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Hat sich Audi mit dem Mildhybrid von Conti verspekuliert?

Audi A6 C8/4K
Themenstarteram 1. September 2018 um 13:10

Hier habe hier einen interessanten Bericht gelesen:

https://www.welt.de/.../...gesetzt-hat-ist-wirklich-selbst-schuld.html

Zitat:

Es handle sich bei der Powertrain-Einheit um eine Art „Bad Bank“, die man loswerden wolle, sagt Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen.

Zitat:

Doch einig sind sich die Experten nicht. Dudenhöffer sieht die Zukunft von Continental deutlich kritischer. Er bemängelt vor allem, dass der Zulieferer bislang nicht in das Geschäft mit Batteriezellen für Elektroautos einsteigen wolle. Zudem sieht er Schwächen im Bereich der Softwareentwicklung.

In diesem Geschäft sei nicht nur der Hauptkonkurrent Bosch besser aufgestellt, sondern inzwischen auch ZF. Der Zulieferer aus Friedrichshafen habe sich durch Zukäufe deutlich verstärkt und sei technologisch an Continental vorbeigezogen. „Vor der Batterie haben sie bei Continental Angst, Software können sie nicht, und das bisschen Mechanik, das übrig bleibt, kann jeder“, sagt Dudenhöffer. Er glaube nicht an eine „große Wachstumsgeschichte“.

Das könnte auch den Rückstand beim Mildhybrid mit nur "Segeln" anstatt "Boosten" und das extreme Mehrgewicht ohne Nutzen erklären.

Beste Antwort im Thema

Du gewinnst hier im Audi-Forum sicher die Audi-Nörgeln Krone. Deine Beiträge sind aber trotzdem interessant,auch wenn ich mich wundere, dass Du der Marke so viel Interesse schenkst.

Mein Mild-Hybrid braucht jetzt schon weniger, als der alte ohne. Mag sein, dass andere Motoren bzw. Konzepte besser sind. Der zitierte Professor ist ein großer Fan des Elektroantriebs. Irgendwann werden wir nicht an CO2 sterben, sondern an den vielen Kabeln und Ladesäulen.

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Du gewinnst hier im Audi-Forum sicher die Audi-Nörgeln Krone. Deine Beiträge sind aber trotzdem interessant,auch wenn ich mich wundere, dass Du der Marke so viel Interesse schenkst.

Mein Mild-Hybrid braucht jetzt schon weniger, als der alte ohne. Mag sein, dass andere Motoren bzw. Konzepte besser sind. Der zitierte Professor ist ein großer Fan des Elektroantriebs. Irgendwann werden wir nicht an CO2 sterben, sondern an den vielen Kabeln und Ladesäulen.

Themenstarteram 1. September 2018 um 16:42

Ich bin hier wohl der emotionsloseste Autokäufer ;) und betrachte wohl alles zu nüchtern. Multibeam bei MB war keine Sensation. Allerdings der Motor im 400D ;) und der verbraucht auch (genauso)wenig als sein Vorgänger mit deutlich mehr Leistung. Die bis zu 200kg sind bei Audi halt eine echt bittere Pille die man schlucken muss, da muss man den Mildhybrid zurecht infrage stellen.

 

Die Headline hätte vielleicht nicht so reißerisch sein müssen, aber ich habe es es einfach mal in den Raum stellen wollen.

Wenn ein Hersteller seine Sparte (Powertrain - Hybrid) verkaufen will, die er gerade erst aufgebaut hat, dann macht mich das hellhörig.

 

 

Zitat:

@LJ_Skinny schrieb am 1. September 2018 um 16:42:03 Uhr:

[...] Die Headline hätte vielleicht nicht so reißerisch sein müssen, aber ich habe es es einfach mal in den Raum stellen wollen.

Wenn ein https://www.motor-talk.de/.../EditPost.html?... seine Sparte (Powertrain - Hybrid) verkaufen will, die er gerade erst aufgebaut hat, dann macht mich das hellhörig.

Das stimmt nicht so ganz. Mehrheitseigentümer bleibt Conti weiterhin, der Rest steht dann als Aktienemissionen zum Kauf. Mit dem Geld wird man wohl auf Shoppingtur gehen (Start-Ups im Bereich IT/Batterietechnik) oder das frische Kaptial zur Selbstfinanzierung für den Ausbau der anderen Sparten nutzen. Ist aber wirklich nichts Neues und üblich bei börsennotierten Unternehmen. Der Unterschied von Conti zu ZF u. Bosch ist, dass die beiden Letzten im großen Stil mit den Topunternehmen des Silicon-Valley Joint-Ventures hochziehen (namentlich nVidia für Deep-Learning, AI, selbstfahrende-Autos, Infotainment, etc...) und Bosch sich in vielen Start-Ups einkauft, die Feststoffbatterien zur Serienreife entwickeln wollen. Die Aussage von The Dude über Conti, a lá "die können nix und das was sie können ist nix besonders" ist halt wieder absichtlich provokant gewählt. Traurig für einen, der sich jahrelang von diesen Unternehmen Topgehälter eingestrichen hat.

Zur Thematik warum der neue A6 so schwer ist und das vorher doch nicht so war...

Man darf halt folgende Aspekte nicht vergessen. Die seit dem A8 D2 (?) genutzte Alu-Spacefram-Technik bringt erhebliche Vorteile bei Steifigkeit und Gewicht, nicht aber bei den Produktionskosten und Variabilität. Der A8 D4 nutzte diese Technik, für den A6 4G wurde sie unter der Prämisse der Kosten angepasst. Der A6 Avant wog mehr als ein A8. Der Baukasten hierfür war laut Wikipedia MLB. Und jetzt kommt für mich der Knackpunkt Gewicht in's Spiel. Die neue Plattform, MLBevo, dient als Architektur für fast alle größeren PKW des VW-Konzerns. Vom A4 Frontkratzer Vertreterdiesel, bis zum W12 starken Bentley-SUV. Die Plattform muss für absolut alles passen. Sportlichkeit für den Lambo Urus und Cayenne, Ruhe für den Bentley und Variabilität für den A6 Avant. Allen Ansprüchen muss diese Plattform gerecht werden und die Variabilität hat seinen Preis. Das ist das Gewicht. Eine ganz interessante Anekdote. Auch GM hatte mal dieses Problem. Der damalige Opel Astra K war teilweise mehrere hundert Kilo schwerer als die Konkurrenz. Grund hierfür war die Plattform, auf der fast alle Kompaktfahrzeuge von GM aufbauten, günstig bis teuer, und auch für alle Crashanforderungen weltweit Gültigkeit haben sollte. Das Problem wurde beim Nachfolger gelöst.

Im übrigen darf man auch nicht vergessen, dass die 5er G30 Limousine, keine Luftfederung, Mildhybridisierung und Sperrdifferenziale anbietet. Auch das geht auf das Gewicht.

Sehe den beschrittene Weg mit Mildhybrid und dem zugleich entwickelten Fahrzeugmehrgewicht insgesamt als verspekuliert und absurd an.

Was ich nicht gewusst habe, dass die Plattformgeschichte so stark ins Fahrzeuggewicht reinspielt. Hatte mich schon gefragt wie sich das ~ 200kg Mehrgewicht im Vergleich zum 4G ergeben kann.

Kann es nicht fassen, wie man so einer Strategie nachgehen kann, die sich so beißt.

Mildhybrid bei gleichem Fahrzeuggewicht und einer daraus resultierenden deutlich größeren Einsparung an Spritverbauch wäre für ein neues Modell herzeigbar und zukunftsweisend.

Aber so was kostet dem Konsumenten richtig Geld und zwar 2mal. Beim 1. mal bei der Anschaffung/ Fahrzeugpreis und noch einmal beim Verkauf/Eintausch wenn der Freundliche dann zusätzlich 2K Euronen runterschreibt, weil der Akku schon an sein Lebensende gekommen ist.

Die Bilanz mit dem ersparten Spritverbauch geht dabei ins Lächerliche:

Angenommen: 0,2l/100 km Spritersparnis, bei zB 20.000 km/Jahr

--> 0,25 € x 20.000 / 100 = 50 Euro/Jahr Ersparnis!

Bravo! Wie kann man nur...?

Wie kommst du auf deine Annahme mit den 0,2 Litern?

Zitat:

@jb0402 schrieb am 1. September 2018 um 19:12:05 Uhr:

Wie kommst du auf deine Annahme mit den 0,2 Litern?

War anhand meiner Probefahrt mit dem 50 TDI und einem knapp darunter liegenden Verbrauch zu meinem Bitu eine Annahme. Kann man aber auch mit 0,5l Ersparnis auf 100km rechnen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das Segeln soviel im Alltag bringt.

Und den Verbrauch des 50 TDI hast du wie ermittelt?

Wie lang war deine Probefahrt? Entsprach die deinem allgemeinen Fahrprofil des BiTDI?

 

Bei mir entsprechen Probefahrten definitiv NICHT meiner üblichen Fahrweise, da ich ja gerade alle möglichen Situationen erfahren möchte, und dazu gehören sicherlich auch überdurchschnittlich häufige Beschleunigungen.

Ich glaube nicht, dass der Akku so bald die Grätsche macht. Mittlerweile gibt's doch genug alte Hybriden mit >200000km. Ok, die sind eher von Lexus und daher zuverlässig.

Andererseits ist beim A6 der Akku doch auch nicht lebenswichtig. Im schlimmsten Fall segelt die Karre halt etwas weniger rum. Da kauft doch keiner einen neuen Akkus, wenn der alte nur noch 50% schafft.

Ich hatte für den Streckenabschnitt zu meinem Büro hin und retour auf Reset gedrückt und bin in vergleichbarer Fahrweise mit dem Verkehr gleitend die Strecke 2 mal gefahren. (Andere Strecken bin ich außerhalb dieser Wertung im "Testmodus" gefahren). Die Strecke war mit insgesamt 120km kurz, die Werte waren lediglich Werte des Bordcomputers und der Bitu ist auch nicht die Referenz. Auf eine gutachterliche Beurteilung kann ich mich nicht stützen :) Lassen wir die letzten 4 Zeilen meines Posts weg, es fehlen die klaren Fakten.

Anders ausgedrückt, meinte ich:

Das von Audi in Kauf genommene Mehrgewicht durch die Plattform + Mehrgewichts des Mildhybrid + Mehrkosten des Fahrzeugpreises + Minderkosten bei Fahrzeugverkauf wegen Akkulebensdauer steht in keinem klar erkennbaren positiven Verhältnis zu den angepriesenen Vorteilen. Dabei unberücksichtigt sind weitere Nachteile des höheren Fahrzeuggewichts wie schlechtere Längs- und Querdynamik, höherer Verschleiß von Bremsen und Reifen, höhere Belastung der Umwelt durch Herstellung und Entsorgung des Akkus.

Zitat:

@judyclt schrieb am 1. September 2018 um 20:30:27 Uhr:

Ich glaube nicht, dass der Akku so bald die Grätsche macht. Mittlerweile gibt's doch genug alte Hybriden mit >200000km. Ok, die sind eher von Lexus und daher zuverlässig.

Andererseits ist beim A6 der Akku doch auch nicht lebenswichtig. Im schlimmsten Fall segelt die Karre halt etwas weniger rum. Da kauft doch keiner einen neuen Akkus, wenn der alte nur noch 50% schafft.

Ich weiß nicht wie das Akkumanagement funktioniert. Wird der Akku im Winter auch beheizt und im Sommer gekühlt? Wenn nicht dann geht das im allgemeinen auf die Lebensdauer der Hochleistungsakkus.

Wenn der Akku nach Jahren nur mehr einen Bruchteil seiner Leistung bringt, dann schmälert dies wiederum das Potential des Spritsparens. Jedenfalls wird er irgendwann zu tauschen sein, spätestens wenn die einprogrammierte Anzeige im VC erscheint.

Nur mal zur Info, weil ich hier aus Versehen reingelesen habe:

Autohersteller müssen Flottenverbrauchsgrenzwerte erfüllen, sonst gibt es Strafen. Das motiviert diese, Spritspartechniken auch dann einzusetzen, wenn es andere Nachteile gibt, z.B. Mehrgewicht.

Sollte man bei dem Thema im Hinterkopf haben.

Grüße

Ich habe einen A6 Avant, 35TDI, 19 Zoll Räder 245er

Bei normaler Fahrweise verbrauche ich zwischen 5 und 7 Liter. Meist 5,6l

Da muss ich ehrlich sagen, finde ich super!

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