenfahrzeug absichern

Zitat:

@Dont_touch_my_Benz schrieb am 09. Feb. 2021 um 03:43:23 Uhr:

Einen Unfall oder geschädigte Person (dringender Notfall) gab es nicht!

Bei den Temperaturen kann auch aus einer Panne schnell ein Notfall werden.

 

Von daher: kurz anhalten und nachfragen, unter Berücksichtigung der eigenen Sicherheit, wäre da schon angebracht.

Danke der Nachfrage, sieht man, Du Dir nun ein Kopf machst. Viele fahren vorbei ohne sich ein Kopf zu machen...

Also helfen ist eine bürgerliche Pflicht. Tut man es nicht, erfüllt man den Tatbestand unterlassene Hilfeleistung.

Das eine. Das andere, braucht man selbst Hilfe, würde man sich ja freuen, einer hilft. Es ist ein Geben und Nehmen.

In Deinem Fall, man ist natürlich schnell an den Metern des Vorfalls vorbei gefahren. Das sind Sekunden und Bruchteilentscheidungen. Zögert mn kurz, ist man schon weiter... Auch nicht tragisch, dann die Kilometerangabe merken. Die steht aller 500 m an dem kleinen Schild. Das sieht so aus.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/78/BAB-A6-km-565.jpg

Die Zahl auf dem Schild wird immer kleiner oder größer. Der Kilometerstein. Am besten merkt man sich die beiden km-Steine zw. diesen der Notfall liegt. Natürlich kann man erst hinterher nachschauen, nachdem man den Notfall sah. Aber wenn dann km 565,5 kommt und als nächste km 566,0 muss der Ort zw. 565,0 und 565,5 sein. Ganz einfach. Mit dieser Info die 112 oder 110 anrufen und seine Beobachtung nennen. So startet man die Rettungskette. Die Leitstelle hat Kartenmaterial, wo sie jeden km Stein auf einer Karte und Feldwege und Brücken sieht, wie man am besten an die Stelle herankommt. Und sie kann sich einfacher bei AVD und ADAC informieren, ob dort schon eine Meldung einging.

Besser, anhalten. Nun ist aber parallel immer die Gefahr abzuschätzen. Also man muss gefahrlos anhalten können und dabei nicht von einem anderen Fahrer weggerammt zu werden. Immer auf den Eigenschutz aufpassen! Das ist das A und O. Einmal für sich und einmal für die anderen Verkehrsteilnehmer. Aber auch von den Leuten mit Panne kann manchmal die Gefahr ausgehen... Gut möglich, die Panne eine Show ist, um andere Autofahrer auszurauben. Sollte man im Hinterkopf haben. In der Nacht würde ich daher nur Fenster 1 cm öffnen und fragen, was ist. Anbieten, Rettung oder Polizei zu rufen, dann klärt sich meist schon alles auf... Bei Tageslicht wenn man sieht was rechts und links, vorn und hinten ist, kann man auch aussteigen und nachfragen... Muss man Fallabhängig machen...

Ich kam mal zu einem Pannenfahrzeug im Schnee, die auf den ADAC warteten. Das Auto steckte im Schnee fest, wollten keine Hilfe. Nur dauert das auch mal 1 oder 2 Stunden. So bot ich an, die Familie heim zu bringen, wohnten nicht weit weg. Nunmehr war aber diese Familie unsicher, ob sie mir vertrauen kann. Also gab ich dem Papa meinen Ausweis, der soll sich ein Foto mit Handy machen. Wollte er nicht, ich wurde aber als vertraulich eingestuft und er gab mir Frau und 3 Kinder mit. War nur 10 km bis zu ihnen.

Zitat:

@romanusko schrieb am 11. Februar 2021 um 07:57:25 Uhr:

Tut man es nicht, erfüllt man den Tatbestand unterlassene Hilfeleistung.

Bei einer Autopanne nicht anzuhalten ist definitiv keine unterlassene Hilfeleistung.

Gruß Metalhead

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